Warum sich ein Staat nicht Gesund-Sparen kann! So tickt die Masse der Anleger!
Das Beispiel Griechenland zeigt sehr gut, daß eine Sanierung der Staatshaushalteweder über das künstliche Anschieben der Wirtschaft mit kreditfinanzierten staatlichen Anreizen, noch über eisernes Sparen möglich ist.
Das Ergebnis eines ständigen Anschieben der Wirtschaft über Steuersenkungen, Fördergelder oder andere staatliche Anreize hat weltweit auf Dauer zu garnichts geführt – außer dass man jetzt überall auf gigantischen Schuldenbergen sitzt. Die Sparpakete haben in Griechenland folgende konkreten Auswirkungen:
In den ersten 6 Monaten 2011sind dort die Steuereinnahmen um 8,3% gesunken, während die Ausgaben um 8,8% zulegten. Sparen führt also zu einem noch größeren und schnellerem Aufreißen der Defizit und glauben Sie mir: Genau diese Entwicklung und Auswirkungen hätten wir in Deutschland, den USA, Österreich oder sonst wo auch. Von daher ist es völlig lächerlich zu denken, dass man ja notfalls mit Sparen die Probleme lösen könnte, wenn man wollte oder gezwungen wäre.
Haushaltsdefizite können Sie nicht über die Umsätze bzw. Steuern abbauen, sondern nur über einen Zugriff auf bestehende Vermögen. Wo Vermögen verschwinden da lösen sich auch Schulden eines anderen in Luft auf.
Dieser unweigerlichen Erkenntnis entzeihen sich viele, indem man glaubt sich mit jeweils kurzfristig getätigten Anlagen so Schritt für Schritt über die Jahre zu „stolpern“! Ich hoffe Sie wissen auf was ich hinaus will: Die meisten Geldanlagen laufen sehr kurz, weil man sich nicht lange binden will und darauf setzt notfalls schon noch rechtzeitig aus dem eigentlichen Müll herauszukommen – so nach dem Motto: „ Also die nächsten Monate wird schon nichts passieren und die nächsten danach auch wieder nichts usw….“!
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Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.
Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen - sie wird einem ja doch nicht geglaubt.