Überhangmandate - Welche Partei hat davon 1998


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Katjuscha:

Überhangmandate - Welche Partei hat davon 1998

 
19.09.02 14:21
profitiert? Weiß das jemand?

Da es bei den Zweitstimmen ja ziemlich eng zu werden scheint, könnten die Erststimmen den Ausschlag geben!

Hat jemand Infos, wer vor 4 Jahren am meisten Erststimmen bekam, und gibt es schon Schätzungen für dieses Jahr?


katjuscha
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ecki:

DAS KREUZ MIT ÜBERHANGMANDATEN

2
19.09.02 14:29
Alle 13 für die SPD!

DAS KREUZ MIT ÜBERHANGMANDATEN

Wie der Wahlverlierer zum Gewinner wird

Von Ulrich Schäfer und Rüdiger Strauch

Erringen Union und FDP am 22. September die Mehrheit der Zweitstimmen, könnten sie dennoch eine Niederlage einstecken. Mit Überhangmandaten im Schlepptau hat Gerhard Schröder die Chance, Verlierer und dennoch Sieger zu sein. Das deutsche Wahlsystem lässt Kuriositäten zu. Wissenschaftler warnen vor dem politischen GAU.

Berlin - Damit hatte Helmut Kohl nicht gerechnet. Im November 1994 ließ sich der CDU-Patriarch mit den Stimmen seiner CDU/CSU-FDP-Fraktion zum fünften Mal zum Kanzler wählen. Doch, und dies schmälerte Kohls Triumph, mindestens drei Mitglieder der Regierungskoalition verweigerten ihm die Gefolgschaft. Großes Glück für den Alt-Kanzler: Die Union konnte sich die Abtrünnigen leisten, weil die Partei 1994 über zehn Überhangmandate verfügte. Ohne sie wäre Kohls Wahl möglicherweise gescheitert.
Amerikanische Verhältnisse in Deutschland?

Auch nach dem 22. September könnten Überhangmandate wieder darüber entscheiden, wer Kanzler wird. Darauf weist der Politikwissenschaftler Joachim Behnke hin. "Szenarien, in denen Überhangmandate eine wichtige Rolle spielen, liegen durchaus im Rahmen der derzeit veröffentlichen Umfrageergebnisse", sagt der Dozent der Bamberger Otto-Friedrich-Universität.

Drei der fünf großen Meinungsforschungsinstitute prophezeien den Sozialdemokraten zurzeit einen hauchdünnen Vorsprung vor der Union. Die Demoskopen von Emnid sehen beide Parteien gleichauf; die Allensbacher Meinungsforscher sagen einen Sieg der Union voraus. Und je näher die beiden stärksten Parteien beieinander liegen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Überhangmandate den Weg an die Macht ebnen.
 
Diese entstehen immer dann, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erringt, als ihr nach ihrem proportionalem Zweistimmen-Anteil zustehen. So ermöglicht das bundesdeutsche System der personalisierten Verhältniswahl mit Erst- und Zweitstimme kuriose Szenarien.

Denkbar wäre sogar, dass nach der Wahl die beim Zweitstimmen-Anteil nur auf Rang zwei liegende Partei über eine Mehrheit der Sitze im Bundestag verfügen darf. Verhältnisse also wie in den USA, wo George W. Bush im Herbst 2000 landesweit weniger Stimmen für sich verbuchen konnte als sein Herausforderer Al Gore und dennoch als Präsident vereidigt wurde.

"Das Wahlergebnis", prophezeit auch der Ökonom Lorenz Jarass von der Fachhochschule Wiesbaden, "könnte durch die Überhangmandate völlig auf den Kopf gestellt werden". Jarass hat die diversen Szenarien schon einmal durchgerechnet - und sie sprechen letztlich fast alle für Rot-grün.

Wenn etwa die SPD genauso viele Überhangmandate wie vor vier Jahren erringt, nämlich 13, und die PDS draußen bleibt, dann könnte die Regierungskoalition über eine Million Stimmen (oder mehr als zwei Prozentpunkte) hinter dem Block von Union und FDP liegen - und hätte trotzdem die Mehrheit.

