New York, NY (aktiencheck.de AG) - Die amerikanische Citigroup Inc. (ISIN US1729671016 / WKN 871904) musste im vierten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen in Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise einen deutlichen Verlust ausweisen und kündigte im Anschluss tiefgreifende Maßnahmen zur Restrukturierung an.
Wie der Finanzkonzern am Dienstag erklärte, belief sich der Nettoverlust im Berichtszeitraum auf 9,83 Mrd. Dollar bzw. -1,99 Dollar je Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Nettogewinn von 3,62 Mrd. Dollar bzw. 72 Cents je Aktie ausgewiesen werden konnte. Das Ergebnis im Berichtszeitraum beinhaltete unter anderem Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Wertberichtigungen und Abschreibungen bei Hypothekenderivaten in Höhe von 18,1 Mrd. Dollar vor Steuern sowie negative Sondereffekte in Höhe von 4,1 Mrd. Dollar in Zusammenhang mit Wertberichtigungen bei Konsumentenkrediten. Der Gesamtumsatz verringerte sich von 23,83 Mrd. Dollar auf 7,22 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 1,03 Dollar sowie einen Umsatz von 10,84 Mrd. Dollar erwartet.
Im Anschluss kündigte der durch die Kreditkrise ins Schlingern geratene Finanzkonzern eine Reihe von Maßnahmen zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und der Finanzkraft des Konzerns an. Unter anderem soll die Dividendenausschüttung je Quartal auf 32 Cents je Aktie zurückgefahren werden. Des Weiteren wurde die Platzierung von Wertpapieren im Gesamtvolumen von 12,5 Mrd. Dollar angekündigt. Diese Finanzierung beinhaltet Erlöse in Höhe von 6,88 Mrd. Dollar aus einem Private Placement bei verschiedenen Investoren wie etwa dem Government of Singapore Investment Corporation Pte Ltd (GIC), der Capital Research Global Investors; Capital World Investors und der Kuwait Investment Authority. Des Weiteren will der Finanzkonzern den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten weiter fortsetzen.
Die Aktie der Citigroup notierte zuletzt bei 29,06 Dollar. (15.01.2008/ac/n/a)
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
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