Die Welt ist verrückt, keine Frage. Egal, was zur Zeit geschieht: Der Zyn!ker steht dem ganzen mit einem Lächeln gegenüber und sagt sich, dass er es immer schon gewusst hat und dass langsam auch die Berufsoptimisten mal die Augen öffnen sollten. Es spielt keine Rolle, wo man anfängt. Jedes Ereignis, jede politische Handlung, jeder private Furz eines jeden einzelnen ist auf seine eigene Weise mit allem anderen verquickt: Folgt man einem dieser von Schwachsinn und Idiotie gepflasterten Wege, erkennt man schnell, dass das alles nur eine große Verarschung sein kann.
Der Patient
Fangen wir mal mit den Eröffnungsfeierlichkeiten zu den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City an.
Thema der Feiern war die Besiedlung – manche nennen sie auch böswillig "Eroberung" – des Wilden Westens.
Feuerspuckende Menschen sprangen durchs Bild, Cowboys ritten und schossen durch die Gegend, Eiskunstläufer machten brennende Ringe in das Eis.
Alles im Gedenken an die lieben Indianer, die die Besiedlung zu einem solch interessanten Spektakel gemacht haben. Sie waren damals einfach aufgrund ihres fast schon menschlichen Aussehens besseres Freiwild als die Bisons. Als Dank gab man doch tatsächlich einigen der wenigen Indianern, die es bis in unsere Zeit geschafft haben, Statistenrollen!
Mehr war leider nicht drin. Der wahre Star dieses Abends wurde von einigen US-Sportlern, die unter Einsatz ihres Lebens Tausende von Menschen aus dem WTC retteten, sowie New Yorker Polizisten und Feuerwehrleuten ins Stadion getragen.
Zugegeben, die Fahne sah ziemlich "angeschlagen" aus, aber hat es dennoch hervorragend vermocht, "den neuen amerikanischen Trauma" darzustellen.
Der seit Geburt traumatisierte George W. Bush änderte aus Versehen eigenmächtig die offiziellen Eröffnungsworte.
Richtig übel nahm ihm das wie üblich aus therapeutischen Gründen keiner.
In der Therapie von Trauma-George wurden neue Wege beschritten: Er wurde für die Entdeckung der von ihm erfundenen "Achse des Bösen" für den Friedensnobelpreis nominiert.
Auch die deutsche Marine ist eifrigst um die Heilung des mächtigsten Menschen mit einem IQ von 91 bemüht.
820 Marinesoldaten auf drei Fregatten und zwei Begleitschiffen schippern um das Horn von Afrika "zur Sicherung der Seewege". Dort sollen sie "terroristische Aktivitäten und Waffenschmuggel unterbinden". Leider "können das genaue Einsatzziel und der -ort nicht bekannt gegeben werden". Der deutsche Soldat hat halt prinzipiell keine Ahnung, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Der Große Bruder weiß schon, wo es lang geht.
Die Marinierten wurden in Dschibuti wärmstens empfangen. Die Einheimischen begrüßten in einem Interview die "deutschen Nazis" mit dem Versprechen, sie im Gegensatz zu ALLEN anderen Weißen nicht zu töten, sollte es zu dem ungemein spannenden Duell Somalia – Anti-Terror-Allianz kommen. Ist unsere Vergangenheit auch mal zu was Nütze. Ob wir ihnen erklären sollen, dass wir gar nicht mehr soooo viel gegen die Juden haben?
Nein.
Ausnahmsweise mal freundlich im Ausland aufgenommen nehmen es unsere Jungs nun gerne in Kauf, dass ihre vollkommen veralteten Kaltwasser-Dampfer in der warmen See reihenweise wegen Überhitzung der Motoren den Geist aufgeben.
Auf diese Weise weltweit die Pluspunkte abgrasend stehen die Deutschen um einiges besser da als ihre Nachbarn, die österreichischen Schluchtenkacker.
