UBS Warburg sieht schwarz für die deutsche Aktien


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das Zentrum d.:

UBS Warburg sieht schwarz für die deutsche Aktien

 
20.03.03 07:49
19. März 2003 Der Irakkrieg steht unmittelbar bevor und beseitigt - so makaber das klingen mag - die geopolitischen Unsicherheiten, zumindest vorerst. Die Börsen reagieren prompt, die Kurse steigen. Viele Anleger mögen dabei die Erinnerung an den vergangenen Golfkonflikt und andere Krisen im Hinterkopf haben und greifen reflexartig zu. Denn in der Vergangenheit boten solche Krisen in der Regel gute Kaufgelegenheiten für Börsianer.

Diese Entwicklung sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich aus der Vergangenheit nur bedingt lernen lässt. Denn so ähnlich sich bestimmte Konstellationen auch sein mögen, das Umfeld ist jeweils ein anderes. In diesem Zusammenhang geben längerfristig betrachtet nicht nur die übergeordnete Baisse und die makroökonomischen Ungleichgewichte zu denken, sondern speziell mit dem Blick auf Deutschland auch eine Studie von UBS Warburg. Und die hat es in sich.

„Es ist noch nicht zu spät, deutsche Aktien zu verkaufen“

Denn die Analysten zeichnen für die Zukunft der deutschen Finanzmärkte ein düsteres Bild. “Wir rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft und die Finanzmärkte auf Jahre hinaus unattraktiv bleiben“, lautet das Fazit. Bei den Versuchen zu Reformen würden die Märkte sich langfristig allenfalls seitwärts bewegen. Auf lange Sicht dürften Gewinnwachstum, Profitabilität und Eigenkapitalrendite deutscher Unternehmen unter Druck stehen, heißt es. „Es ist noch nicht zu spät, deutsche Aktien zu verkaufen“, lautet eine Kernaussage.

Die Gründe für Maläse lassen sich in wenigen Worten bündeln: Eine ökonomisch schlecht umgesetzte Wiedervereinigung, ein zu hoher Wechselkurs der Mark bei der Einführung des Euro, ein schrumpfender Bausektor, strukturelle Inflexibilitäten - insbesondere im Arbeitsmarkt -, eine stetig steigende Belastung durch Steuern und Sozial- und Krankenversicherungsbeiträge und eine ungünstige Entwicklung der Bevölkerungsstruktur. In jüngster Zeit käme dazu noch eine Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe, die die Unternehmen in ihrer Entwicklung hemmen könnte.

Längere Maläse belastet Inlandsnachfrage und verschuldete Unternehmen

Deutschland stehe nun an einem Scheideweg. Rasche und tief greifende Reformschritte seien unwahrscheinlich, stattdessen werde der Trend zu graduellen Veränderungen anhalten - “mit dem Ergebnis, dass das Land zwar den Kollaps wird abwenden können, aber die schwache Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts fortsetzen dürfte“, so die Prognose. Besonders verwundbar seien vor diesem Hintergrund vor allem diejenigen Unternehmen und Sektoren, die stark von der Inlandsnachfrage abhängen oder hoch verschuldet seien.

Hierzu zählten der Telekombereich, der Transportsektor, der Einzelhandel, die Produzenten langlebiger Konsumgüter, ferner die Freizeit- und Unterhaltungsindustrie sowie Versorger. “Mit Blick auf einzelne Unternehmen gelten unsere Sorgen vor allem der Deutschen Telekom, Continental, MAN, der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Münchener Rück“, schreiben die Analysten.

UBS Warburg sieht schwarz für die deutsche Aktien 977754
UBS Warburg sieht schwarz für die deutsche Aktien 977754
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Pichel:

im Prinzip haben die Recht, aber im mom gehts noch

 
20.03.03 07:51
en bisschen hoch....

Gruß Pichel UBS Warburg sieht schwarz für die deutsche Aktien 977759

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newtrader200.:

UBS Warburg - hahahaha

 
20.03.03 07:52
die sind wohl nicht dabei oder short? Der gute und dumme Aktionär soll doch teuer kaufen und billig verkaufen, immer noch nicht begriffen ?   Der DAX steht vor Megaanstieg, die wissen das ganz genau, deshalb diese Panik - und Angstmache.

