Kapitulation.
Dank Trump und seiner Worte hat der Goldpreis am letzten Freitag doch noch gedreht. "US-Präsident Donald Trump schloss ein Abkommen mit Teheran zur Beendigung des Konflikts aus. Stattdessen fordere er «bedingungslose Kapitulation», wie er auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Er erneuerte zudem seinen Anspruch, bei der Auswahl der künftigen Staatsführung im Iran mitzubestimmen."
Trotz aller dem die Probleme köcheln weiter. Gold braucht keine Kriege, um zu glänzen. Die strukturellen Treiber – wirtschaftliche Unsicherheit, Inflationssorgen, die massive globale Verschuldung, die Entdollarisierungsbestrebungen zahlreicher Zentralbanken und das wachsende Misstrauen gegenüber Papierwährungen – sind weitaus mächtiger als jeder kurzfristige geopolitische Impuls. Einzelne Krisenreaktionen mögen verpuffen, doch die „Grundunsicherheit", wie Metals Focus es formuliert, schaffe das Umfeld, in dem Gold über das Jahr hinweg wieder höhere Niveaus ansteuern könne.
Und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringt und damit die Schuldenlast für kommende Generationen weiter in die Höhe treibt, sollte diese Erkenntnis ein Weckruf sein. Das Geld ist schon weg, verbrannt, verpufft oder wie auch immer.
Die schleichende Entwertung von Papiergeld nimmt immer mehr fahrt auf.