vorerst mein Depot:
1. VEH (wird 2001 von der Tseuerreform stark profitieren), diese Woche wird es Zahlen geben, vielleicht morgen frueh - legendaerer Titel (suche ARIVA)
2. Trintec, gekauft fuer 7,3 Euro - Fairer Wert 20 Euro.
3. wieder ein sehr guter Newsletter:
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A K T I E N - Newsletter
3.Jahrgang - Ausgabe 123 (05.12.2000)
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK - ISSN 1436-4131
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Samstag 18 Uhr und Montag 18 Uhr (keine Gewaehr)
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I N H A L T
MARKT & UMFELD
1. EDITORIAL / Neuer Markt: Belastungsfaktor EM.TV
2. MARKTVERFASSUNG / Tiefstkurse bei vielen Titeln gesehen
3. KONJUNKTUR / Fokus-USA: Rezession oder soft-landing?
4. ENTLASTUNGSINDIZ ZINSSENKUNGEN / Entlastung erwartet
5. THEMENBEZOGENER MARKT / Anlagethemen 2001 im Fokus
6. ZUSAMMENWACHSEN NEW UND OLD ECONOMY / Aufholpotential
7. US-MARKT & WAHLEN / Bush-Sieg konkretisiert sich
MOMENTANALYSEN
8. BAYER AG / Potential: einer unserer DAX-Favoriten 2001
9. LINDE / langfristig aussichtsreich: Hold & Buy-Strategie
10. SAP / spekulativ: fundamental nicht mehr ueberbewertet?
11. ADIDAS / unbegruendete Phantasie oder Neubewertung?
NACHRICHTEN & NEWS
12. ACQUISITIONS & MERGERS
13. ERGEBNISSE & PROGNOSEN
14. NACHRICHTEN & RESEARCH
15. KOOPERATIONEN & JV'S
RUBRIKEN
16. BANKANALYSEN / Ratings - deutsche Standardwerte
17. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, Tradingtermine
18. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
19. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Neuer Markt: Belastungsfaktor EM.TV
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Liebe Leserinnen und Leser,
stark nach unten zog das EM.TV-Debakel den Neuen Markt am
Montag. Wir koennen uns des Eindrucks nicht erwehren, dass
sowohl Analysten als auch Anleger in den letzten Monaten
wider besseren Wissens schlichtweg belogen wurden. Es gibt
gewisse Informationen, die auch von Analysten geglaubt werden
muessen. Wenn am Dienstag vom Unternehmen die Planzahlen noch
bestaetigt wurden - und am Freitag eine drakonische Gewinn-
warnung erfolgte - ist schwer vorstellbar, dass sich in lediglich
drei Tagen Geschehnisse ereigneten, welche eine Reduktion der
Planzahlen von rund einer halben Milliarde DM erforderten.
Inzwischen ist nachvollziehbar, weshalb die eklatante Verlust-
situation vom Unternehmen nicht frueher erkannt werden wollte:
So war die Finanzierung bei Inanspruchnahme der Option auf den
Kauf von weiteren 25 % an der SLEC (Formel 1) in Milliardenhoehe
durch den bereits stark gesunkenen Aktienkurs und den daraus
resultierenden geringeren Unternehmenswert deutlich in Frage
gestellt. Anscheinend hoffte man im Hause Haffa auf eine nach-
haltige Erholung des Neuen Marktes. In diesem Fall haette man die
schlechten Nachrichten portioniert kommunizieren koennen, der
Titel waere unter diesen Voraussetzungen sicherlich etwas
weniger stark unter die Raeder gekommen.
Ob hier wissentlich Falschinformationen lanciert wurden, oder
ob das marode Finanz-Controlling alleinige Schuld traegt, sei
dahingestellt. Fuer ein Unternehmen, das sich bereits mit Walt
Disney vergleicht, ist beides gleichermassen verwerflich. Mit
der Schuldzuweisung des einen auf den mittlerweile entlassenen
anderen Haffa-Bruder gewinnt man das Anlegervertrauen sicher-
lich nicht zurueck. Zwar ist mit dem Kirch-Einstieg das Ueber-
leben des Unternehmens gesichert, das eigentliche Problem
jedoch - das enttaeuschte Anlegervertrauen - ist hierdurch
nicht wiederhergestellt.
Im Gegenteil, auf der Pressekonferenz, deren Live-Uebertragung
bezeichnenderweise vom EM.TV-Vorstand verboten wurde, wurde
wieder Wasser in den Wein gekippt. So war der Neue Finanz-
Vorstand, ueber den Vorstand Haffa sich lobenswert aeusserte,
trotz mehrmaliger Aufforderung nicht in der Lage, die Finanz-
verbindlichkeiten des Unternehmens zu beziffern. Nachtraeglich
kommunizierte EM.TV Finanzverbindlichkeiten in Hoehe von 2,3
Mrd. Auch hat Kirch, der unternehmerische Ziehvater von Haffa,
selbst seine Probleme mit der Transparenz, was so manchen
Analysten in tiefe Verzweiflung stuerzte.
Wir hoffen, dass andere Vorstaende von Unternehmen des Neuen
Marktes aus der ueberaus peinlichen Vorstellung des Unterneh-
mens gelernt haben, wie man das Anlegervertrauen ganz sicher
nicht zurueckgewinnt. Bilanzierung und Buchhaltung sind eine
Bringschuld des Unternehmens. Anleger und insbesondere Ana-
lysten sind gezwungen, gewissen Aussagen des Unternehmens
Glauben zu schenken, ansonsten muesste man Finanzchef des
Unternehmens sein.
Nach unserer Einschaetzung der Sachlage werden demnaechst
Rechtsanwaelte die Ansprueche geschaedigter Aktionaere pruefen
muessen. Zunaechst muss hierbei geprueft werden, inwiefern
der Vorstand fuer den Kursverlust durch fragwuerdige Planung
personell haftbar zu machen ist. So publizierte EM.TV noch
kuerzlich in einer AdHoc-Meldung ein EBIT von 560 Mio DM,
kurze Zeit spaeter sollen es noch lediglich 50 Mio werden,
dies entspricht weniger als einem Zehntel der urspruenglichen
Planung. Da diese Dinge in der Regel nicht vom Himmel fallen,
kann durchaus arglistige Taeuschung vermutet werden.
Dabei muessen auch die Boersenprospekte, die im Rahmen der
Kapitalerhoehung im Jahr 1999 und der diesjaehrigen Anleihe-
emission erstellt wurden, auf unrichtige bzw. fehlende Angaben
geprueft werden. Insbesondere ist auch zu pruefen, ob die Wirt-
schaftspruefer der PwC Deutsche Revision ihre Aufgaben, insbe-
sondere bei der Beurteilung des Lageberichts sowie des Risiko-
managements bei EM.TV, gewissenhaft genug und mit der erforder-
lichen kaufmaennischen Sorgfaltspflicht wahrgenommen haben.
In der letzten Ausgabe unseres Neuer-Markt-Newsletters schrieben
wir, dass wir Handlungsbedarf vom Gesetzgeber, insbesondere bei
der Marktkommunikation sehen. Hierbei wird von einigen Unter-
nehmen mit einer unverfrorenen Dreistigkeit vorgegangen, die
nicht geduldet werden kann. Diese Dinge schaedigen die Mehrzahl
der solide gefuehrten Unternehmen mit ehrlicher Bilanzierung.
Anleger, welche sich geschaedigt fuehlen, sollten den Gang zum
Rechtsanwalt daher nicht scheuen, die Chancen fuer diese Anleger
steigen mit zunehmendem Missbrauch deutlich - denn auch wenn
die gesetzgebenden Instanzen am Kapitalmarkt verstaendlicher-
weise ueberfordert sind, werden sie irgendwann ein Exempel
statuieren, um den groebsten Auswuechsen Einhalt zu gebieten.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice.de
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2. MARKTVERFASSUNG / Tiefstkurse bei vielen Titeln gesehen
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Ganz im Gegensatz zum Neuen Markt beurteilen wir die Chancen im
DAX auf eine Stabilisierung und einen anschliessenden Turnaround
etwas besser. Dabei sehen die DAX-Titel wesentlich besser als
der Index aus, da ausser den Technologiewerten die restlichen
Werte ihre Tiefs voraussichtlich bereits gesehen haben.
Die grossen Krisen bei Einzelwerten bekunden meist das Ende der
Baissephase. Beim DAX war dies DaimlerChrysler, der jedoch
bereits wieder deutlich ueber dem Tiefststand notiert, am Neuen
Markt ist dies EM.TV, bei dem heute der grosse Nackenschlag kam.
DaimlerChrysler koennte in einem etwas entspannteren Marktumfeld
wieder bei ueber 50 Euro notieren, da der Konzern ungeachtet der
Probleme im Hinblick auf das externe Wachstum (Chrysler, Mitsu-
bishi) in langfristiger Hinsicht hervorragend ausgestellt ist. In
spaetestens zwei Jahren wird die Krise ueberwunden sein. Dass der
Kurs dann nicht mehr bei 50 Euro, sondern wesentlich hoeher no-
tieren wird, bedarf keiner weiteren Erlaeuterung.
Derartige Sell-Offs und Krisen bei Einzelwerten deuten meist auf
ein Ende der Baissephase hin. An der Nasdaq gibt es noch rund 10
hochkapitalisierte Werte, die in fundamentaler Hinsicht durchaus
noch etwas Korrekturbedarf aufweisen; die ueberwiegende Mehrzahl
aller Nasdaq-Werte hat die Tiefstkurse jedoch bereits gesehen.
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3. KONJUNKTUR / Fokus-USA: Rezession oder soft-landing?
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Gespannt darf morgen das Taktieren von Alan Greenspan, dem Chef
der US-Notenbanken, verfolgt werden. Klar ist, dass Zinssenkun-
gen bevorstehen. Damit rechnen wir jedoch fruehestens gegen Ende
des ersten Quartals 2001. Fuer Morgen bleibt nur die Frage, ob
er den Maerkten durch Beschwichtigung bereits unter die Arme
greifen, oder ob er das letzte Korrekturpotential bspw. An der
Nasdaq noch ausreizen will.
Fuer seine am 19. Dezember stattfindende Rede im Rahmen der
FED-Zusammenkunft erwarten wir eine vergleichsweise neutrale
Haltung, die im Gegensatz zu der restriktiven Haltung der
Vergangenheit bereits ein erstes sanftes Umlenken indirekt
andeutet. Hierbei wird Greenspan jedoch aeusserst behutsam
vorgehen, denn derzeit ist soviel Liquiditaet aufgestaut,
dass eine klare Aussage Greenspans hinsichtlich kommender
Zinssenkungen sofort eine erhebliche Rallye erzeugen wuerde.
Somit waere ein Grossteil der gesunden Korrektur wieder egali-
siert und die Margin Call-Problematik wuerde sich in einem
schlechteren konjunkturellen Umfeld staerker manifestieren.
Greenspan wird daher aeusserst behutsam taktieren und vorerst
weiterhin auf die zweifellos noch vorhandenen Inflationsrisiken
(Oelpreis, Nahostkonflikt, expansive Geldpolitik von Bush &
Gore...) eingehen.
In psychologischer Hinsicht nimmt in den USA jedoch die Angst
vor einer Rezession zu. Diese Angst ist keineswegs unbegruendet,
da die enorm hohen US-Lagerbestaende bei stark fallender Konsum-
bereitschaft in der Tat bedrohlich wirken.
Die juengsten Konjunkturdaten deuten in den USA zwar nicht
uneingeschraenkt auf eine sanfte Landung der Wirtschaft hin, so
zumindest jedoch auf eine leicht holprige aber weitgehend
kontrollierte Landung. Wir sind sicher, dass sich mit der
ersten Zinssenkung die Aktienmaerkte deutlich positiver
entwickeln werden.
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4. ENTLASTUNGSINDIZ ZINSSENKUNGEN / Entlastung erwartet
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So erhoehte die EZB seit Dezember 99 die Leitzinsen um 2,5 %.
Dass hierbei vor allem die Technologietitel bzw. der Neue Markt
in die Knie geht, sollte nicht verwundern, da gerade diese
Unternehmen einen ausreichenden Finanzierungsspielraum zur
Umsetzung des angestrebten Wachstums benoetigen. Steigen die
Finanzierungskosten, faellt das Wachstum bei erhoehten Kosten
niedriger aus. Hierdurch wiederum verringert sich der Aktien-
kurs und die Moeglichkeit der alternativen Finanzmittelbeschaf-
fung, wie z. B. durch Kapitalmassnahmen, verschlechtert sich ent-
sprechend, wobei insbesondere noch in der Aufbauphase befind-
liche Unternehmen oftmals starke Liquiditaetsprobleme aufweisen.
Dieser Teufelskreis, der fuer staendig sinkende Aktienkurse
verantwortlich ist, wird durch die erste Zinssenkung abrupt
gestoppt, der Umkehrpunkt ist gefunden. Insbesondere werden
hiervon die Technologiewerte profitieren. Da jedoch in vielen
Bereichen aufgrund der weitgehend erfolgten Erstabdeckung der
Nachfrage eine Saettigung des Marktes, begleitet von zunehmen-
der Wettbewerbsintensitaet, eintritt, werden die durch Eupho-
rie und 300%-Wachstumsraten vollkommen aus dem Ruder gelaufenen
Bewertungen mit astronomischen Aktienkursen im Technologiesektor
nicht mehr so schnell erreicht werden.
Der Tech-Sektor hat also durchaus Erholungspotential, die alten
Hoechstkurse werden aber noch lange Zeit Gueltigkeit behalten.
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5. THEMENBEZOGENER MARKT / Anlagethemen 2001 im Fokus
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Positiv am Technologie-Crash ist die hoffentlich vorhaltende
Einsicht der Anleger, dass auch defensivere Werte durchaus
attraktive Entwicklungsperspektiven bieten. So z. B. die
Versorgerbranche (E.ON), Umweltenergien & Technologien, wie
bspw. Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (Linde), die
Pharmabranche, die auch zunehmend von der revolutionaeren Ent-
wicklung in der Biotechnologie profitiert, der Konsumbereich,
der aufgrund von Steuersenkungen und einem weitgehend auf hohem
Niveau stabilen Wirtschaftswachstum in Euroland profitiert etc.
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6. ZUSAMMENWACHSEN NEW UND OLD ECONOMY / Aufholpotential
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Deutlich wird hierbei auch ersichtlich, dass die Old Economy
massgeblich von den Entwicklungen mit tiefgreifender Tragweite
der New Economy profitiert. Allerdings mit einem Unterschied:
Waehrend die Werte der New Economy immense Vorlaufkosten zur
Entwicklung und Etablierung des/der marktreifen Produkts/Dienst-
leistung tragen muss und sich demzufolge meist tief in den Roten
Zahlen bewegen, uebernehmen die Old Economy-Unternehmen die
fertigen Loesungen und Konzepte.
Diese neuen Errungenschaften werden von der Old Economy meist
sofort zur Steigerung der Produktivitaet und zur Realisierung
von Kosteneinsparungspotentialen - bestes Beispiel eBusiness -
genutzt und tragen somit umgehend zur Steigerung der Rentabi-
litaet bei. Im Aktienkurs der Old Economy-Unternehmen spiegelte
sich dies bisher jedoch ungenuegend wider, waehrend die New
Economy-Werte lange Zeit ein Hoch nach dem anderen markierte.
Mittlerweile leiden jedoch viele New Economy-Unternehmen unter
Liquiditaetsproblemen, wobei die Old Economy beherzt zugreift
und sich in diesem Zuge wertvolles Know How und aussichtsreiche
Technologien sichert, deren eigene Entwicklung deutlich hoehere
Opportunitaetskosten verschlungen haette.
An dieser Stelle wird ein Zusammenwachsen von New und Old
Economy deutlich. Insbesondere im Logistiksektor ist diese
Entwicklung offensichtlich und wurde von der Boerse bereits
entsprechend antizipiert.
Dieses Zusammenwachsen wird den traditionellen Unternehmen,
insbesondere im Jahr 2001, neue Entwicklungsperspektiven
eroeffnen, was sich entsprechend in den Aktienkursen wider-
spiegeln wird.