In solch einem Szenario könnte die Union mit 37,17 Prozent knapp vor der SPD (36,22 Prozent) liegen, die Liberalen würden mit 8,57 Prozent gut einen Prozentpunkt vor den Grünen rangieren - und dennoch hätten Edmund Stoiber und Guido Westerwelle das Nachsehen, ihr Block einen Sitz weniger als die Regierungskoaltion. (siehe Grafik)

Auch wenn die SPD nur gut halb so viel Überhangmandate wie 1998 erringt, nämlich sieben - was angesichts ihres Vorsprungs im Osten durchaus wahrscheinlich ist - sieht es gut aus für Rot-grün: Mit 616 000 Zweitstimmen weniger hätten Schröder und Joschka Fischer in einem Bundestag ohne PDS einen Sitz mehr (303 zu 302) als die Opposition aus Union und Liberalen. Union und SPD lägen in dieser Rechenvariante praktisch gleichauf, und die Grünen rund einen Prozentpunkt hinter den Liberalen.

Sieger, die Verlierer sind

Politikwissenschaftler Behnke hielte dies für einen "demokratietheoretischen GAU", den größten anzunehmenden Politik-Unfall in einem Land, das sich doch stets seines durchdachten Wahlsystems rühmt. Der Wahlforscher warnt deswegen vor einer Sitzverteilung im Bundestag, "die den Menschen sehr schwer zu verkaufen wäre". Sieger, die eigentlich Verlierer sind, könnten den nächsten Bundeskanzler stellen. Die Hauptursache für die Gefahr eines nicht zu rechtfertigenden Wahlergebnisses sieht Behnke im komplizierten System der Überhangmandate.

Dabei klingen die Bestimmungen des Paragraphen 1 des Bundeswahlgesetzes noch ganz simpel. "Von den Abgeordneten werden 299 nach Kreiswahlvorschlägen in den Wahlkreisen und die Übrigen nach Landeswahlvorschlägen (Landeslisten) gewählt", heißt es dort. So setzen sich die 598 zu vergebenden Bundestagsmandate je zur Hälfte aus Direktkandidaten und Listenkandidaten zusammen. Aber die Überhangmandate kommen eben dazu.

Und sie haben sich bei den vergangenen Wahlen stetig vermehrt. Waren es 1990 noch sechs, konnte Helmut Kohl 1994 auf zehn von insgesamt 16 Überhangmandaten vertrauen. 1998 kehrte sich das Blatt zugunsten der SPD, die alle der dreizehn Überhangmandate der 14. Legislaturperiode für sich verbuchte. Auch am Montag kommender Woche, dem Tag der Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses, werden die zusätzlichen Bundestagsmandate wieder für Aufregung bei den Parteien sorgen, ist Politologe Behnke überzeugt.

Schröder profitiert von eigener juristischer Niederlage

Dabei waren die verantwortlichen Politiker und insbesondere Bundeswahlleiter Johann Hahlen bemüht, das Problem zu beseitigen, indem viele Wahlkreise einen neuen Zuschnitt erhielten. Vor allem in den neuen Bundesländern wurden sie vergrößert, um zu verhindern, dass mehr als 50 Prozent der auf ein Bundesland entfallenden Mandate von Direktkandidaten eingenommen werden. Das Problem allerdings besteht nach wie vor, denn im Osten konkurrieren im Gegensatz zum Westen drei annähernd gleich starke Parteien: CDU, SPD - und PDS. Ein Direktmandat, für das die relative Mehrheit ausreicht, kann hier bereits mit knapp über 30 Prozent der Erststimmen errungen werden.

Die SPD, die nach den Umfrageergebnissen der vergangenen Tage im Osten kräftig zulegte, hat die Chance, dort viele Direktmandate zu erringen. Der Zweitstimmenanteil der Sozialdemokraten jedoch könnte eine solche Anzahl von Mandaten nicht hergeben - ein klarer Fall für Überhangmandate. Kanzler Schröder darf sich die Hände reiben.

