Dass die Fundamentallage des Konzerns (Cashflow, Resilienz, Bestand, Akzeptanz der eigenen Ware bei den Nachfragern, etc.) absolut im Rahmen liegt, kann niemand seriös bestreiten.
Aktuell dominiert leider mal wieder schlicht die Makrolage. Steigende Ölpreise sorgen im Gleichschritt für sinkende Anleihekurse und steigende Marktzinsen. Spiegelbildlich und unverzüglich werden u.a. Immobilienaktien stark abverkauft. Das hat mit der fundamentalen Situation des Konzerns erst mal wenig zu tun.
Anders kann man die Verkündung von Rekordzahlen und einen sofortigen Kursverlust in Höhe von 10 Prozent gar nicht werten.
Ich denke, dass es jetzt leider erst mal noch etwas schlimmer werden könnte, wenn der Krieg weiter eskaliert. Und danach sieht es jetzt vermutlich doch aus.
Am Freitag sagte der amtierende charakterlose Führer der größten amtierenden Völkerrechtsverbrechernation dieser Erde noch sinngemäß, dass sie jetzt weniger angreifen und bald aufhören. Wenige Stunden später sprach er davon, gar nicht an einen Waffenstillstand zu denken, da er die Gegenseite ja gerade auslöschen würde. Heute Nacht (vermutlich wirkten die Medikamente nicht oder seine Aufpasser waren nicht bei ihm) verkündete er dann, dass wenn der Iran nicht binnen 48 Stunden die Straße von Hormus freigebe, er die Energieinfrastruktur des Irans vollständig zerstören werde. Der Iran verkündete daraufhin unmittelbar, dass er dann die gesamte Energieinfrastruktur im Golf und Entsalzungsanlagen mit US Bezug zerstören würde.
Mehr Eskalation als die Umsetzung dieser gegenseitigen Drohungen geht für die Weltwirtschaft eigentlich gar nicht mehr. Sollte da jetzt keine Relativierung kommen, fürchte ich, werden die Ölpreise heute Nacht in Richtung 150 Dollar pro Barrel laufen. Morgen früh und im Laufe des Tages könnten Dax, Dow, etc. neue Rekorde an Tagesverlusten hinlegen.
In so einem Umfeld spielt der Cashflow Vonovias, die Wohnungsknappheit in Deutschland und die Resilienz des Produktes "Wohnen" im Vergleich zu nem neuen BMW, Smartphone, einer Urlaubsreise, einem neuen Wohnmobil, etc. leider auch keine Rolle mehr.
Sinkt der Gesamtmarkt, sinkt auch Vonovia. Vermutlich auch etwas stärker als der Gesamtmarkt.
Man muss nun das Ende dieses Krieges und eine Entspannung abwarten. Dann wird Vonovia, so stark wie der Kurs fiel, auch schnell und stark wieder steigen. Davon bin ich überzeugt.
Man könnte jetzt natürlich über den Kauf zusätzlicher Puts nachdenken, um sich etwaige Kursrücksetzer dann wenigstens auf diesem Weg mit etwas Schmerzensgeld vergüten zu lassen.
Allerdings ist derzeit alles so verrückt und so unvorhersehbar, dass Trump in wenigen Stunden oder morgen Nachmittag oder vielleicht auch heute Nacht oder evtl. sogar schon, während ich diese Zeilen tippe, den "Sieg" verkünden bzw. "das Erreichen aller Ziele der USA".
Dann explodieren die Kurse morgen und in den nächsten Tagen.
Es ist derzeit hässlich und extrem riskant und volatil. Allerdings gilt dann eben auch: Ohne Vola keine Cola.