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7. US-MARKT & WAHLEN / Bush-Sieg konkretisiert sich
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Nachdem der US-Supreme Court im Rahmen des Rechtsstreits um die
Nachzaehlung der Stimmen in Florida fuer den republikanischen
Kandidaten George W. Bush entschieden hat und die Nachzaehlung
fuer ungueltig erklaerte - wodurch Bushs Vorsprung wieder auf
ueber 900 Stimmen anstieg - stieg der DJIA zunaechst um 170
Punkte an, und die Nasdaq machte in kuerzester Zeit 2,5 % gut,
buessten dann aber wieder einen Teil der Gewinne ein. Dennoch
liegt eine endgueltige Entscheidung ueber die US-Praesident-
schaftswahlen noch in weiter Ferne; zumindest konkretisiert
sich jedoch ein Bush-Sieg, dem von den Boersen allgemein
favorisierten Kandidaten. Weitere Rechtsverfahren sind jedoch
anhaengig, so dass durchaus noch die Chance besteht, dass Al
Gore gewinnt.
Ein weiteres Mal zeigten sich die High-Techs schwach, waehrend
die zyklischen, defensiven Titel profitierten. Dies ist ein
Bild, das wir bereits aus der Vergangenheit gut kennen. Auch
die Mini-Rallye vom Freitag verlief sehr schnell und wie
erwartet wieder im Sande, da jegliche Erholungsversuche an
der Nasdaq sofort durch kurzfristigste Gewinnmitnahmen im Keim
erstickt wurden. Ein Boden ist noch lange nicht gefunden. Am
Dienstag nach Boersenschluss wird Cisco die weiteren Aussichten
berichten. Zwar wird allgemein mit einem Festhalten an den bis-
herigen Prognosen gerechnet, jedoch ist die Unsicherheit im
Vorfeld gross. Falls Mitte Dezember der neue Praesident fest-
steht, wird sich zeigen, ob dieses im Makrokosmos kaum relevante
Ereignis den Maerkten den heiss ersehnten Twist-Impuls vermit-
teln kann. Weniger risikobereite Anleger sollten diesen
Zeitpunkt jedoch unbedingt abwarten.
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8. BAYER AG / Potential: einer unserer DAX-Favoriten 2001
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KURSHISTORIE
Bereits seit Beginn des Jahres 1999 verkehrt der Titel in einem
langfristigen, uebergeordneten Aufwaertstrend. Die kurzfristige
Schwankungsbreite der aufwaertsgerichteten Tradingrange mit
unterem Widerstand bei rund 43 Euro und oberem Widerstand bei
ca. 53 Euro betraegt dabei bis zu 20 %. Eine kurzfristig starke
Unterstuetzung stellt derzeit die 38-Tageslinie dar, mittel-
fristig erscheint das Rueckschlagspotential in charttechnischer
Hinsicht auf 45 Euro begrenzt (unterer Widerstand der Trading-
range).
CHARTTECHNIK
Anfang Oktober verkehrte der Titel auf Hoehe der unteren Wider-
standslinie bei damals 42 Euro. Bis Beginn November wurde die
obere Widerstandslinie bei knapp 53 Euro kurzfristig erreicht,
durchbrochen wurde sie jedoch nicht. Anschliessend setzte eine
Gegenbewegung ein, die von der bei 48 Euro verlaufenden 38-
Tageslinie (1. Support) aufgehalten wurde. Der Kurs prallte nach
oben ab und entwickelt sich nun wieder in Richtung der oberen
Widerstandslinie, die inzwischen bei rund 55 Euro verlaeuft.
CHART-RATING
Hieraus laesst sich ein prozyklisches Signal mit zumindest
mittlerer Intensitaet ableiten. Sollte es dem Aktienkurs nach-
folgend gelingen, die obere Begrenzungslinie der aufwaertsver-
laufenden Tradingrange signifikant zu durchbrechen (Breakout),
sind aufgrund der sodann zu erwartenden Momentum-Dynamik weitere
Kurszuwaechse absehbar.
Charttechnisch agierende Anleger koennen somit in Betracht
ziehen, dem prozyklischen Kaufsignal zu folgen, oder bei rund
53 Euro eine Stop-Buy-Order zu plazieren.
KURZPORTRAIT
Die geschaeftlichen Aktivitaeten der Bayer AG gliedern sich
im wesentlichen in die 3 Bereiche Gesundheit/Pharma, Kunststoffe
und chemische Produkte, wobei auf den Pharmabereich (Consumer
Care, Pharma, Diagnostika) der hoechste Umsatzanteil entfaellt.
Hierbei verfuegt man bspw. ueber Weltmarken wie Aspirin.
FOKUS FORSCHUNG
Neben dem zyklischen Polymer-Geschaeft generiert vor allem die
zunehmend forschungsorientierte Pharmasparte des Unternehmens
Phantasie. So verkuendete Bayer erst kuerzlich, unter anderem
in die AIDS-Forschung einzusteigen. Erste aussagekraeftige
Resultate bzw. Entwicklungskandidaten aus der HIV-Forschung
erwartet man bereits in cirka zwei Jahren.
Darueber hinaus engagiert sich das Unternehmen neben AIDS in
weiteren neuen Indikationsgebieten, wie z. B. Urologie und neuro-
degenerative Erkrankungen wie Demenz und Parkinson. Somit er-
schliesst sich das Unternehmen ein hohes Marktpotential, da die
neurodegenerativen Krankheiten auf der einen Seite in Anbetracht
des unaufhaltsam steigenden Bevoelkerungsanteils aelterer Men-
schen stark zunehmen und auf der anderen Seite auch die Anzahl
der AIDS-Neuinfektionen sowie Resistenzen unvermindert ansteigt.
Derzeit beschaeftigt die Bayer AG in ihren Forschungslaboratorien
in Europa, Asien und in den USA rund 1.600 Mitarbeiter, die aus-
schliesslich in der Wirkstoffsuche in den verschiedensten
Indikationsgebieten (ZNS, Herz, Arteriosklerose, Krebs, Diabetes,
Fettsucht etc. taetig sind.
AKQUISITIONSPHANTASIEN
Massgeblichen Anteil an der erfreulichen Kursentwicklung des
Papiers nehmen anhaltende Akquisitionsphantasien sowie die
vergleichsweise guenstige Bewertung. So wurde lange Zeit das
schweizerische Pharmaunternehmen als Uebernahmekandidat
gehandelt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 140 Mrd CHF
ist Roche jedoch sicherlich eine Nummer zu gross. Dennoch ver-
fuegt Bayer ueber eine Summe von ueber 35 Mio Euro, die unter
Beruecksichtigung des genehmigten Kapitals fuer Akquisitions-
massnahmen zur Verfuegung stehen.
Somit uebersteigen die zur Verfuegung stehenden Mittel des
Konzerns annaehernd die Marktkapitalisierung, die derzeit
ebenfalls rund 35 Mio Euro betraegt. Insofern erhaelt der
Anleger auf derzeitigem Kursniveau das operative Chemie- und
Pharmageschaeft nahezu gratis.
Diese prall gefuellte Kriegskasse laesst einige bevorstehende
Akquisitionen erwarten. Zwar verneinte der Bayer-Vorstand direkt
bevorstehende Akquisitionen im Rahmen der Ergebnisverkuendung,
an der Boerse erleben wir jedoch tagtaeglich, wie solche Aussagen
zu interpretieren sind.
Da eine groessere Akquisition nur unter Zuhilfenahme eigener
Aktien als Akquisitionswaehrung finanziert werden kann, ist die
derzeitige Bewertung von Bayer im Branchenvergleich zu niedrig.
Demnach duerfte Bayer derzeit besonders daran gelegen sein,
einen Aktienkurs von mindestens 60 Euro zu erzielen. Ob dies
mit Hilfe befreundeter Institute und/oder durch entsprechende
Marktkommunikation geschehen wird, sei dahingestellt.
GESCHAEFTSZAHLEN
Von einer leicht ruecklaeufigen Marge im HealthCare-Bereich
abgesehen setzte sich der positive Geschaeftsverlauf des ersten
Halbjahrs im dritten Quartal des laufenden Geschaeftsjahres 2000
fort. Kumuliert konnte der Umsatz der ersten 9 Monate 2000 um
22 % auf 22,2 Mrd Euro gesteigert werden, wobei rund 40 % der
Umsatzanstiege auf positive Wechselkurseffekte zurueckzufuehren
sind. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um knapp 40 %
auf 1,5 Mrd Euro.
Das operative Ergebnis stieg um 23,2 % auf 2,7 Mrd Euro - um
Sonderposten bereinigt (Desinvestitionen) errechnet sich
eine deutlich ueberproportionale Steigerung um knapp 29 %.
Waehrend der groesste Ergebniszuwachs mit 40 % auf 1,06 Mrd
Euro vor Sondereffekten auf die Gesundheitssparte entfiel,
entwickelte sich das Polymer- und Chemiegeschaeft aufgrund
der merklich gestiegenen Rohstoffpreise mit einem Zuwachs von
jeweils rund 3,5 % verhaltener.
BEWERTUNG
Aufgrund der erfreulichen Geschaeftsentwicklung erhoehen wir
fuer die Jahre 2000e und 2001e die Gewinnschaetzung je Aktie
auf 2,6 bzw. 2,78 Euro, da sich auch die Steuerquote auf 37 %
verringert. Der Titel weist mit einem 2001e-KGV von 18 auch
im Branchenvergleich eine angenehm moderate Bewertung auf. So
uebersteigen die verfuegbaren Mittel inklusive genehmigten
Kapitals annaehernd die Marktkapitalisierung des Unternehmens.
Das operative Pharma- und Chemie-Geschaeft erhaelt der Anleger
somit kostenlos.
AKTIENSERVICE-RATING
In langfristiger Hinsicht impliziert dies attraktives Bewer-
tungspotential. Sollte sich der Konzern, wie gelegentlich ver-
mutet, vom Chemiegeschaeft trennen bzw. die Pharmasparte durch
externes Wachstum verstaerken, besteht weiterer Bewertungsspiel-
raum.
Praesentierte Bayer noch in den 80er Jahren eines der weltweit
fuehrenden Pharmaunternehmen, verlor man in den 90er Jahren durch
zu konservative Strukturen an Boden. Die juengsten Initiativen
des Konzerns zur Refokussierung auf eine forschungsorientierte
Entwicklungstaetigkeit im Pharmabereich mit einem deutlich
ausgeweiteten Engagement unter anderem auch im Bereich biophar-
mazeutische Medikamentenentwicklung dokumentiert das ehrgeizige
Ziel des Konzerns, in der laufenden Dekade wieder zu den welt-
weit fuehrenden Pharmakonzernen aufzusteigen.
Insgesamt betrachten wir Bayer derzeit in kurz- und langfristi-
ger Hinsicht als einen der Dax-Werte mit dem guenstigsten
Chancen-/Risiken-Profil. Ein Engagement kann dem Anleger darauf-
hin nahegelegt werden.
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9. LINDE / langfristig aussichtsreich: Hold & Buy-Strategie
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Am 07.11. empfahlen wir die Linde-Aktien bei rund 51 Euro zum
Kauf. Derzeit bei rund 52 Euro notierend, demonstrierte der
Titel Relative Staerke. Inzwischen hat der Konzern auch seine
Neun-Monatszahlen praesentiert, die unsere positive Ein-
schaetzung bestaetigten.
CHARTTECHNIK
In charttechnischer Hinsicht hat sich die positive Indikation
weiter verstaerkt. So bewegt sich der Kurs der Linde-Aktie seit
Anfang Maerz in einer definierten Tradingrange mit einer
Schwankungsbreite von rund 15 % kontinuierlich nach oben.
Bei Ueberwindung der 53-Euro-Marke besteht unmittelbares Kurs-
potential, da dann zum einen ein Ausbruch ueber die obere Wider-
standslinie der aufwaerts verlaufenden Tradingrange erfolgt und
zum anderen der Ausbruch aus einem langfristigen Dreieck nach
oben hin zu beobachten ist.
JUENGSTE ENTWICKLUNG
Auch aufgrund des hohen Oelpreises wird das Engagement des
Konzerns im Bereich der regenerativen Energien entdeckt. Ansatz-
weise rechtfertigt dies durchaus eine Neubewertung des Titels.
Hierbei steht das Engagement des Unternehmens im Bereich der
regenerativen Energien im Vordergrund. Gerade im Bereich Brenn-
stoffzellen-Technik und Wasserstoffproduktion konnte sich das
Unternehmen europaweit und zunehmend auch international
vielversprechend positionieren.
So ist BMW bspw. der Ansicht, dass wasserstoffgetriebene Auto-
mobile bis in zehn Jahren signifikante Marktanteile erreichen.
Auch DaimlerChrysler wendet sich verstaerkt der Forschung in
der Brennstoffzellen-Technik zu und ging zu diesem Zweck
kuerzlich ein Joint Venture in den USA ein.
Dieser Entwicklung liegt der Umstand zugrunde, dass durch ein
elektrolytisches Verfahren Wasser in seine zwei Grundkomponenten
aufgespaltet wird. Durch die Zusammenfuehrung von Wasserstoff
und Sauerstoff entsteht Energie, die bspw. zum Antrieb von
Automobilen genutzt werden kann.
BMW entwickelte bereits eine Wasserstoff-Motorengeneration,
die nahezu serienreif ist. Das Problem liegt umwelttechnisch
zur Zeit noch in der Herstellung von Wasserstoff, wobei Strom
benoetigt wird, der derzeit nur zu einem geringen Anteil aus
regenerativen Energiequellen gewonnen werden kann. Doch laeuft
der Aufbau der Energiegewinnung aus Sonne (Photovoltaik), Wind-
kraft und Biomasse auf Hochtouren, wobei sich der Anteil an
sauberen Energien kontinuierlich erhoeht. Sobald also Wasser-
stoff mit dem Strom aus erneuerbaren Energiequellen preiseffi-
zient gewonnen werden kann, schliesst sich der saubere Energie-
kreislauf.
Bis dahin wird sukzessive das Wasserstoff-Tankstellennetz
flaechendeckend aufgebaut werden. Von dieser Entwicklung wird
Linde, die Brennstoffzellen bzw. Tanks sowie den Wasserstoff
produziert, langfristig profitieren.
WETTBEWERBSPOSITION
In den Kerngeschaeftsbereichen sieht sich Linde europaweit sowie
international vielversprechend positioniert und konnte seit 1994
ein starkes organisches Wachstum demonstrieren, was zunehmend um
externes Wachstum erweitert wird. Als Anbieter im Industrie-
gasgeschaeft bekleidet man weltweit Rang Nr. 4, mit den Anlagen-
bauaktivitaeten Nr. 1. Bei der Foerdertechnik fiel man nach
einer Uebernahme von Nacco (US) auf Rang 2 zurueck. In der
Kaeltetechnik ist man europaweit die Nummer 1 und weltweit der
zweitgroesste Anbieter.
BEWERTUNG & PROGNOSEN
Durch die Uebernahme des schwedischen Gasproduzenten AGA, mit
dem man weltweit zum viertgroessten Anbieter im Bereich
Industriegase avancierte, entstehen voraussichtlich Goodwill-
Abschreibungen von rund 2,5 Mrd Euro. Um diese Effekte bereinigt,
erwarten wir auf Basis 2001e ein KGV von 13, inkl. Goodwill 16.
AKTIENSERVICE-RATING
Sowohl die Bewertung des Konzerns mit einem 2001e-KGV von 13
(2001e-KGV inkl. Goodwill: 16) als auch das zukunftstraechtige
Engagement im Bereich der regenerativen Energien lassen noch
Bewertungsspielraum erkennen. Linde wird als fuehrend positio-
niertes Unternehmen im Bereich Wasserstoff & Industriegase in
den naechsten Jahren von der kontinuierlich steigenden Nachfrage
ueberproportional profitieren. Da wasserstoff-betriebene KFZ
sich sukzessive, signifikant jedoch erst in 5-10 Jahren durch-
setzen werden - ebenso steckt im Bereich Industriegase erheb-
liches Potential, das sich jedoch erst in einigen Jahren voll
entfalten wird - sollte eine Investition ebenso langfristig
ausgerichtet werden. Bei Linde greift die Kostolany-Maxime in
praedestinierter Manier: Kaufen, dann schlafen und schlafen...
LINDE
WKN: 648 300
Kurs Xetra: 51,75
Empf. Stop-Loss: 47,5 Euro
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10. SAP / spekulativ: fundamental nicht mehr ueberbewertet?
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Anfang Juli rieten wir bei SAP bei 220 Euro zum Einstieg. Bis
Beginn September entwickelte sich der Titel ungemein erfreulich,
so dass wir bei rund 300 Euro Anfang September den Titel wieder
zum Verkauf empfahlen. Dies stellte sich nachtraeglich als gold-
richtig heraus, der Titel halbierte sich seitdem annaehernd.
Wir rieten damals zum Ausstieg, da wir zum einen eine schwache
Entwicklung fuer den Technologiesektor befuerchteten und zum
anderen die Bewertung von SAP als deutlich ueberhoeht empfanden.
