09.01.2007 18:35
DETROIT/Wiedeking will keine Fusion von Porsche und VW - WSJ
DETROIT (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Wendelin Wiedeking, hat einer vollständigen Fusion mit der Volkswagen AG eine Absage erteilt. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller sei zufrieden mit seiner 29-prozentigen Beteiligung an dem Wolfsburger Automobilkonzern, sagte Wiedeking, der auch Mitglied im VW-Aufsichtsrat ist, am Rande der Detroit Motor Show, wie das "Wall Street Journal" auf seiner Webseite berichtet. Er glaube nicht, dass ein vollständiger Zusammenschluss Sinn machen würde, fügte Wiedeking hinzu. Zudem solle Porsche unabhängig bleiben.
Porsche werde seinen Einfluss auf den Aufsichtsrat von VW jedoch nutzen, um auf Produktivitäts- und Ergebnisverbesserungen bei den Wolfsburgern zu drängen, kündigte Wiedeking an. VW solle mit alle künftigen Modellen Geld verdienen. "Keine Spielzeuge mehr", forderte Wiedeking. Zudem strebe Porsche mindestens einen weiteren Sitz im VW-Aufsichtsrat an, sagte der Manager.
Nach Informationen von Dow Jones Newswires tritt der VW-Aufsichtsrat am Donnerstag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Das Gremium soll dann über die Umbaupläne des neuen Konzernvorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn informiert werden, wie Dow Jones Newswires vergangene Woche von einer mit dem Vorgang vertrauten Person erfahren hatte. Das Präsidium von Europas größtem Automobilhersteller wird, wie ebenfalls berichtet, bereits am 10. Januar in die Pläne eingeweiht.
Wie Dow Jones Newswires bereits Mitte November aus informierten Kreisen erfahren hatte, will Winterkorn die Konzernstrukturen stärker zentralisieren und wenigstens das Entwicklungsressort wieder eigenständig im Konzernvorstand ansiedeln. Den Informationen zufolge sollen auf der Präsidiumssitzung am Mittwoch auch Personalien unterhalb des Konzernvorstands vorgelegt werden. Dazu gehört unter anderem der Wechsel von Audi-Chefdesigner Walter de Silva. Solche Personalien bedürfen allerdings nicht der Zustimmung des Aufsichtsrates.
Die geplante Konzentration im Konzern wird, wie bereits berichtet, den Einflussbereich der bisherigen Markenvorstände schmälern. Wie das "WSJ" bereits schrieb, könnte der Umbau auf Managementebene zum Ausstieg des Leiters der Markengruppe VW, Wolfgang Bernhard, führen. Bernhard sei der Posten des Produktionsvorstands im Konzern angeboten worden, dies habe er jedoch abgelehnt.
Bereits seit Anfang November wird über Bernhards eventuelle Demission spekuliert. "Es gibt ein großes Bestreben, Bernhard zu halten. Aber es ist nicht sicher, dass er bleibt", hatte eine informierte Person damals erklärt.
Webseite: www.wsj.com
DJG/DJN/brb/nas
-------------------------------------------
Ich für meinen Teil bin noch im alten Jahr bei rd. 85 € ausgestiegen. Vielleicht habe ich zu früh verkauft, aber die Aktie ist mir mittlerweile zu heiss.
Freundl. Grüsse
10er