Thor Mining (WKN A0LA4Z) meldete heute eine aktualisierte JORC-konforme Ressourcenschätzung für das Molyhil-Wolfram-Molybdän-Projekt. Der Tonnengehalt stieg um 55 Prozent auf 3,73 Mio. mit 0,51%igen kombiniertem Wolframoxid- und Molybdänsulfidgehalt. Bisher lag die Schätzung bei 2,4 Mio. Tonnen mit 0,8%igen kombiniertem Wolframoxid- und Molybdänsulfidgehalt. Im Zuge des Ressourcenupdates konnten substantielle Anteile der Gesteinsmenge in die beiden höchsten Kategorien „Measured“ und „Indicated“ überführt werden, was die Planungssicherheit noch weiter erhöht.
Im Detail geht man von einem „Measured“-Vorkommen in Höhe von 0,53 Mio. Tonnen mit 0,42 Prozent Wolframoxid und 0,27 Prozent Molybdänsulfid (+43 Prozent), einem „Indicated“-Vorkommen von 2,4 Mio. Tonnen mit 0,39 Prozent Wolframoxid und 0,17 Prozent Molybdänsulfid (+37 Prozent) sowie einem „Inferred“-Vorkommen in Höhe von 0,8 Mio. Tonnen mit 0,15 Prozent Wolframoxid und 0,1 Prozent Molybdänsulfid (> +200 Prozent) aus.
Die Endresultate des kürzlich fertiggestellten Bohrprogramms wurden durch unabhängige geologische Berater in ein neues Modell des Vorkommens eingefügt. Es enthält 8,4 Mio. Pfund Molybdän sowie 1.276.200 metrische Tonnen Wolfram. Das ist mit den bisherigen Angaben vergleichbar, wobei diese nun in einer höheren JORC-Kategorie eingruppiert wurden. Damit ist das Vertrauen in den oberen Teil des Blockmodells und die Kontinuität der Mineralisierung weiter gestiegen.
Die deutliche Steigerung der Tonnage in der „Inferred“-Kategorie basiert auf einer Reihe von Tiefenbohrungen, die in 2006 durchgeführt wurden. Hier sind noch weitere Testbohrungen erforderlich, da die Gänge in Richtung Südosten in die Tiefe noch offen sind, obwohl der Mineralisierungsgrad hier geringer ist. Dieser niedrige Mineralisierungsgrad hat die gesamte Ressourcenschätzung beeinflusst, wobei das Management davon ausgeht, den Grad der Mineralisierung durch den Einsatz von speziellem Bohrgerät verbessern zu können.
Mit dem nun vorliegenden Update sollen die Planungen für den geplanten Tagebau optimiert werden. Hier werden in Kürze Ergebnisse erwartet. Die Verbesserung der Qualität des Vorkommens dürfte sich bei den laufenden Verhandlungen im Hinblick auf einen Abnahmevertrag hilfreich erweisen.
In Australien sorgte diese Meldung für einen Kurseinbruch von rund 25 Prozent. Unseres Erachtens nach ist die Reaktion mehr als überzogen. Die Pläne für den Aufbau einer Mine sind dadurch nur bestätigt worden. Die Verzögerung des Abschlusses eines Abnahmevertrages ist ärgerlich, da es den Produktionsstart verhindert, aber kein Beinbruch. Auch insbesondere vor dem Hintergrund von Übernahmeaktivitäten in der Branche erscheint Thor Mining interessant.
Am vergangenen Freitag wurde bekannt, dass der milliardenschwere Konzern Sojitz Corp. aus Japan den profitablen Wolframproduzenten Primary Metals (WKN
A0BLR7) übernehmen will. Sojitz bietet den Aktionären von Primary Metals eine Barabfindung von 3,65 CAD (=rund 2,50 Euro) pro Aktie.
Der Wert der gesamten Transaktion würde sich auf 54 Mio. CAD belaufen. Der Angebotspreis stellt einen Aufschlag von 59 Prozent zum durchschnittlichen Handelspreis der letzten 30 Tage und einen Aufschlag von 38 Prozent zum Schlusskurs der Aktie am 2. August 2007 dar.
Auch wenn die Chinesen bei Thor Mining als Abnehmer abgesprungen sind, könnten sich Unternehmen aus Japan oder Korea für diese Chance dankbar zeigen. Mutige Investoren mit stahlharten Nerven setzen bei Thor Mining auf einen Rebound. Karsten Busche ist Chefredakteur vom Rohstoff-Börsenbrief „Global Profit Scout”.
Unser unabhängiges Experten-Team ist für Sie weltweit auf der Jagd nach aussichtsreichen Rohstoffunternehmen, die unseren Lesern hohe Renditen bescheren. Wir entdecken unterbewertete Aktien meist sehr viel früher als andere Marktteilnehmer, da wir unser Ohr am Puls des Marktes haben. Dabei stützen wir uns auf ein weitläufiges Netzwerk in Europa und Nordamerika.