Nach einem Kursverfall von knapp 50 % ist letzterer Belastungs-
faktor nun nicht mehr als dramatisch zu betrachten. So ist SAP
derzeit mit einem konservativ veranschlagten 2001e-KGV von 55
nicht mehr so viel hoeher als mancher Old Economy- und Konsum-
Titel bewertet.
Ungeachtet der deutlich ermaessigten Bewertung gehen wir jedoch
nicht davon aus, dass der Titel kurzfristig wieder ueber 200
Euro steigt. Weiterhin leidet der Walldorfer Software-Konzern
unter der anhaltenden Schwaeche der Technologieaktien und unter
Befuerchtungen hinsichtlich des zunehmenden Wettbewerbs bei der
Anwendungs-Software.
Eine Anlageentscheidung kann demnach nur aufgrund von lang-
fristigen, fundamental ausgerichteten Beweggruenden erfolgen,
da auch weiterhin fraglich erscheint, inwiefern der Technologie-
Sektor sich erholen kann oder ob die Umschichtung in defensive
Werte sich fortsetzt.
Extrem unter Druck geriet der Titel, nachdem das US-Brokerhaus
Salomon Smith Barney das Kursziel der SAP-Aktien auf umgerechnet
125 Euro senkte. Binnen weniger Tage verlor der Titel daraufhin
auf bis zu 150 Euro. SSB zeigte sich gegenueber der New Dimen-
sions Applications des Unternehmens wenig positiv und auch die
Wachstumsprognose des Konzerns erachtete man als zu ambitioniert.
Das Unternehmen ist derzeit mit 22.000 Mitarbeitern in 50 Laen-
dern vertreten. Fundamental kritisch wird hin und wieder am
Markt bemerkt, dass SAP ein Ein-Produkt-Unternehmen sei. Dies
ist simplifiziert zwar nicht unzutreffend, SAP war jedoch
seit jeher ein Ein-Produktunternehmen (SAP-2, SAP/R3 und nun
my.Sap.com), ferner diversifiziert und erweitert man zunehmend
das Anwendungsspektrum der ERP-Software und adressiert neue
Maerkte (China).
Konservativ veranschlagt, erwarten wir ein Umsatzwachstum von
rund 20 % p. a. fuer die naechsten 5 Jahre. Angesichts der bis-
herigen Steigerungsraten, die wesentlich hoeher ausfielen,
erscheint uns diese Wachstumsrate realistisch, womit Belastungs-
faktoren wie zunehmende Wettbewerbsintensitaet und sukzessive
Marktsaettigung genuegend beruecksichtigt sein duerften.
Fuer 2001e erwarten wir - konservativ veranschlagt - einen
Gewinn je Aktie in Hoehe von 2,9 Euro. Der Titel ist somit mit
einem 2001e-KGV von 55 zwar nicht unbedingt guenstig bewertet,
in Anbetracht der erwarteten Gewinnsteigerungsraten von zumin-
dest 40 % hat sich die bisherige Ueberbewertung jedoch auf ein
durchaus ertraegliches Mass abgebaut. Mit einem KGV von 55 auf
Basis des folgenden Geschaeftsjahres ist der Titel sogar histo-
risch guenstig bewertet, wobei die PEG-Ratio nur unwesentlich
ueber 1 liegt. Den Umsatz erwarten wir in 2001e bei 7,3 Mrd DM.
In Anbetracht der weitgehend abgebauten Ueberbewertung kann der
langfristig ausgerichtete Anleger vorsichtig erste Positionen
aufbauen, wobei ein Engagement Investoren mit hoeherer Risiko-
bereitschaft vorbehalten bleibt. Etwas weniger mutige Anleger
sollten eine Bodenbildung abwarten. So ist der mittelfristige
Abwaertstrend der Aktie derzeit noch nicht intakt. Positive
Impulse koennten auch von einem robusten Ergebnis fuer das
vierte Quartal ausgehen. Allerdings sind hier auch zunaechst
moderate Zahlen sowie ein weniger erfreulicher Ausblick im
Rahmen der Ergebnisverkuendung moeglich. Hierbei wird nochmals
deutlich, dass der Titel sich lediglich fuer spekulative Anleger
mit ausreichendem Zeithorizont eignet.
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11. ADIDAS / unbegruendete Phantasie oder Neubewertung?
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Anfang Mai empfahlen wir die Adidas-Salomon-Aktien bei rund 60
Euro zum Kauf. Ungeachtet hoher Volatilitaeten (52-65 Euro) hat
das Papier vor allem in den letzten Wochen eine hohe Relative
Staerke bewiesen. Derzeit bei 66 Euro notierend, gewann das
Papier seit unserer Empfehlung rund 10 % hinzu, waehrend der DAX
im gleichen Zeitraum knapp 13 % abgab. Anleger sollten die Out-
performance zum DAX von ueber 20 % nun durch restriktive Limit-
technik absichern, da sich die fundamentalen Aussichten unserer
Ansicht nach ungeachtet der juengsten Phantasieschuebe weniger
erfreulich als der Aktienkurs entwickeln.
So konnte der Umsatz im Neun-Monatszeitraum um 7 % gesteigert
werden, das Betriebsergebnis reduzierte sich jedoch zweistellig.
Und auch der Gewinn der Aktie wird sich um rund 20 % reduzieren,
was vom Management auch in dieser Form zuvor kommuniziert wurde.
In 2001e ist unter Umstaenden wieder mit einem Gewinn auf dem
Niveau des Jahres 1999 zu rechnen.
Sehr langfristig ausgerichtete Anleger koennen aufgrund der
moderaten Bewertung des Titels dennoch investiert bleiben, der
Rausschmiss aus dem DAX wird dem Titel zwar zusetzen, ein lang-
fristiges, fundamentales Verkaufsargument ist dies jedoch nicht.
So weist der Titel bei einer Marktkapitalisierung von lediglich
3 Mrd Euro einen Umsatz von ueber 5 Mrd Euro aus. Geht man bei
konservativer Schaetzung von einem Gewinn je Aktie von 5,07 Euro
in 2001e aus, ist der Titel mit einem 2001e-KGV von 13 moderat
bewertet.
Von uebergeordneter Bedeutung hingegen ist das US-Geschaeft.
Doch gerade auf diesem wichtigen Markt sieht man sich enormen
Schwierigkeiten ausgesetzt. Zwar konnte man in den USA im 3.
Quartal erstmals einen Umsatzzuwachs im laufenden Jahr erzielen,
eine Trendwende bedeutet dies jedoch nicht. Darueber hinaus
wurde der Umsatzzuwachs allein von Regionen ausserhalb der USA
getragen, wie z. B. Asien (+ 33 %).
Der weiteren Entwicklung des Unternehmens sehen wir zunaechst
mit gemischten Gefuehlen entgegen. Zwar traegt das Kostenein-
sparungsprogramm bereits erste Fruechte, jedoch erscheint die
Expansion in den USA - wenn ueberhaupt - nur sehr langsam in
Gang zu kommen. Zusaetzlich koennen die Einsparungen die
negativen Wechselkurse derzeit nicht kompensieren.
Da die USA einen der bedeutendsten Kernmaerkte repraesentiert,
sehen wir hierbei ein gewisses Risiko, da ein absatzstarker
Golfschlaeger noch kein gefestigtes Absatzprofil bedeutet und
somit die Phantasie, die den Titel juengst befluegelte, auf
toenernen Fuessen steht. Ferner sehen wir beim Euro zwar Erho-
lungspotential, kurz- und mittelfristig werden die negativen
Wechselkurseffekte die Betriebskosten jedoch weiterhin negativ
beeinflussen, was sich im Ergebnis entsprechend bemerkbar machen
wird.
Wir befuerchten, dass Adidas Salomon im Maerz der Deutschen Post
im DAX weichen muss. Ferner befuerchten wir, dass dies kurz- und
mittelfristig mit Kursverlusten einhergehen wird. Das Engagement
der indexorientierten Fonds darf nicht vernachlaessigt werden,
dies hat sich in der Vergangenheit mehrfach gezeigt. Wir emp-
fehlen daher, den Titel mit einem restriktiven Stop-Loss zu
versehen, um zum einen bisherige Gewinne zu sichern und zum
anderen um sich vor eventuell bevorstehenden Verlusten zu
schuetzen.
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12. ACQUISITIONS & MERGERS
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effeff Fritz Fuss uebernimmt ROFU
Die effeff Fritz Fuss wird zum 01.01.2001 die ROFU AG, Schweiz,
uebernehmen. Das Schweizer Unternehmen vertreibt Tueroeffner,
Flaechenhaftmagnete und Zutrittskontrollsysteme vornehmlich in
der Schweiz und in Deutschland. Weiter hat effeff die australi-
sche Vertriebsgesellschaft PADDE mit Wirkung vom 01.10.2000 er-
worben. Unter dem Markennamen PADDE vertreibt die Firma exklusiv
die Produkte der australischen effeff Tochtergesellschaft Trimec.
Durch die Akquisition der ROFU AG in der Schweiz und der Firma
PADDE in Australien hat effeff seine fuehrende Position im elek-
tromechanischen Bereich weiter ausgebaut.
Rheinmetall - Uebernahmeangebot
Rheinmetall wird den Aktionaeren der Jagenberg ein freiwilliges
oeffentliches Uebernahmeangebot fuer alle ausstehenden Vorzugs-
aktien machen. Rheinmetall bietet fuer eine Vorzugsaktie der
Jagenberg 2,30 Euro. Rheinmetall haelt als Mehrheitsaktionaer
rund 86 % des Stimmrechtsanteils an der Jagenberg bzw. 52 % des
Grundkapitals von 51,2 Mio Euro und hat sich zu einem freiwilli-
gen Uebernahmeangebot entschlossen, weil potentielle Finanzin-
vestoren eigenem Bekunden nach vor allem Interesse an einer
100prozentigen Uebernahme haetten.
Salamander
Nach Abschluss des oeffentlichen Kaufangebots am 19.11. an die
aussenstehenden Aktionaere der APCOA Parking AG, verfuegt Sala-
mander ueber 98,5 % (vorher 76,9 %) an Europas groesstem Parking-
unternehmen. APCOA bewirtschaftet derzeit an rund l.000 Stand-
orten europaweit ueber 500.000 Stellplaetze an Flughaefen, Messen
und Veranstaltungszentren. An der DIW SourceLine, einem 1998
gegruendeten Gemeinschaftsunternehmen von Salamander und Freuden-
berg & Co, uebernahm Salamander mit sofortiger Wirkung weitere
0,1 % der Geschaeftsanteile und hat nun mit 50,1 % auch die un-
ternehmerische Fuehrung.
Value Management - Fusion mit Knorr Capital ausgesetzt
Value (VMR) und Knorr Capital Partners (KCP) werden ihre Fusion
aufgrund der Kursentwicklung beider Gesellschaften nicht durch-
fuehren. Aus Sicht der Vorstaende spiegelt die aktuelle Bewertung
beider Unternehmen die chancenreiche Position im Venture Capital-
und Finanzdienstleistungsgeschaeft in keiner Weise wider. Es ist
konkret beabsichtigt, dass sich Knorr an der VEM Virtuelles Emis-
sionshaus AG massgeblich beteiligt. Derzeit haelt Value an der
Wertpapierhandelsbank 60,3 % des Kapitals. Ausserdem wurde der
Aufbau einer gemeinsamen Gesellschaft beschlossen, die Private
Equity-Fondsprodukte in Zusammenarbeit mit namhaften Finanz-
dienstleistern anbieten wird.
Valora Effekten Handel beteiligt sich an Allegro Future
Valora Effekten Handel hat sich mit 15,1 % am Grundkapital von
562.500 Euro der AllergoFuture AG, Stuttgart, beteiligt. Mit der
innovativen zellulaeren Allergiediagnostik "AllergoCell" der
Allergo lassen sich eigenen Aussagen zufolge fast alle Ursachen
mit ueber 90 % Trefferquote ermitteln.
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13. ERGEBNISSE & PROGNOSEN
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Arndt - 9-Monatszahlen 2000
Arndt erwirtschaftete in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres
Umsatzerloese in Hoehe von 62,3 Mio DM, gegenueber 54,6 Mio DM im
gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit 3,7 Mio DM konnte Arndt ein
Unternehmensergebnis erwirtschaften, dass um 0,9 Mio DM ueber dem
Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums liegt.
Allbecon - 9-Monatszahlen 2000
Der Auslandsanteil des in den ersten 9 Monaten mit 54,3 Mio DM
erzielten Umsatzes lag um 63,9 % hoeher als vor Jahresfrist,
waehrend er im Inland um 21,2 % auf 132,9 Mio DM stieg. Der Ge-
samtumsatz des Konzerns legte um 31,1 % auf 187,2 Mio DM zu. So
erhoehte sich der Auslandsanteil am Konzernumsatz weiter auf
29 %. Das EBIT konnte um 5,8 % auf 15,2 Mio DM erhoeht werden,
waehrend im Deutschland-Geschaeft eine Ergebniszunahme um 18,2 %
auf 14,5 Mio DM erzielt wurde.
Beate Uhse - 9-Monatsbericht 2000
Die von Januar bis September erwirtschafteten Umsatzerloese stie-
gen gegenueber der Vorjahresperiode um rund 35 % auf 222,9 Mio
DM. Das Ergebnis vor Steuern erhoehte sich um knapp 45 % auf
19,2 Mio DM. Der Konzern ist bestrebt, sich in den naechsten
Monaten als bedeutendster Erotik Content Provider in Deutschland
zu etablieren.
Datapharm Netsystems - 9-Monatsbericht 2000
Datapharm hat bis zum 30.09.2000 einen Umsatz von 5.772 TDM er-
reicht und somit das fuer 2000 gesteckte Umsatzziel von 6.189 TDM
bereits nach 9 Monaten nahezu erreicht. Weitere erfolgreich ak-
quirierte Projekte sind derzeit in Arbeit und sollen dazu beitra-
gen, dass zum Jahresende die Umsatzziele deutlich ueberschritten
werden. Altaktionaere, die als Vorstaende oder Aufsichtsraete der
Datapharm fungieren, haben sich einer freiwilligen Verlaengerung
der Lock-up-Periode bis zum 30.11.2001 unterworfen.
Eurobike - vorlaeufige Zahlen 99/00
Nach vorlaeufigen Zahlen konnte Eurobike bei einem Anstieg des
Konzernumsatzes um 24,5 % auf 525,6 (422,2) Mio DM das Konzerner-
gebnis vor Steuern um 20,2 % auf 35,1 (29,2) % verbessert werden.
Der Vorstand von Eurobike ist mit der Geschaeftsentwicklung 1999/
2000 sehr zufrieden.
GARANT SCHUH - 3. Quartal 2000
Garant Schuh konnte den Umsatz zum 30.09.2000 um 5,1 % auf
1.575,5 Mio DM steigern. Aufgrund gestiegener Finanzierungskosten
durch die Zinserhoehungen der EZB in den ersten 9 Monaten des
laufenden Jahres verringerte sich der Jahresueberschuss um 6,6 %
auf 3,2 Mio DM. Entsprechend ging das Ergebnis nach DVFA je Aktie
um 6,3 % auf 8,49 DM zurueck. Das EBIT lag mit 14,7 Mio DM um
6,0 % und das EBITDA mit 19,0 Mio DM um 1,3 % ueber dem jeweili-
gen Vorjahreswert.
Greiffenberger - Planzahlen 2000/2001
Der Konzernumsatz 2000 wird sich voraussichtlich um 22 % auf
ueber 129 Mio Euro erhoehen. Der Konzern-Jahresueberschuss wird
sich gegenueber dem guten Vorjahresergebnis von 5,7 Mio Euro
aehnlich steigern. Greiffenberger wird in das Jahr 2001 mit hohen
Auftragsbestaenden gehen und erwartet im Vergleich zu 2000 eine
weitere Umsatzsteigerung um 15 % auf etwa 148 Mio Euro.
Jenoptik - Zahlen 9 Monate 2000
Der Jahresueberschuss der Jenoptik AG lag nach den ersten 9 Mona-
ten mit 57,6 Mio Euro deutlich hoeher als im Vorjahreszeitraum
(-1,3 Mio). Das Betriebsergebnis hat sich in den ersten 9 Monaten
vervierfacht und stieg von 11,9 Mio Euro auf 48,5 Mio Euro. Der
Umsatz des Jenoptik-Konzerns liegt mit 803,6 Mio Euro leicht
unter dem Vorjahreswert (835,7 Mio). Auf vergleichbarer Basis,
d. h. um Desinvestitionen bereinigt, konnte der Umsatz um 17,3 %
zulegen.
