US Schlußbericht

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US Schlußbericht Nassie
Nassie:

US Schlußbericht

 
12.02.03 22:43
#1
Die US Indizes haben den Handel heute neutral eröffnet, gaben anschließend aber weiter ab.
Der Nasdaq ist am Intraday-Downtrend des Vortages gescheitert, kann aber das kurzfristige Tief noch behaupten. Weitere Unterstützung bieten hier der innere Downtrend seit Ende Januar sowie das Niveau um 1250 Punkte.

Der DOW gab nach dem Scheitern am kurzfristigen Downtrend auch heute weiter ab und erreichte ein neues kurzfristiges Tief. Zum Handelsschluss kann hier bei einem Verlust von 1,1% auf 7755 Punkte der innere Downtrend seit Dezember noch knapp behauptet werden.

Als relative Underperformer präsentierten sich heute der Netzwerk- und Softwaresektor. Der Halbleitersektor zeigte eine gewisse relative Stärke, musste aber ebenfalls um 0,8% abgeben.
Deutlich unter Druck geriet wieder der Energysektor.
Mit einem Verlust auf Schlusskursbasis von 4,5% verliert aber der $XAU am deutlichsten. Die gestrige Erholung wurde damit komplett abverkauft und der Index fällt auf ein neues kurzfristiges Tief.

Gegen den Trend konnten sich im Dow Jones die Aktien von Int. Paper (+2,2%) und Coca Cola (+1,9%) behaupten. Wal Markt verteidigt weiterhin den wichtigen Key-Support bei 47 Dollar und legt um 1,3% zu.
General Motors brach mit einem Gap down unter den Key-Support und gab zum Handelsende 5,6% auf Dollar ab. Nach dem Pullback an die Nackenlinie einer SKS-Formation brach auch Johnson&Johnson um 3,8% auf ein neues Tief ein.

Nach dem Pullback an den Key-Support bei 24,1 Dollar musste heute die Aktie von US Interactive um 7,3% abgeben und gehörte zu den größten Verlierern im Nasdaq 100. Bei Express Scripts kommt nach dem Pullback an den gebrochenen langfristigen Downtrend bei einem Verlust von 4,5% jetzt auch wieder deutlicher Verkaufsdruck auf.

US Schlußbericht Nassie
Nassie:

Teil 2

 
12.02.03 22:44
#2
Instock) Die Konfusion war wieder einmal groß. Wie üblich standen nicht einzelne Unternehmensnachrichten, sondern die Irak-Krise im Mittelpunkt des Geschehens. Vor diesem Hintergrund sackt der Dow Jones-Index 85 Zähler oder 1,1 Prozent auf 7.758 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P 500 gab 10 Zähler oder 1,3 Prozent auf 818 Punkte nach. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite-Index auf 1.279 Punkte – ein Abschlag von 16 Zählern oder 1,3 Prozent.

Am Devisen- und Rohstoffmarkt waren die Notierungen auf dem Rückzug: Während der Euro mit 1,0716 US-Dollar notierte, rutschte der Preis für eine Feinunze Gold unter die Unterstützung bei 360 Dollar. Das Edelmetall kostete nur noch 351,80 Dollar.

Am Rentenmarkt notierte die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Staatsanleihe zuletzt 3,91 Prozent (- 5 Stellen), die der 30-jährigen Staatsanleihe mit 4,85 Prozent (- 1 Stelle).

Im Blickpunkt

Nach dem schwachen Zahlenwerk vom Vorabend kam der Chipausrüster Applied Materials (- 1 Prozent auf 11,82 Dollar) recht glimpflich davon. Dabei war das Papier unter anderem von Merrill Lynch abgestuft worden. In den vergangenen drei Monaten gingen die Auftragseingänge um 35 Prozent eingebrochen. In der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation sei keine Besserung in Sicht, hieß es. Applied-Kunde Intel knickte 1,2 Prozent auf 15,15 Dollar ein.

Yahoo wird in Großbritannien zusammen mit der BT Group Internet-Breitbandzugänge vermarkten. Verkaufsstart soll noch im laufenden Quartal sein. Die Anteile des Internet-Portals verbilligten sich um 0,7 Prozent auf 18,17 Dollar.

IT-Riese IBM ( - 1,1 Prozent auf 76,51 Dollar) hat sich einen weiteren Outsourcing-Auftrag im Wert von 2 Milliarden Dollar gesichert. Big Blue wird in den kommenden Jahren das Netzwerk der Ford-Tochter Visteon pflegen.

