ÜBERBLICK/Konjunktur, Zentralbanken - 13.30 Uhr-Fassung
Eurozone-Erzeugerpreise im Juli etwas höher als erwartet
Die Erzeugerpreise in der Industrie der Eurozone sind im Juli mit 0,6%
gegenüber dem Vormonat etwas stärker als erwartet gestiegen. Im Vergleich mit
dem Vorjahr erhöhten sie sich um 5,9%. Volkswirte hatten im Konsens ihrer
Prognosen mit einem Plus von 0,5% auf Monats- und und von 5,8% auf Jahressicht
gerechnet. Für die gesamte EU nannte die europäische Statistikbehörde Eurostat
am Montag im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg um 0, 7%, binnen Jahresfrist
haben sich die Preise auf der Erzeugerstufe um 6,4% erhöht.
sentix: Anleger sehen Euroraum-Konjunktur zwiespältig
Die Einschätzung der Konjunkturlage im Euroraum durch private Anleger und
institutionelle Investoren ist auch im September zwiespältig ausgefallen.
Während die aktuelle Lage sehr positiv bewertet wird und der entsprechende
sentix-Index für Euroland auf ein Allzeithoch stieg, trübten sich die
Erwartungen weiter ein, wie das Research-Unternehmen sentix am Montag mitteilte.
Der Index zur aktuellen Konjunktur kletterte um 6,25 auf 44,00 Punkte, für die
Erwartungen sank der Index hingegen um 2,00 auf minus 1,50 Punkte.
IWH: Wachstum der ostdeutschen Wirtschaft bleibt verhalten
Die ostdeutsche Wirtschaft ist nach ersten Schätzungen des Instituts für
Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im ersten Halbjahr 2006 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum "nur um 1,2%" gewachsen. Die wirtschaftliche Aufwärtsbewegung
in Deutschland habe in den Monaten April bis Juni auch die neuen Bundesländer
erfasst, erklärte das IWH am Montag in einer Mitteilung in Halle. "Nach der
Produktionsschwäche in den ersten Monaten blieb der Anstieg der
gesamtwirtschaftlichen Aktivität in der ersten Jahreshälfte jedoch verhalten",
hoben die Hallenser Ökonomen hervor und betonten, für Deutschland insgesamt habe
das Statistische Bundesamt hingegen einen Zuwachs von 2% in dem Zeitraum
errechnet.
Deutsche Solarindustrie verzeichnet starkes Wachstum
Die Solarwirtschaft wächst nach Branchenangaben in Deutschland doppelt so
schnell wie im Ausland. Im ersten Halbjahr hätten die deutschen Solarzellen-
Fabriken gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Produktionszuwachs von 73%
verzeichnet, berichtete der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) anlässlich der
am Montag in Dresden beginnenden diesjährigen europäischen Photovoltaikkonferenz
mit 2.500 Teilnehmern aus 93 Nationen.
Tschechiens Handelsbilanz im Juli defizitär
Die tschechische Handelsbilanz hat im Juli angesichts steigender
Treibstoffimporte ein Defizit aufgewiesen. Wie die nationale Statistikbehörde
CSU am Montag berichtete, betrug der Passivsaldo 1,22 Mrd CZK. Ökonomen hatten
nur ein Minus von 0,3 Mrd CZK erwartet. Im Vormonat war ein Überschuss von 7,93
Mrd CZK verbucht worden. Die gesamtem Einfuhren wuchsen im Juli um 14,8% zum
Vorjahr, die Ausfuhren nahmen um 14,4% zu.