Die haben nämlich inzwischen ebenfalls weltweit ziemlich verschissen. Der sich selbst als den Ursprung aller Demokratie definierende Jörg Haider besuchte im humanitären Anti-Trauma-Einsatz "Achse-des-Bösen-Chef" Saddam. Die USA sind verständlicherweise entsetzt. Jörg Haider muss abdanken: Er versuchte den falschen größten Diktator der Welt zu therapieren.
Das kann unserem Haider nicht so schnell passieren. Schill weiß schon seit einiger Zeit nicht mehr so genau, was er eigentlich tut und verarscht sich à la Daum inzwischen Koks-mäßig selbst (traue niemals einem Mann, der furchtbare Perücken trägt), treibt sich nur noch auf Szene-Partys rum, stellt Geliebte zu horrenden Preisen ein (für was er da wohl bezahlt?) und macht zum Schreien komische Sicherheits-Politik mit bayerischen Polizisten. Wirklich gefährdet ist er trotzdem nicht: Den will selbst ein Saddam nicht im Land haben. Was haben wir ein Glück...
Ausreisen ist im Moment sowieso ein heikles Thema. Diese finale Erfahrung machte der afghanische Minister für Luftverkehr und Tourismus Abdul Rahman, als er nach Neu-Delhi fliegen wollte. Er wurde von einer zutiefst gläubigen Menschenpilgermasse gelyncht, weil diese zutiefst glaubte, dass ihr Flug nach Mekka abgesagt werden sollte.
Natürlich sieht das jetzt alles sehr gestellt aus, aber es ist, wie gesagt, egal, wo man anfängt.
In einem Moment zwingen die EU-Partner Hans Eichel dazu, Einsparungen vorzunehmen, die dazu führen werden, dass unsere Soldaten ihren Sicherungsauftrag bei Nairobi auf Flößen wahrnehmen werden müssen.
Im nächsten Moment beruft sich Fischer auf eben jene EU-Partner, wenn er die USA davor warnt, den Irak anzugreifen.
Das alles wiederum mündet unausweichlich in die Frage nach dem aktuellen Aufenthaltsort der ordnenden Hand des Bundeskanzlers.
Ach, stimmt ja... Südamerikareise. Er sollte vor dem Abflug Richtung Deutschland jemanden lynchen... So ist die Weiterreise garantiert
Der Patient
Fangen wir mal mit den Eröffnungsfeierlichkeiten zu den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City an.
Thema der Feiern war die Besiedlung – manche nennen sie auch böswillig "Eroberung" – des Wilden Westens.
Feuerspuckende Menschen sprangen durchs Bild, Cowboys ritten und schossen durch die Gegend, Eiskunstläufer machten brennende Ringe in das Eis.
Alles im Gedenken an die lieben Indianer, die die Besiedlung zu einem solch interessanten Spektakel gemacht haben. Sie waren damals einfach aufgrund ihres fast schon menschlichen Aussehens besseres Freiwild als die Bisons. Als Dank gab man doch tatsächlich einigen der wenigen Indianern, die es bis in unsere Zeit geschafft haben, Statistenrollen!
Mehr war leider nicht drin. Der wahre Star dieses Abends wurde von einigen US-Sportlern, die unter Einsatz ihres Lebens Tausende von Menschen aus dem WTC retteten, sowie New Yorker Polizisten und Feuerwehrleuten ins Stadion getragen.
Zugegeben, die Fahne sah ziemlich "angeschlagen" aus, aber hat es dennoch hervorragend vermocht, "den neuen amerikanischen Trauma" darzustellen.
Der seit Geburt traumatisierte George W. Bush änderte aus Versehen eigenmächtig die offiziellen Eröffnungsworte.
Richtig übel nahm ihm das wie üblich aus therapeutischen Gründen keiner.
In der Therapie von Trauma-George wurden neue Wege beschritten: Er wurde für die Entdeckung der von ihm erfundenen "Achse des Bösen" für den Friedensnobelpreis nominiert.
