ansätze enthält, über die man zumindest mal nachdenken sollte (gefunden im wo-board):
Eine absolut perfekte Show inszenierten gestern mal wieder die Amis, welche von der Welt traurigerweise erneut tatenlos akzeptiert wurde! 14.30 Uhr geschönte Konjunkturdaten, 14.50 Uhr eine eh schon vorher abzusehende Irakmeldung (Saddam stimmte in letzter Minute doch noch den Raketenzerstörungen zu) & ab ging die Interventionsluzie über rund 2 Stunden in allen Aktien- und Währungsbereichen, was locker 20 Mrd. künstlicher Dollars und mehr gekostet hat!
Doch ausser einem verhinderten Kollaps verpuffte diese Aktion, aufgrund fehlender Anschlusskäufe echter Art, absolut wirkungslos, so das wie gehabt die letzte halbe Stunde für erneuten Kapitalzufluss künstlicher Art herhalten musste.„the show must go on“...
Umsätze waren mit 1,2 Mrd. an beiden Segmenten erneut sehr niedrig. Hauptanteile davon kamen während der stundenlangen Seitwärtsphase und Kollaps nach 20.00 Uhr zustande, während die Aufwärtsschübe so gut wie völlig umsatzlos war. Ob dieser extreme Missstand noch lange gut geht? TRIN mit 0,60-0,80 im neutralen Bereich.
Ein teilw. destrasöses Bild lieferte die Konjunkturdatenfront gestern ab.
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 11.000 gestiegen. Erwartet wurde ein Rückgang von 18.000. & auch wenn dieser Indikator normalerweise absolut uninteressant ist, so langsam nimmt die endlose (!!!) Entlassungswelle dramatische Formen an.
Mit +3,3% überraschend stärker als erwartet (+1,4%) stiegen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Januar.
Diese Daten sind aber äusserst dubios & wohl zum ersten Mal in diesem Baisseverlauf schon fast offiziell manipuliert!
Wie kann es z.B. sein, dass Automobile einen Zuwachs von gewaltigen 10% vermeldeten, obwohl Autofirmen in diesem und dem folgenden Monat etwas völlig anderes bekanntgegeben haben?
Die Lage in Amerika scheint fürchterlicher zu sein, als selbst wir Bären bislang glaubten. Anders kann man diese offenen Manipulationen schlichtweg nicht mehr interpretieren! Betrüblich für die Wirtschaft in der Einzelaufstellung, dass Rüstungsgüter leicht abgenommen haben. Offensichtlich sind die Bombenläger nun so voll, dass zuerst ein paar Kriegsaktionen erfolgen müssen, ehe hier der Boom fortgesetzt werden kann.
Ein weiteres Indiz, dass das Irakgemetzel nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Die wohl fürchterlichste Katastrophe brachten Verkäufe neuer Häuser im Januar. Diese sanken um 15,1% & lagen damit weit unter den prognostizierten –3,0%! Ist dies nun das nachhaltige Ende eines Megabooms? Leider wurden solche Rückgänge in der Vergangenheit jeweils sehr schnell wieder ausgebügelt. Den eigentlichen Gau brachten aber die Durchschnittspreise eines neuen Hauses, welche binnen eines einzigen Monats von 192.300 auf 182.300 Dollar nachgegeben haben.
In der früheren Geschichte war dieser Preiskollaps eine traurige Indikation, dass der Superkollaps unmittelbar bevor steht! & was mit dem amerikanischen Kreditsystem passiert, sollten nun auch bestehende Häuser an Wert verlieren, was zu einer massiven Unterdeckung bei laufenden Hypotheken führt, dass brauche ich wohl nicht näher auszuführen, oder?
Im November der Konsumzusammenbruch, im Dezember folgten Automobile mit gewaltigen Absatzrückgängen & nun im Januar der Immobiliensektor.
Obendrauf ist der Dollar seit 3 Monaten im Dauercrash, was Greenspan aber nicht davon abhält weitere Blüten zu drucken!
