Vor der Fed-Sitzung, die heute und morgen läuft, wird sich niemand groß aus dem Fenster lehnen, auch in USA dürfte es (volatil) seitwärts laufen.
Es wird befürchtet, dass die drei neuen Fed-Mitglieder (Neubesetzung seit Jan.), die hawkish sind, die Zinserhöhungs-Tendenz verschärfen. In einem gestern veröffentlichten Bericht schrieb ein Analyst, dass das Fed-Statement "hawkish" ausfallen werde. Dies führte zum gestrigen Abverkauf in NY.
Ein weiterer Grund für die Verkäufe ist der Anstieg der Zinsen bei 10-jährigen US-Staatsanleihen (Widerstand bei 4,84 % geknackt, Chart unten). Die Zinsen auf die 10-jährigen setzt übrigens der Bondmarkt, die Fed legt nur die Kurzfristzinsen fest.
Über die Gründe, warum die 10-jährigen Zinsen steigen, wird viel spekuliert. Bullen sagen, es läge daran, dass der US-Housing-Sektor sich wieder fängt, oder an der stärker werdenden US-Wirtschaft. Bären sagen, der Bondmarkt nimmt steigende Inflation infolge der Housing-Krise vorweg - oder sie sagen, Asiaten kaufen weniger US-Staatsanleihen, was deren Kurse senkt und so die Renditen hochtreibt.
Fakt aber bleibt: Höhere Zinsen sind schlecht für Aktien und für die Wirtschaft. Das gilt besonders für den Zinsanstieg bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen, deren Zinssatz maßgeblich für Firmenkredite ist.
