In Bezug auf 10 Jahre - Wieso muss da erst eine "vernünftige?" Batterie erfunden werden?
Du als Mathematiker solltest die bekannte Entwicklung doch selbst einschätzen können (Zinseszins).
Jedes Jahr, seit vielen Jahren, verbessert sich die "Leistung" (je nach Quelle ein Mischmasch von Wattstunden je kg, Wh je Volumen, Kosten je Wh, Zyklen-festigkeit) bei Batterien erheblich.
Hr. Schenk von Mercedes sagt, sie verbessern die Kapazität jedes Jahr um 14%.
www.caradvice.com.au/450725/...y-improvements-by-280-per-cent/
Das ist wohl Propaganda, andere Quelle im Internet sagen 5 (Elon Musk), 8 oder 10 %.
Nehmen wir mal konservativ 8% Verbesserung pro Jahr an.
Dann würden in 10 Jahren aus der neuen 100 kWh-Batterie von Tesla (380 Meilen Reichweite nach Europäischer Norm) 216 kWh werden (820 Meilen). Das wären 1313 km Reichweite. Im Spitzenmodell. Bei ganz normaler Fortsetzung des Trends der letzten Jahre. Ohne eine extremen Sprung dem man mit einem Durchbruch durch neue Materialen erwarten könnte. Wieso braucht es da eine neue Erfindung? Ah, vielleicht ist das Spitzenmodell kein gutes Beispiel für Ottonormalverbraucher?
Beim einem Standardmodell wird es so aussehen: Der Tesla 3 wird nächstes Jahr wohl mit 60 kWh in der Basis rauskommen (220 Meilen Reichweite nach strengerer USA-Norm). In 10 Jahren normaler Batterieentwicklung wären das dann 130 kWh (475 Meilen = 760 km)
Wem reicht das dann im Basismodell nicht?
Diese ganzen Rechenspielereien zeigen aber auch, dass sinnvollerweise irgendwo Schluss sein wird mit grösserer Batterie. Bei rund 160 kWh kommt ein Model S dann 500 Meilen = 800 km weit. Mehr macht wenig Sinn, man kann von da an also die Batterie einfach so gross lassen (im Topmodell) und die jährlichen Verbesserungen bei der Kapazität dann einfach in geringere Kosten je Auto umsetzen. Batterieautos werden im Prinzip jedes Jahr billigerer werden (je kWh Batterie), Verbrenner jedes Jahr teurer (durch ständigen Mehraufwand bei stringenteren Abgasnormen die zu erfüllen sind). Und der Unterhalt bei Batterieautos ist sowieso günstiger (kein Ölwechsel, kein kaputter Auspuff, etc).
Der Verbrenner hat somit keine Chance, die Frage ist nur noch wann der Todesstoß kommt.
Ich denke, so in 2020-22 wird es sehr interessant werden. Wenn dann Privatleute vor der Qual der Wahl stehen welchen Typ sie neu kaufen sollen kommt nämlich folgende Frage auf: Wer wird mir in 3-5 Jahren meinen Wagen als Gebrauchten abkaufen, und was bekomme ich dann dafür? Die Leute in 2020 werden dann realisiert haben, dass immer mehr Elektroautos angeboten werden, die Ladeinfrastruktur Fernfahrten ohne Probleme erlaubt, Service für E-Autos verbreitet ist und in immer mehr Städten Verbrenner verboten werden. Sie werden wissen, das 3-5 Jahre später keiner der normal rechnet einen gebrauchten Verbrenner zu akzeptablen Kosten mehr kaufen wird, außer E-Autohasser und spezielle Sonderfälle.
Noch ist der Wiederverkaufswert für E-Autos miserabel (außer für Teslas), aber das wird zu ungunsten de Verbrenner kippen sobald die Batterien in der Basisversion ordentliche kWh haben, so dass auch der Gebrauchte dann nach 3 Jahren noch deutlich mehr als 100 km weit kommt. Und dann geht es plötzlich ganz schnell. Disruptive Technology hallt. Ich denke so Pi mal Daumen in 10 Jahren von heute ist Game over für den Verbrenner als Neuwagen.