das immer suggeriert wird. Gold hat weniger mit Infaltion zu tun, als mit der freien Liquidität. d.h. dessen Preis kann fallen, wenn die Inflation steigt, so wie jetzt, selbst wenn offensichtlich die Geldmenge M2 massiv ausgeweitet wird, um aufzurüsten oder für andere Geldvernichtung, denn das Geld kommt gar nicht im Markt an. Ganz deutlich zu erkennen ist das neue Misstrauen an den hohen Zinsen und an der mangelnden Bereitschaft der Banken, Geld zu leihen, weil selbst die hohen Zinsen das Risiko nicht abdecken. Dieser Trend trifft vor allem KI-Unternehmen aus der 2.Reihe: Datencenter, Halbleiter, Ausrüster, etc. Die meisten US-Unternehmen sind in einem Bärenmarkt, nur die Gewichtung der großen AGs und der Glaube des Marktes an die KI hält den S&P500 oben.
Im Bild der Vergleich Gold mit Kupfer mit Rohöl:
Als Ende 2015 Gold wieder anzog, hatte der Markt sich von Lehman und der Eurokrise erholt und deshalb gab es überschüssige Liquidität, aber keine Inflation. Das Geld brauchte ein ganzes Jahr, bis die Wirtschaft wieder Kupfer brauchte, und zwei Jahre bis sie Öl brauchte.
Mitte 2019 hat der Goldpreis bereits Corona gerochen, während Kupfer und Öl dann einbrachen und Gold aufgrund der Flutung der Märkte mit dem Lockdowngeld neue Hochs erreichte.
Nach dem Beginn des Ukrainekrieges fiel der Goldpreis, weil das Geld anderweitig gebraucht wurde. Das Öl folgte erst einige Monate später.
Die Goldrally ab 2024 war ein extremer Sondereffekt durch die Enteignung der russischen Dollarvermögen. Die Menschen und Staaten merkten, dass der physische Besitz von Gold eine bessere Versicherung ist als Dollaranleihen. mE ist dies eine neue Ära des Physischen. Es dauerte wieder ein Jahr, bis Kupfer nachzog, und bis zum Irankrieg bei Öl.
Im Jan 2026 erreichte Gold das Allzeithoch, während Kupfer und Öl noch immer steigen. Die freie Liquidität im Markt nimmt also ab. Der Effekt wird sicherlich bald auch auf die Wirtschaft durchschlagen, und auch Kupfer und Öl wieder korrigieren, wobei Öl wohl noch am längsten steigen kann, wenn die Kriege andauern.
Bei Gold ist mMn mit einer langen Korrektur zu rechnen, Aktien, Industriemetalle folgen im kommenden Jahr, Öl kann länger teuer bleiben.
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