Ich versteh schon wie Du das meinst. Das ist im Moment auch die traurige Realität.
Ich mein das aber etwas Anders. Wenn VW ein Werk in Portugal in der Euro2 Zone hat und wir in der Euro1 Zone sind, produziert das Werk dort kostengünstiger, als wir in Deutschland mit einem Starken Euro. Die wären wieder etwas konkurrenzfähiger.
VW kann sich in Deutschland günstige Kredite holen um in Portugal zu investieren. Gleichzeitig können Zuschüsse für die Investition gezahlt werden oder steuerliche Anreize geschaffen werden. Das darf aber nur temporär sein. Im Ideralfall wird Portugal so stark, dass es in die Euro1 Zone wieder integriert wird.
Der Bund könnte sich auch sein Geld wieder zu günstigeren Konditionen leihen. (besseres Rating)
Ähnlich machen wir es auf Bundesebene, bloß ohne zeitliche Zwänge und mit nur einer Währung. Berlin und Bremen würden sich mehr Mühe geben, wenn die wüßten das die Umverteilungen endlich sind.
Global halte ich es für wichtig, dass in Europa eine Leitwährung geschaffen wird. Entweder neben dem Dollar oder besser noch anstelle des Dollars. Enorme volkswirtschaftliche Vorteile würde uns dann zuwachsen. Von dieser Position hat Amerika doch die letzten 100 Jahre profitiert. Die USA würden auch ein Teil ihrer militäruschen Macht verlieren, weil Streitigkeiten für die nicht mehr finanzierbar sind. Wenn die nicht die Pressen anstellen können, wie sie wollen, ist ein Krieg nach 3-4 Wochen vorbei, weil kein Geld mehr da ist.
Das sind doch keine schlechten Perspektiven, oder?