NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen werden am Donnerstag zu Handelsbeginn kaum verändert erwartet. Zumeist positive Einzelhandelsumsätze sowie der deutliche Rücksetzer des Ölpreises hätten die vorbörsliche Stimmung geprägt, hieß es am Markt. Mit der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten seien die Gewinne der Futures zuletzt etwas abgeschmolzen.
Der Future auf den S&P-500-Index INX.IND gab gegen 14.45 Uhr um 0,80 Punkte auf 1.311,50 Zähler nach. Am Mittwoch hatte der S&P 500 0,41 Prozent auf 1.307,85 Zähler nachgegeben. Der Future auf den NASDAQ-100-Index NDX.X.IND NDX.X.NQI rückte 1,00 Punkte auf 1.694,50 Zähler vor. Am Vortag war der Auswahlindex um 0,21 Prozent auf 1.686,30 Punkte gesunken.
Aktien von Wal-Mart Stores WMT.NYS WMT.FSE legten im vorbörslichen US-Handel leicht zu. Der weltgrößte Einzelhändler hat im April in den USA seinen vergleichbaren Umsatz um 6,8 Prozent gesteigert. Der Gesamtumsatz in der Berichtsperiode bis zum 30. April legte laut Unternehmensangaben dank des Ostergeschäfts um 16,0 Prozent auf 25,871 Milliarden Dollar zu. Für die Mai-Periode rechnet der Konzern mit einem Umsatzanstieg von 2 bis 4 Prozent.
Starbucks-Papiere SBUX.NAS SRB.FSE gaben dagegen trotz deutlicher Ergebnissteigerung vorbörslich nach. Die Kaffeehauskette hat im abgelaufenen Quartal mehr als ein Viertel mehr Gewinn erwirtschaftet als ein Jahr zuvor. Allerdings habe sich das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis im April gegenüber dem Vormonat abgeschwächt, hieß es am Markt. Das obere Ende der Wachstumsprognose zwischen 3 und 7 Prozent sei knapp verfehlt worden.
Aktien von Eastman Kodak EK.NYS KOD.ETR büßten ebenfalls leicht ein. Der Fototechnikkonzern hat im ersten Quartal einen noch größeren Verlust verbucht als im Vorjahr und überdenkt die Zukunft seines Gesundheitsbereichs.
International Paper IP.NYS INP.ETR waren dagegen vorbörslich gefragt. Der Papierhersteller ist im ersten Quartal wegen der bevorstehenden Abspaltung zweier Töchter tief in die roten Zahlen gerutscht. Vor den Sonderkosten für den geplanten Verkauf sank der Gewinn allerdings nicht so stark wie von Experten erwartet.
Aktien von Electronic Arts ERTS.NAS ERT.ETR brachen im vorbörslichen US-Handel ein. Der weltweit führende Hersteller von Videospielen ist im vierten Quartal des Geschäftsjahres steuerbedingt in die Verlustzone gerutscht. Zudem würden die Ergebnisse des laufenden Jahres deutlich unter den Markterwartungen bleiben, hieß es.