Wall Street: Rückkehr der Verbraucher

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EinsamerSam.:

Wall Street: Rückkehr der Verbraucher

 
07.09.07 07:50
Wall Street: Rückkehr der Verbraucher

New York (BoerseGo.de) - Der heutige Börsenstart litt wieder mal unter den negativen Nachrichten aus dem Immobilienbereich. Vor allem die Rekordzahl gepfändeter Eigenheime von säumigen Hypthekenschuldnern im zweiten Quartal verunsicherte. Zur Verunsicherung trug auch die Europäische Notenbank bei, die dem Markt überraschend Geld bereitstellte. Diese Liquiditätsspritze - und heute gleich drei ähnliche Aktionen der Fed - wurden als Zugeständnis anhaltender Kreditprobleme der Banken verstanden. Doch dann gewann die Zuversicht wieder die Oberhand. Immerhin waren die Konjunkturmeldungen des Tages durchgehend positiv ausgefallen. Im Gegensatz zu den Erwartungen setzte der Dienstleistungsbereich, der rund 80% der US-Wirtschaft ausmacht, sein Wachstum im August unbeirrt fort, die Komponente für neue Aufträge war sogar gestiegen.

Stimmung dramatisch verbessert

Noch mehr erfreuten aber die verblüffend starken August-Umsatzzahlen, die zahlreiche Einzelhändler vorlegten. Der Zeitraum ist sehr wichtig, weil die Ferien in den USA zu Ende gingen und die damit verbundenen „Back-to-School-Einkäufe“ ein saisonaler Höhepunkt im US-Einzelhandel sind. “Die in den Berichten wiedergegebene Stimmung hat sich dramatisch verbessert“, stellt etwa Michael P. Niemira, Chefvolkswirt des Branchenverbandes International Council of Shopping Centers fest.

Der Dow Jones Industrial Average stieg 0.44% auf 13,363.35 Punkte, der S&P 500 gewann 0.43% auf 1,478.55 Punkte, der technologielastige Nasdaq Composite Index avancierte 0.32% auf 2,614.32 Punkte. Der Russell 2000 Index, der kleinere Unternehmen erfasst (Small Caps), stagnierte bei 792.92 Zählern.

Dow Jones Average: Wankelmütige Investoren

Gewinner im Dow war der Mischkonzern Honeywell, der um 2,57 % auf Dollar kletterte. Dort hatten es sich die Investoren heute anscheinend anders überlegt. Gestern war das Papier noch im gleichen Ausmaß gefallen. Hilfreich waren wohl auch Aussagen des CEOs, der Wachstumschancen bei den vom Konzern produzierten Sicherheitssystemen für Flugzeuge und Airports sieht. United Technologies, ebenfalls ein Mischkonzern, gewann 2,12% auf 75.01 Dollar. Die Investoren applaudierten einem Auftrag für Fluggzeugturbinen. Coca Cola gewann 1,81% auf 54.66 Dollar. Dort gab es vermutlich Applaus für die Meldung, dass der Getränke-Multi in Nordamerika wegen schwacher Umsätze 100 bis 125 Jobs streicht. Verlierer des Tages ist die Baumarktkette Home Depot, die weiter unter der Immobilienkrise leidet. Dafür gab es heute ein Minus von 3,53% auf 35.22 Dollar.

S&P 500: Passende Antwort

Im S&P glänzten zahlreiche Einzelhändler. Sie hatten heute der Angst, die US-Wirtschaft gleite in die Rezession ab, angeführt von einem Kaufstreik der amerikanischen Verbraucher, eine passende Antwort erteilt. Der Wal-Mart Rivale Target kletterte 2,44% auf 63.39 Dollar. Die Discount-Kette steigerte ihre Umsätze in Läden, die vor einem Jahr bereits eröffnet waren (Same Store Sales) im August um 6.1%. Der Konsens hatte nur mit plus 5.1% gerechnet. „Der Umsatzanstieg war am oberen Ende der Plannungsspanne“, erklärt das Management.

