"Wie reagieren die Anleger der deutschen Wohn-Immobilienaktien, wenn der US-Immobilienmarkt wie in den Jahren 2008/2009 deutlich an Wert verliert?"
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? "
Aus dem Immobilienbrief von Werner Rohmert
"Viele Immobilieninvestoren unterschätzen die Bedeutung internationaler Immobi-
lienmarktdynamiken, meint Prof. Dr. Tobias Just, Universität Regensburg und
IRE|BS Immobilienakademie. Grund sei die alte Binsenweisheit, dass Immobilien
standortgebunden seien und deshalb lokale Märkte durch lokale Marktakteure
geprägt würden. Aus Sicht von „Der Immobilienbrief“ war aber spätestens seit
der Finanzkrise klar, dass auch Wohnungsmärkte über die Finanztransmissions-
mechanismen nicht mehr isoliert zu betrachten seien. Letztlich wurde die weltwei-
te Finanzkrise durch Verwerfungen an den US-Märkten durch die Subprime-Krise
ausgelöst und umgekehrt erwachte Deutschland wieder aus dem Dornröschen-
schlaf der Wohnungsenthaltsamkeit. Die war nach langer Totalflaute ab 2004 le-
diglich von internationalen, institutionellen Investoren wieder in Bewegung ge-
setzt worden. Die echte Renaissance der Wohnungsinvestments in der breiten
Bevölkerung und bei deutschen Investoren gewann erst durch die Finanzkrise an
Fahrt. Auch heute noch würden die engen Zusammenhänge der internationalen
Märkte unterschätzt, da die Immobiliennachfrage maßgeblich durch gesamtwirt-
schaftliche Faktoren wie Einkommensentwicklung, Zinsentwicklung und Demo-
graphie bestimmt werde, meint Just. Es sei auch für nationale Wohnungsmarktak-
teure wichtig, die Entwicklungen in anderen Ländern im Blick zu behalten.
mehr S.8
www.rohmert-medien.de/wp-content/uploads/...nbrief-Nr-535.pdf
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Interessant ist der Kommentar von Felix von Saucken
"Aus der Vergangenheitsentwicklung heraus pro-
phezeit Felix von Saucken, Head of Residential bei Colli-
ers in Deutschland, unabhängig von den kurzfristig retar-
dierenden Elementen und der „Der Immobilienbrief“-5-
Finger-Mathematik (siehe Editorial und LBBW-Artikel), dass
anziehende Zinsen und Baupreise derzeit zu einer stark
rückläufigen Neubautätigkeit führen werde. Die gleichblei-
bend hohe Nachfrage werde deshalb das Angebot noch
deutlicher übersteigen als das dies bislang der Fall sei.
Colliers erwartet deshalb ein sich stabilisierendes Preis-
niveau, deutlich steigende Mieten und im Ergebnis stei-
gende Mietrenditen. „Warnungen vor einem plötzlichen
Preisverfall halten wir für nicht angebracht.
S. 4 www.rohmert-medien.de/wp-content/uploads/...nbrief-Nr-535.pdf