Auch die deutsche Marine ist eifrigst um die Heilung des mächtigsten Menschen mit einem IQ von 91 bemüht.
820 Marinesoldaten auf drei Fregatten und zwei Begleitschiffen schippern um das Horn von Afrika "zur Sicherung der Seewege". Dort sollen sie "terroristische Aktivitäten und Waffenschmuggel unterbinden". Leider "können das genaue Einsatzziel und der -ort nicht bekannt gegeben werden". Der deutsche Soldat hat halt prinzipiell keine Ahnung, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Der Große Bruder weiß schon, wo es lang geht.
Die Marinierten wurden in Dschibuti wärmstens empfangen. Die Einheimischen begrüßten in einem Interview die "deutschen Nazis" mit dem Versprechen, sie im Gegensatz zu ALLEN anderen Weißen nicht zu töten, sollte es zu dem ungemein spannenden Duell Somalia – Anti-Terror-Allianz kommen. Ist unsere Vergangenheit auch mal zu was Nütze. Ob wir ihnen erklären sollen, dass wir gar nicht mehr soooo viel gegen die Juden haben?
Nein.
Ausnahmsweise mal freundlich im Ausland aufgenommen nehmen es unsere Jungs nun gerne in Kauf, dass ihre vollkommen veralteten Kaltwasser-Dampfer in der warmen See reihenweise wegen Überhitzung der Motoren den Geist aufgeben.
Auf diese Weise weltweit die Pluspunkte abgrasend stehen die Deutschen um einiges besser da als ihre Nachbarn, die österreichischen Schluchtenkacker.
Die haben nämlich inzwischen ebenfalls weltweit ziemlich verschissen. Der sich selbst als den Ursprung aller Demokratie definierende Jörg Haider besuchte im humanitären Anti-Trauma-Einsatz "Achse-des-Bösen-Chef" Saddam. Die USA sind verständlicherweise entsetzt. Jörg Haider muss abdanken: Er versuchte den falschen größten Diktator der Welt zu therapieren.
Das kann unserem Haider nicht so schnell passieren. Schill weiß schon seit einiger Zeit nicht mehr so genau, was er eigentlich tut und verarscht sich à la Daum inzwischen Koks-mäßig selbst (traue niemals einem Mann, der furchtbare Perücken trägt), treibt sich nur noch auf Szene-Partys rum, stellt Geliebte zu horrenden Preisen ein (für was er da wohl bezahlt?) und macht zum Schreien komische Sicherheits-Politik mit bayerischen Polizisten. Wirklich gefährdet ist er trotzdem nicht: Den will selbst ein Saddam nicht im Land haben. Was haben wir ein Glück...
Ausreisen ist im Moment sowieso ein heikles Thema. Diese finale Erfahrung machte der afghanische Minister für Luftverkehr und Tourismus Abdul Rahman, als er nach Neu-Delhi fliegen wollte. Er wurde von einer zutiefst gläubigen Menschenpilgermasse gelyncht, weil diese zutiefst glaubte, dass ihr Flug nach Mekka abgesagt werden sollte.
Natürlich sieht das jetzt alles sehr gestellt aus, aber es ist, wie gesagt, egal, wo man anfängt.
In einem Moment zwingen die EU-Partner Hans Eichel dazu, Einsparungen vorzunehmen, die dazu führen werden, dass unsere Soldaten ihren Sicherungsauftrag bei Nairobi auf Flößen wahrnehmen werden müssen.
Im nächsten Moment beruft sich Fischer auf eben jene EU-Partner, wenn er die USA davor warnt, den Irak anzugreifen.
Das alles wiederum mündet unausweichlich in die Frage nach dem aktuellen Aufenthaltsort der ordnenden Hand des Bundeskanzlers.
Ach, stimmt ja... Südamerikareise. Er sollte vor dem Abflug Richtung Deutschland jemanden lynchen... So ist die Weiterreise garantiert