Wall Street Update: Börsen im Vorfeld der Fed-Entscheidung fester
Am Dienstagmittag bleiben die US-Börsen in der Gewinnzone. Der Down Jones gewinnt 0,70 Prozent auf 10.610 Punkte, die NASDAQ kann derweil einen Aufschlag von 0,56 Prozent auf 2.176 Punkte vorweisen.
Neben Quartalszahlen wird die heutige Sitzung der Fed das Handelsgeschehen maßgeblich bestimmen. Die meisten Experten gehen davon aus, dass Alan Greenspan heute den Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte auf dann 3,50 Prozent erhöhen wird. Zudem wurden bereits vor Börsenbeginn Daten zur US-Produktivität im zweiten Quartal bekannt gegeben. Dabei lag der Produktivitätsanstieg im zweiten Quartal mit 2,2 Prozent über den Erwartungen. Die Lohnstückkosten stiegen lediglich um 1,3 Prozent. Nachbörslich erwartet zudem die Börsianer noch ein Highlight. Die Zahlen von Walt Disney und Cisco Systems stehen an.
Die Fluggesellschaft Turkish Airlines hat eine Option zum Kauf von acht Maschinen vom Typ Boeing 737-800 ausgeübt. Dies gab Boeing bekannt. Laut der Pressemitteilung des weltweit zweitgrößten Flugzeugkonzerns sollen die Maschinen im Jahr 2008 ausgeliefert werden. Die Order ist Teil eines im Jahr 2004 von der türkischen Fluglinie an Boeing vergebenen Auftrags über dem Kauf von 15 Maschinen vom Typ Boeing 737. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
Der amerikanische Uhren- und Modeschmuckhersteller Fossil Inc. (ISIN US3498821004/ WKN 886238) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund rückläufiger Margen einen Gewinnrückgang. Wie der Konzern bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 9,7 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 15,8 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 14 Cents erwartet. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 9,8 Prozent auf 226,2 Mio. Dollar, was leicht unterhalb der durchschnittlichen Markterwartung von 232 Mio. Dollar lag. Für das zweite Halbjahr senkte Fossil die Ergebnisprognose von 1,02 Dollar je Aktie auf 85 Cents je Anteilsschein. Für das laufende Quartal gehen Analysten von einem EPS von 38 Cents aus, während der Konzern einen Gewinn je Aktie von 28 Cents erwartet.
Die amerikanische Telefongesellschaft MCI Corp. konnte im zweiten Quartal aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen trotz eines Erlösrückgangs wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wie der Konzern, der kurz vor der Übernahme durch die Verizon Communications Inc. (ISIN
US92343V1044/ WKN
868402) steht, am Dienstag bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 64 Mio. Dollar bzw. 19 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 71 Mio. Dollar bzw. 22 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 3 Cent je Aktie erwartet. Der Konzernumsatz verringerte sich um 10 Prozent auf 4,70 Mrd. Dollar, während Marktbeobachter zuvor einen Erlösrückgang auf 4,63 Mrd. Dollar erwartet hatten. Für das laufende Quartal erwarten Analysten einen Verlust von 2 Cents je Anteilsschein sowie einen Umsatz von 4,42 Mrd. Dollar.
Die amerikanische King Pharmaceuticals Inc. (ISIN
US4955821081/ WKN nicht bekannt) konnte aufgrund der starken Nachfrage nach verschreibungspflichtigen Medikamenten beim Umsatz deutlich zulegen und damit wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wie der Pharmakonzern bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 20,5 Mio. Dollar bzw. 8 Cents je Aktie, nach einem Minus von 62,9 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie im Vorjahresquartal. Ohne die Berücksichtigung von Einmalbelastungen lag der Nettogewinn bei 106,7 Mio. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 22 Cents erwartet. Der Konzernumsatz verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von 275,5 Mio. Dollar um 68 Prozent auf 462,9 Mio. Dollar, womit die durchschnittliche Marktschätzung von 392,5 Mio. Dollar deutlich geschlagen werden konnte. Für das laufende Quartal liegen die Marktprognosen bei einem EPS von 20 Cents sowie einem Erlös von 388 Mio. Dollar.
Die US-amerikanische Videothekenkette Blockbuster Inc. (ISIN
US0936791088/ WKN
924821) weitete im zweiten Quartal 2005 ihren Verlust aus.Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, sanken die Umsatzerlöse auf 1,40 Mrd. Dollar, nach 1,42 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies bedeutet ein Minus von 1,6 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Nettoverlust von 48,6 Mio. Dollar oder 27 Cents je Aktie auf nun 57,2 Mio. Dollar bzw. 31 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS auf -22 Cents, während Analysten mit -10 Cents gerechnet hatten. Für das laufende dritte Quartal 2005 gehen Analysten von einem Gewinn je Aktie von 13 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 1,46 Mrd. Dollar aus.
Der amerikanische Kabelnetzbetreiber Cablevision Systems Corp. (ISIN
US12686C1099/ WKN
870536) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund höherer Nutzerzahlen im Telefonie- und Internetbereich einen Gewinn. Wie der Konzern am Dienstag bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 221 Mio. Dollar bzw. 77 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 187,1 Mio. Dollar bzw. 65 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung nicht weiter geführter Geschäftsaktivitäten lag der Nettoverlust bei 6 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 12 Cents je Aktie erwartet. Der Konzernumsatz kletterte von 1,16 Mrd. Dollar auf 1,23 Mrd. Dollar, was leicht unterhalb der Analystenschätzung von 1,27 Mrd. Dollar lag. Für das laufende Quartal erwarten Analysten einen Verlust von 8 Cents sowie einen Erlös von 1,24 Mrd. Dollar.
Gruß Moya 