Viele Quartalszahlen


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EinsamerSam.:

Viele Quartalszahlen

 
24.10.06 08:42
Medienschau

Viele Quartalszahlen

Techem will Alternativen zu Macquarie-Angebot prüfen

Der Energiedienstleister Techem sucht Alternativen zu dem Übernahmeangebot der australischen Bank Macquarie. Der Vorstand werde die Offerte der Australier prüfen und „im Interesse der Techem und ihrer Aktionäre alle wertmaximierenden Alternativen prüfen“, teilte Techem am Dienstag mit.

Das Angebot von Macquarie sei unaufgefordert und mit dem Vorstand nicht abgestimmt. „Wir haben noch keine Unterlagen, Macquarie hat das Angebot nur angekündigt“, sagte ein Sprecher. Die Bank habe nun zehn Tage Zeit, um ihre Offerte bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einzureichen. „Wir werden in dieser Zeit schon mit der Bewertung beginnen, wir wissen aber nicht, ob das jetzige Angebot das endgültige ist“, sagte der Sprecher.

Am Montag hatte Macquarie den Techem-Aktionären über ihren europäischen Infrastrukturfonds ein knapp 1,1 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot gemacht. Die Australier bieten 44 Euro je Aktie und wollen die Mehrheit an dem Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt. 19,2 Prozent hat sich Macquarie schon gesichert. (Reuters)

Operativer Gewinn bei Merck KGaA im dritten Quartal gesunken

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im dritten Quartal im operativen Geschäft weniger verdient als vor Jahresfrist. Der operative Gewinn sei in den Monaten Juli bis September um 9,7 Prozent auf 262,3 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Dienstag am Firmensitz mit. Analysten hatten nach einer Reuters-Umfrage im Durchschnitt mit einem operativen Ergebnis von 259 Millionen Euro gerechnet.

Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte Merck noch 70 Millionen Euro an Zahlungen aus Vermarktungs- und Lizenzvereinbarungen mit den Unternehmen Takeda aus Japan und der Tochter Organon des niederländischen Akzo-Nobel-Konzerns verbucht. Der Konzernumsatz erhöhte sich dagegen im Quartal um fünf Prozent auf 1,536 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet das Familienunternehmen, daß unlängst die Übernahme der Schweizer Biotechfirma Serono für rund elf Milliarden Euro angekündigt hatte, weiterhin einen deutlich prozentual zweistelligen Anstieg des operativen Gewinns. Beim Umsatz wird nun ein knapp zehnprozentiger Zuwachs erwartet. (Reuters)

DAB Bank verdoppelt Vorsteuergewinn im dritten Quartal

Der Münchener Online-Broker DAB Bank hat seinen Gewinn im dritten Quartal dank höherer Provisionseinnahmen und geringerer Kosten nahezu verdoppelt. Der Vorsteuergewinn sei von Juli von September auf 7,13 Millionen Euro von 3,8 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen, teilte die HVB-Tochter am Dienstag mit. Unter dem Strich blieben 4,33 (Vorjahr 2,58) Millionen Euro.Der Erzrivale Comdirect hatte zu Wochenbeginn einen Rückgang des Vorsteuergewinns auf 17,4 Millionen Euro gemeldet. (Reuters)

Software AG bekräftigt Ausblick

Die Software AG hat ihren Ausblick auf das laufende Jahr am Dienstag bei Vorlage des Neunmonatsberichtes bekräftigt. Der Erlöszuwachs werde 2006 weiterhin bei währungsbereinigt 10 Prozent gesehen, wobei die Ebit-Marge zwischen 22 Prozent und 23 Prozent liegen soll. In den ersten neun Monaten steigerte das Darmstädter Softwarehaus den Umsatz um 10,8 Prozent auf 348,6 (314,5) Millionen Euro, wobei das Ebit auf 76,8 (67,5) Millionen Euro wuchs. Die operative Marge lag bei 22 Prozent (21 Prozent). Unter dem Strich verbuchte das TecDax-Unternehmen nach neun Monaten einen Überschuß von 50,9 (43,0) Millionen Euro.