Noch 1997 war die Freude des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten allerdings getrübt. Helmut Kohl hatte 1994 von den Besonderheiten des deutschen Wahlsystems profitiert, und Schröders Landesregierung zog mit einem Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Überhangmandate zu Felde. Das zentrale Argument der Schröder-Juristen von damals lautete: Überhangmandate stellen die "Erfolgswertgleichheit" in Frage. Aus dem Juristen-Deutsch übersetzt und mit einem Beispiel unterfüttert, bedeutete dies: 1994 reichten der mit Überhangmandaten ausgestatteten Union durchschnittlich 65.942 Stimmen, um einen Sitz im Bundestag zu ergattern; die Grünen dagegen, die noch nie ein Direktmandat erringen konnten, mussten im selben Fall 69.884 Wähler für sich gewinnen.

Eine Ungerechtigkeit, wie der in Schröders Auftrag tätige Staatsrechtler Hans Meyer befand. "Das deutsche Wahlsystem ist unsinnig, weil absolut unstimmig", sagt Meyer noch heute. Deswegen warne er seit Jahren vor möglichen Wahldebakeln. Denn nach den grundgesetzlich festgelegten Wahlrechtsgrundsätzen müsste jede Wählerstimme eigentlich gleich viel wert sein. Doch der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts tat sich mit der Beurteilung des Systems der Überhangsmandate schwer. Die acht Richter waren sich gänzlich uneinig. Vier gegen Vier und damit Patt. Am Wahlsystem wurde deswegen nicht gerüttelt. Heute kann der Kläger von damals froh sein, dass gegen seinen erklärten Willen entschieden wurde. Schließlich ist nun er es, den die Überhangmandatsregelung mit ordentlich Rückenwind für die Wahlen ausstattet.

Die Überhangmandate könnten Rot-Grün sogar dann die Regierungsbildung ermöglichen, wenn die PDS in den Bundestag einzieht, wie ein Szenario des Ökonomen Jarass ergibt: In dieser Variante - die nur einige Zehntel von der letzten Wahlumfrage von NFO-Infratest für den SPIEGEL abweicht - käme die SPD auf gut 38,46 Prozent und die Grünen auf 7,45. Die Union müsste sich mit 35,04 bescheiden, die FDP mit 8,39 und die PDS mit 4,77. Bei 13 Überhangmandaten für die Genossen hätte Stoiber trotzdem keine Mehrheit: Schröder könnte mit Rot-grün weiterregieren, oder - wenn der Überhang nicht ganz so üppig ausfällt - notfalls mit einer Ampel oder Rot-Gelb. (siehe Grafik)

Reformbedürftiges Wahlsystem

Politikwissenschaftler Behnke sieht in all diesen Varianten des Wahlausgangs ein "riesiges Problem". Schließlich erhebe die Bundesrepublik den Anspruch, in ihrem Wahlsystem vollständige Stimmengleichheit verwirklicht zu haben. In den USA würden Verzerrungen des Wahlergebnisses von vornherein in Kauf genommen, weil die Bundesstaaten nicht nach der Bevölkerungszahl gewichtet werden. Selbst wenn Behnke die Gefahr, dass die Wahl hierzulande durch Überhangmandate entschieden wird, nur auf "zehn Prozent" beziffert, hält er das Wahlsystem für dringend reformbedürftig.

Es gebe genug Vorschläge und einfache Möglichkeiten, eventuelle Ungerechtigkeiten zu beseitigen - beispielsweise durch die Einführung so genannter Ausgleichsmandate, die es bereits auf Länderebene gibt. Sie erlauben Parteien zwar Überhangmandate, doch werden auch die anderen Parteien mit zusätzlichen Sitzen bedacht, um wieder die durch die Zweistimmen gebotene Sitzverteilung herzustellen. Ein Vorschlag, den Staatsrechtler Meyer am liebsten auch auf Bundesebene umgesetzt wissen möchte.

Ob es erst zum GAU kommen muss, damit die Parteien die möglichen Absurditäten des deutschen Wahlsystems begreifen? Wahrscheinlich schon. Aber auch dann gibt es ein Problem. Schließlich profitiert von den Überhangmandaten meistens die anschließende Regierungspartei. Und infolgedessen besteht bislang nicht der nötige Wille, etwas zu verändern. Möglich wäre das aber allemal: Die Festlegung auf ein bestimmtes Wahlsystem ist nicht im Grundgesetz verankert. Um Änderungen herbeizuführen, würde im Bundestag somit die einfache Mehrheit ausreichen.


www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,214355,00.html

Also Mehrheit nur durch Überhangmandate wäre echt krass!
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wetty:

Die zweitstimme gibt es, damit die erststimme

 
19.09.02 14:29

keinen Einfluss auf die prozentuale Sitzverteilung im Bundestag hat. Mithin hat die Erststimme keinen Ausschlag.




mfg
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ecki:

wetty du liegst da falsch!

