Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht nun doch von einem Bundesliga-Sendeboykott für die Kirch-TV-Sender ab. Nach einem Kompromiss zwischen DFL, der neuen Geschäftsführung von KirchMedia und dem Insolvenzverwalter erhalten die Premiere- und Sat.1-Teams Zugang in die Stadien.
Frankfurt - Die letzten beiden Spieltage der Fußball-Bundesliga werden wie gewohnt im Fernsehen übertragen. Im Streit um die Zahlung einer Rate aus dem TV-Vertrag von 100 Millionen Euro hat die DFL einen Kompromissvorschlag der insolventen KirchMedia angenommen und eine Extrazahlung von rund 21 Millionen Euro für den 33. und 34. Spieltag akzeptiert.
"Wir wollen die Zuschauer nicht im Regen stehen lassen", sagte DFL-Sprecher Tom Bender. "Die Annahme dieser Teilzahlung hat keine Auswirkungen auf die nach wie vor bestehende Forderung der Liga auf vollständige Erfüllung der vierten Rate", hieß es in der Pressemitteilung der DFL.
Der von DFL-Boss Werner Hackmann angedrohte Sendeboykott war bei den Spitzenclubs auf energische Ablehnung gestoßen. Leverkusens Manager Reiner Calmund hatte ebenso eindringlich vor einem Boykott gewarnt wie Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. "Diese Drohung war überhaupt nicht mit den Vereinen abgestimmt. Ich distanziere mich aufs Schärfste davon, denn der Schuss ist nach hinten losgegangen. Ich bin entsetzt über so wenig Fingerspitzengefühl den Fans gegenüber. Man kann nicht 20 Millionen Fernseh-Zuschauer bestrafen, weil Kirch nicht zahlen kann", sagte Rummenigge gegenüber der Tageszeitung "Die Welt".
"Grundversorgung muss gewährleistet sein"
"Ich kann verstehen, dass sich die DFL Optionen offenhält. Aber eines ist klar: Es darf keine schwarze Mattscheibe geben. Das sind wir den Fans schuldig. Die Grundversorgung muss gewährleistet sein. Für den Fußballfan ist es nicht wichtig, wo die Probleme liegen - ob beim Insolvenzverwalter oder anderswo", sagte Calmund.
Offen bleibt, ob der Dachverband der 36 Profivereine die fehlenden knapp 80 Millionen Euro erhält. Gespräche darüber sollen in der kommenden Woche stattfinden. Die Liga hatte gedroht, der insolventen KirchMedia die Übertragung des Saisonfinales zu untersagen, wenn bis Freitagnachmittag keine Garantie für die noch ausstehende vierte Rate für die laufende Saison vorliegt. Diese Garantie fehlt nach wie vor.
Die KirchMedia erklärte unterdessen die vergleichsweise kleine Zahlung. "Dies entspricht anteilig den für diese Spieltage geschuldeten Betrag und bewegt sich im Rahmen des gesetzlich Zulässigen und finanzwirtschaftlich Vertretbaren", hieß es in einer Mitteilung. Weitere Zusagen seien rechtlich nicht möglich: "Für die in der Vergangenheit entstandenen Forderungen der Liga gilt das Insolvenzrecht. Das bedeutet, dass Forderungen der DFL genauso behandelt werden müssen wie Forderungen von Handwerksbetrieben, Lieferanten, Arbeitnehmern und anderen Gläubigern der KirchMedia. Hier sind die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter an die Bestimmungen des Insolvenzrechts gebunden."
Quelle: spiegel.de
Frankfurt - Die letzten beiden Spieltage der Fußball-Bundesliga werden wie gewohnt im Fernsehen übertragen. Im Streit um die Zahlung einer Rate aus dem TV-Vertrag von 100 Millionen Euro hat die DFL einen Kompromissvorschlag der insolventen KirchMedia angenommen und eine Extrazahlung von rund 21 Millionen Euro für den 33. und 34. Spieltag akzeptiert.
"Wir wollen die Zuschauer nicht im Regen stehen lassen", sagte DFL-Sprecher Tom Bender. "Die Annahme dieser Teilzahlung hat keine Auswirkungen auf die nach wie vor bestehende Forderung der Liga auf vollständige Erfüllung der vierten Rate", hieß es in der Pressemitteilung der DFL.
Der von DFL-Boss Werner Hackmann angedrohte Sendeboykott war bei den Spitzenclubs auf energische Ablehnung gestoßen. Leverkusens Manager Reiner Calmund hatte ebenso eindringlich vor einem Boykott gewarnt wie Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. "Diese Drohung war überhaupt nicht mit den Vereinen abgestimmt. Ich distanziere mich aufs Schärfste davon, denn der Schuss ist nach hinten losgegangen. Ich bin entsetzt über so wenig Fingerspitzengefühl den Fans gegenüber. Man kann nicht 20 Millionen Fernseh-Zuschauer bestrafen, weil Kirch nicht zahlen kann", sagte Rummenigge gegenüber der Tageszeitung "Die Welt".
"Grundversorgung muss gewährleistet sein"
"Ich kann verstehen, dass sich die DFL Optionen offenhält. Aber eines ist klar: Es darf keine schwarze Mattscheibe geben. Das sind wir den Fans schuldig. Die Grundversorgung muss gewährleistet sein. Für den Fußballfan ist es nicht wichtig, wo die Probleme liegen - ob beim Insolvenzverwalter oder anderswo", sagte Calmund.
Offen bleibt, ob der Dachverband der 36 Profivereine die fehlenden knapp 80 Millionen Euro erhält. Gespräche darüber sollen in der kommenden Woche stattfinden. Die Liga hatte gedroht, der insolventen KirchMedia die Übertragung des Saisonfinales zu untersagen, wenn bis Freitagnachmittag keine Garantie für die noch ausstehende vierte Rate für die laufende Saison vorliegt. Diese Garantie fehlt nach wie vor.
Die KirchMedia erklärte unterdessen die vergleichsweise kleine Zahlung. "Dies entspricht anteilig den für diese Spieltage geschuldeten Betrag und bewegt sich im Rahmen des gesetzlich Zulässigen und finanzwirtschaftlich Vertretbaren", hieß es in einer Mitteilung. Weitere Zusagen seien rechtlich nicht möglich: "Für die in der Vergangenheit entstandenen Forderungen der Liga gilt das Insolvenzrecht. Das bedeutet, dass Forderungen der DFL genauso behandelt werden müssen wie Forderungen von Handwerksbetrieben, Lieferanten, Arbeitnehmern und anderen Gläubigern der KirchMedia. Hier sind die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter an die Bestimmungen des Insolvenzrechts gebunden."
Quelle: spiegel.de