Fand den Teil aus dem Artikel ganz interessant und relevant (auch wenn das D ist und ArtXX ja die Investorenplattform in der Schweiz baut)
finanz-szene.de/digital-banking/...gital-assets-erschliessen/
Die sogenannte „Tokenisierung“ von Vermögenswerten ist eine weitere Dienstleistung im DLT-Ökosystem. Dabei werden traditionelle Assets, beispielsweise Anleihen oder Aktien, aber auch illiquide Assets auf der Blockchain digital verbrieft. Die Begebung eines entsprechenden „Tokens“ kann in Form von Security Tokens, die regelmäßig den Regularien klassischer Wertpapiere unterliegen (MiFID II u.a.), oder in Form von Non-Fungible-Tokens (NFTs) erfolgen. Letztere erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere bei Privatanlegern, da sich durch diese Anlageform einzigartige Assets generieren lassen. Wie NFTs allerdings aus regulatorischer Sicht zu behandeln sind, hängt vom Einzelfall ab, da es viele Möglichkeiten für ihre konkrete Ausgestaltung gibt.
Diverse Plattformen versuchen schon heute durch die Stückelung von Vermögenswerten diese auch Kleinanlegern zugänglich zu machen. Ein Beispiel: das Picasso-Gemälde im Wert von 4 Mio. Schweizer Franken, welches 2021 als NFT versteigert wurde, in Form von 4.000 fragmentierten Tokens. Der Markt für tokenisierte Vermögenswerte steht allerdings vor einem zentralen Problem: der noch mangelnden Liquidität, welche oft zu hohen Spreads und einer erschwerten Handelbarkeit führt. Dieses Problem der Liquidität in diesem noch jungen Markt wird allerdings ab 2023 zumindest für Security Tokens sukzessive vom Regulator adressiert, denn dann tritt das DLT-Pilotregime in Europa in Kraft. Dieses schafft einen regulatorischen Rahmen zur Etablierung von Handelsplätzen für Security Tokens, die diese von mehreren Emittenten zentralisiert handelbar machen können.
Und dann später
"Worauf beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle zu achten ist
1) Kontinuierlicher Aufbau von Know-how: Dieser ist notwendig, um die Relevanz des Themas früh zu erkennen. Entscheidend ist hierbei ein nachdrückliches Bekenntnis, sich mit DLT und Digital Assets auf strategischer Ebene auseinanderzusetzen.
2) Schleppende Innovationskraft, Altlasten bei bestehenden Systemen, eine zu hohe Kostenbasis: Institute sollten mit einem Ansatz des MVP, des „minimum viable products“, beginnen (etwa mit der Krypto-Verwahrung) und diesen sukzessive ausbauen. Partnering-Modelle können hierbei eine sinnvolle Lösung darstellen.
3) Komplexität bei der Abbildung von Digital Assets in Compliance- und Risikosystemen: Die Sensibilisierung für das Thema und der Aufbau von Kompetenzen durch regelmäßige Schulungen relevanter Stakeholder zu Risiken, Compliance und Geldwäsche-Pflichten, die mit diesen Geschäftsmodellen einhergehen, sind zu empfehlen. Auch kann über den Fremdbezug von Compliance- und Risikomanagement-Software für Digital Assets nachgedacht werden.
4)Fehlende Kenntnis der Erlaubnisverfahren in Deutschland: Bei einer Make-Entscheidung ist häufig die Beantragung einer Lizenz bei der Bafin erforderlich. Hierbei ist eine frühzeitige Adressierung des Erlaubnisverfahrens bei der Bafin sowie der Austausch mit dieser ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Beschleunigend kann auch ein Projektansatz angestrebt und externes Know-how eingekauft werden.
v.a. 1) und 4) sind sicher relevant...