Wenn der DAX bei 3500 steht kommen dann die Kaufstudien.
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das Zentrum d.:

Aber warum kommt der Megaanstieg? (Begründung!) .

 
20.03.03 08:14
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newtrader200.:

DAX Plus 4,1 % - UBS Warburg? Hahahaha o. T.

 
21.03.03 19:16
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volvic:

wie ist denn die untere grafik zu verstehen?

 
21.03.03 19:45
haben wir in deutschland 2500 bank filialen? hm ... dachte das wären mehr. allein die postbank hat - alle winzingen point-of-sale epoc filialchen mitgerechnet - mehr als 10.000.
also die 2500 zweifle ich mal an. allein in nürnberg gibts mehr als 50 bankfilialen.

das mit den mitarbeitern ist schon interessanter. sind wirklich von 1000 leuten in deutschland 10 in der bankenbranche? hammer, 800.000 bank-luschen in deutschland. zählen die versicherungs-futzis nochmal extra, oder sind die da schon drin?

naja, ich bin kein referenz kunde. nutze eher wenig beratung, egal ob versicherung oder bank. was ich brauche sind gute produkte und eine funktionierende IT für self-service. ich habe im schnitt pro jahr bedarf für vielleicht 120 minuten kontakt mit bank-callcenter und versicherungsleuten. oder anders gesagt, pro monat im schnitt 10 minuten, oft auch weniger. und selbst wenn die sagen für je einen front-kämpfer brauchen  die nochmal 2 personen "back-office" .. ok, und legen wir wegen personen wie meine oma (betreuungsintensiver) nochmal faktor 5 nach ... *rechne, rechne*

10 stunden im jahr beratung pro kopf bedarf. 3 mitarbeiter in der bank = ein frontkämpfer, pro frontkämpfer gut 1000 stunden service am kunden, ergo 3 leute können für 100 personen den service anbieten.

ergo: wir können 70% aller banker rausschmeissen! *lol*

volvic
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SchwarzerLor.:

Ich sehe schwarz für UBS Warburg. o. T.

 
21.03.03 20:08
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das Zentrum d.:

Die Börsen haben das Tief noch nicht gesehen

 
24.03.03 14:16
24. März 2003 Hugh Hendry ist nicht nur immer für einen Spruch gut, sondern er hat auch pointierte Ansichten, was die Finanzmärkte anbelangt. Als Hedge Fonds Manager bei Odey Asset Management setzt er sie mit großem Erfolg um.

In den vergangenen fünf Jahren hat er mit seinem Odey Pan European Fund eine Rendite von etwas mehr als zehn Prozent pro Jahr erzielt. Allein in den vergangenen drei Jahren verbuchte er ein Plus von 42 Prozent. Im FAZ.NET-Interview erläutert er, wie er die jüngsten Entwicklungen einschätzt.

Was denken Sie über die jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten?

Die Lage ist gefährlich. Was mich so bedenklich macht, das ist die Stimmung unter den Anlegern. Normalerweise hassen sie auf dem Tiefpunkt eines Bärenmarktes Aktien, sie haben einfach kapituliert. Wenn man dann Freunden die Nachricht hinterlässt, der Boden sei da, so rufen sie nicht einmal zurück. Aber dieser Punkt ist noch nicht erreicht.

Woran machen Sie das fest?

Es wäre wunderbar, wenn man die Emotionen, die die Kapitulation andeuten, kalibrieren könnte. Denn das wäre ein ideales Instrument, um anzuzeigen, wann man einen Markt kaufen kann. Wir beobachten einen Indikatoren, der die Umsätze bei fallenden Aktien analysiert. Danach ist ein Tag dann ein „Paniktag“, wenn 90 Prozent der Umsätze auf fallende Aktien entfallen. An solchen Tagen wollen alle nur aussteigen. Historisch betrachtet haben die Märkte den Boden erreicht, nachdem eine Folge von fünf oder sechs solcher „Paniktage“ zu beobachten war.