Saks, eine Ladenkette für gehobene Bekleidung, kletterte 3,20% auf 15.81 Dollar. Der Fashionhändler steigerte seine Umsätze gleich um 18,2%. Das ist doppelt soviel wie die Analysten erwartet hatten. Nordstrom, ebenfalls für gehobene Bekleidung zuständig, avancierte 1,82% auf 48.05 Dollar

Erfreut zeigten sich die Investoren auch, dass sich - trotz des allgemeinen Katzenjammers wegen der angeblichen Liquiditätskrise - das Karussell der Aktienrückkäufe weiterdreht. Das demonstriert auch der Stahlkonzern Nucor, der den Rückkauf von zusätzlichen 30 Millionen Aktien ankündigt und dafür mit einem Plus von 4,68% auf 55.43 Dollar belohnt wurde.

Lehman Brothers fielen dagegen 0,96% auf 53.893 Dollar. Die Investmentbank hat anscheinend die Nase voll von der kriselnden Eigenheimfinanzierung und will ihr Hypothekengeschäft in den USA und Großbritannien weiter einschränken und in Korea ganz dicht machen. Außerdem werden 850 Mitarbeiter im Hypotheken gefeuert. Das ist anscheinend in der Branche jetzt Mode. Der schrumpfende Hypothekenfinanzierer Countrywide streicht weitere 900 Jobs und verlor heute 1,75% auf 18.48 Dollar.

Nasdaq: Gekaufte Gunst

Die Nasdaq profitierte wieder von den gut aufgelegten Chip-Titeln. Der Philadelphia Semiconductor Sector Index, der 19 Halbleiter-Titel erfasst, gewann 0,69 % auf 505.61 Punkte. Conexant Systems, die Halbleiter für Breitband-Kommunikationsysteme herstellen, sprang 16,67% auf 1.33 Dollar. Dort half der Broker CIBC World Markets, der den Nebenwert auf „Outperform“ anhob.

Microsoft gewann 1,51% auf 28.91 Dollar. Dort hat die Deutsche Bank wieder die Beobachtung aufgenommen und zwar mit einer Kaufempfehlung. Der Softwarekonzern könne die Erwartungen bei den Gewinnmargen übertreffen, hieß es dort. Dazu trage das Wachstum neuer Produkte, Gewinnchancen im Unterhaltungsbereich und Verbesserungen bei den Online-Diensten bei.

Apple entwickelte sich wieder einmal volatil. Die Investoren reagierten - wie bereits gestern - wieder negativ und straften Apple für die gestrige Preissenkung beim iPHone von 599 Dollar auf 399 Dollar ab. Die Reaktion der Analysten fiel zwar durchwachsen aus, es überwogen aber die positiven Stimmen: Die Preissenkung verbessere die Wettbewerbsposition, vergrößere den Absatzmarkt und kurble damit das baldige Weihnachtsgeschäft an, hieß es. Die Skeptiker bezeichneten den Preisnachlass dagegen als Anzeichen von Schwäche. Da die Mehrheit der Analysten die Preissenkung eher begrüßt, pendelte der Kurs kurzfristig in den grünen Bereich zurück. Gegen Schluss belastete aber die Nachricht, dass Apple-Chef Steve Jobs ein Nachsehen hat und den verschnupften Inhabern eines 599-Dollar-iPhones jeweils einen Gutschein über 100 Dollar aushändigt. Da wurden schnell mal Schätzungen angestellt, wieviel das Apple letztlich kosten mag. Letztlich hat sich Jobs aber wohl die Gunst vieler Kunden zurückgekauft. Per Saldo verlor das Papier allerdings 1,28% auf 135.01 Dollar.

