Automarkt bricht im September kräftig ein
04. Okt 18:08
Dass viele Deutsche vor der Mehrwertsteuer-Erhöhung noch schnell ein neues Auto gekauft haben, macht sich jetzt in der offiziellen Statistik bemerkbar. Im September schrumpfte der Automarkt spürbar.
Der deutsche Automarkt ist in den ersten neun Monaten um acht Prozent geschrumpft. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sank auf 2,34 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte. Allein im September brach der Automarkt demnach um elf Prozent ein.
Ursache für das kräftige Minus im September ist offenbar der außergewöhnlich starke Vorjahresmonat, als viele Autokäufer vor der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel zuschlugen. Auch für die kommenden Monate bis zum Jahresende zeichnen sich aus diesem Grund weitere Rückgänge ab.
Unter dem Rückgang litten insbesondere einige große heimische Automarken. Nach KBA- Zulassungsstatistik sind Ford mit einem Minus von 15 Prozent und Opel mit 13,2 Prozent weniger Zulassungen am härtesten von der Marktentwicklung seit Jahresbeginn betroffen. VW verlor zwischen Januar und September 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, hält aber immer noch mit einem Anteil von 19,1 Prozent mit weitem Abstand die Position des Marktführers.
BMW/Mini verlor 4,4 Prozent und Audi 4,5 Prozent. Damit schnitten die beiden bayerischen Hersteller besser ab als der Markt. Unter den deutschen Marken konnte sich Mercedes stabil halten, und lediglich Porsche erreichte ein Plus von 3,5 Prozent. Die deutschen Marken machen knapp 64 Prozent des Automarktes aus.
Auch die ausländischen Autohersteller mussten in den ersten neun Monaten auf dem deutschen Markt überwiegend Federn lassen. Toyota/Lexus, nach einer jahrelangen Erfolgsgeschichte schon fast die Nummer eins unter den Importmarken, hatte einen Rückschlag von 8,2 Prozent zu verkraften.
Auch Renault/Dacia, mit einem Marktanteil von 4,4 Prozent als größte Importmarke noch ganz knapp vor Toyota, ging mit einem Minus von 9,5 Prozent aus dem Ring. Die Marke Skoda aus dem VW-Konzern konnte mit einem Absatzplus von 1,2 Prozent Boden gut machen und hat bereits einen Marktanteil von 3,8 Prozent und den dritten Rang unter den Importmarken erreicht. (nz/dpa/AP)
quelle: netzeitung.de
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