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Intel legt bei KI-Startup nach: Neuer Millionen-Deal um CEO Tan wirft Fragen auf

Intel investiert erneut in das KI-Startup SambaNova, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Intel-CEO Lip-Bu Tan ist. Mit einer zusätzlichen 15-Millionen-US-Dollar-Investition erhöht sich Intels Anteil auf 9 Prozent. Doch die engen Verbindungen zwischen Tan und den unterstützten Firmen werfen Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf.
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Intel will seine Beteiligung am KI-Chip-Start-up SambaNova offenbar erneut ausbauen. Wie aus von Reuters ausgewerteten Unternehmensunterlagen hervorgeht, plant der Halbleiterkonzern eine weitere Investition von 15 Millionen US-Dollar. Sollte die Transaktion von den Behörden genehmigt werden, würde Intels Anteil an SambaNova auf rund 9 Prozent steigen.

Bereits im Februar hatte Intel 35 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert. Damals erhöhte sich die Beteiligung von 6,8 auf 8,2 Prozent. Parallel dazu hatten beide Firmen eine strategische Zusammenarbeit bekannt gegeben.

Brisanz erhält der Vorgang vor allem durch die personellen Verflechtungen: SambaNova wird von Intel-Chef Lip-Bu Tan als Verwaltungsratsvorsitzender geführt. Tan ist ein langjähriger Venture-Capital-Investor mit engen Beziehungen in die Chipbranche. Genau diese Nähe sorgt seit Monaten für Diskussionen. Denn Intel hatte Ende März in einer Pflichtmitteilung offengelegt, dass es mehrere Finanzierungen bei Firmen gab, von denen Tan persönlich profitieren könnte.

Neben SambaNova nennt die Nachrichtenagentur Reuters auch die Firmen OPAQUE Systems, EPIC Microsystems und 3D Glass Solutions. In allen Fällen bestehen Verbindungen zu Tan oder zu seinen Investmentvehikeln. Intel betont jedoch, dass das Unternehmen über strenge Regeln zur Corporate Governance und zum Umgang mit Interessenkonflikten verfüge. Entscheidungen würden unter Aufsicht des Boards und im Interesse der Aktionäre getroffen.

SambaNova selbst kämpfte zuletzt mit operativen Problemen, Stellenabbau und Finanzierungsdruck. Inzwischen setzt das Unternehmen verstärkt auf KI-Inferenz, also Rechenleistung für Anwendungen wie Chatbots. Laut Unternehmensangaben war 2025 dennoch das bislang stärkste Jahr der Firmengeschichte.

Für Intel ist der Fall heikel: Einerseits benötigt der Konzern Partner und Wachstumsfelder im KI-Markt. Andererseits dürften neue Deals mit China-nahen Firmen die Debatte über mögliche Interessenkonflikte weiter anheizen.

Im vorbörslichen Handel an der Nasdaq steht die Intel-Aktie am späten Donnerstagvormittag 2,79 Prozent im Minus. Ein Anteilschein kostet derzeit 46,65 US-Dollar (11:05 Uhr MESZ).

Autor: sbh-Redaktion/FH




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