Internet: Abseits der Schmerzen

Yahoo gewann 0,21% auf 24.15 Dollar. Der Broker Bear Stearns hatte diese Woche wieder das Gerücht aufgewärmt, Microsoft zeige Interesse das Portal zu übernehmen. Google verlor dagegen 0,81% auf 523.52 Dollar. Hier belasteten Befürchtungen, die Krise bei Immobilienfirmen und Banken könnte letztlich auch die Werbeeinnahmen des Suchmaschinengiganten schmälern. Der chinesische Rivale Baidu.com stieg dagegen 0,19% auf 220.15 Dollar. Schließlich ist das Reich der Mitte weit von den amerikanischen Schmerzen entfernt.

Wesentlich besser als die Portale und Suchmaschinen entwickelte sich heute der E-Commerce. Amazon.com setzte die Rallye der Vortage fort und kletterte 2,94% auf 86.21 Dollar. Der Onlinehändler, der zunehmend auch Bekleidung und andere Luxuswaren anbietet, profitierte heute von den verblüffend guten Zahlen, mit denen die Einzelhändler Saks, Target oder Wa-Mart die Angst vor einer Konsumflaute - zumindest für heute - vertrieben haben. Auch Ebay dürfte zu den Gewinnern des wiedererstarkten Konsums zählen und kletterte heute 1,45% auf 35.74 Dollar. Der Online-Juwelier Blue Nile avancierte 0,87% auf 79.00 Dollar und beendet die am Dienstag durch eine Herabstufung der Citigroup - aus Bewertungsgründen - ausgelöste Kursdelle. Die Internet-Videothek Netflix gewann 0,39% auf 79 Dollar.

Ein Geil des Glanzes fiel auch auf die Online-Reisebüros ab: Expedia verbesserte sich um 0,10% auf 30.06 Dollar, Priceline kletterte 1,55% auf 82.44 Dollar, Die Chinesen Ctrip anvancierten 0,79% auf 42.17 Dollar. Lediglich Travelzoo patzte mit minus 0,05% auf 19.20 Dollar.

Reaktion auf Vorratsschwund

Die Energiepreise reagieren auf den heute gemeldeten Vorratsschwund. Der Oktober Kontrakt Crude stieg 0.58 Dollar auf 76.31 Dollar. Oktober Heizöl verteuerte sich um 3.85 Cents auf 2.13 Dolalr. Oktober Benzin verbilligte sich dagegen um 2,25 Cents auf 1.97 Dollar und Oktober Erdgas sank 18,4 Cents auf 5.62 Dollar.

Energie-Titel: Crude contra Benzin

ExxonMobil Corp. + 0,31% auf 87.49 Dollar. Chevron Corp. + 0,65% auf 88.93 Dollar, ConocoPhillips + 0,65% auf 88.93 Dollar, Suncor, der kanadische Ölsandverwerter, + 1,08% auf 92.62 Dollar. Valero rutschte dagegen 0,83% auf 70.39 Dollar. Die größte Ölraffinerie Nordamerikas litt unter verengten Margen, weil dessen Rohstoff Crude sich heute verteuerte, das Endprodukt Benzin aber verbilligte.

Die Uranmine Cameco sprang 2,40% auf 41.47 Dollar. Dort beflügelte ein Aktienrückkauf im Umfang von bis zu 750 Millionen Dollar an. Dabei sollen bis zu 5% der umlaufenden Aktien eingesammelt werden . Da störte es wenig, dass der Broker RBC Capital Mkts sein Kursziel von 70 Dollar auf 63 Dollar kappte, immerhin beließ er sein Anlageurteil auf Top Pick. Monsanto, dessen genverändertes Saatgut von der Biospritbranche geebraucht wird, avancierte 0,35% auf 70.74 Dollar. Dort bewies ein Direktor Zuvertrauen und kaufte eigene Aktien.

Gold über 700 Dollar

Das Gold setzte heute seinen Aufwärtstrend fort. Der Dezember Kontrakt sprang 13.10 Dollar auf 703.80 Dollar. Dezember Silber stieg 17.5 Cents auf 12.53 Dollar.


Quelle: boerse-online.de

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