Für und Wider!"
Das weltwirtschaftliche Umfeld wird geprägt durch eine Vielzahl widersprüchlicher Informationen.
Positiv:
- Der Dow Jones Industrial Index konnte am vergangenen Freitag seine 6. aufeinander folgende Gewinnwoche und den somit längsten Gewinnzeitraum des Indexes seit mehr als 3 Jahren beenden.
- Diverse US - Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche wurden positiver als erwartet publiziert.
- Ausblick für den europäischen Telekommunikationsbereich wird freundlicher.
- Der weltweit auf den Fondsmanagern lastende Performancedruck könnte weitere Kursavancen zum Jahresende auslösen. Den Fondsmanagern dürfte in vielen Fällen nichts anderes helfen als voll investiert in das Jahresende zu gehen (entweder kaputt oder ganz kaputt heißt hier die Devise) um die im Gesamtjahr erlittenen Verluste zumindest teilweise ausgleichen zu können.
Negativ:
- Merrill Lynch senkten die Ratings diverser Chipwerte indem Sie sogar die Gallionsfigur Intel mit einer Verkaufsempfehlung belegten.
- Die US-Industrieproduktion wurde den 3. aufeinander folgenden Monat mit - 0,8 % entgegen erwarteter - 0,3 % leichter veröffentlicht und erreichte somit einen neuen Tiefstand seit dem Attentatsmonat September 2001.
- Baugenehmigungen in Deutschland Januar - September - 9,8 %, wobei besonders stark der Mehrfamilienhausbau betroffen wurde.
Fazit:
Vieles ist möglich, weil sicherlich stark abhängig von psychologischen Elementen. Längerfristig bedürfen die Märkte unbedingt eines nachhaltigen Volatilitätsrückgangs, um einerseits institutionellen Anlegern Kraft verringerter Risikokennzahlen wieder das Halten größerer Aktienbestände zu ermöglichen und zumindest Teile der erheblich verstörten Privatanlegerschaft zurückzuholen.
Institutionelle Anleger können im Hinblick auf das nahende Jahresende nur auf Kursgewinne zwecks Minderung ihres Abschreibungsbedarfes hoffen, könnten sich jedoch - so oder so - im Bestreben einer Risikominderung im kommenden Jahr grundsätzlich auf geringere Aktienanteile in ihren Gesamtportfolios einrichten.
Risiken drohen in jedem Falle - mit dem Blick auf das neue Jahr.
Vor dem Jahresende einsetzende Irritationen könnten jedoch unter Umständen auch noch
Heiß – Kalt -Bäder vor dem Jahresende bewirken.
Das Wirtschaftsumfeld in den USA erscheint aktuell eher positiver denn in Europa.
Frankreich, Italien und insbesondere das durch die jüngsten Steuerbeschlüsse der Bundesregierung im Wachstum gehemmte Deutschland könnten sich hier als echte Bremsklötze für den gesamten Wirtschaftsblock erweisen.
Uneinheitlich das Bild in Asien.
Während die Regierung Singapurs etwa die Wachstumsschätzungen von bislang 3 - 4 %
auf 2-2,5 % zurücknahm, prognostiziert Taiwan für das 4. Quartal gar einen Anstieg um erfreuliche 4,8 % und einer daraus abzuleitenden Gesamtjahressteigerung von 3,3 %.
Japan dürfte sich in Asien anhaltend als schwerer Belastungsfaktor erweisen. Die ungelöste Bankenkrise war denn auch ursächlich für das heutige Erreichen eines neuen 19 ½ - Jahrestief im Nikkei 225 Index.
Psychologie ist in diesem Falle ganz einfach die alles entscheidende Komponente.
Nehmen wir einmal das Beispiel des sich verbessernden Ausblickes für die Telekommunikationsindustrie.
Die Tatsache ist offenbar, doch welche Kurssteigerungen werden im Angesichts eines weiterhin negativen KGV's im STOXX 600 Telekommunikationsubsindexes dadurch gerechtfertigt?
Die anhaltend schwache Industrieproduktion in den USA ist ein Indiz für die anhaltend schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen. Die Frage bleibt, wie lange noch der Konsum (Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan stieg vom 9 - Jahrestief 80,6 im November unerwartet auf 85) die gesamte US - und sogar Weltwirtschaft tragen kann?
Diese Entwicklung ist in der Tat erstaunlich, dürfte jedoch bei anhaltend lahmender Weltwirtschaft im Angesicht dessen abnehmen, daß US-Bürger bereits aktuell 14 % ihres verfügbaren Einkommens für die Tilgung von Krediten verwenden.
Die Anzahl der Arbeitsplätze fällt anhaltend weltweit und dürfte somit auch als negativer Schatten auf das internationale Konsumverhalten wirken.
Bei den Unternehmen wurden darüber hinaus eine Vielzahl der Ertragsverbesserungen aus Rationalisierungsmaßnahmen genährt, welcher Umstand dieser Entwicklung weiteres Auftriebspotential verleihen könnte.
Alles ist drin!
Wer jedoch tradet, sollte sich der bestehenden Fundamentalrisiken absolut bewußt bleiben und seine Positionen mit strikten “STOP LOSS LIMITS” belegen.