Im Jahr 2005 war der Umsatz der Software AG um 6,5 Prozent auf 438 Millionen Euro gestiegen, die Ebit-Marge hatte bei 22 Prozent (20,4 Prozent) gelegen. Das Einnahmenwachstum werde hauptsächlich von einem höheren Lizenzumsatz getragen, teilte das TecDax-Unternehmen weiter mit. Die Lizenzeinnahmen sollen im Gesamtjahr um 25 Prozent bis 27 Prozent steigen, zuletzt hatte das MDax-Unternehmen einen Zuwachs um 22 Prozent bis 25 Prozent avisiert. Der Umsatz mit Dienstleistungen werde um 2 Prozent bis 4 Prozent statt der zuletzt angekündigten fünf bis acht Prozent zulegen. Für den Wartungsumsatz stellte das Softwarehaus einen Anstieg um vier bis fünf Prozent nach zuvor zwei bis vier Prozent in Aussicht. (Dow Jones)

Schneider Electric wächst stärker als erwartet

Die Schneider Electric SA hat ihren Umsatz im dritten Quartal um 15,3 Prozent auf 3,48 Milliarden Dollar gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Wie der französische Elektronikkonzern am Dienstag mitteilte, lag das organische Wachstum dabei bei 9,9 Prozent. Wachstumstreiber bei der Umsatzentwicklung seien kräftige Zuwächse in den Emerging Markets gewesen, so das Unternehmen. Analysten hatten im Konsens mit einem Umsatz von 3,40 Milliarden Euro und einem organischen Wachstum von acht Prozent gerechnet. (Dow Jones)

11,3 Prozent mehr Gewinn bei Texas Instruments

Das auf Chips für Mobiltelefone spezialisierte amerikanischen Unternehmen Texas Instruments hat seinen Gewinn im dritten Quartal um 11,3 Prozent auf 702 Millionen Dollar (559,1 Millionen Euro) gesteigert. Die Umsätze von 3,76 Milliarden Dollar (2,99 Milliarden Euro) übertrafen das Vorjahresniveau um 13 Prozent. Vorstandschef Richard Templeton sprach am Montag in Dallas von einem der besten Quartalsergebnisse in der Firmengeschichte. Zugleich kündigte er jedoch an, daß im letzten Quartal des Jahres wegen rückläufiger Aufträge eine Abschwächung erwartet werde. (AP)

Quartalsgewinn bei Kraft Foods um elf Prozent gestiegen

Kraft Foods, der zweitgrößte Nahrungsmittelkonzern der Welt, hat im dritten Quartal einen um elf Prozent höheren Gewinn ausgewiesen als im vergangenen Jahr. Beim Nettogewinn von 748 Millionen Dollar (595,73 Millionen Euro) profitierte das amerikanischen Unternehmen auch von der Übernahme der Betriebe von United Biscuits in Spanien und Portugal. Die Umsätze stiegen im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,53 Milliarden Euro) und fielen damit geringer aus als erwartet. Vorstandschefin Irene Rosenfeld führte dies am Montag in Chicago auf eine schwächere Nachfrage nach Getränken und Salat-Dressings zurück. (AP)

Volvo mit Gewinnrückgang im Quartal

Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo hat im abgelaufenen Quartal weniger verdient, die Analystenerwartungen jedoch übertroffen. Der Vorsteuergewinn fiel nach Angaben vom Dienstag auf 3,14 Milliarden Schwedische Kronen (etwa 342 Millionen Euro) von 4,02 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. Von Reuters befragte Analysten hatten 2,96 Milliarden Kronen erwartet. Der Umsatz habe sich auf 57,43 Milliarden Kronen belaufen, teilte Volvo mit. Hier hatten Analysten mit 56,4 Milliarden Kronen gerechnet. Die Quartalszahlen wurden von einer Goodwill-Abschreibung bei Volvos amerikanischen Tochter Mack Trucks belastet. Die befragten Analysten hatten dies berücksichtigt.

Das Unternehmen äußerte sich zugleich negativ zur Entwicklung der Schwertransporter-Branche in Nordamerika. Erwartet werde ein Rückgang um möglicherweise 40 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2007. Viele Unternehmen hätten ältere, kostengünstigere Lastwagen gekauft, bevor strengere Emissionsregeln in Kraft treten. Diese Welle ebbe ab, erklärte Volvo. Der europäische Markt für Schwertransporter werde sich 2007 wohl auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. (Reuters)

Mehr als 24 Jahre Haft für Scheingeschäfte bei Enron

Wegen Betrugsgeschäften vor dem Zusammenbruch des amerikanischen Energiekonzerns Enron ist der ehemalige Manager Jeffrey Skilling zu einer Haftstrafe von 24 Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Richter Sim Lake verkündete das Strafmaß am Montag in Houston. Der 52jährige war bereits im Mai der Verschwörung und des Betrugs schuldig gesprochen worden - ebenso wie Enron-Gründer Kenneth Lay, der im Juli im Alter von 64 Jahren starb.

