UMTS: Kunde muß für Inhalte zahlen


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Hartkore_Diab.:

UMTS: Kunde muß für Inhalte zahlen

 
15.07.01 21:27
ftd.de, Sa, 14.7.2001, 15:56  
UMTS: Kunde muss für Inhalte zahlen

Für die Service-Angebote der neuen UMTS-Handys von T-Mobil (D1) sollen die Nutzer bezahlen.

"Der Kunde wird für einen Teil der Inhalte zahlen müssen, diese Tendenz erleben wir ja heute schon im Internet", sagte der Leiter von T-Mobil für die Umstellung auf die neue Handy-Generation UMTS, Edwin Fischer, der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Teil des Angebots werde nach dem Prinzip "Erst ausprobieren, dann für weitere Nutzung zahlen" zunächst kostenlos sein. Als Folge der schrittweisen Gebühreneinführung rechnet Fischer mit steigenden Ansprüchen der Kunden. "Der entscheidende Punkt ist dann natürlich, dass die Inhalte auch erstklassig und aktuell sein müssen".

Die Branche spekuliert im Moment über die Neuigkeiten für den mobilen Markt der Zukunft. Fischer sieht dies gelassen: Mit UMTS komme nichts bahnbrechend Neues, sagte er. "Es werden in erster Linie Weiterentwicklungen der bis dahin bereits im GSM- und GPRS-Netz verfügbaren Dienste mit mehr Leistung und Komfort sein." Wie bei den Diensten der jetzigen Übertragungstechniken gehe es darum, erst Mal den Massengeschmack zu treffen. Dazu zählten Nachrichten, Aktienkurse und Sportarten wie Fußball oder Tennis. Bei derzeit 22 Millionen Nutzern des D1-Netzes könne man sich nicht auf Spezialdienste konzentrieren. Jedenfalls zunächst nicht, denn zuerst müsse eine Art Basisdienst aufgebaut werden. Auch Fun-Applikationen und Spiele gehörten dazu. "Klingeltöne und Logos fürs Handy werden selbst bei Geschäftskunden groß nachgefragt. Es gibt einen Trend zu spielerischen Sachen." Wie schon bei den WAP-Angeboten - den mobilen Diensten für die jetzige Handy-Generation - will die Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom auch bei der Übertragungstechnik UMTS eng mit dem eigenen Dienste-Anbieter der Telekom, T-Motion, zusammenarbeiten. "Dort, wo man eigene Angebote bei uns im Konzern machen kann, tun wir das auch", sagte Fischer. Zusätzlich wolle T-Mobil jedoch Partnerschaften mit weiteren Dienste-Anbietern eingehen. "Wir sind mit allen möglichen Playern in Kontakt".


Der mobile Handel (M-Commerce) hofft darauf, dass Kunden bei Bestellungen über das Handy die Ware künftig über ihre Telefonrechnung zahlen können. Die Zahlung durch Eingabe der Kreditkartennummer entfiele damit, Sicherheitsbedenken der Nutzer könnten so ausgeräumt werden. Ob ein per Handy georderter Gartenstuhl im Auftrag des Anbieters einmal von T-Mobil in Rechnung gestellt wird, ist Fischer zufolge noch offen. "Das ist wohl die langfristige Perspektive des M-Commerce". Allerdings sei es nicht der Wunsch von T-Mobil, ins Bankgeschäft einzusteigen. Der Mobilfunkanbieter könne keine Haftung für nicht eingehende Zahlungen übernehmen. Dennoch gebe es viele Zwischenstufen. T-Mobil werde so genanntes Multi-Party-Billing betreiben, also Abrechnungsleistungen für seine Partner im Bereich Content und Applikationen erbringen.



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