IFCO - 3. Quartal 2000
IFCO erzielte im 3. Quartal 2000 nach US-GAAP einen Umsatz von
98,8 Mio USD (Vj.: 38,5 Mio) bei einem Nettoverlust von 9,9 Mio
USD (Vj.: -3,3 Mio). Der Umsatz der ersten 9 Monate des Ge-
schaeftsjahres 2000 betrug 243,7 Mio USD bei einem Verlust von
15,9 Mio USD.
Masterflex - 9-Monatszahlen 2000
Masterflex konnte den Konzernumsatz nach den ersten neun Monaten
2000 um 92,5 % auf 57,8 Mio DM steigern. Das EBIT stieg um 31,0 %
auf 8,7 Mio DM. Beim EBIT-Ergebnis wird ein Wachstum von 36 %
erwartet. Somit wird eine erstmalige Dividendenausschuettung er-
moeglicht.
Medisana - 3. Quartal 2000
Medisana erwirtschaftete vom 1.1. bis 30.9.2000 einen Konzernum-
satz von 35,3 Mio DM (Vj.: 12,5 Mio). Unter Beruecksichtigung der
vielversprechenden Auftragslage erwartet Medisana das Erreichen
des zum Boersengang prognostizierten 55 Mio DM Umsatzes und auch
fuer das Jahr 2001 hohe Steigerungsraten in Umsatz und Ertrag.
MLP - Zahlen 2000
Fuer die Gesamterloese des Konzerns gegenueber dem Vorjahr erwar-
tet MLP eine deutliche Steigerung von ueber 40 %. Das Konzerner-
gebnis vor Steuern soll ebenfalls wie geplant ueber dem Vorjah-
resergebnis liegen, und zwar mit einer Steigerung von ueber 30 %.
Die Konzerntochter MLP Lebensversicherung AG soll bei den Bei-
tragseinnahmen ueber 250 Mio Euro erreichen (Vj.: 169 Mio). Im
Vergleich dazu rechnet die Lebensversicherungsbranche fuer das
laufende Jahr mit einem Wachstum von lediglich 2 bis 2,5 %.
net.IPO - 1. Halbjahr 2000
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesamtnettoertraege aus Pro-
visions-, Finanz- und Zinsgeschaeften um 233 % auf 1,1 Mio Euro.
Dabei konnten die Nettoprovisionsertraege mit 823 TEUR leicht
gesteigert werden. Die operativen Aufwendungen stiegen um 1.578
TEUR auf 2.644 TEUR. Nach Steuern ergibt sich ein Verlust von
1.198 TEUR (Vj.: 761). Unter Einbezug des Gewinn- bzw. Der
Bilanzverlust betraegt 1.186 TEUR (Vj.: 1.531). Die net.IPO er-
wartet, dass Anfang 2001 die Anzahl von Emissionen der Boersen-
kandidaten wieder ansteigen und sich das Neuemissionsgeschaeft
beleben wird.
Nucletron Electronic - positive Ergebnisse
Der konsolidierte Konzernumsatz hat sich bis zum 31.10.2000 um
15,6 % auf 39,7 Mio DM erhoeht. Das EBIT stieg bis zu diesem
Zeitpunkt um + 48,5 % auf 5,35 Mio DM.
Schaltbau Holding - Zahlen 9 Monate 2000
In den ersten neun Monaten 2000 verzeichnete der Verkehrstechnik-
Konzern einen Ueberschuss in Hoehe von 12,1 Mio DM. Im vergleich-
baren Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen noch einen Fehlbe-
trag von 22,7 Mio DM ausweisen. Das EBIT stieg auf 12,9 Mio DM.
1999 hatte es in der Berichtsperiode noch bei minus 10,1 Mio DM
gelegen. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten bei 440,5 Mio
DM (Vj.: 540 Mio).
Sixt - 9-Monatszahlen 2000
Sixt konnte den Gesamtumsatz um 2,8 % auf 3,7 Mrd DM steigern,
das Ergebnis der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit wuchs um
5,3 % auf 66,4 Mio DM. Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich,
dass die angekuendigte Dividendenkontinuitaet eingehalten wird.
tecis Holding - Zwischenbericht
Das Ergebnis der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit erhoehte sich
um 61 % auf 9,2 Mio DM. Der Konzernjahresueberschuss nahm um 63 %
zu und betraegt 4,9 Mio DM. Im Ausblick auf Gesamt-2000 rechnet
tecis mit einem "anhaltend erfreulichen Geschaeftsverlauf" und
einem Jahresueberschuss von 7,5 Mio DM.
Toys International.COM - 1. Halbjahr 2000
Der Gesamtumsatz der abgelaufenen sechs Monate konnte auf 15,05
Mio USD (Vj.: 10,48 Mio) gesteigert werden. Das Ergebnis betraegt
minus 6,29 Mio USD (Vj.: -0,81 Mio). Das Ergebnis pro Aktie be-
laeuft sich auf -0,52 Mio USD (Vj.: -0,08 Mio). Insgesamt be-
treibt Toys International 38 Einzelhandelsgeschaefte in den USA,
einen Weihnachtssonderverkauf in Neuwied sowie drei nationale
Spielwaren-Webseiten in Deutschland, den USA und Frankreich.
Turbon - 3. Quartal 2000
Der konsolidierte Umsatz bei Turbon stieg in den ersten neun
Monaten 2000 um 13 % auf 215,2 Mio DM. Das EBIT erhoehte sich
um 14,7 % auf 9,4 Mio DM. Das Ergebnis der gewoehnlichen Ge-
schaeftstaetigkeit stieg um 19,6 % auf 5,1 Mio DM. Der Konzern-
ueberschuss konnte fuer die ersten 9 Monate 2000 um 33,7 % auf
3,2 Mio DM gesteigert werden. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,86
DM (Vj.: 0,60 DM). Turbon erwartet bei dem Konzernjahresueber-
schuss eine Steigerung um ca. 30 % auf 4,2 Mio DM.
WMF - Zahlen 9 Monate 2000
Die WMF AG hat ihren Umsatz in den 9 Monaten per 30.9.2000 um
2,2 % auf 559,9 Mio DM gesteigert. Das Konzernergebnis der ge-
woehnlichen Geschaeftstaetigkeit lag mit 23,4 Mio DM auf dem
Niveau des Vorjahres. Der Jahresueberschuss verbesserte sich
um 0,8 % auf 12,9 Mio DM.
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14. NACHRICHTEN & RESEARCH
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Deutsche Hyp erhoeht Wertberichtigungen
Am 26. Juli 2000 informierte die Deutsche Hypothekenbank Frank-
furt-Hamburg AG ueber einen aus damaliger Sicht zusaetzlichen
Vorsorgebedarf in Hoehe von rund 200 Mio Euro. Die Konzernrevi-
sion hatte besondere Risiken aus Immobilienfinanzierungen in den
neuen Bundeslaendern aufgedeckt. Im Ergebnis fuehren diese Bewer-
tungsaenderungen und die im weiteren Pruefungsverlauf aufgedeck-
ten Risiken dazu, dass die zusaetzlichen Wertberichtigungen von
den bisher genannten 200 Mio Euro auf 350 Mio Euro erhoeht werden
muessen. Den Gremien der Bank wird nach Abschluss des Geschaefts-
jahres 2000 die Ausschuettung einer unveraenderten Dividende in
Hoehe von 0,62 Euro pro Stueckaktie an die aussenstehenden Aktio-
naere vorgeschlagen.
German Brokers
German Brokers gibt bekannt, dass von den 230.000 Optionsschei-
nen, die im Fruehjahr 2000 ausgegeben wurden, 44.882 Options-
scheine ausgeuebt worden sind. Dadurch fliessen German Brokers
449 TEUR zu. Das Grundkapital erhoeht sich durch den Bezug auf
3 Mio Euro und ist nun in 3.044.882 nennwertlose Stueckaktien
eingeteilt.
Pegasus
Die Verschiebung des Boersengangs der ilas AG auf das naechste
Jahr wird voraussichtlich das Ergebnis der Pegasus Beteiligungen
AG belasten. Der Vorstand rechnet daher fuer das laufende Ge-
schaeftsjahr mit einem Jahresueberschuss in Hoehe von noch
6 Mio DM.
Porsche - Aktiensplit
Porsche schlaegt der Hauptversammlung am 19.1.2001 die Umstellung
auf Stueckaktien vor. Gleichzeitig soll der Nennbetrag des Grund-
kapitals auf Euro umgestellt und mit einem Aktiensplit im Ver-
haeltnis 1:10 verbunden werden. Hierfuer soll nach der Umstellung
auf Stueckaktien das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln auf
89 Mio DM erhoeht und auf den entsprechenden Betrag von 45.5 Mio
Euro umgestellt werden. An die Stelle einer auf den Inhaber lau-
tenden Stueckaktie im rechnerischen Betrag von 26 Euro treten im
Wege des Aktiensplits zehn auf den Inhaber lautende Stueckaktien,
auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 2,60
Euro entfaellt. Diese Umstellung betrifft sowohl die Stamm- als
auch die Vorzugsaktien. Die Anzahl der Aktien erhoeht sich da-
durch von derzeit 1.75 Mio auf 17.5 Mio.
Schneider Laser Technologies
Schneider Laser Technologies, eine 100%-Tochter der Schneider
Technologies AG, Tuerkheim, liefert erste Laser-Projektions-
systeme fuer das neue Sichtsystem AVIOR, bestimmt fuer den Ein-
satz in Flugsimulatoren, an die STN ATLAS Elektronik. Eigenen
Angaben zufolge als einzige Technologie ist das Schneider-System
in der Lage, mittels eines modulierten Laserstrahls ein Bild aus
einer beliebigen Datenquelle auf nahezu jede Oberflaechenstruktur
und Form zu "schreiben". Diesen technologischen Vorsprung hat
sich Schneider Technologies weltweit mit mehr als 300 Patenten
gesichert.
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15. KOOPERATIONEN & JV'S
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Eichborn erweitert Rechtehandel-Aktivitaeten
Eichborn hat zusammen mit der Muenchener Above The Line GmbH und
Ulrike Weis eine gemeinsame Agentur fuer Verfilmungsrechte unter
dem Namen ATL Books GmbH gegruendet. Gesellschafter des neuen
Unternehmens sind mit 10 % Ulrike Weis, mit 29,8 % ATL GmbH sowie
mit 60,2 % Eichborn AG. Schwerpunkt von ATL Books ist insbesonde-
re, die Stoffe der Eichborn AG umfangreicher und ertragswirksamer
im Hinblick auf eine Film- und Fernsehrealisierung auszuwerten.
HWAG kooperiert mit Futura Capitalis
HWAG hat in der Aufsichtsratsitzung letzter Woche ein Konzept zur
Einbringung der Geschaeftsaktivitaeten der Futura Capitalis in
die HWAG vorgelegt. Diesem Konzept hat der Aufsichtsrat zuge-
stimmt. Die Partner bringen insgesamt 7 strategische Beteiligun-
gen und Konzerntoechter sowie ein Beteiligungsportfolio von 16
Unternehmen ein. Die neue Investmentbank soll neben dem Hauptsitz
in Hamburg durch weitere Standorte in Frankfurt, Zuerich, Dues-
seldorf, Berlin und Flensburg vertreten sein.
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16. BANKANALYSEN / Ratings renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit
Sie Ihre Favoriten schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT
BASF halten AC Research
BASF market outperform Hamburgische LB
BASF verkaufen KSK Pinneberg
Beiersdorf mittelfr. Marketperformer AC Research
Continental stattlich bewertet Helaba Trust
Continental uebergewichten Kant VM
DaimlerChrysler aufstocken ABN Amro
DaimlerChrysler halten Standard & Poor's
DaimlerChrysler reduzieren Bankgesellschaft Berlin
DaimlerChrysler Underperformer Merck Finck & Co
DaimlerChrysler widerstandsfaehig M. M. Warburg & CO
Degussa-Huels kaufen ABN Amro
Degussa-Huels Kursziel 38 Euro Dresdner Kleinwort
DePfa downgrade M. M. Warburg & CO
DePfa halten Bankgesellschaft Berlin
DePfa Outperformer WGZ-Bank
DePfa Schaetzungen korrigiert CSFB
Deutsche Bank Marketperformer Merck Finck & Co
Deutsche Bank Outperformer Bankgesellschaft Berlin
Dt. Telekom abwarten KSK Pinneberg
Dt. Telekom kaufenswert Berenberg Bank
Dt. Telekom Kursziel 46 Euro Lehman Brothers
Dt. Telekom Marketperformer Merck Finck & Co
Dt. Telekom reduzieren DG Bank
Dt. Telekom Kursziel 65 Euro M. M. Warburg & CO
Dresdner Bank Recommended List Goldman Sachs
E.ON Gewinnanstieg erwartet Deutsche Bank
Fielmann Outperformer WestLB Panmure
Fresenius Vz. halten Commerzbank
Hannover Rueck Outperformer AC Research
Jenoptik Kurspotential 20-25 % HypoVereinsbank
KarstadtQuelle neutral Bankhaus Reuschel
MAN Marketperformer Goldman Sachs
Metro Marketperformer GZ-Bank
Preussag Marketperformer Merck Finck & Co
RWE Outperformer Merck Finck & Co
Schwarz Pharma Marketperformer WGZ-Bank
Siemens kaufen Lehman Brothers
Siemens Kursziel 170 Euro Lehman Brothers
Sixt Marketperformer WGZ-Bank
Sixt Watchlist BfG Bank
Spar verkaufen Bankgesellschaft Berlin
Stinnes halten CSFB
Stinnes Outperformer AC Research
ThyssenKrupp upgrade Merrill Lynch
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Keine Analyse kann den Anleger von seiner Verpflichtung, aus-
fuehrlich eigenes Research zu betreiben, entbinden. Kein se-
rioeser Analyst kann und will Ihnen das eigene Denken abnehmen.
Auch wir nicht. Der Anleger sollte diese Analysen im Zuge der
Informationsbeschaffung und zur Verbreiterung seiner Wissens-
basis verwenden, sie aber keineswegs als alleinige Ent-
scheidungsgrundlage heranziehen.
Quellen: Aktiencheck, VWD, AFX, OTS, DPA, Institute, eigene
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17. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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Weitere Terminangaben zum Neuen Markt entnehmen
Sie bitte unserem Neuer Markt-Newsletter.
MONTAG, 04.12.2000
Commerzbank AG - Pressekonferenz
Flughafen Frankfurt am Main AG - Pressekonferenz
USA - Neubauverkaeufe 10/00
USA - Fruehindikatoren 10/00
DIENSTAG, 05.12.2000
BEWAG AG - Hauptversammlung
Deutschland - Arbeitsmarktstatistik 11/00
DG Bank - Aufsichtsratsitzung
Escada AG - DVFA-Analysten-, Bilanzpressekonferenz
Koehler & Krenzer Fashion AG - Hauptversammlung
MITTWOCH, 06.12.2000
Deutsche Lufthansa AG - Aufsichtsratsitzung
Kling-Jelko-Dr.Dehmel (KJD)- Ao. Hauptversammlung
Pfleiderer AG - Hauptversammlung
Porsche AG - Bilanzpressekonferenz
Sanacorp. Pharmahandel AG - Hauptversammlung
USA - FED (Fed. Reserve Board) - Beige Book
USA - fertig. Wohnraum, Produktivitaet, Lohnstueckkosten Lobster
DONNERSTAG, 07.12.2000
Deutschland - Industrieproduktion 10/00
E.ON AG - Bericht 3. Quartal
FREITAG, 08.12.2000
USA - Arbeitsmarktstatistik 11/00
Japan - Grosshandelsumsaetze 11/00
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18. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
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Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrleis-
tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen
oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht Informa-
tionen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erachtet. Eine
Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt dieser Infor-
mationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Dieser
Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder auch allgemei-
ne Beratung aufgefasst werden, da wir mittels veroeffentlichter
Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Wei-
terhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass Redaktionsmitglie-
der sich im Besitz von Wertpapieren befinden, ueber die wir im
Rahmen unserer Newsletter oder anderweitig Bericht erstatten.
Leser, die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten
Inhalte Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln vollstaendig auf eigene Gefahr. Die in unseren
Newslettern oder anderweitig damit im Zusammenhang stehenden
Informationen begruenden somit keinerlei Haftungsobligo.