 
19.09.02 15:09
z.B. hat die SPD im aktuellen Bundestag 13 Sitze mehr, als den Stimm- %ualen Anteil entspricht. Lies obigen Artikel durch.

Rot/grün kann sogar die Mehrheit der Sitze kriegen gegen schwarz/gelb deshalb, obwohl es weniger %e sind.

Grüße
ecki  
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Katjuscha:

Danke ecki für den Artikel

 
19.09.02 15:17
Ich hoffe natürlich, daß die rot-grüne Koalition so zur Mehrheit gelangt! :o)


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wetty:

In dem Artikel steht leider nicht

 
20.09.02 10:25

wie die prozentuale Verschiebung rechnerisch zustande kommt.


Ich bin bislang davon ausgegangen, das
-jeder per Erststimme gewaehlte Abgeordneter wird
-dann gemaess der Zweitstimme Ueberhangmandate hinzugefuehgt werden, bis die Sitzverteilung im Bundestag der prozentualen Zweitstimmenanzahl entspricht.

Offenbar ist es nicht so. Also wie ist es ?



danke,
mfg
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user:

Das kann ja schlimm werden.

 
20.09.02 10:33
Schrödi ist so Machtbesessen. Der machts glatt mit den Überhangmandaten.
Wäre dann ein Hammer fürs Volk- aber ich glaub das wär ihm egal
user
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mod:

Überhangmandate=/ nichts mit Gerd zutun

 
20.09.02 10:36
Überhangmandate

Überhangmandate treten dann auf, wenn eine Partei durch Direktmandate mehr Abgeordnete in den Bundestag entsendet, als der prozentuale Anteil beträgt. Im 14. Deutschen Bundestag gibt es 13 Überhangmandate, die auf die SPD entfallen.

Quelle: Blickpunkt Bundestag - August 1999

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wetty:

Zu meiner Frage aus Posting 6.)

 
20.09.02 10:41

Moeglicherweise werden die Ueberhangsmandate ja nicht auf Bundesebene vergeben, sondern fuer jedes Bundesland einzeln. D.w. koennten die Anzahl der pro Bundesland entsanten Abgeordneten nicht genau mit der Anzahl der Stimmberechtigten korrelieren.
Das hiesse, in manchen Bundeslaendern zaehlen die Stimmen "mehr" als in anderen.

Ist das der Grund ?



danke,
mfg
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ecki:

Im Prinzip hast du recht, wetty, wenn auch unschar

 
20.09.02 10:44
f formuliert.

1.: Jeder Wahlkreis kriegt seinen Kandidaten, und wenn einer mit 32% vorne liegt kriegt man das Mandat.
2.: Über die Landesliste werden die zu kurz gekommenen Parteien aufgefüllt, nach ihrem %-Ergebnis. Das sind keine Überhangmandate! Das ist einfach Landesliste! Hier werden überwiegend die jeweils kleinere(n) der großen Parteien, sowie die kleinen Parteien bedient.

Dann betrachten wir Extremfälle BRD (alt)im Prinzip:

Z.B. Bayern: Holt alle Direktmandate an CSU macht 50% der Sitze bei Ergebnis von 55%. Noch einige wenige Sitze kriegt die CSU zusätzlich von Landesliste weil 55>50.
BaWü: CDU holt alle Direktmandate mit Landesergebnis 45%. Jetzt hat die CDU schon 3 Mandate mehr als ihr zustehen. Die können aber der CDU nicht weggenommen werden, also hat sie 3 Überhangmandate.
Jetzt z.B. MecVoPom, Brandenburg, Sachsen-Anhalt: SPD holt mit 35% alle Direktmandate alle Direktmandate. Und dann?

In BaWü gibt es aus diesem Grunde zusätzlich zu Überhangmandaten noch sogenannte Ausgleichsmandate, die die Überhänge ausgleichen. Da kommen dann aber oftmals sehr seltsame Sachen raus.