Richter Lake lehnte den Antrag Skillings ab, gegen Zahlung einer Kaution zunächst auf freiem Fuß zu bleiben. Er bewilligte ihm aber, sich bis zum Antritt der Haftstrafe im eigenen Hause aufhalten zu können, wobei Skilling eine elektronische Fußfessel tragen muß. Lake empfahl der Justizverwaltung, Skilling in das Gefängnis in Butner, North Carolina, einzuweisen. Bei guter Führung kann der Straftäter 54 Tage für jedes Jahr seiner Haft erlassen bekommen.

„Seine Verbrechen haben Hunderte, wenn nicht Tausende zu einer lebenslangen Strafe der Armut verurteilt“, sagte der Richter. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Scheingeschäfte, mit denen ein überhöhter Konzerngewinn ausgewiesen wurde. Die Insolvenz von Enron im Jahr 2001 war eine der größten Pleiten in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Das Energieunternehmen zählte einst zu den zehn größten Konzernen der Vereinigten Staaten und beschäftigte weltweit 20.000 Mitarbeiter.

Der ehemalige Finanzchef von Enron, Andrew Fastow, wurde im September zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich schuldig bekannt und bei den Ermittlungen gegen Skilling geholfen. Dieser erklärte sich bis zuletzt für unschuldig, äußerte aber während der zweistündigen Urteilsverkündung Bedauern für das, was geschehen ist. Von den verbliebenen Vermögenswerten Skillings, etwa 60 Millionen Dollar, sollen 45 Millionen in einen Opferfonds fließen. Mit dem Rest sollen Anwalts- und Gerichtsgebühren bezahlt werden.

Vor dem Gerichtsgebäude kündigte Skilling an, er werde Berufung einlegen. Der gegen ihn verhängte Schuldspruch erstreckt sich auf 19 Fälle von Betrug, Verschwörung, Insider-Handel und falscher Angaben gegenüber den Rechnungsprüfern; freigesprochen wurde er in neun Anklagepunkten des Insider-Handels. Eine höhere Strafe in einem Wirtschaftsdelikt erhielt zuletzt nur Worldcom-Vorstandschef Bernard Ebbers, der wegen seiner Beteiligung an Bilanzbetrug zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. (Reuters)

Lottoblock muß Markt öffnen

Die staatlichen Lottounternehmen sind dazu verpflichtet, den Glücksspielmarkt stärker als bisher für private Vermittler von Tippscheinen zu öffnen. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf verwarf am Montag weitgehend eine Eilbeschwerde, die der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) und seine 16 Landesgesellschaften gegen eine entsprechende Verfügung des Bundeskartellamtes erhoben hatten, wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag berichtet. Die Wettbewerbsbehörde hatte dem DLTB vor zwei Monaten untersagt, private Vermittler auszugrenzen, die Tippscheine in Supermärkten und Tankstellen verkaufen und bei den Lottogesellschaften einreichen wollen.

Das Kartellamt verbot den 16 Gesellschaften außerdem, den Glücksspielmarkt regional unter sich aufzuteilen. Auch diese Verfügung gilt laut OLG-Beschluß weiterhin, wie es in dem Bericht der „Süddeutschen“ hieß. Das Gericht habe aber etliche Vorgaben des Kartellamtes präzisiert. Die Lottogesellschaften müßten „nicht unbesehen sämtliche Spieleinsätze“ annehmen, sondern dürften bei Verstößen privater Vermittler gegen das Ordnungsrecht die Annahme verweigern, zitierte das Blatt.

Außerdem verwies das Oberlandesgericht demnach auf die Möglichkeit, daß die Bundesländer den Lottomarkt gesetzlich einschränken, was auch geplant ist. Das Kartellamt könne dann prüfen, ob die geänderten Vorschriften gegen die Wettbewerbsregeln verstießen. Es dürfe die Lottogesellschaften nicht von vornherein dazu verpflichten, solche Vorgaben „nicht zu befolgen“.

