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Bitcoin rutscht trotz ETF-Euphorie

Die Euphorie über die Waffenruhe zwischen Iran und USA bröckelt, doch Morgan Stanleys Bitcoin-ETF-Start sorgt für Hoffnung im Kryptomarkt.
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Quelle: - Dall-E
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Bitcoin ist am Donnerstag wieder unter die Marke von 71.000 US-Dollar gefallen, nachdem die erst vor weniger als 48 Stunden verkündete Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran erste Risse zeigte. Die größte Kryptowährung der Welt notierte zuletzt bei 70.239 US-Dollar und lag damit rund 0,75 Prozent unter dem Vortagesniveau. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Plus von 7,2 Prozent bestehen.

Der Rücksetzer erfolgt, nachdem die zunächst als marktberuhigend interpretierte Zwei-Wochen-Waffenruhe zunehmend in Zweifel gezogen wird. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, drei Klauseln des Abkommens seien bereits verletzt worden, ohne Details zu nennen. Parallel dazu dauern israelische Angriffe im Libanon an. Auch die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert, obwohl Teheran zuvor eine koordinierte Wiederaufnahme des Tankerverkehrs zugesagt hatte.

Geopolitische Spannungen treffen auf restriktive Geldpolitik

Marktteilnehmer sehen in der Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und anhaltend restriktiver Geldpolitik ein zunehmend belastendes Umfeld für Risikoanlagen. Die US-Notenbank betont weiterhin Aufwärtsrisiken bei der Inflation, während sich der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten allmählich abkühlt.

Morgan Stanley startet Bitcoin-ETF mit starkem Börsendebüt

Zusätzlichen Rückenwind für den Kryptomarkt lieferte derweil der erfolgreiche Start von Morgan Stanleys neuem Spot-Bitcoin-ETF. Der Morgan Stanley Bitcoin Trust erzielte am ersten Handelstag ein Volumen von rund 34 Millionen US-Dollar und übertraf damit Analystenschätzungen.

Besonders aufmerksam verfolgt wird der Fonds wegen seiner aggressiven Preisstrategie: Mit einer Sponsorengebühr von lediglich 0,14 Prozent positioniert sich Morgan Stanley als günstigster Anbieter unter den Spot-Bitcoin-ETPs. Zum Vergleich: Der marktführende iShares Bitcoin Trust von BlackRock verlangt 0,25 Prozent, während der zuvor günstigste Wettbewerber, der Grayscale Bitcoin Mini Trust, bei 0,15 Prozent liegt.

ETF-Zuflüsse ziehen wieder an

Parallel zum Start von MSBT hat sich auch der breitere US-Bitcoin-ETF-Markt zuletzt stabilisiert. US-notierte Spot-Bitcoin-Fonds verzeichneten am Montag Nettozuflüsse von rund 471 Millionen US-Dollar – der stärkste Tageswert seit etwa sechs Wochen.

Dennoch bleibt das Gesamtbild gemischt: Seit November wurden netto fast 5 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETF-Produkten abgezogen. Diese Abflüsse wurden bislang nur teilweise durch Zuflüsse von 1,32 Milliarden US-Dollar im März sowie weiteren rund 150 Millionen US-Dollar im April kompensiert.

Ausblick

Für Anleger rückt der Blick nun verstärkt auf die geldpolitischen Impulse aus den USA. Im Mittelpunkt stehen derzeit die am Freitag erwarteten neuen US-Inflationsdaten sowie der geldpolitische Ausblick der Federal Reserve vor ihrer nächsten Zinsentscheidung am 28. und 29. April, die an den Märkten als wichtige Wegmarken für den weiteren Zinspfad gelten.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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