Um beim Beispiel zu bleiben: In MecVoPom hat die SPD 3 Sitze mehr als ihr eigentlich zustehen direkt geholt. Zum Ausgleich kriegt die CDU 2 und die PDS auch noch einen extra von der Landesliste um das Auszugleichen. Dann hat aber MecVoPom 6 Abgeordnete mehr als Sollstärke und ist im Bundestag überrepräsentiert. Und jetzt? Dann müsste um das Auszugleichen z.B. Bayern nochmals 30 Ausgleichsitze kriegen und NRW 40 Ausgleichssitze usw. Deswegen hat BaWü schon mal ca. 25% mehr Abgeordnete als Sollstärke gehabt, weil hier bei uns das Gewicht der Regierungsbezirke im Landtag ausgeglichen wird. Und kippt dann das Mandat in Biberach, dann kommt plötzlich noch einer zum Ausgleich aus Ludwigsburg in den Landtag......

Ausgleichsmandate gibt es auf Bundesebene nicht!

Echt schwierig, gell?

Grüße
ecki  
Antworten
ecki:

Der Kohl hats glatt mit Überhangmandaten gemacht!

 
20.09.02 10:45
Vielleicht machts unser Rot-Kohl auch?

Grüße
ecki  
Antworten
mod:

Jeder macht´s. Sein Gutes Recht. Mehr MArbeiter o.T.

 
20.09.02 10:47
Antworten
wetty:

Ok, verstanden.

 
20.09.02 10:55

Das bedeutet also, typischerweise werden Bundeslaender in denen eine Partei dominiert (und deshalb eine grosse Mehrheit and Erststimmgewaehlten entsenden darf) auf Bundesebene ueberproportional vertreten. Ueberproportional in Bezug auf Bundes-Anteil an Zweitstimmen, und Bevoelkerungszahl.

Laender in denen eine Partei dominiert sind sicherlich Bayern und BaWue.


Richtig ?

mfg
Antworten
mod:

wetty, Liste der Überhangsmandate:

 
20.09.02 11:04
www.wahlrecht.de/ueberhang/ueberhist.html
Antworten
ecki:

Leider immer noch falsch, wetty

 
20.09.02 11:07
Länder in denen eine Partei trotz geringerem Zweitstimmenanteil (fast) alle Direktmandate holt, die sind im Bundestag überproportional vertreten, und mit ihnen die dort dominierende Partei. Das könnte (diesesmal) zugunsten der SPD ausgehen....

In Bayern gabs die letzten Wahle soviel ich weiß nie einen Überhang, weil die CSU zwar alles abräumt, aber bei über 50% kriegt sie auch noch welche von der Liste durch.

Überhänge gabs eher in NRW oder auch in BaWü, und eben jetzt in Neufünfland.
Antworten
ecki:

Guter link mod.

 
20.09.02 11:09
Habe nrw wohl zu SPD dominiert eingeschätzt. Klar, wenn ich etwas nachgedacht hätte.
Antworten
ecki:

Detail: Überhangkanzler

 
21.09.02 00:17
Bisher gab es im Deutschen Bundestag drei Abstimmungen über das Amt des Bundeskanzlers (vgl. Kanzlerwahl) , bei der die Mehrheit auf Überhangmandaten beruhte. Dies waren
am 15.09.1949 die Wahl Konrad Adenauers mit 202 (bei 202 nötigen) Stimmen und einem CDU Überhangmandat,
am 15.11.1994 die Wahl Helmut Kohls mit 338 (bei 337 nötigen Stimmen) und 12 CDU Überhangmandaten,
und am 16.11.2001 die Vertrauensfrage Gerhardt Schröders mit 336 Stimmen Zustimmung, bei 334 Stimmen Kanzlermehrheit und 10 Überhangmandaten der SPD.
Antworten
Apfelbaumpfla.:

nochwas dazu:

 
23.09.02 13:00
Falls jamand über ein Überhangmandat MdB wird, darf er bei Ausfall oder Austritt nicht ersetzt werden. Der Sitz wird also frei, da er ja persönlich und nicht über Parteilisten gewählt wurde. (erst seit der letzten BVG-Entscheidung).

Das heisst die Fraktionsstärken sind durch Krankheit, Tod, Parteiwechsel usw. "veränderbar".

Grüße

Apfelbaumpflanzer
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