Bislang wird die Lottobranche in Deutschland mit einem Jahresumsatz von etwa 8,5 Milliarden Euro von den staatlichen Gesellschaften beherrscht. Dabei gilt zwischen den 16 Gesellschaften der einzelnen Bundesländer eine strikte Gebietsaufteilung. (AFP)

American-Express steigert Quartalsgewinn um 11 Prozent

Der Kreditkartenanbieter American Express hat seinen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im dritten Quartal stärker als erwartet gesteigert. Er legte bereinigt, also ohne das im Vorjahr verkaufte Geschäft von Ameriprise Financial, um elf Prozent auf 956 Millionen Dollar oder 78 Cent ja Aktie zu. Dies teilte die Nummer vier der Branche in den Vereinigten Staaten am Montag mit. Analysten hatten vor Sonderposten mit 0,76 Cent je Aktie gerechnet.

Die Einnahmen wuchsen auf 6,76 Milliarden von 6,02 Milliarden Dollar, blieben aber dennoch unter den Markterwartungen von 6,87 Milliarden. Auch beim Kundenwachstum konnte American Express zulegen. In den drei Monaten kamen zwei Millionen Kunden hinzu.

Vor einem Jahr waren es 1,7 Millionen neue Kunden gewesen. Die Aktien des Unternehmens verloren 0,6 Prozent auf 57,69 Dollar. Seit Jahresbeginn waren sie um fast 13 Prozent gestiegen. (Reuters)

AT&S bestätigt Prognosen

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, Leoben, hat ihren Ausblick auf das Gesamtjahr 2006/07 (31. März) bekräftigt. Wie der Leiterplattenhersteller am Dienstag bei Vorlage der Halbjahreszahlen mitteilte, soll der Umsatz demnach bei 490 Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie bei 1,75 liegen. 2005/06 erzielte AT&S bei Erlösen von 374,698 Millionen Euro ein Ergebnis je Aktie von 1,09 Euro. (Dow Jones)

Nestle-Tochter Alcon im 3. Quartal mit Gewinnrückgang

Der Hersteller von Augenpflegeprodukten, Alcon, hat nach eigenen Angaben im dritten Quartal weniger verdient als vor einem Jahr. Der Reingewinn habe 232,1 Millionen Dollar oder 76 Cent je Aktie betragen, teilte die Nestle-Tochter am Montag nach Börsenschluß mit. Im dritten Quartal des Vorjahres lag er noch bei 295,8 Millionen Dollar oder 95 Cent je Anteilsschein.

Ohne Sonderbelastungen in Höhe von 92 Millionen Dollar und die Kosten von Aktienoptionen habe Alcon allerdings 1,09 je Aktie verdient. Die Markterwartungen lagen im Schnitt bei 1,07 je Aktie.

Der Umsatz legte den Angaben zufolge um 12,4 Prozent zu auf 1,2 Milliarden Dollar, was in etwa den Analystenerwartungen entsprach. Für das Gesamtjahr rechnet Alcon mit einem Umsatz von 4,87 bis 4,9 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie inklusive der Wandelrechte ohne Sonderposten von 4,51 bis 4,55 Dollar. Einschließlich Sonderbelastungen werde der Gewinn je Anteilsschein zwischen 4,21 und 4,25 Dollar liegen. (Reuters)

Anämie-Medikamente lassen Amgen-Gewinn steigen

Der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen hat seinen Gewinn um 14 Prozent gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen. Nachbörslich legten seine Aktien um fast zwei Prozent zu. Amgen wies am Montag nach Börsenschluß in New York einen Nettogewinn von 1,10 Milliarden Dollar oder 94 Cent je Aktie aus. Vor Sonderposten lag der bereinigte Gewinn bei 1,04 Dollar je Aktie. Analysten hatten hier im Schnitt mit 98 Cent gerechnet.

