Über US-Hypotheken, Flugzeugabstürze u. -landungen


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Libuda:

Über US-Hypotheken, Flugzeugabstürze u. -landungen

 
10.08.08 14:15
Dazu äussert sich heute in Euro am Sonntag der altgediente Wall-Street-Profi William Browne von der altehrwürdigen Investmentgesellschaft Tweddy Browne, deren Führungsteam er seit 1978 angehört. Tweddy Browne verwaltet 12 Milliarden Vermögen, 680 Millionen davon sind Privatvermögen der Mitarbeiter.


"Die Arbeitslosenquote in den USA liegt bei 5,5%. Wenn Sie diese Rate in Deutschland hätten, würde die Kanzlerin vor lauter Ekstase in der Luft schweben. Keine Frage: Wir haben Schulden, die bereinigt werden müssen und schlechte Hypotheken, die zu bereinigen sind. Die meisten Hypotheken und Häuser liegen aber immer noch über ihrem Einstandspreis. In den Medien ist es so: Flugzeuglandungen machen keine Nachrichten, Flugzeugabstürze aber schon."
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Maxgreeen:

Die USA hat über ihre Verhältnisse gelebt

 
10.08.08 14:57
und ich sehe noch kein Erkenntnisgewinn im Land, die wollen weitermachen wie bisher. Sorry aber die Amis sollten bitte ihre rosa Brillen absetzen. Die 10.000 im DOW holen wir uns noch dieses Jahr, trotz 5,5% Arbeitslosen.
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Libuda:

Jetzt kommt wieder die ewig gleiche Nummer

 
10.08.08 17:33
mit dem Über-die-Verhältnisse leben und den niedrigen Sparquoten.

Zunächst einmal ist US-Sparquote nicht gleich deutscher Sparqoute. In Deutschland zählen Ausgaben für das selbst genutzte Wohneigentum als Investitionen, in den USA als Konsum. Und dabai ist zu berücksichtigen, dass die Eigentumsquote in den USA fast doppelt so hoch ist und vor allem dramatisch angetiegen ist, was ja zu den bekannten Problem geführt hat. Würde so gezählt werden wie in Deutschland und anderen europäischen Ländern, läge die US-Sparquote schon allein dadurch um 5%-10% vom Einkommen höher. Zudem sparen die US-Unternehmen gigantisch. Bis vor drei Jahren hat z.B. Microsoft nie eine Dividende gezahlt, sondern alles reinvestiert - so ist ein Wert von 400 Milliarden entstanden, der eigentlich Einkommen ist. Als Microsoft dann seine erste Dividende auszahlle schoss in diesem Monate die US-Sparquote auf 10%. Google hat auch noch nie Dividene gezahlt und ist 150 Milliarden wert. Würden also die Gewinne ausgeschüttet, wie das in Deutschland gemacht wird, und dann über Kapitalerhöhungen wieder investiert, wären die ausgeschütteten und wieder reinvestierten Gewinn Einkommen und Sparen, das die Sparquote erhöht.

Und weil jeder in der Welt Google-Aktien haben will, ist auch ein zweites Defizit entstanden: das Leistungsbilanzdefizit. Denn nach der Saldenmechanik der Zahlungsbilanz ist es nun einmal so, dass Länder in die Kapital fließt als Gegenstück dazu ein Leistungsbilanzdefizit haben müssen. Warum fließt Geld in ein Land? Zwei wichtige Gründe: Hohe Renditen und hohe Sicherheit (einschließlich Rechtssicherheit). Die innovativsten Firmen sind nun einmal in den USA und werden auch auf absehbare Zeit noch dort entstehen. Logischerweise hat die überwiegende Zahl der chinesische Parteinomenklatura im weitesten Sinn ein Konto in den USA, damit ihre Kinder dort studieren konnen und sie und ihre Kinder bei etwaigen Tumulten in der Fluchtburg etwas zu knappern. Und es gibt "Chinesen" in vielen Ländern der Welt. Und wenn der Bushkrieger weg ist, kommen dann auch wieder verstärkt die Ölpotentaten.
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