getgoods.de-Aktie: Vorsicht - Übernahme schützt nicht vor Totalverlust
29.11.13 20:29
aktiencheck.de EXKLUSIV
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Spekulationen um eine mögliche Übernahme des insolventen Online-
Handelshauses getgoods.de durch die Handelskette Conrad Electronics heizten
heute den nächsten Insolvenz-Zock an und sorgten für eine regelrechte
Kursexplosion des Pennystocks. Im XETRA-Handel explodierte die getgoods.de-
Aktie um +55,96% auf 0,17 Euro.
Doch Vorsicht ist geboten. Der Insolvenzverwalter bestätigte zwar die laufenden
Übernahmegespräche mit der Elektronik-Kette Conrad. Weit fortgeschritten seien
diese Gespräche auch bereits.
Eine mögliche Übernahme der operativen Aktivitäten des Handelshauses schützt
aber noch lange nicht vor dem Totalverlust.
Das Elektronik-Handelshaus Conrad müsste mit dem Klammersack gepudert sein,
wenn es die komplette getgoods.de AG mit all ihren Verbindlichkeiten übernehmen
würde. Zumal hier derzeit erhebliche Rechtsrisiken drohen. Der US-Großhändler
Brightstar wird alle Hebel in Bewegung setzen, um seine Forderungen geltend zu
machen. Das gleiche wird für die Gläubiger der getgoods.de AG gelten. Somit läuft
eigentlich alles darauf hinaus, das Conrad sich das operative Geschäft von
getgoods.de zu einem Schnäppchenpreis sichern und die Kleinaktionäre mal
wieder leer ausgehen werden.
Beteiligen Sie ich daher besser nicht an diesem Insolvenz-Zock. Im Casino wäre
Ihr Geld wahrscheinlich besser angelegt.
Die getgoods.de-Aktie gewinnt aktuell im Tradegate-Handel +19,35% auf 0,185
Euro.
(29.11.2013/ac/e/a)