einer meiner Lieblinge :)
Das Breitbandgeschäft lohnt sich, es kristallisieren sich große Anbieter herraus.
Schade, das keine Infos zum US Geschäft kamen.
Montabaur (ddp.vwd). Der Internet-Dienstleister United Internet hebt aufgrund eines positiven Geschäftsverlaufs in den ersten neun Monaten seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Das im Börsensegment TecDAX gelistete Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben vom Mittwoch nun ein Ergebnis vor Steuern von 85 Millionen Euro. Zuvor war United Internet (Xetra:
508903.DE - Nachrichten) von 80 Millionen Euro ausgegangen. 2003 hatte das Unternehmen 64,8 Millionen Euro erzielt. Zur Begründung verwies United Internet auf die gute Geschäftslage.
Den Umsatz für die ersten drei Quartale beziffert der Internet-Service-Provider auf 365,9 Millionen Euro, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) stieg um 35 Prozent auf 82,8 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern (Ebt) legte um 49 Prozent auf 66,2 Millionen Euro zu. Die Zahl der bezahlten Abonnements betrug weiteren Angaben nach 3,33 Millionen nach 2,55 Millionen zum Ende des Vorjahreszeitraum. Darin seien 930 000 (Vorjahr: 540 000) DSL-Kunden enthalten.
Gerade in diesem Geschäftsbereich will United Internet der Telekom-Tochter T-Online in Zukunft weitere Kunden abjagen. «Die Kunden nehmen unser neues DSL-Komplettangebot inklusive DSL-Anschluss sehr gut an», sagte Vorstandschef und Großaktionär Ralph Dommermuth in Montabaur. Im dritten Quartal seien neben 105 000 neuen DSL-Zugangstarifen bereits 100 000 DSL-Anschlüsse auf eigene Rechnung (Resale) vermarktet worden. Damit liegt das Unternehmen jedoch noch hinter T-Online zurück. Das Unternehmen hatte im dritten Quartal 291 000 Neukunden für seine DSL-Tarife gewonnen.
Dommermuth sieht dem Breitbandgeschäft im Schlussquartal gleichwohl zuversichtlich entgegen. Impulse verspricht er sich von neuen DSL-Resale-Angeboten bei der Konzernmarke GMX. In den abgelaufenen drei Quartalen verbesserte sich das Produktgeschäft mit den Marken GMX, 1&1 sowie Schlund+Partner beim Umsatz von 211,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 257,7 Millionen Euro. Das Ebitda stieg von 55,8 Millionen auf 75,4 Millionen Euro, das Ebt von 43,9 Millionen auf 62,8 Millionen Euro.
Kritischer sieht Dommermuth das Outsourcing-Geschäft. Das Ergebnis sei mit einem Ebitda von 7,9 Millionen Euro (Vorjahr: 10,6 Millionen Euro) und einem Ebt von 3,2 Millionen Euro (Vorjahr: 6,2 Millionen Euro) «nicht zufriedenstellend». Als belastende Faktoren machte Dommermuth das Ende eines Großauftrags sowie die geringere Produktivität in den Anlaufphasen bei neu gewonnenen Projekten aus.
Das dritte Segment Online-Marketing drehte weiteren Angaben nach beim Ebt von minus 2,7 Millionen Euro auf plus 2,0 Millionen Euro. Für das vierte Quartal erwartet Dommermuth hier saisonal bedingte Umsatzzuwächse bei einer stabilen Ebt-Marge zwischen vier und fünf Prozent.
Die Kundenzahlen von United Internet für DSL-Anschlüsse wertete ein Branchenexperte als «gut». Die neue Produktoffensive scheine sich im dritten Quartal ausgezahlt zu haben. Die Anleger reagierten indes kaum auf den Zwischenbericht. Am Frankfurter Aktienmarkt kletterten United Internet bis gegen 10.45 Uhr nur leicht um 0,1 Prozent auf 20,60 Euro. ddp.vwd/sie/hwa