Dumm, dümmer, Deutschland – wir sanktionieren und die USA lachen sich ins Fäustchen
Die USA wollen die Ostseepipeline Nord Stream 2 verhindern, so dass Europa weniger Erdgas aus Russland kauft. Gegen Russland musste die EU ja ohnehin auf Bestreben Washingtons Sanktionen verhängen. Gleichzeitig haben USA und EU ihre Sanktionen gegen Venezuela verschärft. Den größeren „Zusammenhang“ dieser Vorgänge versteht man wohl nur, wenn man sich folgende Meldung auf Bloomberg durchliest: „Russische Ölverkäufe an die USA durch Venezuela-Sanktionen auf Steroiden“. Während die EU auf russisches Gas verzichten soll, haben die Amerikaner in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mehr Öl aus Russland importiert als 2016 und 2017 zusammen. US-Raffinerien bereiten sich derweil auf eine Verdreifachung der russischen Importe vor. Kommt man sich da als EU-Bürger nicht irgendwie vergackeiert vor?
weiter heißt es
Sollen doch die Deutschen auf ihre „Russen-Pipeline“ verzichten, während Uncle Sam russisches Öl importiert und den dummen Deutschen sein eigenes überteuertes Fracking-Gas andreht. Die planen sogar das Fracking-Gas aus den USA zu subventionieren – und zwar von den „Netznutzern“, also schlussendlich von den Endkunden, die sich nicht dagegen wehren können und fortan ihre „Fracking-Umlage“ über den Umweg ihres Gasversorgers an die USA bezahlen sollen. Und wenn am Sonntag gewählt wird und der bayerische „Russenfresser“ Manfred Weber vielleicht als kommender EU-Kommissionschef die Ostseepipeline Nord Stream 2 sogar noch verhindert, gucken die dummen Deutschen so richtig in die Röhre und können noch mehr teures Fracking-Gas aus den USA kaufen. Die können ja derweil auf Öl umstellen und sich die per LNG-Tanker gen Europa exportierte Energiemenge für günstiges Geld aus Russland liefern lassen.
Wäre die Unterwürfigkeit der Bundesregierung gegenüber den USA nicht derart offensichtlich, müsste man an dieser Stelle glatt fragen, ob die Politik ihre Bürger eigentlich überhaupt noch ernst nimmt.
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