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ANSCHLAG IN PAKISTAN - Bhutto stirbt bei SelbstmordanschlagDatum 27.12.2007 - Uhrzeit 14:51 (© BörseGo AG 2007, Autor: Paulus Alexander, Charttechniker, © GodmodeTrader - www.godmode-trader.de/)
Externe Quelle: SpiegelOnline
ANSCHLAG IN PAKISTAN
Bhutto stirbt bei Selbstmordanschlag
Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist nach Angaben ihrer Partei bei einem Selbstmordattentat getötet worden. Kurz nach der Explosion hatte es zunächst geheißen, Bhutto habe den Anschlag unverletzt überstanden.
Berlin - Die frühere pakistanische Ministerpräsidentin Benazir Bhutto ist bei einem Selbstmordattentat getötet worden. Das teilte ihre Partei mit. Auch ein Sprecher des pakistanischen Innenministeriums, Javed Cheema, bestätigte, dass Bhutto ihren Verletzungen erlegen sei, die sie offenbar durch einen Bombensplitter erlitten habe. Die Nachrichtenagentur AP zitierte einen Helfer Bhuttos mit der Aussage, ein Attentäter habe der Politikerin in Hals und Brust geschossen, als diese in ihr Fahrzeug steigen wollte. Anschließend habe sich der Mann in die Luft gesprengt.
AFP
Benazir Bhutto: Die frühere Regierungschefin starb bei einem Selbstmordattentat
Der Anschlag auf die Wahlkampfveranstaltung von Bhuttos Partei in der Garnisonsstadt Rawalpindi riss nach ersten Zeugenaussagen mindestens 20 Menschen in den Tod, etwa 20 weitere wurden verletzt.
Bhutto hatte knapp zwei Wochen vor der Parlamentswahl vor tausenden Anhängern gesprochen. Die Polizei sprach von einem Selbstmordanschlag. Der genaue Hergang war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, vor der Explosion seien Schüsse gefallen. Kurz nach der Explosion hatte es zunächst geheißen, Bhutto habe den Anschlag unverletzt überstanden.
Vor dem Krankenhaus versammelten sich Anhänger Bhuttos. Einige traten vor Wut die Glastür am Haupteingang ein, andere brachen in Tränen aus. Viele bedachten den Präsidenten Pervez Musharraf mit Schmährufen.
Der Anschlag am Donnerstag war bereits der zweite Anschlag auf Bhuttos Leben innerhalb von rund zwei Monaten. Auf einen Autokorso aus Anlass ihrer Rückkehr aus dem Exil wurde am 18. Oktober ebenfalls ein Anschlag verübt. Damals starben über 140 Menschen.
Bhutto hatte ihre Kundgebung in der Garnisonsstadt Rawalpindi eigentlich schon früher abhalten wollen. Präsident Pervez Musharraf hatte sie jedoch aufgefordert, diese aus Sicherheitsgründen zu verschieben.
Zuvor war bereits eine Wahlkampfveranstaltung des früheren Ministerpräsidenten Nawaz Sharif in der Nähe von Islamabad überfallen worden. Laut Polizei töteten unbekannte Angreifer mindestens drei Menschen. In Agenturberichten war von mehreren Verletzten die Rede. Sharif, der die Veranstaltung besuchen wollte und in der Nähe war, blieb unverletzt. Er warf den Behörden vor, absichtlich nicht genug für die Sicherheit seiner Anhänger gesorgt zu haben. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, von wem der Angriff ausging.
In Pakistan wird am 8. Januar ein neues Parlament gewählt. Bei den Toten und den drei Verletzten soll es sich allesamt um Mitglieder von Sharifs Partei Pakistanische Muslimliga (PML) handeln. Oppositionspolitiker Sharif war Ende November aus Saudi-Arabien zurückgekehrt. Er ist neben Bhutto einer der prominentesten Gegner von Staatspräsident Musharraf.
cvo/phw/dpa/AP/Reuters/AFP