Die Lage ist nicht mehr dramatisch, sondern eine in der Geschichte noch niemals dagewesene Katastrophe! Gut möglich das wir in den nächsten 4-7 Monaten eine der schlimmsten Börsen- und Wirtschaftskrisen der letzten 200 Jahre durchstehen müssen. 3 Jahre konnte man den Morast verschieben und nun bricht alles gleichzeitig zusammen. Ohweh ohweh!
Grauenvolle Unternehmenszahlen präsentierte die Schweiz. ABB mit Rekordverlust, Nestle unter den Erwartungen und Zurich Financial musste einen Verlust von 3,4 Mrd. Franken vermelden. & da schimpfe noch jemand über Amerika oder Deutschland! Sind die Schweizer viel klüger und bereinigen ihre Missstände lieber jetzt, anstatt sie wie USA + BRD ewig vor sich herzuziehen, oder ist bei den hochgelobten Eidgenossen alles noch viel schlimmer? Es ist eine genaue Beobachtung in nächster Zukunft wert!
Unter massiven Auflösungserscheinungen scheint die US-Regierung zu stehen. Neuestes Opfer ist der Chefökonom des Weissen Hauses, Glenn Hubbard. Er verkündete aufgrund familiärer Gründe seinen Rücktritt, welcher bereits heute vollzogen wird. Offensichtlich scheint sich damit die Vermutung zu bewahrheiten, dass die wirtschaftliche Situation Amerikas bei weitem dramatischer ist, als nahezu alle Analysten und Volkswirtschaftler von sich geben.
Dementsprechend kann man nun die Zeit zählen bis auch Allan Greenspan seinen Hut nehmen wird. & dann bleibt nur noch Bush übrig. Tupfengleich wie bei uns vor 70 Jahren. Schnackelt es nun im Bezug auf die Schlussausführungen zwei Abschnitte weiter oben?
An den Börsen war der gestrige Tag, wie schon oben beschrieben, ein schwieriges Unterfangen. Es war von Beginn an ein gewaltiger Abverkaufsdruck da, doch die FED tat erneut ALLES um diesem zu entgegnen. & das war exakt getimed, denn sowohl Sparten ,als auch Indizies und grosse Einzelwerte standen unmittelbar vor gorssne VK-Signalen! So langsam muss man dabei aber angesichts der immens hohen Mengen künstlichen Kapitals ernsthaft an einem Fortbestand des globalen Finanzsystems zweifeln, denn so abhängig wie wir mittlerweile vom Dollar sind, würde dessen Zusammenbruch mehr als ein Erdbeben auslösen.
Ob es von Gott so gewollt ist, denn damit bekommt man die nachhaltigste Marktbereinigung?
Für heute ist eine genaue Prognose sehr schwierig. Black friday zur Crashvorbereitung direkt mit Märzbeginn wäre sehr schön, doch bringt Ultimo oftmals ein nettes windows-dressing mit sich. Áusserdem wird Greenspan wohl zum Wochenabschluss alles daran setzen, doch noch einen grossen Ausbruch zu inszenieren. Charttechnik gucken & dann am Wochenende die neuen Trendsignale auswerten, denn verloren sollte für Bären noch lange nicht sein. Gleiches gilt auch für den Dollar.
Angesichts des Abverkaufs an den Börsen sei mal wieder an die prikäre charttechnische Situation im Langfristbereich verwiesen, nach der Amerika die eigentliche Baisse erst noch bevor steht. Bestes Beispiel dafür wie gehabt der DOW-Langfristchart:
6800/6850 P. ist die Marken aller Marken. Darunter wird eine 6jährige Topbildung abgeschlossen, was auch beim DOW die Baisse hochoffiziell beginnen lassen sollte. Doch keinen Druck ohne Gegendruck, weshalb nach solch einer langen Umkehrformation ein deftiges letztes Pullback angehängt werden sollte, was durchaus einen Zeitraum von 1-2 Jahren umfasst. & dies passt 1:1 in das vorgegebene Szenario eines Trendbruchs mit erstem grossen Blutbad bis Sommer, einem letzten Illusionsmove mit Spitze wieder leicht in dieser Zone und dann eine Seitwärtsphase bis Mitte/Ende 2004, ehe man hochoffiziell dem DOW seinen Abgesang bescheinigen kann.
