Ermittlungen gegen den Präsidenten der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz
HAMBURG, 14. April. Gegen den Präsidenten der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Roland Oetker, wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Er könnte nach Erkenntnissen der Ermittler sein frühzeitiges Wissen über zwei bevorstehende Fusionen ausgenutzt und dadurch Geld mit Aktienkäufen verdient haben. Oberstaatsanwalt Johannes Mocken von der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Wochenende entsprechende Medienberichte.
"Ob aus dem Anfangsverdacht, der zweifellos auf Grund einer Reihe von Indizien feststeht, ein hinreichender Tatverdacht wird, steht noch nicht fest", sagte Mocken. Dies hänge von der weiteren Auswertung der Unterlagen ab. Die zu untersuchenden Aktien-Transaktionen bewegten sich insgesamt "im Millionenbereich". Oetker weise die Vorwürfe zurück, schrieb die Tageszeitung "Die Welt".
In einem der Fälle - der Übernahme des Anlagenbauers Gea AG durch die damalige Metallgesellschaft - werden auch weitere Personen verdächtigt. Die Gea-Übernahme war am 8. Februar 1999 bekannt gegeben worden. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft habe Oetker mit drei Kaufaufträgen zwischen dem 22. Januar 1999 und dem 3. Februar 1999 35 000 Aktien der Metallgesellschaft erworben. Für seinen Bruder Ernst-August Oetker habe er außerdem über dessen Depotkonto 10 000 MG-Aktien gekauft. Als Geschäftsführender Gesellschafter der ROI Verwaltungsgesellschaft habe Roland Oetker auch über deren Wertpapierkonto weitere 26 000 Aktien und 60 000 Kaufoptionen auf MG-Aktien erworben.
Im zweiten Fall werde Oetker verdächtigt, von seinem Insiderwissen bei der Übernahme des Textilunternehmens Verseidag AG durch die Gamma Holding 1998 Gebrauch gemacht zu haben, schreibt das Nachrichtenmagazin "Focus". Unter den Verdächtigten im Fall MG/Gea sei auch ein PR-Berater des mg technologies-Chefs Kajo Neukirchen, Lutz Dreesbach.
Dreesbach soll den Angaben zufolge am 1. und 2. Februar insgesamt 3 000 Aktien der MG erworben haben. Auch er weist den Vorwurf, Insidergeschäfte gemacht zu haben, zurück. Er habe bereits in den Vormonaten MG-Aktien gekauft. Erst am 3. Februar habe er von Neukirchen von der geplanten Übernahme erfahren und dann keine Aktien mehr erworben
Kooperative Zusammenarbeit
Bisher sei noch keiner der Beschuldigten vernommen worden, hieß es. Beamte des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel und der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hätten bereits am 21. März dieses Jahres die Büros der MG und der Gea durchsucht, um weitere Hinweise zu finden.
Oetker wolle nun kooperativ mit der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten und den Fall aufklären, hieß es. Die Sache sei für ihn in höchstem Maße unangenehmt. Die Schutzvereinigung setzt sich für die Interessen privater Anleger ein. (dpa)
Gruß
Happy End
HAMBURG, 14. April. Gegen den Präsidenten der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Roland Oetker, wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Er könnte nach Erkenntnissen der Ermittler sein frühzeitiges Wissen über zwei bevorstehende Fusionen ausgenutzt und dadurch Geld mit Aktienkäufen verdient haben. Oberstaatsanwalt Johannes Mocken von der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Wochenende entsprechende Medienberichte.
"Ob aus dem Anfangsverdacht, der zweifellos auf Grund einer Reihe von Indizien feststeht, ein hinreichender Tatverdacht wird, steht noch nicht fest", sagte Mocken. Dies hänge von der weiteren Auswertung der Unterlagen ab. Die zu untersuchenden Aktien-Transaktionen bewegten sich insgesamt "im Millionenbereich". Oetker weise die Vorwürfe zurück, schrieb die Tageszeitung "Die Welt".
In einem der Fälle - der Übernahme des Anlagenbauers Gea AG durch die damalige Metallgesellschaft - werden auch weitere Personen verdächtigt. Die Gea-Übernahme war am 8. Februar 1999 bekannt gegeben worden. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft habe Oetker mit drei Kaufaufträgen zwischen dem 22. Januar 1999 und dem 3. Februar 1999 35 000 Aktien der Metallgesellschaft erworben. Für seinen Bruder Ernst-August Oetker habe er außerdem über dessen Depotkonto 10 000 MG-Aktien gekauft. Als Geschäftsführender Gesellschafter der ROI Verwaltungsgesellschaft habe Roland Oetker auch über deren Wertpapierkonto weitere 26 000 Aktien und 60 000 Kaufoptionen auf MG-Aktien erworben.
Im zweiten Fall werde Oetker verdächtigt, von seinem Insiderwissen bei der Übernahme des Textilunternehmens Verseidag AG durch die Gamma Holding 1998 Gebrauch gemacht zu haben, schreibt das Nachrichtenmagazin "Focus". Unter den Verdächtigten im Fall MG/Gea sei auch ein PR-Berater des mg technologies-Chefs Kajo Neukirchen, Lutz Dreesbach.
Dreesbach soll den Angaben zufolge am 1. und 2. Februar insgesamt 3 000 Aktien der MG erworben haben. Auch er weist den Vorwurf, Insidergeschäfte gemacht zu haben, zurück. Er habe bereits in den Vormonaten MG-Aktien gekauft. Erst am 3. Februar habe er von Neukirchen von der geplanten Übernahme erfahren und dann keine Aktien mehr erworben
Kooperative Zusammenarbeit
Bisher sei noch keiner der Beschuldigten vernommen worden, hieß es. Beamte des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel und der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hätten bereits am 21. März dieses Jahres die Büros der MG und der Gea durchsucht, um weitere Hinweise zu finden.
Oetker wolle nun kooperativ mit der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten und den Fall aufklären, hieß es. Die Sache sei für ihn in höchstem Maße unangenehmt. Die Schutzvereinigung setzt sich für die Interessen privater Anleger ein. (dpa)
Gruß
Happy End