Erst kürzlich hatte WirtschaftsWoche heute erklärt, wie man aus Word-Dokumenten mehr herauslesen kann, als dem Verfasser lieb ist. Auf die gleiche Weise haben Journalisten der Süddeutschen Zeitung jetzt herausgefunden: Die Machbarkeitsstudie für den Transrapid wurde geschönt. An den Computerdateien sei zu erkennen, dass noch unmittelbar vor Abgabe des Gutachtens Zahlen verändert und Passagen umformuliert wurden.
Die Datei der Kurzfassung der Studie weist laut "Süddeutsche Zeitung" in der letzten Bearbeitung das Kürzel WA auf, vermutlich Jörg Wagner, Mitarbeiter beim Berliner Ingenieurbüro Krebs und Kiefer, das mit anderen für die Studie verantwortlich zeichnet. Hier seien in letzter Minute brisante Formulierungen entschärft worden. Beispielsweise wurde aus "Die zu erwartenden erheblichen Umwelteinwirkungen" lediglich "die Umwelteinwirkungen". Dass in Bayern "große Trassen ... durch Landschatsschutzgebiete und regionale Grünzüge" verlaufen, tauche gar nicht mehr auf.
Außerdem wurde die Fahrgast-Kapazität erhöht, indem eine größere freie Fläche für Stehplätze angegeben wurde. Aus 86 Quadratmetern wurden 98 Quadratmeter, aus 172 Stehplätzen 196. Insgesamt sollen statt 320 plötzlich 536 Fahrgäste Platz finden.
Auch bei der Wirtschaftslichkeitsstudie ergeben sich dem Bericht zufolge Differenzen. In der neuen Fassung beliefen sich die voraussichtlichen Betriebskosten auf des Transrapid in Bayern im Jahr 2015 auf 32,5 Millionen Euro statt auf 33,4 Millionen Euro. Zudem seien Fußnoten verschwunden, in denen darauf hingewiesen worden sei, dass die Ausgaben die Einnahmen übersteigen könnten.
Das Ingenieurbüro Krebs und Kiefer habe keine Stellungnahme abgeben wollen. Jörg Wagner habe allerdings eingeräumt, in der Schlussphase noch an dem Dokument gearbeitet zu haben.
Quelle: wiwo / cla
Die Datei der Kurzfassung der Studie weist laut "Süddeutsche Zeitung" in der letzten Bearbeitung das Kürzel WA auf, vermutlich Jörg Wagner, Mitarbeiter beim Berliner Ingenieurbüro Krebs und Kiefer, das mit anderen für die Studie verantwortlich zeichnet. Hier seien in letzter Minute brisante Formulierungen entschärft worden. Beispielsweise wurde aus "Die zu erwartenden erheblichen Umwelteinwirkungen" lediglich "die Umwelteinwirkungen". Dass in Bayern "große Trassen ... durch Landschatsschutzgebiete und regionale Grünzüge" verlaufen, tauche gar nicht mehr auf.
Außerdem wurde die Fahrgast-Kapazität erhöht, indem eine größere freie Fläche für Stehplätze angegeben wurde. Aus 86 Quadratmetern wurden 98 Quadratmeter, aus 172 Stehplätzen 196. Insgesamt sollen statt 320 plötzlich 536 Fahrgäste Platz finden.
Auch bei der Wirtschaftslichkeitsstudie ergeben sich dem Bericht zufolge Differenzen. In der neuen Fassung beliefen sich die voraussichtlichen Betriebskosten auf des Transrapid in Bayern im Jahr 2015 auf 32,5 Millionen Euro statt auf 33,4 Millionen Euro. Zudem seien Fußnoten verschwunden, in denen darauf hingewiesen worden sei, dass die Ausgaben die Einnahmen übersteigen könnten.
Das Ingenieurbüro Krebs und Kiefer habe keine Stellungnahme abgeben wollen. Jörg Wagner habe allerdings eingeräumt, in der Schlussphase noch an dem Dokument gearbeitet zu haben.
Quelle: wiwo / cla