Kauft man von der 1 Mio. Euro Staatsanleihen (die übrigens ein Kursrisiko haben: steigen die Leitzinsen, sinken die Papiere auf z. B. 98 % der Nominale), so erhält man in der EU rund 4 % Zinsen - macht 40.000 Euro pro Jahr. Davon sind rund 2 % (= die Hälfte) an Inflation abzuziehen - sonst lebt man ja von der Substanz - , so dass effektiv nur ca. 20.000 übrig bleiben. Zieht man nun noch die 30 % Steuer (die auf die 40.000 zu zahlen sind, man versteuert somit auch die Inflation!) davon ab - das sind 40.000 x 0,3 = 12000 E - so bleiben am Ende 8000 Euro übrig. Das ist in etwa der Sozialhilfesatz (inkl. Durchschnittsmiete, die ja auch das Sozialamt zahlt). Und die "Stütze" gibts ja bekanntlich ohne Kursrisiko und ohne Eigenkapital.
Man kommt daher zwingend zu dem Schluss, dass man das Geld besser ausgibt. Wenn der "Deckel zu" ist, nützt einem die Kohle ohnehin nichts mehr. ("Your heirs piss it away", wie die Amis respektlos sagen).
Geht man z.B. davon aus, dass man noch 30 Jahre lebt, so hätte man, wenn man das Geld bis dahin komplett auf den Kopf hauen will, immerhin rund 33.333 pro Jahr, was für ein Normalo-Leben (mit dem Luxus, nicht arbeiten zu müssen) reicht. Zur weiteren Wertschöpfung bietet sich an, in ein Billigland wie Thailand oder Indien umzuziehen, wo nicht nur die Preise viel günstiger sind, sondern auch noch das Wetter viel besser. Und wer unbedingt will, kann auch da noch per Internet bei Ariva dummschwatzen.