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Welt-Stahlkrise gefährdet deutsche Autoproduktion


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Welt-Stahlkrise gefährdet deutsche Autoproduktion

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05.05.04 20:01
Welt-Stahlkrise gefährdet deutsche Autoproduktion 1489734
Stahlverarbeitung in China (AFP)
 
Welt-Stahlkrise gefährdet deutsche Autoproduktion 1489734
Welt-Stahlkrise gefährdet deutsche Autoproduktion 1489734
Welt-Stahlkrise gefährdet deutsche Autoproduktion
 
Branche will bei Industrie und Handel höhere Preise durchsetzen

Düsseldorf - Der weltweite Stahlmangel bedroht nach Einschätzung der Branche nicht nur die Existenz mittelständischer Stahlverarbeiter, sondern auch die Autoproduktion in Deutschland. "Durch unsere Branche fegt ein Wirbelsturm, der auch andere beschädigen könnte", warnte Andreas Möhlenkamp, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung (WSM).

Stahl sei wegen der großen Nachfrage vor allem aus China mittlerweile so knapp und teuer geworden, dass immer mehr Zulieferfirmen die Vorräte ausgingen, sagte Möhlenkamp. "Wenn die Autohersteller die höheren Kosten nicht tragen, stehen bald die Bänder still."

Unter den rund 4400 stahlverarbeitenden Unternehmen, die im WSM zusammengeschlossen sind, gebe es bereits erste Fälle von Kurzarbeit, sagte Möhlenkamp. "Die konnten entweder das Material nicht bezahlen, oder sie sind schlicht nicht an den Stahl herangekommen."

Der große Appetit im Boom-Land China, das nach OECD-Angaben im vergangenen Jahr bereits ein Viertel der weltweiten Stahlproduktion schluckte, hat die Weltmarktpreise seit Beginn dieses Jahres im Schnitt um 30 Prozent in die Höhe getreiben. Hinzu kommen laut WSM bei vielen Stahlprodukten Zuschläge für Schrott und Legierungen, die sich zum Teil mehr als verdoppelt hätten.

Kurzfristig keine Entlastung versprechen sich die Stahlverarbeiter laut Möhlenkamp von Vorschlägen wie denen des französischen Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy, die Anti-Dumping-Regeln der EU zu lockern oder die geltenden Exportbeschränkungen für osteuropäische Länder wie die Ukraine aufzuheben: "Das dauert alles." Dagegen werde sich die Krise bald noch verstärken, betonte Möhlenkamp: "Die Lager der Zulieferfirmen sind jetzt leer." Und nach Einschätzung großer Stahlkonzerne wie etwa der französischen Arcelor werden die Stahlpreise im dritten Quartal noch weiter steigen.

Möhlenkamp forderte deshalb "deutliche und schnelle Signale von unseren Abnehmern, dass sie sich an den steigenden Kosten beteiligen". Sonst drohe bald den ersten Stahlverarbeitern die Pleite. (AFP)

05.05.04, 14:55 Uhr

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