Ausdruecklich weisen wir auf die im Wertpapiergeschaeft immer
vorhandenen erheblichen Risiken hin. Aktieninvestitionen sowie
Optionsscheingeschaefte, der Handel mit derivativen Finanzpro-
dukten als auch Anlagen in Investmentfonds beinhalten das Risiko
enormer Wertverluste. Insbesondere gilt dies auch im Zusammen-
hang mit dem boerslichen und vorboerslichen Handel von Neuemis-
sionen und speziell bei Anlagen in nicht boersennotierte Unter-
nehmen, wie dies bei Venture Capital-Anlagen der Fall ist. Ein
Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann dabei keineswegs
ausgeschlossen werden. Eigenverantwortliche Anlageentscheidungen
im Wertpapiergeschaeft darf der Anleger nur bei eingehender
Kenntnis der Materie in Erwaegung ziehen, in jedem Falle aber
ist die Inanspruchnahme einer persoenlichen Beratung der Haus-
und/oder Depotbank unbedingt zu empfehlen.
1. VEH (wird 2001 von der Tseuerreform stark profitieren), diese Woche wird es Zahlen geben, vielleicht morgen frueh - legendaerer Titel (suche ARIVA)
2. Trintec, gekauft fuer 7,3 Euro - Fairer Wert 20 Euro.
3. wieder ein sehr guter Newsletter:
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A K T I E N - Newsletter
3.Jahrgang - Ausgabe 123 (05.12.2000)
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK - ISSN 1436-4131
Das aktuelle Boersengeschehen per E-Mail
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I N H A L T
MARKT & UMFELD
1. EDITORIAL / Neuer Markt: Belastungsfaktor EM.TV
2. MARKTVERFASSUNG / Tiefstkurse bei vielen Titeln gesehen
3. KONJUNKTUR / Fokus-USA: Rezession oder soft-landing?
4. ENTLASTUNGSINDIZ ZINSSENKUNGEN / Entlastung erwartet
5. THEMENBEZOGENER MARKT / Anlagethemen 2001 im Fokus
6. ZUSAMMENWACHSEN NEW UND OLD ECONOMY / Aufholpotential
7. US-MARKT & WAHLEN / Bush-Sieg konkretisiert sich
MOMENTANALYSEN
8. BAYER AG / Potential: einer unserer DAX-Favoriten 2001
9. LINDE / langfristig aussichtsreich: Hold & Buy-Strategie
10. SAP / spekulativ: fundamental nicht mehr ueberbewertet?
11. ADIDAS / unbegruendete Phantasie oder Neubewertung?
NACHRICHTEN & NEWS
12. ACQUISITIONS & MERGERS
13. ERGEBNISSE & PROGNOSEN
14. NACHRICHTEN & RESEARCH
15. KOOPERATIONEN & JV'S
RUBRIKEN
16. BANKANALYSEN / Ratings - deutsche Standardwerte
17. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, Tradingtermine
18. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
19. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Neuer Markt: Belastungsfaktor EM.TV
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Liebe Leserinnen und Leser,
stark nach unten zog das EM.TV-Debakel den Neuen Markt am
Montag. Wir koennen uns des Eindrucks nicht erwehren, dass
sowohl Analysten als auch Anleger in den letzten Monaten
wider besseren Wissens schlichtweg belogen wurden. Es gibt
gewisse Informationen, die auch von Analysten geglaubt werden
muessen. Wenn am Dienstag vom Unternehmen die Planzahlen noch
bestaetigt wurden - und am Freitag eine drakonische Gewinn-
warnung erfolgte - ist schwer vorstellbar, dass sich in lediglich
drei Tagen Geschehnisse ereigneten, welche eine Reduktion der
Planzahlen von rund einer halben Milliarde DM erforderten.
Inzwischen ist nachvollziehbar, weshalb die eklatante Verlust-
situation vom Unternehmen nicht frueher erkannt werden wollte:
So war die Finanzierung bei Inanspruchnahme der Option auf den
Kauf von weiteren 25 % an der SLEC (Formel 1) in Milliardenhoehe
durch den bereits stark gesunkenen Aktienkurs und den daraus
resultierenden geringeren Unternehmenswert deutlich in Frage
gestellt. Anscheinend hoffte man im Hause Haffa auf eine nach-
haltige Erholung des Neuen Marktes. In diesem Fall haette man die
schlechten Nachrichten portioniert kommunizieren koennen, der
Titel waere unter diesen Voraussetzungen sicherlich etwas
weniger stark unter die Raeder gekommen.
Ob hier wissentlich Falschinformationen lanciert wurden, oder
ob das marode Finanz-Controlling alleinige Schuld traegt, sei
dahingestellt. Fuer ein Unternehmen, das sich bereits mit Walt
Disney vergleicht, ist beides gleichermassen verwerflich. Mit
der Schuldzuweisung des einen auf den mittlerweile entlassenen
anderen Haffa-Bruder gewinnt man das Anlegervertrauen sicher-
lich nicht zurueck. Zwar ist mit dem Kirch-Einstieg das Ueber-
leben des Unternehmens gesichert, das eigentliche Problem
jedoch - das enttaeuschte Anlegervertrauen - ist hierdurch
nicht wiederhergestellt.
Im Gegenteil, auf der Pressekonferenz, deren Live-Uebertragung
bezeichnenderweise vom EM.TV-Vorstand verboten wurde, wurde
wieder Wasser in den Wein gekippt. So war der Neue Finanz-
Vorstand, ueber den Vorstand Haffa sich lobenswert aeusserte,
trotz mehrmaliger Aufforderung nicht in der Lage, die Finanz-
verbindlichkeiten des Unternehmens zu beziffern. Nachtraeglich
kommunizierte EM.TV Finanzverbindlichkeiten in Hoehe von 2,3
Mrd. Auch hat Kirch, der unternehmerische Ziehvater von Haffa,
selbst seine Probleme mit der Transparenz, was so manchen
Analysten in tiefe Verzweiflung stuerzte.
Wir hoffen, dass andere Vorstaende von Unternehmen des Neuen
Marktes aus der ueberaus peinlichen Vorstellung des Unterneh-
mens gelernt haben, wie man das Anlegervertrauen ganz sicher
nicht zurueckgewinnt. Bilanzierung und Buchhaltung sind eine
Bringschuld des Unternehmens. Anleger und insbesondere Ana-
lysten sind gezwungen, gewissen Aussagen des Unternehmens
Glauben zu schenken, ansonsten muesste man Finanzchef des
Unternehmens sein.
Nach unserer Einschaetzung der Sachlage werden demnaechst
Rechtsanwaelte die Ansprueche geschaedigter Aktionaere pruefen
muessen. Zunaechst muss hierbei geprueft werden, inwiefern
der Vorstand fuer den Kursverlust durch fragwuerdige Planung
personell haftbar zu machen ist. So publizierte EM.TV noch
kuerzlich in einer AdHoc-Meldung ein EBIT von 560 Mio DM,
kurze Zeit spaeter sollen es noch lediglich 50 Mio werden,
dies entspricht weniger als einem Zehntel der urspruenglichen
Planung. Da diese Dinge in der Regel nicht vom Himmel fallen,
kann durchaus arglistige Taeuschung vermutet werden.
Dabei muessen auch die Boersenprospekte, die im Rahmen der
Kapitalerhoehung im Jahr 1999 und der diesjaehrigen Anleihe-
emission erstellt wurden, auf unrichtige bzw. fehlende Angaben
geprueft werden. Insbesondere ist auch zu pruefen, ob die Wirt-
schaftspruefer der PwC Deutsche Revision ihre Aufgaben, insbe-
sondere bei der Beurteilung des Lageberichts sowie des Risiko-
managements bei EM.TV, gewissenhaft genug und mit der erforder-
lichen kaufmaennischen Sorgfaltspflicht wahrgenommen haben.
In der letzten Ausgabe unseres Neuer-Markt-Newsletters schrieben
wir, dass wir Handlungsbedarf vom Gesetzgeber, insbesondere bei
der Marktkommunikation sehen. Hierbei wird von einigen Unter-
nehmen mit einer unverfrorenen Dreistigkeit vorgegangen, die
nicht geduldet werden kann. Diese Dinge schaedigen die Mehrzahl
der solide gefuehrten Unternehmen mit ehrlicher Bilanzierung.
Anleger, welche sich geschaedigt fuehlen, sollten den Gang zum
Rechtsanwalt daher nicht scheuen, die Chancen fuer diese Anleger
steigen mit zunehmendem Missbrauch deutlich - denn auch wenn
die gesetzgebenden Instanzen am Kapitalmarkt verstaendlicher-
weise ueberfordert sind, werden sie irgendwann ein Exempel
statuieren, um den groebsten Auswuechsen Einhalt zu gebieten.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice.de
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2. MARKTVERFASSUNG / Tiefstkurse bei vielen Titeln gesehen
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Ganz im Gegensatz zum Neuen Markt beurteilen wir die Chancen im
DAX auf eine Stabilisierung und einen anschliessenden Turnaround
etwas besser. Dabei sehen die DAX-Titel wesentlich besser als
der Index aus, da ausser den Technologiewerten die restlichen
Werte ihre Tiefs voraussichtlich bereits gesehen haben.
Die grossen Krisen bei Einzelwerten bekunden meist das Ende der
Baissephase. Beim DAX war dies DaimlerChrysler, der jedoch
bereits wieder deutlich ueber dem Tiefststand notiert, am Neuen
Markt ist dies EM.TV, bei dem heute der grosse Nackenschlag kam.
DaimlerChrysler koennte in einem etwas entspannteren Marktumfeld
wieder bei ueber 50 Euro notieren, da der Konzern ungeachtet der
Probleme im Hinblick auf das externe Wachstum (Chrysler, Mitsu-
bishi) in langfristiger Hinsicht hervorragend ausgestellt ist. In
spaetestens zwei Jahren wird die Krise ueberwunden sein. Dass der
Kurs dann nicht mehr bei 50 Euro, sondern wesentlich hoeher no-
tieren wird, bedarf keiner weiteren Erlaeuterung.
Derartige Sell-Offs und Krisen bei Einzelwerten deuten meist auf
ein Ende der Baissephase hin. An der Nasdaq gibt es noch rund 10
hochkapitalisierte Werte, die in fundamentaler Hinsicht durchaus
noch etwas Korrekturbedarf aufweisen; die ueberwiegende Mehrzahl
aller Nasdaq-Werte hat die Tiefstkurse jedoch bereits gesehen.
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3. KONJUNKTUR / Fokus-USA: Rezession oder soft-landing?
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Gespannt darf morgen das Taktieren von Alan Greenspan, dem Chef
der US-Notenbanken, verfolgt werden. Klar ist, dass Zinssenkun-
gen bevorstehen. Damit rechnen wir jedoch fruehestens gegen Ende
des ersten Quartals 2001. Fuer Morgen bleibt nur die Frage, ob
er den Maerkten durch Beschwichtigung bereits unter die Arme
greifen, oder ob er das letzte Korrekturpotential bspw. An der
Nasdaq noch ausreizen will.
Fuer seine am 19. Dezember stattfindende Rede im Rahmen der
FED-Zusammenkunft erwarten wir eine vergleichsweise neutrale
Haltung, die im Gegensatz zu der restriktiven Haltung der
Vergangenheit bereits ein erstes sanftes Umlenken indirekt
andeutet. Hierbei wird Greenspan jedoch aeusserst behutsam
vorgehen, denn derzeit ist soviel Liquiditaet aufgestaut,
dass eine klare Aussage Greenspans hinsichtlich kommender
Zinssenkungen sofort eine erhebliche Rallye erzeugen wuerde.
Somit waere ein Grossteil der gesunden Korrektur wieder egali-
siert und die Margin Call-Problematik wuerde sich in einem
schlechteren konjunkturellen Umfeld staerker manifestieren.
Greenspan wird daher aeusserst behutsam taktieren und vorerst
weiterhin auf die zweifellos noch vorhandenen Inflationsrisiken
(Oelpreis, Nahostkonflikt, expansive Geldpolitik von Bush &
Gore...) eingehen.
In psychologischer Hinsicht nimmt in den USA jedoch die Angst
vor einer Rezession zu. Diese Angst ist keineswegs unbegruendet,
da die enorm hohen US-Lagerbestaende bei stark fallender Konsum-
bereitschaft in der Tat bedrohlich wirken.
Die juengsten Konjunkturdaten deuten in den USA zwar nicht
uneingeschraenkt auf eine sanfte Landung der Wirtschaft hin, so
zumindest jedoch auf eine leicht holprige aber weitgehend
kontrollierte Landung. Wir sind sicher, dass sich mit der
ersten Zinssenkung die Aktienmaerkte deutlich positiver
entwickeln werden.
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4. ENTLASTUNGSINDIZ ZINSSENKUNGEN / Entlastung erwartet
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So erhoehte die EZB seit Dezember 99 die Leitzinsen um 2,5 %.
Dass hierbei vor allem die Technologietitel bzw. der Neue Markt
in die Knie geht, sollte nicht verwundern, da gerade diese
Unternehmen einen ausreichenden Finanzierungsspielraum zur
Umsetzung des angestrebten Wachstums benoetigen. Steigen die
Finanzierungskosten, faellt das Wachstum bei erhoehten Kosten
niedriger aus. Hierdurch wiederum verringert sich der Aktien-
kurs und die Moeglichkeit der alternativen Finanzmittelbeschaf-
fung, wie z. B. durch Kapitalmassnahmen, verschlechtert sich ent-
sprechend, wobei insbesondere noch in der Aufbauphase befind-
liche Unternehmen oftmals starke Liquiditaetsprobleme aufweisen.
Dieser Teufelskreis, der fuer staendig sinkende Aktienkurse
verantwortlich ist, wird durch die erste Zinssenkung abrupt
gestoppt, der Umkehrpunkt ist gefunden. Insbesondere werden
hiervon die Technologiewerte profitieren. Da jedoch in vielen
Bereichen aufgrund der weitgehend erfolgten Erstabdeckung der
Nachfrage eine Saettigung des Marktes, begleitet von zunehmen-
der Wettbewerbsintensitaet, eintritt, werden die durch Eupho-
rie und 300%-Wachstumsraten vollkommen aus dem Ruder gelaufenen
Bewertungen mit astronomischen Aktienkursen im Technologiesektor
nicht mehr so schnell erreicht werden.
Der Tech-Sektor hat also durchaus Erholungspotential, die alten
Hoechstkurse werden aber noch lange Zeit Gueltigkeit behalten.
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5. THEMENBEZOGENER MARKT / Anlagethemen 2001 im Fokus
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Positiv am Technologie-Crash ist die hoffentlich vorhaltende
Einsicht der Anleger, dass auch defensivere Werte durchaus
attraktive Entwicklungsperspektiven bieten. So z. B. die
Versorgerbranche (E.ON), Umweltenergien & Technologien, wie
bspw. Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (Linde), die
Pharmabranche, die auch zunehmend von der revolutionaeren Ent-
wicklung in der Biotechnologie profitiert, der Konsumbereich,
der aufgrund von Steuersenkungen und einem weitgehend auf hohem
Niveau stabilen Wirtschaftswachstum in Euroland profitiert etc.
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6. ZUSAMMENWACHSEN NEW UND OLD ECONOMY / Aufholpotential
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Deutlich wird hierbei auch ersichtlich, dass die Old Economy
massgeblich von den Entwicklungen mit tiefgreifender Tragweite
der New Economy profitiert. Allerdings mit einem Unterschied:
Waehrend die Werte der New Economy immense Vorlaufkosten zur
Entwicklung und Etablierung des/der marktreifen Produkts/Dienst-
leistung tragen muss und sich demzufolge meist tief in den Roten
Zahlen bewegen, uebernehmen die Old Economy-Unternehmen die
fertigen Loesungen und Konzepte.
Diese neuen Errungenschaften werden von der Old Economy meist
sofort zur Steigerung der Produktivitaet und zur Realisierung
von Kosteneinsparungspotentialen - bestes Beispiel eBusiness -
genutzt und tragen somit umgehend zur Steigerung der Rentabi-
litaet bei. Im Aktienkurs der Old Economy-Unternehmen spiegelte
sich dies bisher jedoch ungenuegend wider, waehrend die New
Economy-Werte lange Zeit ein Hoch nach dem anderen markierte.
Mittlerweile leiden jedoch viele New Economy-Unternehmen unter
Liquiditaetsproblemen, wobei die Old Economy beherzt zugreift
und sich in diesem Zuge wertvolles Know How und aussichtsreiche
Technologien sichert, deren eigene Entwicklung deutlich hoehere
Opportunitaetskosten verschlungen haette.
An dieser Stelle wird ein Zusammenwachsen von New und Old
Economy deutlich. Insbesondere im Logistiksektor ist diese
Entwicklung offensichtlich und wurde von der Boerse bereits
entsprechend antizipiert.
