"Für alle übrigen Fälle, d.h. somit für die älteren Verurteilten (ab dem 19. Geburtstag) und ab dem 17. Geburtstag im Fall des Strafmaßes über 3 Jahre Jugendstrafe hinaus, ist, das kann man zumindest für Urteile und Vollstreckte aus dem OLG- Bezirk Bamberg uneingeschränkt sagen, ist die JVA Ebrach zuständig. In den Jugendvollzugsanstalten sitzen Vollzugsbeamte, die besondere Kurse
absolviert haben, damit der pädagogische Effekt der Strafvollstreckung den
Charakter der reinen Strafvollstreckung bei Erwachsenen überwiegt.
Dies geht zum Teil soweit, daß besondere "Unterrichte" angesetzt werden, in denen
z.B. die Drogenproblematik und
andere Sachthemen zur Sprache kommen, um
den straffälligen Jugendlichen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Ebenfalls
ist es möglich, ein Handwerk zu erlernen oder Schulabschlüsse nachzuholen
bzw. sich einfach fortzubilden. Je nach JVA werden dem Jugendlichen oder Heranwachsenden verschiedene Aus- u. Fortbildungsmöglichkeiten angeboten.
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Es ist möglich den Realschulabschluß, den qualifizierenden Hauptschulabschluß und den "normalen" Hauptschulabschluß nachzumachen. Ebrach bietet den Ausbildungsberuf des Bäckers, Elektroinstallateurs, Gärtner, Gas-u.Wasserinstallateur, KFZ- Mechaniker, Land-/Tierwirt, Maler u. Lackierer, Maschinenbaumechaniker, Maurer, Metallbauer, Metzger, Schreiner, Stukkateur und Zentralheizungs- u. Lüftungsbauer (z.T. jedoch wird eine gewisse Erfahrung in einer bisherigen Ausbildung erwünscht). Im Zuge dessen können auch KFZ-Lackierer und Landmaschinenmechaniker erlernt werden. In Ebrach kann man an, mit diesen Berufen artverwandten, Ausbildungslehrgängen teilnehmen. Dazu kommen noch Lehrgänge als Gabelstapel- Fahrer und als Lagerfachkraft. Es ist möglich, den qualifizierenden sowie den normalen Hauptschulabschluß nachzumachen, nicht jedoch den Abschluß einer weiterführenden Schule. Nebenbei werden noch - auch im Rahmen der bestehenden Kurse - Deutsch-, Mathematik-, Computer-, Schreibmaschinen-, Englisch-, Führerschein Klasse 1-3 und Erste-Hilfeaufbauunterrichte angeboten. (Deutsch insbesondere auch für Aussiedler und ausländische Mitbürger). Die JVA Laufen-Lebenau bildet junge Gefangene als Elektroinstallateur, Gärtner, Gas- u. Wasserinstallateur, Kraftfahrzeugmechaniker, Landwirt, Maler u. Lackierer, Maurer, Metallbauer und Schreiner aus. Es ist dort möglich verschiedene Lehrgänge insbesondere im Metallbereich und dort vor allem im Schweißerbereich und einigen kleineren Spartenbereichen zu besuchen. Das Profil der zusätzlichen Kurse entspricht in etwa dem derer in Ebrach. Auch dort kann man natürlich den "Quali" und den normalen Hauptschulabschluß nachmachen. Als Besonderheit gibt es hier für die Jüngsten auch einen Pflichtschulunterricht für die achte und neunte Jahrgangsstufe der Hauptschule. Die vollzugstechnisch etwas härtere Spezialanstalt in Bezug auf Laufen-Lebenau, Neuburg-Herrenwörth, bietet in etwa dieselben Ausbildungsberufe an: Elektroinstallateur, Maler u. Lackierer, Maurer, Metallbauer, Metzger, Schreiner, Gas- u. Wasserinstallateur und Spengler. Der Schwerpunkt der Lehrgänge liegt nicht mehr im Metallverarbeitungsbereich, ist eigentlich recht vielschichtig: Gebäudereiniger, Holz-, Metall- Bau- u. Farbverarbeitung, Ökolandschaftsgestaltung, verschiedene Maschinenbedieungs- und Bürofachlehrgänge sowie EDV-Kurse sind hier zu finden. Es ist auch hier nur möglich, den "Quali" und den normalen Hauptschulabschluß nachzumachen."
privat.schlund.de/k/konrad-breunig/home.htm?jugrecht.htm