Konkret wäre die Zone 5.500-4750 P. das Ziel, ehe ein kräftiger Move an die 7000 P-Marke heran führt. Ab dem Hoch dort wieder knapp 10% runter und dann immer unvolatiler quer, bis eben in 2004 (vll. auch erst 2005) die Fundamentalwirtschaft neue Crashsignale sendet.
Allan Greenspan sollte bei diesem mehrjährigen Szenario keine Rolle spielen, denn einen solchen Megatrend kann selbst er nicht verhindern.
Trotzdem muss man eine ganz grosse Einschränkung machen & diese heisst HYPERINFLATION! Innerhalb solch einer steigen die Kurse bekanntermassen immer besonders stark, ohne dass man dabei aber von einer Kapitalvermehrung sprechen kann, denn freie Liquidität wird praktisch overnight zu einem wertlosen Stück Papier. Sollte diese bereits in den kommenden 2-3 Jahren einen Höhepunkt erreichen, sind ruckzuck neue Allzeithochs & noch viel mehr beim DOW drin.
Siehe hierzu den Börsenverlauf der Türkei im Jahr 1999. Lt. allen Regeln der Kunst sollte die starke Inflation ab Sommer/Herbst diesen Jahres aber erst gegen Ende des Jahrzehnts hyperinflationär ausarten. Daher gut denkbar, dass im Vorfeld doch noch das DOW-Ziel 1750 oder gar 850 P. erreicht wird. Time will tell & der faire Wert wird so oder so an die 1000er-Marke heran sinken, egal ob nun im realen oder inflationsbereinigten Index!
Lt. dem 1932er-Vergleich sind wir jetzt im vorläufig finalen freien Fall, der vor Frühsommer kein nachhaltiges Ende finden sollte. Konkret wäre, bei absolut synchronem Verlauf, ein pausenloser Sturz bis Ende März angesagt, ehe es rund 3 Monate in einem hochvolatilen Abwärtstrend zu einem Salamicrash von Tief zu Tief kommt. Dies mit einer gewaltigen Ansammlung von Bullenfallen, welche nach einem mehrtägigen Anstieg wieder sang- und klanglos abverkauft werden. Ist es die letzte Crashphase, bei der wie anvisiert auch die härtstesten Bären ob einer zu frühen Longpositionierung aus dem Markt gekegelt werden? Wenn ja, erleben wir einen blitzsauberen sell out, in dessen Anschluss ein paar nette Bullenmonate kommen können, ehe es wie einen Abschnitt weiter oben beschrieben zur nächsten Crashphase kommt.
Übrigens lässt sich in vielen Bereichen eine Wiederholung des 2002er-Kollaps ausmachen. Lediglich der zeitlich Ablauf ist in diesem Jahr 3-3,5 Monate früher. Dementsprechend aufgepasst, liebe Bullen in der Wartestellung. Dieses Mal könnte der dreijährige Trend „buy on Oktober“ bereits viel früher angesagt sein. Doch noch ist es nichtmal ansatzweise soweit, zumindest lt. dem historischen Vergleich.