Viacom hat wieder die Gewinnzone erreicht, blieb aber dennoch leicht unter den Analystenschätzungen. Der Gewinn lag im Schlussquartal 2002 bei 37 Cents je Aktie – nach einem Verlust von 2 Cents je Aktie vor Jahresfrist. Der Medienkonzern verbilligte sich um 2,6 Prozent auf 36,55 Dollar. AOL Time Warner war für 10,27 Dollar zu haben – ein Plus von 0,7 Prozent.

Mit Aufschlägen von 1,9 Prozent auf 39,74 Dollar reagierten die Anteile von Coca- Cola auf die durchwachsene Bilanz des Getränkeherstellers. Der Konzern verfehlte die Gewinnerwartungen der Analysten leicht und kündigte für 2003 weitere Belastungen durch Umstrukturierungen an. Unterm Strich äußerte sich Coca-Cola nur verhalten optimistisch zum angebrochenen Geschäftsjahr. Konkurrent Pepsi verabschiedete sich unverändert mit 38,41 Dollar.

Die schwelenden Kriegsängste konnten Rüstungsaktien nicht stützen: Northrop Grumman gab 0,2 Prozent auf 91,25 Dollar nach. Das Unternehmen hatte seine Ziele für 2003 und 2004 bestätigt. Im laufenden Jahr sollen 4 bis 5 Dollar je Aktie verdient werden.

Branchenkollege Lockheed Martin rechnet für 2003 mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses um mehr als 15 Prozent. Zugleich soll der Umsatz um 8 bis 12 Prozent zulegen. Investoren gaben sich damit offenbar nicht zufrieden – die Anteile knickten 2,1 Prozent auf 47,75 Dollar ein.

Im Automobilsektor sorgte eine Herabstufung der Banc of America für Verunsicherung. Die Experten stuften General Motors (- 4,3 Prozent auf 34,02 Dollar) auf "Verkaufen" ab und senkten das Kursziel von 33 auf 28 Dollar. Unter anderem wurde auf die starke Konkurrenz aus Japan verwiesen, die auf den Gewinnmargen laste. Für die Anteile von Ford wurden zuletzt 8,75 Dollar (- 1,1 Prozent) bewilligt.
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Nassie:

Teil 3

 
12.02.03 22:46
#3
Die meisten US-Standardwerte haben am Mittwoch aus Sorge über Terroranschläge und einen kurz bevorstehenden Krieg gegen den Irak nachgegeben. Zusätzlich belasteten schwache Unternehmensdaten den Markt.

Der Dow-Jones-Index  ging knapp über seinem Tagestief mit einem Abschlag von 1,08 Prozent auf 7.758,17 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index  gab um 1,27 Prozent auf 818,68 Punkte nach. Vier Gewinner standen 24 Verlierern im Dow gegenüber, zwei Werte schlossen auf Vortages-Schlussstand.

Belastet von einem negativen Analystenkommentar der Bank of America fiel die Aktie des weltgrößten Autoherstellers General Motors Co. (GM)   um 4,24 Prozent auf 34,02 US-Dollar und war damit schwächster Wert im Dow. Die Bank hatte die Aktie von "Neutral" auf "Sell" herabgestuft. Im S&P-100-Index  stürzte die Aktie des US-Energieunternehmens El Paso Corp.   als schwächster Wert um 22,67 Prozent auf 3,65 Dollar. Die Ratingagentur Moody's hatte die Kreditwürdigkeit des Unternehmens herabgestuft. Bereits am 7. Februar hatte S&P die Rating gesenkt.

International Paper Co.   legten als stärkster Wert im Dow 2,23 Prozent auf 35,75 Dollar zu. Wie andere US-amerikanische Faserstoff- und Papierhersteller profitierte das Unternehmen von unerwartet guten Faserstoff-Absatzdaten in Nordamerika und Skandinavien im Januar.

Coca-Cola-Aktien   legten als zweitstärkster Wert um 1,90 Prozent auf 39,74 Dollar zu. Die Quartalszahlen des weltgrößten Getränkeherstellers hätten die Erwartungen getroffen, sagte ein Analyst. Zudem sei die Prognose für das laufende Jahr "einigermaßen ok" gewesen.