Insbesondere das Geschäft mit Medikamenten gegen Blutarmut habe zu dem Ergebnis beigetragen, teilte Amgen mit. Zudem habe man die Kosten niedrig halten können. Der Umsatz stieg im Rahmen der Erwartungen um 15 Prozent auf 3,61 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zwischen 3,85 bis 3,95 Dollar je Aktie. Branchenexperten rechnen mit einem Gewinn vor Sonderposten von 3,83 Dollar je Aktie. „Das ist ein solides Quartal“, sagte Geoffry Porges von Sanford Bernstein. „An den Zahlen ist nichts Spektakuläres.“

Besonders die Verkäufe der Anti-Anämie-Mittel Aranesp und Epogen legten im zweistelligen Prozentbereich zu. Amgen verteidigt diesen Markt erbittert gegen das Medikament Mircera - früher Cera - des Schweizer Pharmakonzerns Roche. Der amerikanische Konzern wirft
Roche Patentverletzungen vor und hat Klage eingereicht. Roche hat in den Vereinigten Staaten und Europa die Zulassung von Mircera beantragt. Amgen-Chef Kevin Sharer sagte, sein Konzern werde „absolut alles, was wir aggressiv und legal tun können“ unternehmen, um das Anämie-Geschäft zu schützen. (Reuters)

Biotechnologie-Firma Wilex will am 13. November an die Börse

Die seit Jahren als Börsenkandidat gehandelte Biotechnologie-Firma Wilex will am 13. November an die Börse gehen. Voraussichtlich von diesem Termin an werde die Aktie im Prime Standard notiert, teilte das Münchner Unternehmen am Dienstag in einer Finanzanzeige mit. Unter Führung der WestLB und von Sal. Oppenheim sollen vom 7. bis 9. November bis zu 4,6 Millionen Aktien angeboten werden. (Reuters)

Nasdaq und Börse Schanghai wollen enger zusammenarbeiten

Die Nasdaq und die Börse Schanghai haben am Montag eine Absichtserklärung über den Austausch von Informationen und besserer Kommunikation unterzeichnet. Dies teilte die amerikanische Börse am Montag mit. Die Nasdaq hat in den vergangenen Tagen bereits ähnliche Vereinbarungen mit der koreanischen Börse und der japanischen Jasdaq geschlossen. Amerikanische Börsen suchen in jüngster Zeit verstärkt den Kontakt zu Märkten in Asien. Auch der Erz-Rivale Nyse hat jüngst über eine Verbindung mit der Börse Tokio nachgedacht.

Experten zufolge sind Chancen für eine engere Verbindung in nächster Zeit jedoch relativ gering. „Wenn es keine wirkliche Fusion oder gemeinsame Kontrolle über den Handel gibt oder sie den Handel nicht auf eine gemeinsame Plattform stellen, ist das nicht sonderlich aufregend“, sagte Octavio Marenzi von Celent Communications zu der Ankündigung. Einer Übernahme müßten ausgedehnte Verhandlungen vorangehen, sagte er, da die Asiaten die Kontrolle über den Handel behalten wollten.

Die Nasdaq wie auch die NYSE versuchen auch in Europa zu expandieren. Die Nasdaq hält etwas mehr als 25 Prozent an der Londoner Börse und die NSYE will mit der Mehrländerbörse Euronext zusammengehen. Auch die Deutsche Börse hat Interesse an der Euronext. (Reuters)

Thielert sieht sich durch Wirtschaftprüfer entlastet

Der Flugzeugmotoren-Hersteller Thielert sieht sich durch eine neuerliche Untersuchung von Wirtschaftsprüfern vom Vorwurf der Bilanzmanipulation entlastet. Dem Unternehmen zufolge bestätigte die Prüfung der BDO Deutsche Warentreuhand im Wesentlichen frühere Angaben von Thielert zur Bilanzierung von Forderungen.

Demnach seien 87 Prozent der Forderungen aus dem Jahr 2004 inzwischen realisiert, teilte Thielert am Montagabend mit. „Die BDO kommt zu dem Ergebnis, daß von den zum 31. Dezember 2004 mit einem Gesamtbetrag von rund 18,3 Millionen Euro ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Buchungsstand 20. Oktober 2006 noch 2,296 Millionen Euro in den Büchern der Gesellschaft erfaßt sind“, erläuterte die Firma. Damit habe sich nur eine minimale Korrektur von 13.000 Euro zur vor zwei Wochen von Thielert veröffentlichten Zahl von 2,309 Millionen Euro ergeben.

Bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz liegt eine Strafanzeige gegen Thielert vor, die nach Firmenangaben anonym ist. Nach Darstellung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) wird darin dem Unternehmen vorgeworfen, sich mit fiktiven Umsätzen und einer falschen Aktivierung von Forderungen zu positiv darzustellen. Thielert hatte dies zurückgewiesen und als Beleg den genannten Realisierungsgrad von Forderungen angeführt.

Daraufhin hatte die SdK der Firma vorgehalten, sie habe bei der Angabe nicht
berücksichtigt, daß Millionenforderungen bereits abgeschrieben gewesen seien. Thielert betonte demgegenüber nun, daß sich der genannte Buchungsstand zum 20. Oktober nach Wertberichtigungen verstehe. Das Unternehmen hatte bereits früher unterstrichen, daß Wirtschaftsprüfer nichts an dem Vorgehen zu beanstanden gehabt hätten.

Vorstandschef Frank Thielert bekräftigte zugleich seine Prognose, wonach der Umsatz des Unternehmens im laufenden Jahr um 80 Prozent zulegen werde. 2005 hatte die Gesellschaft bei einem Umsatz von 37,5 Millionen Euro ein Betriebsergebnis von 13,1 Millionen Euro erzielt.(Reuters)

Köhler stoppt Privatisierung der Flugsicherung

Bundespräsident Horst Köhler wird nach Informationen von „Spiegel Online“ das geplante Gesetz zur Neuregelung der Flugsicherung nicht unterschreiben. Ohne die Unterschrift Köhlers kann die neue Regelung nicht wie geplant zum 1. Januar 2007 in Kraft treten. „Spiegel Online“ will aus Kreisen der Bundesregierung erfahren haben, daß das Bundespräsidialamt am Montagnachmittag die Verfassungsorgane darüber informiert habe, daß Köhler seine Zustimmung zu dem Gesetz verweigert. Köhlers Sprecher wollte die Informationen den Angaben zufolge weder bestätigen noch dementieren.

Zuvor hatte es bereits seit geraumer Zeit Spekulationen gegeben, daß Köhler die vom Gesetzgeber vorgesehene „Kapitalprivatisierung“ als nicht verfassungskonform einschätze. Aus Regierungskreisen verlaute, die Entscheidung Köhlers solle erst am Dienstag offiziell mitgeteilt werden. Es wäre das erste Mal, daß ein schwarz-rotes Vorhaben am Votum von Köhler scheitert. Führende Verkehrspolitiker der Koalition hatten am Wochenende für den Fall einer Ablehnung Köhlers angekündigt, das Grundgesetz zu ändern.

Von der Privatisierung der Flugsicherung hatte sich die Bundesregierung Einnahmen von rund einer Milliarde Euro erwartet. Der Bund wollte laut den bisherigen Planungen 74,9 Prozent der bundeseigenen Deutschen Flugsicherung (DFS) veräußern. Schon im Bundestag hatten Abgeordnete verfassungsrechtliche Bedenken gegen den Verkauf geltend gemacht, die nun auch im Präsidialamt geteilt werden. Das Gesetz zur Neuregelung hatte den Bundestag bereits im April passiert.

Seit Anfang des Sommers lag das Flugsicherungsgesetz, das die Privatisierung einleiten soll, zur Prüfung bei Köhler. Dessen Bedenken zielen auf die Frage, ob die hoheitliche Aufgabe der Flugsicherung auch nach der Kapitalprivatisierung weiterhin in staatlicher Verantwortung wahrgenommen wird. (dpa)

Austriamicrosystems steigert Ebit im dritten Quartal um 30 Prozent

Die Austriamicrosystems AG, Schloß Premstätten, hat das dritte Quartal mit einem Anstieg des Ebit um 30 Prozent auf 8,2 Millionen Euro abgeschlossen. Der Entwickler und Hersteller von analogen Schaltkreisen reduzierte allerdings am Montag nach technischen Problemen bei einem Kunden das obere Ende der Prognosespanne für den Umsatz im laufenden Jahr.

