Demokraten gewinnen US-Zwischenwahlen – Was bedeutet das für Krypto?
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
picture alliance / AP Photo/John Locher | John Locher
Der Kryptomarkt steht nach den US-Zwischenwahlen vor einer ungewissen Zukunft. Der Sieg der Demokraten könnte Trumps Krypto-Pläne erheblich erschweren.
Für dich zusammengefasst:
Die Demokraten gewinnen Kontrolle über beide Kongresskammern.
Bitcoin notiert bei 78.250 US-Dollar nach Wahlnacht.
Die Kryptobranche könnte durch strenge Kontrollen gefährdet werden.
Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen die Kontrolle über beide Kongresskammern zurückerobert. Während sich Bitcoin und Ethereum nach deutlichen Verlusten erholen, droht der Kryptobranche ein politischer Rückschlag.
Nach dem heftigen Ausverkauf im Vorfeld der US-Zwischenwahlen zeigt sich der Kryptomarkt am Mittwochvormittag wieder etwas stabiler. Bitcoin notiert bei 78.250 US-Dollar, nachdem die größte Kryptowährung in der Wahlnacht zeitweise auf 75.700 US-Dollar gefallen war.
Auch Ethereum erholt sich und steigt auf 2.315 US-Dollar. Die anfängliche Nervosität scheint damit nachzulassen, obwohl das Wahlergebnis für die Kryptobranche weitreichende Konsequenzen haben könnte.
Nach aktuellen Hochrechnungen übernehmen die Demokraten sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat.
Besonders deutlich fällt der Sieg im Repräsentantenhaus aus. CNBC rechnet mit mindestens 245 Sitzen für die Demokraten. Auch im Senat haben die Demokraten mit zunächst 53 Sitzen die Mehrheit erreicht.
Für US-Präsident Donald Trump bedeutet das Ergebnis einen erheblichen politischen Rückschlag. Seine Republikaner verlieren die Kontrolle über den Kongress und damit einen entscheidenden Hebel, um die wirtschafts- und kryptopolitische Agenda des Präsidenten voranzutreiben.
Besonders kritisch dürfte der Machtwechsel für den Clarity Act werden. Bereits am 15. September scheiterte das Vorhaben im Senat. Bei einer Verfahrensabstimmung stimmten 50 Senatoren dafür und 49 dagegen.
Mit dem demokratischen Wahlsieg dürfte die Verabschiedung noch schwieriger werden. Die Partei fordert traditionell strengere Kontrollen für die Kryptobranche und äußerte insbesondere Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes und möglicher Interessenkonflikte rund um Trumps eigene Kryptogeschäfte.
Millioneninvestitionen der Kryptobranche stehen auf dem Spiel
Für die Kryptoindustrie steht entsprechend viel auf dem Spiel. Nach Angaben von Reuters investierte der Krypto-Sektor in diesem Wahlzyklus 176 Millionen US-Dollar in mehr als 100 Kongresswahlkämpfe, um kryptofreundliche Kandidaten zu unterstützen.
Besonders Unternehmen wie Coinbase, Circle und Robinhood könnten die Folgen zu spüren bekommen. Sie erhoffen sich von einer umfassenden Gesetzgebung mehr Rechtssicherheit für Kryptobörsen, Handelsplattformen und Stablecoins.
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