Ein neuer Schildbürgerstreich tut sich mal wieder in Deutschland auf. Hier hat man in den letzten Tagen beschlossen, dass zukünftig Zeitarbeiter nicht mehr sehr viel unter dem Lohniveau betriebseigener Arbeiter tätig sein dürfen. € 6,85/Std. wurde als Untergrenze für niedrigste Dienste festgelegt, € 8,40 ist der minimale Stundenlohn für einfache Hilfsarbeiter. Damit lohnt es sich für einen Betrieb kaum mehr Lohneinsparungen über diese Schiene vorzunehmen (zudem die Qualität eines Zeitarbeiters nichtmal ansatzweise mit der eines Festangestellten vergleichbar ist), was der Zeitarbeitsbranche grosse Auftragsrückgänge bescheren sollte. Obendrauf werden Manpower und Co. grosse Probleme haben ihre positiven Bilanzen zu halten, denn für zeitweise inaktive Mitarbeiter muss der Lohn genauso erhöht werden, was bei den hohen Lohnnebenkosten die Summe teilw. bis ins Unermessliche steigt.
Ergo darf man jetzt schon gespannt sein, sollte diese Vereinbarung tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, wie lange es bis zur grossen Insolvenzwelle im Leiharbeitermarkt kommt.
Das heizt die Arbeitslosenrate erst recht an & nimmt vielen Arbeitslosen ihre letzte Illusionen. Sie waren mit diesen Tätigkeiten wenigstens vom Fernseher und Bierflasche weg, auch wenn das Entgelt nicht sehr hoch war. Dummes Deutschland!
By the way freigesetzte Arbeitskräfte. Wie vermutet steigt die Arbeitslosenrate in unserem Lande nun senkrecht in die Höhe. Waren es noch 4 Mio. im Dezember, zeigte die Tafel im Januar bereits 4,3 und im Februar wohl 4,7 Mio. an. Damit sind zwei ganz grosse Schritte in Richtung des Jahresziels 6 Mio. gemacht, ohne das bislang Grosskonzerne wie Daimler ins Entlassungsgeschehen eingriffen haben, bzw. eine Infineon per Insolvenz Leute im 5stelligen Bereich freisetzte. Dies sollte alles noch kommen, womit die vor 2 Jahren noch als absolute Utopie abgehandelte Zahl 8-10 Mio. immer näher ins Realitätsbewusstsein getrieben wird. & auch hier kann, wie in vielen anderen Fällen, mit erhobener Hand auf die Geschichte verwiesen werden, welche sich ständig wiederholt!
Am Hochpunkt einer Hausse ist die Vollbeschäftigung da, während es am Tiefpunkt Arbeitslose gibt wie Sand am Meer. Eben etwas stinknormales...
& so wie sich Portugal momentan mit einer Arbeitslosenrate von 20% anfreunden muss, welche Ostdeutschland bereits seit Jahren inne hat, wird Gesamtdeutschland ebenso ohne die von einigen anvisierten Superhöllen diesen Hochpunkt erleben. Hauptsache dies geschieht nicht über Nacht sondern schleichend, so dass sich die Bevölkerung an eine neue Enthaltsamkeit gewöhnen kann.
dax:
Fundamental oder konjunkturmässig gibt es zum gestrigen Tag kaum etwas zu berichten.
Ein Negativwert war SAP. Diese Aktie fiel trotz bullischer Börse wie ein Stein. Grund lag in erneuten Gerüchten ohne glasklares Dementi, dass SAP unmittelbar vor einer heftigen Gewinnwarnung stehen soll. Doch warum diese Gerüchte, wenn Shortrate bei dieser Aktie nur minimalst? Läuft doch eine Übernahme ab, bei der man nun mit ein bisschen Panikmache an weitere Aktien kommen will? Oder wiederholt sich die Vergangenheit der letzten beiden Jahre tupfengleich, sprich SAP fällt erst während des Haupt-Crashs, dafür dann umso heftiger?
& ebenfalls im Tageskollaps befand sich die Hypovereinsbank, nachdem Gerüchte um eine bevorstehende Wandelanleihe bekanntgeworden ist. Und diese könnte schon sehr bald Realität werden, da Eigenkapitalquote bei nur noch 5,7% liegt. Unter 4% darf Hypo keine Kredite mehr vergeben und ist damit nur noch einen Wimpernschlag von geschlossenen Pforten entfernt. Es ist dramatisch!