Und das war bisher nicht der Fall?

Genau. In den Märkten gibt es momentan so gut wie keine Panik. Und wenn es sie gibt, dann ist es die Angst der Anleger, steigende Kurse zu verpassen. Das macht mich nervös. Der einzige „Paniktag“ in jüngster Zeit war am 10. März zu verzeichnen. Typischerweise geht der Markt nach dem ersten „Paniktag“ nach oben. Diese Rally sollte man allerdings zu Verkäufen nutzen.

Das heißt, sie verkaufen momentan?

Ja, ich verkaufe. Ich hatte die leer verkauften Positionen vor zwei Wochen geschlossen, nun verkaufe ich, denn der Markt ist technisch betrachtet „überkauft“. Wenn alle dasselbe denken, sollten sie damit beginnen ein neues Buch zu lesen. Als der Golfkrieg vor zwölf Jahren begann, war es für Anleger eine Kaufgelegenheit. Nun glauben alle, diesmal sei es dasselbe.

Sie sind anderer Ansicht?

Die Mehrheit glaubt doch, dass wir einen perfekten Krieg sehen werden. Die Risiken werden ausgeblendet. Aus diesem Grund dürfte die aktuelle Rally keinen Bestand haben und innerhalb von wenigen Tagen kann der Markt wieder nach unten drehen.

Wohin sollen denn die Börsen noch fallen?

Europäische Börsen haben noch nie ihr Tief erreicht, wenn die Wall Street nicht gleichzeitig unten war. Die amerikanischen Börsen müssen also zuerst technisch einen Boden ausbilden. Das Problem dabei ist, dass Bärenmärkte erst dann zu Ende sind, wenn Aktien im Vergleich mit Anleihen attraktiv bewertet sind. Die Aktien im S&P 500 haben aber auf Basis von Gewinnen, die S&P als „sauber“ betrachten würde, ein Kursgewinn-Verhältnis von 40 und eine Dividendenrendite von weniger als zwei Prozent. Sie sind damit unheimlich teuer. Der Optimismus muss schon sehr groß sein, jetzt an eine Bodenbildung zu glauben. Dafür muss die Dividendenrendite erst über fünf Prozent steigen, der S&P 500 müsste folglich deutlich fallen. In einem mehrjährigen Prozess sogar unter 500 Punkte.

Es ist immer wieder die Rede davon, dass die amerikanische Administration mit Interventionen die Wall Street stütze. Ändert das etwas am Szenario?

Das mag sein. Aber Interventionen können einen Bärenmarkt nicht aufhalten. Das beweist allein schon der Blick nach Japan.

Das heißt, wir werden eine ähnliche Entwicklung wie in Japan sehen?

Das ist nicht ausgeschlossen. Es könnte allerdings auch ähnlich ablaufen wie in Argentinien. Denn die Amerikaner drucken zu viel Papiergeld und sie sind zu stark abhängig vom Geld ausländischer Anleger. Das macht die amerikanische Währung sehr verwundbar. Der Dollar kann im Extrem gegen den Euro bis auf 1,80 Dollar je Euro fallen, der Goldpreis würde dann bei 800 Dollar je Unze liegen.

So sind Sie immer noch bullisch auf das Gold und Minenwerte?

Mein Enthusiasmus ist zwar in den vergangenen Wochen getestet worden, aber ich setze immer noch darauf.

Im vergangenen August sprachen Sie von einer „Torschlusspanik“ am Rentenmarkt, was ist damit?

Der Markt ist doch seither ganz gut gelaufen. In den vergangenen Tagen gab es zwar einige Rückschläge, aber ich nutze sie als Kaufgelegenheit im Bund-Future. Denn die USA werden in eine Rezession geraten, Europa befindet sich so gut wie darin. Allerdings sichere ich mich immer mit Stopp-Loss-Orders ab.

Gibt es so etwas wie eine Asset Allocation und wie sieht die aus?

20 Prozent Aktienanteil, vor allem Goldminenwerte. 40 Prozent europäische Staatsanleihen und viel Liquidität. Ich setze aber auch auf den Euro gegen den Dollar.