Das Unternehmen habe sein Geschäftsvolumen im Quartal zwar ausgeweitet, jedoch nach technischen Schwierigkeiten bei einem wichtigen Satellitenradio-Kunden eine Verzögerung im Produktionshochlauf verzeichnet. Dies habe das Umsatz- und Ebit-Wachstum negativ beeinflußt. Das Unternehmen sieht nun im vierten Quartal zwar einen steigendem Umsatz und Gewinn. Aufgrund des verzögerten Produktionshochlaufs des Kunden werde der Umsatz 2006 jedoch nur um zehn bis 12,5 Prozent zulegen. Im Juli hatte Austriamicrosystems noch von einem Plus von zehn bis 15 Prozent gesprochen.

Den Gruppenumsatz steigerte das Unternehmen im dritten Quartal um sieben Prozent auf 49,8 Millionen Euro. Die Bruttogewinnmarge stieg um drei Prozentpunkte auf 48 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 7,9 (6,0) Millionen Euro. Der Gesamtauftragsbestand am 30. September 2006 betrug 65,1 Millionen Euro nach 60,7 Millionen Euro im Vorjahr. Für 2007 zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich. Das Umsatzwachstum werde höher als 2006 sein, bei einem merklichen Anstieg von Margen und Ergebnis. (Dow Jones)

Weißes Haus: Häusermarkt große Belastung für amerikanisches Wachstum

Die Schwäche auf dem Markt für amerikanische Wohnimmobilien hat nach Einschätzung des obersten Wirtschaftsberaters von Präsident George W. Bush das Wachstum der Wirtschaft im dritten Quartal stark belastet. Die Abkühlung der überhitzten Immobilienkonjunktur werde einen „bedeutenden Teil“ des Wachstums kosten, sagte Edward Lazear, Vorsitzender des Council of Economic Advisers (CEA). Lazear machte keine Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ökonomen aus der Privatwirtschaft rechnen mit einem Plus von rund zwei Prozent, was den schwächsten Zuwachs seit dem Schlußquartal 2005 darstellen würde.

Die Zahlen zum amerikanischen BIP im dritten Quartal werden am Freitag veröffentlicht. Lazear sagte weiter, er sei nicht besonders besorgt über die Aussicht einer schwächeren Entwicklung im dritten Jahresviertel. Dies werde sich als temporär erweisen. Er gehe davon aus, daß es bereits im vierten Quartal wieder eine größere Dynamik geben werde. Das CEA berät das Weiße Haus in wirtschaftlichen Fragen. (Dow Jones)

Venezuela: OPEC wird neue Kürzung um 500 000 Barrel erörtern

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird nach amtlichen Angaben aus Venezuela im Dezember eine neue Produktionsverringerung um diesmal 500 000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag erörtern, um ein weiteres Absinken der Preise zu verhindern. Die Entscheidung solle am 14. Dezember bei der außerordentlichen Ministerkonferenz in Abuja (Nigeria) gefällt werden, sagte der venezolanische Energie- und Erdölminister Rafael Ramírez am Montag (Ortszeit) in Caracas.

Erst vergangene Woche hatten die Ölminister der elf OPEC-Staaten in Doha (Katar) eine Drosselung der Produktion um 1,2 Millionen Barrel pro Tag beschlossen. Ohne den Irak hatten die OPEC-Staaten zuletzt rund 27,5 Millionen Barrel täglich gefördert. Es war das erste Mal seit über zwei Jahren, daß die OPEC eine Kürzung der Fördermenge beschloß.

Der Preis für OPEC-Rohöl war nach rund 72 Dollar im August zuletzt auf unter 55 Dollar gefallen. Die Verbraucherländer hätten überdurchschnittliche Ölreserven angehäuft und so die Preise nach unten gedrückt, meinte Ramírez.

Das Kartell wolle den Erdölpreis nun auf einem sowohl für Verbraucher als auch für Produzenten akzeptablem Niveau stabilisieren, versicherte der Minister im Gespräch mit dem Radiosender Unión Radio. Man denke dabei an rund 60 amerikanischen Dollar. Der Ölpreis werde sich aber aufgrund von „strukturellen Faktoren“ niemals wieder der Marke der 30 Dollar nähern.

Die Produktionskapazitäten würden heute nämlich nahezu völlig ausgeschöpft, und außerdem gebe es nicht genügend Raffinerien zur Weiterverarbeitung des geförderten Öls, betonte Ramírez. Bedeutende Volkswirtschaften wie Vereinigten Staaten, China und Indien hätten die neuen Preise problemlos assimiliert.


Quelle: (dpa)

Euer

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