Dieses Zusammenwachsen wird den traditionellen Unternehmen,
insbesondere im Jahr 2001, neue Entwicklungsperspektiven
eroeffnen, was sich entsprechend in den Aktienkursen wider-
spiegeln wird.
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7. US-MARKT & WAHLEN / Bush-Sieg konkretisiert sich
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Nachdem der US-Supreme Court im Rahmen des Rechtsstreits um die
Nachzaehlung der Stimmen in Florida fuer den republikanischen
Kandidaten George W. Bush entschieden hat und die Nachzaehlung
fuer ungueltig erklaerte - wodurch Bushs Vorsprung wieder auf
ueber 900 Stimmen anstieg - stieg der DJIA zunaechst um 170
Punkte an, und die Nasdaq machte in kuerzester Zeit 2,5 % gut,
buessten dann aber wieder einen Teil der Gewinne ein. Dennoch
liegt eine endgueltige Entscheidung ueber die US-Praesident-
schaftswahlen noch in weiter Ferne; zumindest konkretisiert
sich jedoch ein Bush-Sieg, dem von den Boersen allgemein
favorisierten Kandidaten. Weitere Rechtsverfahren sind jedoch
anhaengig, so dass durchaus noch die Chance besteht, dass Al
Gore gewinnt.
Ein weiteres Mal zeigten sich die High-Techs schwach, waehrend
die zyklischen, defensiven Titel profitierten. Dies ist ein
Bild, das wir bereits aus der Vergangenheit gut kennen. Auch
die Mini-Rallye vom Freitag verlief sehr schnell und wie
erwartet wieder im Sande, da jegliche Erholungsversuche an
der Nasdaq sofort durch kurzfristigste Gewinnmitnahmen im Keim
erstickt wurden. Ein Boden ist noch lange nicht gefunden. Am
Dienstag nach Boersenschluss wird Cisco die weiteren Aussichten
berichten. Zwar wird allgemein mit einem Festhalten an den bis-
herigen Prognosen gerechnet, jedoch ist die Unsicherheit im
Vorfeld gross. Falls Mitte Dezember der neue Praesident fest-
steht, wird sich zeigen, ob dieses im Makrokosmos kaum relevante
Ereignis den Maerkten den heiss ersehnten Twist-Impuls vermit-
teln kann. Weniger risikobereite Anleger sollten diesen
Zeitpunkt jedoch unbedingt abwarten.
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8. BAYER AG / Potential: einer unserer DAX-Favoriten 2001
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KURSHISTORIE
Bereits seit Beginn des Jahres 1999 verkehrt der Titel in einem
langfristigen, uebergeordneten Aufwaertstrend. Die kurzfristige
Schwankungsbreite der aufwaertsgerichteten Tradingrange mit
unterem Widerstand bei rund 43 Euro und oberem Widerstand bei
ca. 53 Euro betraegt dabei bis zu 20 %. Eine kurzfristig starke
Unterstuetzung stellt derzeit die 38-Tageslinie dar, mittel-
fristig erscheint das Rueckschlagspotential in charttechnischer
Hinsicht auf 45 Euro begrenzt (unterer Widerstand der Trading-
range).
CHARTTECHNIK
Anfang Oktober verkehrte der Titel auf Hoehe der unteren Wider-
standslinie bei damals 42 Euro. Bis Beginn November wurde die
obere Widerstandslinie bei knapp 53 Euro kurzfristig erreicht,
durchbrochen wurde sie jedoch nicht. Anschliessend setzte eine
Gegenbewegung ein, die von der bei 48 Euro verlaufenden 38-
Tageslinie (1. Support) aufgehalten wurde. Der Kurs prallte nach
oben ab und entwickelt sich nun wieder in Richtung der oberen
Widerstandslinie, die inzwischen bei rund 55 Euro verlaeuft.
CHART-RATING
Hieraus laesst sich ein prozyklisches Signal mit zumindest
mittlerer Intensitaet ableiten. Sollte es dem Aktienkurs nach-
folgend gelingen, die obere Begrenzungslinie der aufwaertsver-
laufenden Tradingrange signifikant zu durchbrechen (Breakout),
sind aufgrund der sodann zu erwartenden Momentum-Dynamik weitere
Kurszuwaechse absehbar.
Charttechnisch agierende Anleger koennen somit in Betracht
ziehen, dem prozyklischen Kaufsignal zu folgen, oder bei rund
53 Euro eine Stop-Buy-Order zu plazieren.
KURZPORTRAIT
Die geschaeftlichen Aktivitaeten der Bayer AG gliedern sich
im wesentlichen in die 3 Bereiche Gesundheit/Pharma, Kunststoffe
und chemische Produkte, wobei auf den Pharmabereich (Consumer
Care, Pharma, Diagnostika) der hoechste Umsatzanteil entfaellt.
Hierbei verfuegt man bspw. ueber Weltmarken wie Aspirin.
FOKUS FORSCHUNG
Neben dem zyklischen Polymer-Geschaeft generiert vor allem die
zunehmend forschungsorientierte Pharmasparte des Unternehmens
Phantasie. So verkuendete Bayer erst kuerzlich, unter anderem
in die AIDS-Forschung einzusteigen. Erste aussagekraeftige
Resultate bzw. Entwicklungskandidaten aus der HIV-Forschung
erwartet man bereits in cirka zwei Jahren.
Darueber hinaus engagiert sich das Unternehmen neben AIDS in
weiteren neuen Indikationsgebieten, wie z. B. Urologie und neuro-
degenerative Erkrankungen wie Demenz und Parkinson. Somit er-
schliesst sich das Unternehmen ein hohes Marktpotential, da die
neurodegenerativen Krankheiten auf der einen Seite in Anbetracht
des unaufhaltsam steigenden Bevoelkerungsanteils aelterer Men-
schen stark zunehmen und auf der anderen Seite auch die Anzahl
der AIDS-Neuinfektionen sowie Resistenzen unvermindert ansteigt.
Derzeit beschaeftigt die Bayer AG in ihren Forschungslaboratorien
in Europa, Asien und in den USA rund 1.600 Mitarbeiter, die aus-
schliesslich in der Wirkstoffsuche in den verschiedensten
Indikationsgebieten (ZNS, Herz, Arteriosklerose, Krebs, Diabetes,
Fettsucht etc. taetig sind.
AKQUISITIONSPHANTASIEN
Massgeblichen Anteil an der erfreulichen Kursentwicklung des
Papiers nehmen anhaltende Akquisitionsphantasien sowie die
vergleichsweise guenstige Bewertung. So wurde lange Zeit das
schweizerische Pharmaunternehmen als Uebernahmekandidat
gehandelt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 140 Mrd CHF
ist Roche jedoch sicherlich eine Nummer zu gross. Dennoch ver-
fuegt Bayer ueber eine Summe von ueber 35 Mio Euro, die unter
Beruecksichtigung des genehmigten Kapitals fuer Akquisitions-
massnahmen zur Verfuegung stehen.
Somit uebersteigen die zur Verfuegung stehenden Mittel des
Konzerns annaehernd die Marktkapitalisierung, die derzeit
ebenfalls rund 35 Mio Euro betraegt. Insofern erhaelt der
Anleger auf derzeitigem Kursniveau das operative Chemie- und
Pharmageschaeft nahezu gratis.
Diese prall gefuellte Kriegskasse laesst einige bevorstehende
Akquisitionen erwarten. Zwar verneinte der Bayer-Vorstand direkt
bevorstehende Akquisitionen im Rahmen der Ergebnisverkuendung,
an der Boerse erleben wir jedoch tagtaeglich, wie solche Aussagen
zu interpretieren sind.
Da eine groessere Akquisition nur unter Zuhilfenahme eigener
Aktien als Akquisitionswaehrung finanziert werden kann, ist die
derzeitige Bewertung von Bayer im Branchenvergleich zu niedrig.
Demnach duerfte Bayer derzeit besonders daran gelegen sein,
einen Aktienkurs von mindestens 60 Euro zu erzielen. Ob dies
mit Hilfe befreundeter Institute und/oder durch entsprechende
Marktkommunikation geschehen wird, sei dahingestellt.
GESCHAEFTSZAHLEN
Von einer leicht ruecklaeufigen Marge im HealthCare-Bereich
abgesehen setzte sich der positive Geschaeftsverlauf des ersten
Halbjahrs im dritten Quartal des laufenden Geschaeftsjahres 2000
fort. Kumuliert konnte der Umsatz der ersten 9 Monate 2000 um
22 % auf 22,2 Mrd Euro gesteigert werden, wobei rund 40 % der
Umsatzanstiege auf positive Wechselkurseffekte zurueckzufuehren
sind. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um knapp 40 %
auf 1,5 Mrd Euro.
Das operative Ergebnis stieg um 23,2 % auf 2,7 Mrd Euro - um
Sonderposten bereinigt (Desinvestitionen) errechnet sich
eine deutlich ueberproportionale Steigerung um knapp 29 %.
Waehrend der groesste Ergebniszuwachs mit 40 % auf 1,06 Mrd
Euro vor Sondereffekten auf die Gesundheitssparte entfiel,
entwickelte sich das Polymer- und Chemiegeschaeft aufgrund
der merklich gestiegenen Rohstoffpreise mit einem Zuwachs von
jeweils rund 3,5 % verhaltener.
BEWERTUNG
Aufgrund der erfreulichen Geschaeftsentwicklung erhoehen wir
fuer die Jahre 2000e und 2001e die Gewinnschaetzung je Aktie
auf 2,6 bzw. 2,78 Euro, da sich auch die Steuerquote auf 37 %
verringert. Der Titel weist mit einem 2001e-KGV von 18 auch
im Branchenvergleich eine angenehm moderate Bewertung auf. So
uebersteigen die verfuegbaren Mittel inklusive genehmigten
Kapitals annaehernd die Marktkapitalisierung des Unternehmens.
Das operative Pharma- und Chemie-Geschaeft erhaelt der Anleger
somit kostenlos.
AKTIENSERVICE-RATING
In langfristiger Hinsicht impliziert dies attraktives Bewer-
tungspotential. Sollte sich der Konzern, wie gelegentlich ver-
mutet, vom Chemiegeschaeft trennen bzw. die Pharmasparte durch
externes Wachstum verstaerken, besteht weiterer Bewertungsspiel-
raum.
Praesentierte Bayer noch in den 80er Jahren eines der weltweit
fuehrenden Pharmaunternehmen, verlor man in den 90er Jahren durch
zu konservative Strukturen an Boden. Die juengsten Initiativen
des Konzerns zur Refokussierung auf eine forschungsorientierte
Entwicklungstaetigkeit im Pharmabereich mit einem deutlich
ausgeweiteten Engagement unter anderem auch im Bereich biophar-
mazeutische Medikamentenentwicklung dokumentiert das ehrgeizige
Ziel des Konzerns, in der laufenden Dekade wieder zu den welt-
weit fuehrenden Pharmakonzernen aufzusteigen.
Insgesamt betrachten wir Bayer derzeit in kurz- und langfristi-
ger Hinsicht als einen der Dax-Werte mit dem guenstigsten
Chancen-/Risiken-Profil. Ein Engagement kann dem Anleger darauf-
hin nahegelegt werden.
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Kurs-Xetra: 51,07 Euro
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9. LINDE / langfristig aussichtsreich: Hold & Buy-Strategie
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Am 07.11. empfahlen wir die Linde-Aktien bei rund 51 Euro zum
Kauf. Derzeit bei rund 52 Euro notierend, demonstrierte der
Titel Relative Staerke. Inzwischen hat der Konzern auch seine
Neun-Monatszahlen praesentiert, die unsere positive Ein-
schaetzung bestaetigten.
CHARTTECHNIK
In charttechnischer Hinsicht hat sich die positive Indikation
weiter verstaerkt. So bewegt sich der Kurs der Linde-Aktie seit
Anfang Maerz in einer definierten Tradingrange mit einer
Schwankungsbreite von rund 15 % kontinuierlich nach oben.
Bei Ueberwindung der 53-Euro-Marke besteht unmittelbares Kurs-
potential, da dann zum einen ein Ausbruch ueber die obere Wider-
standslinie der aufwaerts verlaufenden Tradingrange erfolgt und
zum anderen der Ausbruch aus einem langfristigen Dreieck nach
oben hin zu beobachten ist.
JUENGSTE ENTWICKLUNG
Auch aufgrund des hohen Oelpreises wird das Engagement des
Konzerns im Bereich der regenerativen Energien entdeckt. Ansatz-
weise rechtfertigt dies durchaus eine Neubewertung des Titels.
Hierbei steht das Engagement des Unternehmens im Bereich der
regenerativen Energien im Vordergrund. Gerade im Bereich Brenn-
stoffzellen-Technik und Wasserstoffproduktion konnte sich das
Unternehmen europaweit und zunehmend auch international
vielversprechend positionieren.
So ist BMW bspw. der Ansicht, dass wasserstoffgetriebene Auto-
mobile bis in zehn Jahren signifikante Marktanteile erreichen.
Auch DaimlerChrysler wendet sich verstaerkt der Forschung in
der Brennstoffzellen-Technik zu und ging zu diesem Zweck
kuerzlich ein Joint Venture in den USA ein.
Dieser Entwicklung liegt der Umstand zugrunde, dass durch ein
elektrolytisches Verfahren Wasser in seine zwei Grundkomponenten
aufgespaltet wird. Durch die Zusammenfuehrung von Wasserstoff
und Sauerstoff entsteht Energie, die bspw. zum Antrieb von
Automobilen genutzt werden kann.
BMW entwickelte bereits eine Wasserstoff-Motorengeneration,
die nahezu serienreif ist. Das Problem liegt umwelttechnisch
zur Zeit noch in der Herstellung von Wasserstoff, wobei Strom
benoetigt wird, der derzeit nur zu einem geringen Anteil aus
regenerativen Energiequellen gewonnen werden kann. Doch laeuft
der Aufbau der Energiegewinnung aus Sonne (Photovoltaik), Wind-
kraft und Biomasse auf Hochtouren, wobei sich der Anteil an
sauberen Energien kontinuierlich erhoeht. Sobald also Wasser-
stoff mit dem Strom aus erneuerbaren Energiequellen preiseffi-
zient gewonnen werden kann, schliesst sich der saubere Energie-
kreislauf.
Bis dahin wird sukzessive das Wasserstoff-Tankstellennetz
flaechendeckend aufgebaut werden. Von dieser Entwicklung wird
Linde, die Brennstoffzellen bzw. Tanks sowie den Wasserstoff
produziert, langfristig profitieren.
WETTBEWERBSPOSITION
In den Kerngeschaeftsbereichen sieht sich Linde europaweit sowie
international vielversprechend positioniert und konnte seit 1994
ein starkes organisches Wachstum demonstrieren, was zunehmend um
externes Wachstum erweitert wird. Als Anbieter im Industrie-
gasgeschaeft bekleidet man weltweit Rang Nr. 4, mit den Anlagen-
bauaktivitaeten Nr. 1. Bei der Foerdertechnik fiel man nach
einer Uebernahme von Nacco (US) auf Rang 2 zurueck. In der
Kaeltetechnik ist man europaweit die Nummer 1 und weltweit der
zweitgroesste Anbieter.
BEWERTUNG & PROGNOSEN
Durch die Uebernahme des schwedischen Gasproduzenten AGA, mit
dem man weltweit zum viertgroessten Anbieter im Bereich
Industriegase avancierte, entstehen voraussichtlich Goodwill-
Abschreibungen von rund 2,5 Mrd Euro. Um diese Effekte bereinigt,
erwarten wir auf Basis 2001e ein KGV von 13, inkl. Goodwill 16.
AKTIENSERVICE-RATING
Sowohl die Bewertung des Konzerns mit einem 2001e-KGV von 13
(2001e-KGV inkl. Goodwill: 16) als auch das zukunftstraechtige
Engagement im Bereich der regenerativen Energien lassen noch
Bewertungsspielraum erkennen. Linde wird als fuehrend positio-
niertes Unternehmen im Bereich Wasserstoff & Industriegase in
den naechsten Jahren von der kontinuierlich steigenden Nachfrage
ueberproportional profitieren. Da wasserstoff-betriebene KFZ
sich sukzessive, signifikant jedoch erst in 5-10 Jahren durch-
setzen werden - ebenso steckt im Bereich Industriegase erheb-
liches Potential, das sich jedoch erst in einigen Jahren voll
entfalten wird - sollte eine Investition ebenso langfristig
ausgerichtet werden. Bei Linde greift die Kostolany-Maxime in
praedestinierter Manier: Kaufen, dann schlafen und schlafen...