Wann würden Sie Aktien kaufen?

Die Märkte liegen alle unter dem abwärts geneigten, 90-tägigen gleitenden Durchschnitt. Das ist eine starke technische Hürde. Sollte sie überwunden werden, würde ich überlegen, Aktien spekulativ zu kaufen. Vorher läuft man nur Gefahr, die Papiere auf einem Dreimonatshoch zu kaufen, nur um danach die Kursverluste einzubuchen.

Wie müsste mein Portfolio als Kleinanleger aussehen?

Zehn Prozent in Goldaktien, 60 Prozent in lang laufenden deutschen Staatsanleihen, den Rest in Bargeld. Auf keinen Fall würde ich in den USA investieren.

Das Gespräch führte Christof Leisinger

@cri
Bildmaterial: odey
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das Zentrum d.:

tja und heute wieder -4%

 
24.03.03 16:41
politische Börsen haben bekannterweise kurze Beine. Bin mal gespannt ob es eine längere Hausse geben wird. Ich kann es mir irgendwie nicht so richtig vorstellen.
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das Zentrum d.:

Der Dax kann bis auf 3.400 Punkte steigen

 
27.03.03 08:07
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27. März 2003 Nach mehrjährigen Kursverlusten haben die Börsen vor wenigen Tagen gedreht und innerhalb weniger Tage deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der Dax hat ausgehend von einem Siebenjahrestief bei 2.188.75 Zählern innerhalb von einer Woche mehr als 13 Prozent zugelegt, bevor er wieder leicht nachgab.

Das Misstrauen unter den Anlegern ist allerdings noch hoch, viele glauben nicht an eine solche langfristige Tendenz. In diesem Fall kann ein Gespräch mit exponierten Marktteilnehmern interessante Einblicke geben. FAZ.NET unterhielt sich mit Hedge Fondsmanager David Murrin von Emergent Asset Management. Er verfolgt einen makroökonomischen Ansatz und hat mit seinem Ballistic Fund allein im Jahr 2002 ein Plus von 50,26 Prozent erzielt.

Wir haben in den vergangenen Tagen steigende Börsen gesehen. Ist das die Trendwende?

Ja, das ist sie. Vor allem im Dax und im FTSE 100. Die amerikanischen Indizes haben den Boden zum selben Zeitpunkt gefunden, was zeigt, dass sie relativ betrachtet stärker sind als die europäischen Märkte.

Sind denn die Aktien speziell in den USA nicht immer noch überbewertet?

Nein, ich glaube wir stehen am Beginn einer bedeutenden Rally. In den USA hat sie im vergangenen Oktober begonnen und geht nun nach einer Zwischenkonsolidierung in ihre zweite Phase. In Europa ist es die erste Phase.

Wohin können wir mit dem Blick auf den Dax laufen?

Es besteht eine gute Chance, dass wir den dreijährigen Abwärtstrend überwinden können. Der Dax dürfte in den kommen Monaten bis auf etwa 3.400 Punkte laufen, also noch weitere 30 Prozent.

Woran knüpfen Sie Ihre Kurshoffnungen?

Die Wertpapiermärkte unterscheiden sich global durch das unterschiedliche Engagement von Pensionsfonds und Versicherungen. Wir betrachten ihre Kauf- und Verkaufsaktivitäten als guten Indikatoren dafür, wo wir stehen. Die Tatsache, dass die europäischen Märkte tiefer gefallen sind als die Amerikanischen deuten an, dass sie nun weniger Aktien halten. Das ist das Ende des ersten Zyklus.

Wenn wir die Situation makroökonomisch betrachten, so wuchsen die westlichen Volkswirtschaften von 1929 bis ins Jahr 2000. Nun stehen wir vor einem Jahrzehnt mit viel Ärger, mit im Trend fallenden Börsen. Aber der Blick auf Japan zeigt, dass die nicht in einem Zug nachgeben. Es kommt in einer zweiten Phase zu einer längeren Seitwärtsbewegung, in der es immer wieder zu deutlichen Kurserholungen kommen wird. Danach folgt - nach unserer Einschätzung in etwa drei Jahren - die dritte Phase, die am destruktivsten sein wird.

