tun hätte?
(A) Eine Hyperinflation entsteht weder aus der Ausweitung der Geldmenge, noch kann sie mit der monetaristischen Steuerung kontrolliert werden.
(B) Es ist zwar richtig, dass eine Notenbank in ihrer eigenen Währung immer solvent bleibt, aber nicht gegenüber anderen Währungen. Sobald sie durch zweifelhafte Aktiva an Vertrauen verliert, muss sie immer mehr Geld ihres Währungsraums aufwenden, um mit Devisen handeln zu können.
(C) In die Gefahr eines Vertrauensverlusts gerät die Notenbank vor allem dann, wenn sie Schuldscheine von zweifelhaftem Wert, beispielsweise vom eigenen Staat, als Aktiva akzeptiert beim Ausweiten der Geldmenge.
Das bedeutet also, übersetzt auf die Aktualität, dass die EZB nicht in der Lage ist – weder mit dem Leitzins, noch mit Neugeld –, die gewünschte Inflationsrate von 2 Prozent zu erreichen. Schlimmer noch, solche Feinjustierungen sind sowieso nicht möglich.
Hier lauert auch nicht die wirkliche Gefahr. Indem die EZB immer mehr Staatsschuld-Schrottpapiere aufkauft, dazu auch Schuldpapiere von Firmen, gibt sie zwar den Südstaaten die Möglichkeit, sich weiterhin für billiges Geld verschulden zu können.
Aber indem die Werthaltigkeit dieser Schuldpapiere immer mehr abnimmt, und indem ein zusätzlicher Schuldenturm in der Höhe von über einer Billion Euro in den Target 2-Salden aufgebaut wurde, steigt die Gefahr, dass der Euro – wie immer in solchen Fällen – schlagartig und rasant in eine Hyperinflation gerät.
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