Auch die Aktien des Netzwerkausrüsters Lucent Technologies   legten gegen den Trend zu und stiegen um 1,69 Prozent auf 1,81 Dollar. Händler begründeten dies mit der Aussage von UBS Warburg, dass das Unternehmen damit begonnen habe, seine Sparte Optische Netze neu zu organisieren.

Die Aktie des Pharma- und Konsumgüterunternehmens Johnson & Johnson   geriet unter Druck. Zuvor wurde gemeldet, dass der Präsident und der Finanzchef des Zulieferers SurModies das Unternehmen verlassen hätten. Das Papier büßte 3,85 Prozent auf 50 Dollar ein.

Unter Druck geriet auch die Aktie des Medienunternehmens Viacom  . Die MTV-Mutterkonzern hatte 2002 zwar die Gewinnzone erreicht und die allgemeinen Markterwartungen übertroffen, allerdings hatte die Kabelsparte schlecht abgeschnitten. Lehman Brothers hatten außerdem mit einem leicht höheren Ergebnis vor Zinsen,Steuern und Abschreibungen gerechnet. Die Aktie gab um 2,48 Prozent auf 36,57 Dollar nach.

Nachdem der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman einen Ausblick auf die kommenden Jahre gegeben hatte, gab die Unternehmensaktie   im schwachen Markt leicht um 0,16 Prozent auf 91,25 Dollar nach./ck/bi




US Schlußbericht Nassie

Teil 4

 
#4
Die amerikanischen Börsen gaben am Mittwoch erneut an Wert ab. Die Krise im Irak sowie vereinzelte Unternehmensmeldungen waren für diese Tendenz verantwortlich. Der Dow Jones gab insgesamt 1,1 Prozent auf 7.755 Punkte ab, die NASDAQ verlor 1,2 Prozent auf 1.278 Punkte.
An der NASDAQ konnten 33 Prozent aller Werte zulegen, 66 Prozent gaben an Wert ab. An der NYSE lag dieses Verhältnis bei 30 zu 64 Prozent.

Deutlich unter Druck geriet die Aktie des Automobilkonzerns General Motors. Nach einem Downgrade der Aktie durch die Analysten der Banc of America verlor die Aktie mehr als 4 Prozent.

Von Unternehmensseite her gibt es heute Gemischtes zu berichten. Während Coca-Cola und Viacom positive Zahlen veröffentlichten, musste Applied Materials am gestrigen Abend eingestehen, dass die Ergebnisse des Herstellers von Anlagen zur Chipfertigung im letzten Quartal schlechter als erwartet ausgefallen sind. Während Analysten mit einem Gewinn von 2 Cents je Aktie gerechnet hatten, erzielte das Unternehmen lediglich den Break Even. Inklusive von Restrukturierungskosten fiel sogar ein Verlust von 4 Cents je Aktie an. Konkrete Aussagen über die Entwicklung im aktuellen Quartal machte das Management nicht, allerdings zeichnete es ein eher düsteres Bild der nahen Zukunft. Da auch der Auftragseingang im vergangenen Quartal zurückging, dürfte das aktuelle Quartal also nicht besonders gut ausfallen.

Der weltgrößte Softdrink-Hersteller Coca-Cola gab dagegen bekannt, dass er seinen Nettogewinn im vierten Quartal leicht steigern konnte, was teilweise auf hohe Umsätze bei Mineralwasser-Produkten und anderen erworbenen bzw. lizenzierten Produkten zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 930 Mio. Dollar bzw. 38 Cents pro Aktie nach 914 Mio. Dollar bzw. 37 Cents pro Aktie im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 40 Cents pro Aktie gerechnet.

Viacom konnte im letzten Quartal ebenfalls überzeugen. Der Medienkonzern erzielte nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum nun einen Gewinn. Der Gewinn lag bei 652 Mio. Dollar oder 37 Cents je Aktie nach einem Verlust von 43 Mio. Dollar oder 2 Cents je Aktie. Analysten hatten lediglich einen Gewinn von 34 Cents je Aktie erwartet. Das EBITDA-Ergebnis stieg um 42 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro.

Apple bestätigte heute die Prognosen für das aktuelle zweite Fiskal-Quartal. Demnach geht das Management weiterhin von einem kleinen Gewinn und einem Umsatz auf dem Niveau des ersten Quartals aus. Für das erste Quartal meldete das Unternehmen einen Verlust von 2 Cents je Aktie und einen Umsatz in Höhe von 1,47 Mrd. Dollar.
 


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