es eigentlich kaum zu glauben: Varta kündigt den Einstieg in den größten Batteriemarkt der Welt an und die Mehrzahl der Analysten rät weiter geradezu starrköpfig an ihren Verkaufsempfehlungen fest. Dabei hat die neu von Varta entwickelte Batteriezelle V4Drive eine Eigenschaft, die wirklich revolutionär ist: Sie lässt sich in nur 6 Minuten wieder aufladen. „Diese Eigenschaft bietet noch keine andere Batterie in dieser Kategorie auf dem Markt“, sagt Varta-Chef Herbert Schein. Um ehrlich zu sein, konnte ich diese wirklich extrem kurze Ladezeit kaum glauben, als ich von ihr gestern zum ersten Mal gelesen habe.
Mit einer Schnellladezeit von 6 Minuten wäre ein E-Auto genauso schnell aufgeladen wie ein Benzin-Auto vollgetankt ist. Bei den aktuellen Fahrzeugen dauert ein Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent der Batterieleistung noch rund 20 Minuten. Da sind 6 Minuten wirklich ein echter Quantensprung.
„Kein großer Faktor“, „Nische“
Den Analsten ist das offenbar vollkommen egal. Sie spielen die Aussichten der neuen Batteriezelle und den Einstieg von Varta in den Mega-Markt E-Auto-Batterien geradezu mutwillig herunter. Die „Experten“ von Stifel sagen, die neue Batterie sei „kein großer Faktor“ und raten weiter zum Verkauf der Aktie mit Kursziel 92 Euro. Warburg stapelt weiterhin noch tiefer und hat am Mittwoch das Kursziel von nur 83 Euro bestätigt. Die wirklich erstaunliche Begründung: Vermutlich werde sich Varta auf lukrative Nischen und nicht auf den wettbewerbsintensiven Massenmarkt konzentrieren. Ach so – und warum sollte Varta das tun?
Gedankenspiele
Ich frage mich ernsthaft ob die Varta-Analysten wirklich glauben, was sie das so von sich geben oder ob vielleicht eine gewisse Art von „Fremdsteuerung“ dahinter steckt. Schließlich sind noch immer gut 20 Prozent aller Varta-Aktien leerverkauft. Aber hierzu kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
Ich mache mit gerade vielmehr Gedanken darüber, welches neue Potenzial die neue Batteriezelle für Varta wirklich bietet und was das für den Kurs der Aktie bedeutet. Sie erfahren das Ergebnis dann am Montag im neuen maydornreport. Soviel sei jetzt schon verraten: Es wird spektakulär.