Hamburgische Landesbank
- Girozentrale -
Dieter Bohlens
Das weltwirtschaftliche Umfeld wird geprägt durch eine Vielzahl widersprüchlicher Informationen.
Positiv:
- Der Dow Jones Industrial Index konnte am vergangenen Freitag seine 6. aufeinander folgende Gewinnwoche und den somit längsten Gewinnzeitraum des Indexes seit mehr als 3 Jahren beenden.
- Diverse US - Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche wurden positiver als erwartet publiziert.
- Ausblick für den europäischen Telekommunikationsbereich wird freundlicher.
- Der weltweit auf den Fondsmanagern lastende Performancedruck könnte weitere Kursavancen zum Jahresende auslösen. Den Fondsmanagern dürfte in vielen Fällen nichts anderes helfen als voll investiert in das Jahresende zu gehen (entweder kaputt oder ganz kaputt heißt hier die Devise) um die im Gesamtjahr erlittenen Verluste zumindest teilweise ausgleichen zu können.
Negativ:
- Merrill Lynch senkten die Ratings diverser Chipwerte indem Sie sogar die Gallionsfigur Intel mit einer Verkaufsempfehlung belegten.
- Die US-Industrieproduktion wurde den 3. aufeinander folgenden Monat mit - 0,8 % entgegen erwarteter - 0,3 % leichter veröffentlicht und erreichte somit einen neuen Tiefstand seit dem Attentatsmonat September 2001.
- Baugenehmigungen in Deutschland Januar - September - 9,8 %, wobei besonders stark der Mehrfamilienhausbau betroffen wurde.
Fazit:
Vieles ist möglich, weil sicherlich stark abhängig von psychologischen Elementen. Längerfristig bedürfen die Märkte unbedingt eines nachhaltigen Volatilitätsrückgangs, um einerseits institutionellen Anlegern Kraft verringerter Risikokennzahlen wieder das Halten größerer Aktienbestände zu ermöglichen und zumindest Teile der erheblich verstörten Privatanlegerschaft zurückzuholen.
Institutionelle Anleger können im Hinblick auf das nahende Jahresende nur auf Kursgewinne zwecks Minderung ihres Abschreibungsbedarfes hoffen, könnten sich jedoch - so oder so - im Bestreben einer Risikominderung im kommenden Jahr grundsätzlich auf geringere Aktienanteile in ihren Gesamtportfolios einrichten.
Risiken drohen in jedem Falle - mit dem Blick auf das neue Jahr.
Vor dem Jahresende einsetzende Irritationen könnten jedoch unter Umständen auch noch
Heiß – Kalt -Bäder vor dem Jahresende bewirken.
Das Wirtschaftsumfeld in den USA erscheint aktuell eher positiver denn in Europa.
Frankreich, Italien und insbesondere das durch die jüngsten Steuerbeschlüsse der Bundesregierung im Wachstum gehemmte Deutschland könnten sich hier als echte Bremsklötze für den gesamten Wirtschaftsblock erweisen.
Uneinheitlich das Bild in Asien.
Während die Regierung Singapurs etwa die Wachstumsschätzungen von bislang 3 - 4 %
auf 2-2,5 % zurücknahm, prognostiziert Taiwan für das 4. Quartal gar einen Anstieg um erfreuliche 4,8 % und einer daraus abzuleitenden Gesamtjahressteigerung von 3,3 %.
Japan dürfte sich in Asien anhaltend als schwerer Belastungsfaktor erweisen. Die ungelöste Bankenkrise war denn auch ursächlich für das heutige Erreichen eines neuen 19 ½ - Jahrestief im Nikkei 225 Index.
Psychologie ist in diesem Falle ganz einfach die alles entscheidende Komponente.
Nehmen wir einmal das Beispiel des sich verbessernden Ausblickes für die Telekommunikationsindustrie.
Die Tatsache ist offenbar, doch welche Kurssteigerungen werden im Angesichts eines weiterhin negativen KGV's im STOXX 600 Telekommunikationsubsindexes dadurch gerechtfertigt?
Die anhaltend schwache Industrieproduktion in den USA ist ein Indiz für die anhaltend schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen. Die Frage bleibt, wie lange noch der Konsum (Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan stieg vom 9 - Jahrestief 80,6 im November unerwartet auf 85) die gesamte US - und sogar Weltwirtschaft tragen kann?
Diese Entwicklung ist in der Tat erstaunlich, dürfte jedoch bei anhaltend lahmender Weltwirtschaft im Angesicht dessen abnehmen, daß US-Bürger bereits aktuell 14 % ihres verfügbaren Einkommens für die Tilgung von Krediten verwenden.
Die Anzahl der Arbeitsplätze fällt anhaltend weltweit und dürfte somit auch als negativer Schatten auf das internationale Konsumverhalten wirken.
Bei den Unternehmen wurden darüber hinaus eine Vielzahl der Ertragsverbesserungen aus Rationalisierungsmaßnahmen genährt, welcher Umstand dieser Entwicklung weiteres Auftriebspotential verleihen könnte.
Alles ist drin!
Wer jedoch tradet, sollte sich der bestehenden Fundamentalrisiken absolut bewußt bleiben und seine Positionen mit strikten “STOP LOSS LIMITS” belegen.
Hamburgische Landesbank
- Girozentrale -
Dieter Bohlens
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