LINDE
WKN: 648 300
Kurs Xetra: 51,75
Empf. Stop-Loss: 47,5 Euro
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10. SAP / spekulativ: fundamental nicht mehr ueberbewertet?
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Anfang Juli rieten wir bei SAP bei 220 Euro zum Einstieg. Bis
Beginn September entwickelte sich der Titel ungemein erfreulich,
so dass wir bei rund 300 Euro Anfang September den Titel wieder
zum Verkauf empfahlen. Dies stellte sich nachtraeglich als gold-
richtig heraus, der Titel halbierte sich seitdem annaehernd.
Wir rieten damals zum Ausstieg, da wir zum einen eine schwache
Entwicklung fuer den Technologiesektor befuerchteten und zum
anderen die Bewertung von SAP als deutlich ueberhoeht empfanden.
Nach einem Kursverfall von knapp 50 % ist letzterer Belastungs-
faktor nun nicht mehr als dramatisch zu betrachten. So ist SAP
derzeit mit einem konservativ veranschlagten 2001e-KGV von 55
nicht mehr so viel hoeher als mancher Old Economy- und Konsum-
Titel bewertet.
Ungeachtet der deutlich ermaessigten Bewertung gehen wir jedoch
nicht davon aus, dass der Titel kurzfristig wieder ueber 200
Euro steigt. Weiterhin leidet der Walldorfer Software-Konzern
unter der anhaltenden Schwaeche der Technologieaktien und unter
Befuerchtungen hinsichtlich des zunehmenden Wettbewerbs bei der
Anwendungs-Software.
Eine Anlageentscheidung kann demnach nur aufgrund von lang-
fristigen, fundamental ausgerichteten Beweggruenden erfolgen,
da auch weiterhin fraglich erscheint, inwiefern der Technologie-
Sektor sich erholen kann oder ob die Umschichtung in defensive
Werte sich fortsetzt.
Extrem unter Druck geriet der Titel, nachdem das US-Brokerhaus
Salomon Smith Barney das Kursziel der SAP-Aktien auf umgerechnet
125 Euro senkte. Binnen weniger Tage verlor der Titel daraufhin
auf bis zu 150 Euro. SSB zeigte sich gegenueber der New Dimen-
sions Applications des Unternehmens wenig positiv und auch die
Wachstumsprognose des Konzerns erachtete man als zu ambitioniert.
Das Unternehmen ist derzeit mit 22.000 Mitarbeitern in 50 Laen-
dern vertreten. Fundamental kritisch wird hin und wieder am
Markt bemerkt, dass SAP ein Ein-Produkt-Unternehmen sei. Dies
ist simplifiziert zwar nicht unzutreffend, SAP war jedoch
seit jeher ein Ein-Produktunternehmen (SAP-2, SAP/R3 und nun
my.Sap.com), ferner diversifiziert und erweitert man zunehmend
das Anwendungsspektrum der ERP-Software und adressiert neue
Maerkte (China).
Konservativ veranschlagt, erwarten wir ein Umsatzwachstum von
rund 20 % p. a. fuer die naechsten 5 Jahre. Angesichts der bis-
herigen Steigerungsraten, die wesentlich hoeher ausfielen,
erscheint uns diese Wachstumsrate realistisch, womit Belastungs-
faktoren wie zunehmende Wettbewerbsintensitaet und sukzessive
Marktsaettigung genuegend beruecksichtigt sein duerften.
Fuer 2001e erwarten wir - konservativ veranschlagt - einen
Gewinn je Aktie in Hoehe von 2,9 Euro. Der Titel ist somit mit
einem 2001e-KGV von 55 zwar nicht unbedingt guenstig bewertet,
in Anbetracht der erwarteten Gewinnsteigerungsraten von zumin-
dest 40 % hat sich die bisherige Ueberbewertung jedoch auf ein
durchaus ertraegliches Mass abgebaut. Mit einem KGV von 55 auf
Basis des folgenden Geschaeftsjahres ist der Titel sogar histo-
risch guenstig bewertet, wobei die PEG-Ratio nur unwesentlich
ueber 1 liegt. Den Umsatz erwarten wir in 2001e bei 7,3 Mrd DM.
In Anbetracht der weitgehend abgebauten Ueberbewertung kann der
langfristig ausgerichtete Anleger vorsichtig erste Positionen
aufbauen, wobei ein Engagement Investoren mit hoeherer Risiko-
bereitschaft vorbehalten bleibt. Etwas weniger mutige Anleger
sollten eine Bodenbildung abwarten. So ist der mittelfristige
Abwaertstrend der Aktie derzeit noch nicht intakt. Positive
Impulse koennten auch von einem robusten Ergebnis fuer das
vierte Quartal ausgehen. Allerdings sind hier auch zunaechst
moderate Zahlen sowie ein weniger erfreulicher Ausblick im
Rahmen der Ergebnisverkuendung moeglich. Hierbei wird nochmals
deutlich, dass der Titel sich lediglich fuer spekulative Anleger
mit ausreichendem Zeithorizont eignet.
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11. ADIDAS / unbegruendete Phantasie oder Neubewertung?
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Anfang Mai empfahlen wir die Adidas-Salomon-Aktien bei rund 60
Euro zum Kauf. Ungeachtet hoher Volatilitaeten (52-65 Euro) hat
das Papier vor allem in den letzten Wochen eine hohe Relative
Staerke bewiesen. Derzeit bei 66 Euro notierend, gewann das
Papier seit unserer Empfehlung rund 10 % hinzu, waehrend der DAX
im gleichen Zeitraum knapp 13 % abgab. Anleger sollten die Out-
performance zum DAX von ueber 20 % nun durch restriktive Limit-
technik absichern, da sich die fundamentalen Aussichten unserer
Ansicht nach ungeachtet der juengsten Phantasieschuebe weniger
erfreulich als der Aktienkurs entwickeln.
So konnte der Umsatz im Neun-Monatszeitraum um 7 % gesteigert
werden, das Betriebsergebnis reduzierte sich jedoch zweistellig.
Und auch der Gewinn der Aktie wird sich um rund 20 % reduzieren,
was vom Management auch in dieser Form zuvor kommuniziert wurde.
In 2001e ist unter Umstaenden wieder mit einem Gewinn auf dem
Niveau des Jahres 1999 zu rechnen.
Sehr langfristig ausgerichtete Anleger koennen aufgrund der
moderaten Bewertung des Titels dennoch investiert bleiben, der
Rausschmiss aus dem DAX wird dem Titel zwar zusetzen, ein lang-
fristiges, fundamentales Verkaufsargument ist dies jedoch nicht.
So weist der Titel bei einer Marktkapitalisierung von lediglich
3 Mrd Euro einen Umsatz von ueber 5 Mrd Euro aus. Geht man bei
konservativer Schaetzung von einem Gewinn je Aktie von 5,07 Euro
in 2001e aus, ist der Titel mit einem 2001e-KGV von 13 moderat
bewertet.
Von uebergeordneter Bedeutung hingegen ist das US-Geschaeft.
Doch gerade auf diesem wichtigen Markt sieht man sich enormen
Schwierigkeiten ausgesetzt. Zwar konnte man in den USA im 3.
Quartal erstmals einen Umsatzzuwachs im laufenden Jahr erzielen,
eine Trendwende bedeutet dies jedoch nicht. Darueber hinaus
wurde der Umsatzzuwachs allein von Regionen ausserhalb der USA
getragen, wie z. B. Asien (+ 33 %).
Der weiteren Entwicklung des Unternehmens sehen wir zunaechst
mit gemischten Gefuehlen entgegen. Zwar traegt das Kostenein-
sparungsprogramm bereits erste Fruechte, jedoch erscheint die
Expansion in den USA - wenn ueberhaupt - nur sehr langsam in
Gang zu kommen. Zusaetzlich koennen die Einsparungen die
negativen Wechselkurse derzeit nicht kompensieren.
Da die USA einen der bedeutendsten Kernmaerkte repraesentiert,
sehen wir hierbei ein gewisses Risiko, da ein absatzstarker
Golfschlaeger noch kein gefestigtes Absatzprofil bedeutet und
somit die Phantasie, die den Titel juengst befluegelte, auf
toenernen Fuessen steht. Ferner sehen wir beim Euro zwar Erho-
lungspotential, kurz- und mittelfristig werden die negativen
Wechselkurseffekte die Betriebskosten jedoch weiterhin negativ
beeinflussen, was sich im Ergebnis entsprechend bemerkbar machen
wird.
Wir befuerchten, dass Adidas Salomon im Maerz der Deutschen Post
im DAX weichen muss. Ferner befuerchten wir, dass dies kurz- und
mittelfristig mit Kursverlusten einhergehen wird. Das Engagement
der indexorientierten Fonds darf nicht vernachlaessigt werden,
dies hat sich in der Vergangenheit mehrfach gezeigt. Wir emp-
fehlen daher, den Titel mit einem restriktiven Stop-Loss zu
versehen, um zum einen bisherige Gewinne zu sichern und zum
anderen um sich vor eventuell bevorstehenden Verlusten zu
schuetzen.
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12. ACQUISITIONS & MERGERS
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effeff Fritz Fuss uebernimmt ROFU
Die effeff Fritz Fuss wird zum 01.01.2001 die ROFU AG, Schweiz,
uebernehmen. Das Schweizer Unternehmen vertreibt Tueroeffner,
Flaechenhaftmagnete und Zutrittskontrollsysteme vornehmlich in
der Schweiz und in Deutschland. Weiter hat effeff die australi-
sche Vertriebsgesellschaft PADDE mit Wirkung vom 01.10.2000 er-
worben. Unter dem Markennamen PADDE vertreibt die Firma exklusiv
die Produkte der australischen effeff Tochtergesellschaft Trimec.
Durch die Akquisition der ROFU AG in der Schweiz und der Firma
PADDE in Australien hat effeff seine fuehrende Position im elek-
tromechanischen Bereich weiter ausgebaut.
Rheinmetall - Uebernahmeangebot
Rheinmetall wird den Aktionaeren der Jagenberg ein freiwilliges
oeffentliches Uebernahmeangebot fuer alle ausstehenden Vorzugs-
aktien machen. Rheinmetall bietet fuer eine Vorzugsaktie der
Jagenberg 2,30 Euro. Rheinmetall haelt als Mehrheitsaktionaer
rund 86 % des Stimmrechtsanteils an der Jagenberg bzw. 52 % des
Grundkapitals von 51,2 Mio Euro und hat sich zu einem freiwilli-
gen Uebernahmeangebot entschlossen, weil potentielle Finanzin-
vestoren eigenem Bekunden nach vor allem Interesse an einer
100prozentigen Uebernahme haetten.
Salamander
Nach Abschluss des oeffentlichen Kaufangebots am 19.11. an die
aussenstehenden Aktionaere der APCOA Parking AG, verfuegt Sala-
mander ueber 98,5 % (vorher 76,9 %) an Europas groesstem Parking-
unternehmen. APCOA bewirtschaftet derzeit an rund l.000 Stand-
orten europaweit ueber 500.000 Stellplaetze an Flughaefen, Messen
und Veranstaltungszentren. An der DIW SourceLine, einem 1998
gegruendeten Gemeinschaftsunternehmen von Salamander und Freuden-
berg & Co, uebernahm Salamander mit sofortiger Wirkung weitere
0,1 % der Geschaeftsanteile und hat nun mit 50,1 % auch die un-
ternehmerische Fuehrung.
Value Management - Fusion mit Knorr Capital ausgesetzt
Value (VMR) und Knorr Capital Partners (KCP) werden ihre Fusion
aufgrund der Kursentwicklung beider Gesellschaften nicht durch-
fuehren. Aus Sicht der Vorstaende spiegelt die aktuelle Bewertung
beider Unternehmen die chancenreiche Position im Venture Capital-
und Finanzdienstleistungsgeschaeft in keiner Weise wider. Es ist
konkret beabsichtigt, dass sich Knorr an der VEM Virtuelles Emis-
sionshaus AG massgeblich beteiligt. Derzeit haelt Value an der
Wertpapierhandelsbank 60,3 % des Kapitals. Ausserdem wurde der
Aufbau einer gemeinsamen Gesellschaft beschlossen, die Private
Equity-Fondsprodukte in Zusammenarbeit mit namhaften Finanz-
dienstleistern anbieten wird.
Valora Effekten Handel beteiligt sich an Allegro Future
Valora Effekten Handel hat sich mit 15,1 % am Grundkapital von
562.500 Euro der AllergoFuture AG, Stuttgart, beteiligt. Mit der
innovativen zellulaeren Allergiediagnostik "AllergoCell" der
Allergo lassen sich eigenen Aussagen zufolge fast alle Ursachen
mit ueber 90 % Trefferquote ermitteln.
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13. ERGEBNISSE & PROGNOSEN
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Arndt - 9-Monatszahlen 2000
Arndt erwirtschaftete in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres
Umsatzerloese in Hoehe von 62,3 Mio DM, gegenueber 54,6 Mio DM im
gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit 3,7 Mio DM konnte Arndt ein
Unternehmensergebnis erwirtschaften, dass um 0,9 Mio DM ueber dem
Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums liegt.
Allbecon - 9-Monatszahlen 2000
Der Auslandsanteil des in den ersten 9 Monaten mit 54,3 Mio DM
erzielten Umsatzes lag um 63,9 % hoeher als vor Jahresfrist,
waehrend er im Inland um 21,2 % auf 132,9 Mio DM stieg. Der Ge-
samtumsatz des Konzerns legte um 31,1 % auf 187,2 Mio DM zu. So
erhoehte sich der Auslandsanteil am Konzernumsatz weiter auf
29 %. Das EBIT konnte um 5,8 % auf 15,2 Mio DM erhoeht werden,
waehrend im Deutschland-Geschaeft eine Ergebniszunahme um 18,2 %
auf 14,5 Mio DM erzielt wurde.
Beate Uhse - 9-Monatsbericht 2000
Die von Januar bis September erwirtschafteten Umsatzerloese stie-
gen gegenueber der Vorjahresperiode um rund 35 % auf 222,9 Mio
DM. Das Ergebnis vor Steuern erhoehte sich um knapp 45 % auf
19,2 Mio DM. Der Konzern ist bestrebt, sich in den naechsten
Monaten als bedeutendster Erotik Content Provider in Deutschland
zu etablieren.
Datapharm Netsystems - 9-Monatsbericht 2000
Datapharm hat bis zum 30.09.2000 einen Umsatz von 5.772 TDM er-
reicht und somit das fuer 2000 gesteckte Umsatzziel von 6.189 TDM
bereits nach 9 Monaten nahezu erreicht. Weitere erfolgreich ak-
quirierte Projekte sind derzeit in Arbeit und sollen dazu beitra-
gen, dass zum Jahresende die Umsatzziele deutlich ueberschritten
werden. Altaktionaere, die als Vorstaende oder Aufsichtsraete der
Datapharm fungieren, haben sich einer freiwilligen Verlaengerung
der Lock-up-Periode bis zum 30.11.2001 unterworfen.
Eurobike - vorlaeufige Zahlen 99/00
Nach vorlaeufigen Zahlen konnte Eurobike bei einem Anstieg des
Konzernumsatzes um 24,5 % auf 525,6 (422,2) Mio DM das Konzerner-
gebnis vor Steuern um 20,2 % auf 35,1 (29,2) % verbessert werden.
Der Vorstand von Eurobike ist mit der Geschaeftsentwicklung 1999/
2000 sehr zufrieden.
GARANT SCHUH - 3. Quartal 2000
Garant Schuh konnte den Umsatz zum 30.09.2000 um 5,1 % auf
1.575,5 Mio DM steigern. Aufgrund gestiegener Finanzierungskosten
durch die Zinserhoehungen der EZB in den ersten 9 Monaten des
laufenden Jahres verringerte sich der Jahresueberschuss um 6,6 %
auf 3,2 Mio DM. Entsprechend ging das Ergebnis nach DVFA je Aktie
um 6,3 % auf 8,49 DM zurueck. Das EBIT lag mit 14,7 Mio DM um
6,0 % und das EBITDA mit 19,0 Mio DM um 1,3 % ueber dem jeweili-
gen Vorjahreswert.
Greiffenberger - Planzahlen 2000/2001
Der Konzernumsatz 2000 wird sich voraussichtlich um 22 % auf
ueber 129 Mio Euro erhoehen. Der Konzern-Jahresueberschuss wird
sich gegenueber dem guten Vorjahresergebnis von 5,7 Mio Euro
aehnlich steigern. Greiffenberger wird in das Jahr 2001 mit hohen
Auftragsbestaenden gehen und erwartet im Vergleich zu 2000 eine
weitere Umsatzsteigerung um 15 % auf etwa 148 Mio Euro.