Wie kann ich die aktuelle Phase als Privatanleger spielen?

Wer Aktien hat, sollte sie halten. Wer keine hat, für den dürfte der Zeitpunkt nicht schlecht sein, jetzt Aktienfonds zu kaufen. Anleihen sollte man nicht unbedingt halten. Dafür scheint auch Gold interessant zu sein.

Welche Branchen sind interessant?

Vor allem Chip-Aktien. Beispielsweise Intel - überhaupt alle Werte, die etwas mit dem Halbleiterindex, dem so genannten SOX-Index, zu tun haben. Angefangen von AMD bis hin zu Xilinx. Diese Werte haben schon nach oben gedreht, als andere US-Indizes ihre Tiefs markierten. Das deutet auf eine gewisse Stärke hin.

Und die Regionen?

Bei fallenden Kursen gibt man die schwächsten Märkte und in der Rally kauft man die Stärksten. Das sind die US-Börsen und der SOX-Index.

Bedeutet das auch, dass der Dollar steigen wird?

Ja, wir haben vorerst den schwächsten Teil des Dollars gesehen. Er kann wieder bis zur Parität steigen. In diesem Bereich - zwischen der Parität und 1,11 Dollar je Euro dürfte er in den kommenden sechs bis neun Monaten verharren. Danach kann er möglicherweise weiter abgleiten.

Wie sind sie momentan positioniert?

Wir haben in den vergangenen Tagen viel Geld mit dem Kauf von Aktien, dem Verkauf von Anleihen und dem Erwerb von Dollars verdient. Und diese Trends werden anhalten.

Der Irakkonflikt spielt keine Rolle?

Wichtige makroökonomische Einflussgrößen sind die Kriege gegen die Weiterverbreitung nuklearer Technologie. Der Irakkrieg ist der erste von eine Folge von kommenden Konflikten, die das Ziel haben, politischen Regimes Massenvernichtungswaffen wegzunehmen. Der nächste könnte Nordkorea sein.

Aber das dürfte für Verunsicherung sorgen und die Wirtschaftsentwicklung behindern.

Der Markt wird nicht davon bestimmt, wie sich die Wirtschaft entwickelt, sondern wie die Marktteilnehmer relativ positioniert sind. Und sie sind negativ eingestellt. Wenn sie also überrascht werden, dann von einer Bewegung nach oben. Alle folgen dem Trend - und wir denken, der Trend hat gedreht. Die Anleger werden vom Markt „aufgerollt“ werden. Viele Pensionsfonds beispielsweise sind von Aktien auf Anleihen umgestiegen. An Festverzinslichen werden sie sich aber nach unserer Einschätzung in diesem Jahr die Finger verbrennen.

Gilt das auch die Rentenmärkte in den Emerging Markets?

Dort könnte die Party vorbei sein. Speziell Russlands „Erfolgsgeschichte“ seit dem 9.11. ist vorbei, auf Grund seiner Politik, Amerika nicht zu unterstützen. Deutschland, Frankreich und Russland werden vor ihrer Haltung langfristig nicht profitieren. Speziell die Börsen und der Rentenmarkt in Russland erscheint sehr verwundbar. In Korea sehen sowohl die Währung als auch die Börse angeschlagen aus.

Das Fazit für einen Privatanleger?

Der Kauf von Aktien ist auf Sicht der kommenden Monate ratsam. Nach einem Kursgewinn von 30 bis 40 Prozent sollte man allerdings alles verkaufen. Anleihen sind gefährdet, man sollte sie eher leer verkaufen. Kurzfristig dürfte der Dollar Stärke zeigen. Die kommenden zwei bis drei Jahre werden gekennzeichnet sein durch eine breite Handelsspanne zwischen den jüngsten Tiefs und dem kommenden Zwischenhoch, in der aktives Handeln gefragt ist. Kaufen und Halten ist in diesem Umfeld die falsche Strategie.

Das Gespräch führte Christof Leisinger

@cri
Bildmaterial: FEM, HFR
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