Jenoptik - Zahlen 9 Monate 2000
Der Jahresueberschuss der Jenoptik AG lag nach den ersten 9 Mona-
ten mit 57,6 Mio Euro deutlich hoeher als im Vorjahreszeitraum
(-1,3 Mio). Das Betriebsergebnis hat sich in den ersten 9 Monaten
vervierfacht und stieg von 11,9 Mio Euro auf 48,5 Mio Euro. Der
Umsatz des Jenoptik-Konzerns liegt mit 803,6 Mio Euro leicht
unter dem Vorjahreswert (835,7 Mio). Auf vergleichbarer Basis,
d. h. um Desinvestitionen bereinigt, konnte der Umsatz um 17,3 %
zulegen.
IFCO - 3. Quartal 2000
IFCO erzielte im 3. Quartal 2000 nach US-GAAP einen Umsatz von
98,8 Mio USD (Vj.: 38,5 Mio) bei einem Nettoverlust von 9,9 Mio
USD (Vj.: -3,3 Mio). Der Umsatz der ersten 9 Monate des Ge-
schaeftsjahres 2000 betrug 243,7 Mio USD bei einem Verlust von
15,9 Mio USD.
Masterflex - 9-Monatszahlen 2000
Masterflex konnte den Konzernumsatz nach den ersten neun Monaten
2000 um 92,5 % auf 57,8 Mio DM steigern. Das EBIT stieg um 31,0 %
auf 8,7 Mio DM. Beim EBIT-Ergebnis wird ein Wachstum von 36 %
erwartet. Somit wird eine erstmalige Dividendenausschuettung er-
moeglicht.
Medisana - 3. Quartal 2000
Medisana erwirtschaftete vom 1.1. bis 30.9.2000 einen Konzernum-
satz von 35,3 Mio DM (Vj.: 12,5 Mio). Unter Beruecksichtigung der
vielversprechenden Auftragslage erwartet Medisana das Erreichen
des zum Boersengang prognostizierten 55 Mio DM Umsatzes und auch
fuer das Jahr 2001 hohe Steigerungsraten in Umsatz und Ertrag.
MLP - Zahlen 2000
Fuer die Gesamterloese des Konzerns gegenueber dem Vorjahr erwar-
tet MLP eine deutliche Steigerung von ueber 40 %. Das Konzerner-
gebnis vor Steuern soll ebenfalls wie geplant ueber dem Vorjah-
resergebnis liegen, und zwar mit einer Steigerung von ueber 30 %.
Die Konzerntochter MLP Lebensversicherung AG soll bei den Bei-
tragseinnahmen ueber 250 Mio Euro erreichen (Vj.: 169 Mio). Im
Vergleich dazu rechnet die Lebensversicherungsbranche fuer das
laufende Jahr mit einem Wachstum von lediglich 2 bis 2,5 %.
net.IPO - 1. Halbjahr 2000
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesamtnettoertraege aus Pro-
visions-, Finanz- und Zinsgeschaeften um 233 % auf 1,1 Mio Euro.
Dabei konnten die Nettoprovisionsertraege mit 823 TEUR leicht
gesteigert werden. Die operativen Aufwendungen stiegen um 1.578
TEUR auf 2.644 TEUR. Nach Steuern ergibt sich ein Verlust von
1.198 TEUR (Vj.: 761). Unter Einbezug des Gewinn- bzw. Der
Bilanzverlust betraegt 1.186 TEUR (Vj.: 1.531). Die net.IPO er-
wartet, dass Anfang 2001 die Anzahl von Emissionen der Boersen-
kandidaten wieder ansteigen und sich das Neuemissionsgeschaeft
beleben wird.
Nucletron Electronic - positive Ergebnisse
Der konsolidierte Konzernumsatz hat sich bis zum 31.10.2000 um
15,6 % auf 39,7 Mio DM erhoeht. Das EBIT stieg bis zu diesem
Zeitpunkt um + 48,5 % auf 5,35 Mio DM.
Schaltbau Holding - Zahlen 9 Monate 2000
In den ersten neun Monaten 2000 verzeichnete der Verkehrstechnik-
Konzern einen Ueberschuss in Hoehe von 12,1 Mio DM. Im vergleich-
baren Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen noch einen Fehlbe-
trag von 22,7 Mio DM ausweisen. Das EBIT stieg auf 12,9 Mio DM.
1999 hatte es in der Berichtsperiode noch bei minus 10,1 Mio DM
gelegen. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten bei 440,5 Mio
DM (Vj.: 540 Mio).
Sixt - 9-Monatszahlen 2000
Sixt konnte den Gesamtumsatz um 2,8 % auf 3,7 Mrd DM steigern,
das Ergebnis der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit wuchs um
5,3 % auf 66,4 Mio DM. Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich,
dass die angekuendigte Dividendenkontinuitaet eingehalten wird.
tecis Holding - Zwischenbericht
Das Ergebnis der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit erhoehte sich
um 61 % auf 9,2 Mio DM. Der Konzernjahresueberschuss nahm um 63 %
zu und betraegt 4,9 Mio DM. Im Ausblick auf Gesamt-2000 rechnet
tecis mit einem "anhaltend erfreulichen Geschaeftsverlauf" und
einem Jahresueberschuss von 7,5 Mio DM.
Toys International.COM - 1. Halbjahr 2000
Der Gesamtumsatz der abgelaufenen sechs Monate konnte auf 15,05
Mio USD (Vj.: 10,48 Mio) gesteigert werden. Das Ergebnis betraegt
minus 6,29 Mio USD (Vj.: -0,81 Mio). Das Ergebnis pro Aktie be-
laeuft sich auf -0,52 Mio USD (Vj.: -0,08 Mio). Insgesamt be-
treibt Toys International 38 Einzelhandelsgeschaefte in den USA,
einen Weihnachtssonderverkauf in Neuwied sowie drei nationale
Spielwaren-Webseiten in Deutschland, den USA und Frankreich.
Turbon - 3. Quartal 2000
Der konsolidierte Umsatz bei Turbon stieg in den ersten neun
Monaten 2000 um 13 % auf 215,2 Mio DM. Das EBIT erhoehte sich
um 14,7 % auf 9,4 Mio DM. Das Ergebnis der gewoehnlichen Ge-
schaeftstaetigkeit stieg um 19,6 % auf 5,1 Mio DM. Der Konzern-
ueberschuss konnte fuer die ersten 9 Monate 2000 um 33,7 % auf
3,2 Mio DM gesteigert werden. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,86
DM (Vj.: 0,60 DM). Turbon erwartet bei dem Konzernjahresueber-
schuss eine Steigerung um ca. 30 % auf 4,2 Mio DM.
WMF - Zahlen 9 Monate 2000
Die WMF AG hat ihren Umsatz in den 9 Monaten per 30.9.2000 um
2,2 % auf 559,9 Mio DM gesteigert. Das Konzernergebnis der ge-
woehnlichen Geschaeftstaetigkeit lag mit 23,4 Mio DM auf dem
Niveau des Vorjahres. Der Jahresueberschuss verbesserte sich
um 0,8 % auf 12,9 Mio DM.
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14. NACHRICHTEN & RESEARCH
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Deutsche Hyp erhoeht Wertberichtigungen
Am 26. Juli 2000 informierte die Deutsche Hypothekenbank Frank-
furt-Hamburg AG ueber einen aus damaliger Sicht zusaetzlichen
Vorsorgebedarf in Hoehe von rund 200 Mio Euro. Die Konzernrevi-
sion hatte besondere Risiken aus Immobilienfinanzierungen in den
neuen Bundeslaendern aufgedeckt. Im Ergebnis fuehren diese Bewer-
tungsaenderungen und die im weiteren Pruefungsverlauf aufgedeck-
ten Risiken dazu, dass die zusaetzlichen Wertberichtigungen von
den bisher genannten 200 Mio Euro auf 350 Mio Euro erhoeht werden
muessen. Den Gremien der Bank wird nach Abschluss des Geschaefts-
jahres 2000 die Ausschuettung einer unveraenderten Dividende in
Hoehe von 0,62 Euro pro Stueckaktie an die aussenstehenden Aktio-
naere vorgeschlagen.
German Brokers
German Brokers gibt bekannt, dass von den 230.000 Optionsschei-
nen, die im Fruehjahr 2000 ausgegeben wurden, 44.882 Options-
scheine ausgeuebt worden sind. Dadurch fliessen German Brokers
449 TEUR zu. Das Grundkapital erhoeht sich durch den Bezug auf
3 Mio Euro und ist nun in 3.044.882 nennwertlose Stueckaktien
eingeteilt.
Pegasus
Die Verschiebung des Boersengangs der ilas AG auf das naechste
Jahr wird voraussichtlich das Ergebnis der Pegasus Beteiligungen
AG belasten. Der Vorstand rechnet daher fuer das laufende Ge-
schaeftsjahr mit einem Jahresueberschuss in Hoehe von noch
6 Mio DM.
Porsche - Aktiensplit
Porsche schlaegt der Hauptversammlung am 19.1.2001 die Umstellung
auf Stueckaktien vor. Gleichzeitig soll der Nennbetrag des Grund-
kapitals auf Euro umgestellt und mit einem Aktiensplit im Ver-
haeltnis 1:10 verbunden werden. Hierfuer soll nach der Umstellung
auf Stueckaktien das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln auf
89 Mio DM erhoeht und auf den entsprechenden Betrag von 45.5 Mio
Euro umgestellt werden. An die Stelle einer auf den Inhaber lau-
tenden Stueckaktie im rechnerischen Betrag von 26 Euro treten im
Wege des Aktiensplits zehn auf den Inhaber lautende Stueckaktien,
auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 2,60
Euro entfaellt. Diese Umstellung betrifft sowohl die Stamm- als
auch die Vorzugsaktien. Die Anzahl der Aktien erhoeht sich da-
durch von derzeit 1.75 Mio auf 17.5 Mio.
Schneider Laser Technologies
Schneider Laser Technologies, eine 100%-Tochter der Schneider
Technologies AG, Tuerkheim, liefert erste Laser-Projektions-
systeme fuer das neue Sichtsystem AVIOR, bestimmt fuer den Ein-
satz in Flugsimulatoren, an die STN ATLAS Elektronik. Eigenen
Angaben zufolge als einzige Technologie ist das Schneider-System
in der Lage, mittels eines modulierten Laserstrahls ein Bild aus
einer beliebigen Datenquelle auf nahezu jede Oberflaechenstruktur
und Form zu "schreiben". Diesen technologischen Vorsprung hat
sich Schneider Technologies weltweit mit mehr als 300 Patenten
gesichert.
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15. KOOPERATIONEN & JV'S
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Eichborn erweitert Rechtehandel-Aktivitaeten
Eichborn hat zusammen mit der Muenchener Above The Line GmbH und
Ulrike Weis eine gemeinsame Agentur fuer Verfilmungsrechte unter
dem Namen ATL Books GmbH gegruendet. Gesellschafter des neuen
Unternehmens sind mit 10 % Ulrike Weis, mit 29,8 % ATL GmbH sowie
mit 60,2 % Eichborn AG. Schwerpunkt von ATL Books ist insbesonde-
re, die Stoffe der Eichborn AG umfangreicher und ertragswirksamer
im Hinblick auf eine Film- und Fernsehrealisierung auszuwerten.
HWAG kooperiert mit Futura Capitalis
HWAG hat in der Aufsichtsratsitzung letzter Woche ein Konzept zur
Einbringung der Geschaeftsaktivitaeten der Futura Capitalis in
die HWAG vorgelegt. Diesem Konzept hat der Aufsichtsrat zuge-
stimmt. Die Partner bringen insgesamt 7 strategische Beteiligun-
gen und Konzerntoechter sowie ein Beteiligungsportfolio von 16
Unternehmen ein. Die neue Investmentbank soll neben dem Hauptsitz
in Hamburg durch weitere Standorte in Frankfurt, Zuerich, Dues-
seldorf, Berlin und Flensburg vertreten sein.
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16. BANKANALYSEN / Ratings renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit
Sie Ihre Favoriten schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT
BASF halten AC Research
BASF market outperform Hamburgische LB
BASF verkaufen KSK Pinneberg
Beiersdorf mittelfr. Marketperformer AC Research
Continental stattlich bewertet Helaba Trust
Continental uebergewichten Kant VM
DaimlerChrysler aufstocken ABN Amro
DaimlerChrysler halten Standard & Poor's
DaimlerChrysler reduzieren Bankgesellschaft Berlin
DaimlerChrysler Underperformer Merck Finck & Co
DaimlerChrysler widerstandsfaehig M. M. Warburg & CO
Degussa-Huels kaufen ABN Amro
Degussa-Huels Kursziel 38 Euro Dresdner Kleinwort
DePfa downgrade M. M. Warburg & CO
DePfa halten Bankgesellschaft Berlin
DePfa Outperformer WGZ-Bank
DePfa Schaetzungen korrigiert CSFB
Deutsche Bank Marketperformer Merck Finck & Co
Deutsche Bank Outperformer Bankgesellschaft Berlin
Dt. Telekom abwarten KSK Pinneberg
Dt. Telekom kaufenswert Berenberg Bank
Dt. Telekom Kursziel 46 Euro Lehman Brothers
Dt. Telekom Marketperformer Merck Finck & Co
Dt. Telekom reduzieren DG Bank
Dt. Telekom Kursziel 65 Euro M. M. Warburg & CO
Dresdner Bank Recommended List Goldman Sachs
E.ON Gewinnanstieg erwartet Deutsche Bank
Fielmann Outperformer WestLB Panmure
Fresenius Vz. halten Commerzbank
Hannover Rueck Outperformer AC Research
Jenoptik Kurspotential 20-25 % HypoVereinsbank
KarstadtQuelle neutral Bankhaus Reuschel
MAN Marketperformer Goldman Sachs
Metro Marketperformer GZ-Bank
Preussag Marketperformer Merck Finck & Co
RWE Outperformer Merck Finck & Co
Schwarz Pharma Marketperformer WGZ-Bank
Siemens kaufen Lehman Brothers
Siemens Kursziel 170 Euro Lehman Brothers
Sixt Marketperformer WGZ-Bank
Sixt Watchlist BfG Bank
Spar verkaufen Bankgesellschaft Berlin
Stinnes halten CSFB
Stinnes Outperformer AC Research
ThyssenKrupp upgrade Merrill Lynch
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Keine Analyse kann den Anleger von seiner Verpflichtung, aus-
fuehrlich eigenes Research zu betreiben, entbinden. Kein se-
rioeser Analyst kann und will Ihnen das eigene Denken abnehmen.
Auch wir nicht. Der Anleger sollte diese Analysen im Zuge der
Informationsbeschaffung und zur Verbreiterung seiner Wissens-
basis verwenden, sie aber keineswegs als alleinige Ent-
scheidungsgrundlage heranziehen.
Quellen: Aktiencheck, VWD, AFX, OTS, DPA, Institute, eigene
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17. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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MONTAG, 04.12.2000
Commerzbank AG - Pressekonferenz
Flughafen Frankfurt am Main AG - Pressekonferenz
USA - Neubauverkaeufe 10/00
USA - Fruehindikatoren 10/00
DIENSTAG, 05.12.2000
BEWAG AG - Hauptversammlung
Deutschland - Arbeitsmarktstatistik 11/00
DG Bank - Aufsichtsratsitzung
Escada AG - DVFA-Analysten-, Bilanzpressekonferenz
Koehler & Krenzer Fashion AG - Hauptversammlung
MITTWOCH, 06.12.2000
Deutsche Lufthansa AG - Aufsichtsratsitzung
Kling-Jelko-Dr.Dehmel (KJD)- Ao. Hauptversammlung
Pfleiderer AG - Hauptversammlung
Porsche AG - Bilanzpressekonferenz
Sanacorp. Pharmahandel AG - Hauptversammlung
USA - FED (Fed. Reserve Board) - Beige Book
USA - fertig. Wohnraum, Produktivitaet, Lohnstueckkosten Lobster
DONNERSTAG, 07.12.2000
Deutschland - Industrieproduktion 10/00
E.ON AG - Bericht 3. Quartal
FREITAG, 08.12.2000
USA - Arbeitsmarktstatistik 11/00
Japan - Grosshandelsumsaetze 11/00
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18. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
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tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
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Kenntnis der Materie in Erwaegung ziehen, in jedem Falle aber
ist die Inanspruchnahme einer persoenlichen Beratung der Haus-
und/oder Depotbank unbedingt zu empfehlen.