wie seht ihr das nach oben keine Kraft dann bleibt nur der weg nach unten
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Moin, hatte ich vorhin im VT gelesen:
www.n-tv.de/wirtschaft/...erloop-Strecken-article17704121.html
(fall noch nicht gepostet...) Wikipedia zur Historie:
"Die grundlegende Idee der Fortbewegung ohne Luftwiderstand in einer evakuierten Röhre stellte George Medhurst bereits im Jahr 1812 vor. Früheste Konzepte für Fortbewegung in (teil-)evakuierten Röhren sind bereits aus den 1910er Jahren bekannt. Seit den 1970er Jahren wurden mehrere Konzepte veröffentlicht, die auch breitere Bekanntheit erlangten, jedoch bisher nie umgesetzt wurden.
Musk begann die Konzeption von Hyperloop aus Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Hochgeschwindigkeitszug-Projekts California High-Speed Rail. Er sprach erstmals am 12. Juli 2012 öffentlich über seine Idee und über Charakteristika und Umsetzungsperspektiven dafür. In einer informellen Gruppe mit etwa einem Dutzend Mitarbeitern seiner Firmen Space X und Tesla Motors arbeitete er das Konzept im Laufe des folgenden Jahres aus und veröffentlichte es im August 2013.
Für die weitere Entwicklung regt Musk ein offenes, partizipatives Konzept vergleichbar der Entwicklung freier Software an und bittet um Einsendung von Verbesserungen."
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Letzens waren wir hier im Stadttheater in dem sehr guten Theaterstück "Die Vermessung der Welt" nach einer sehr erfolgreichen, auf der Historie basierenden Romanvorlage (übrigens irre gute Schauspieler v. Kulturkreis Neuwied)
Es geht darin um die beiden sich ergänzenden genialen Forscher C.-F. Gauß und A. von Humboldt.
Gauß sinnierte (das war so ca. um 1800 damals..) zu Anfang des Stückes über eine extrem schnelle Verbindung mittels Magnettechnik. Ich meine, es war von Göttingen nach Berlin oder Potsdamm. Könnte er das heute doch alles so wie wir noch mit erleben...
"gebe zu, extrembelastung, aber er macht schon relativ schnell schlapp unser 700 PS gleiter."
Also erstens sind das für Supersportwagen keine Extrembelastungen, sondern ihre einzige Bestimmung, und zweitens sieht man daran, wie sinnlos die 700 PS und 3,0s des Tesla sind. Das ist völlig sinnloses Marketing. Unbrauchbar, es sei den man will sich in der Stadt an Beschleunigungsrennen ab der Ampel ergötzen.
Ich habe mir inzwischen tatsächlich die Mühe gemacht, ein bisschen mit Beschleunigungen und Energien rumzurechnen. Sehr überschlägig und mit konstanten Beschleunigungen und ohne Reibungsverluste. Aber immerhin.
Ein normales Auto (0-100km/h in 8,0s) macht 3,5m/s^2 oder 0,35g (g=Erdbeschlg.=9,81m/s^2). Ein Tesla-S (0-60mph in 3,0s) macht 0,9g. Ein Großflugzeug (0-350km/h in 20s) macht beim Start bis zum Abheben 0,5g.
Ich denke, mehr als 0,5g sind auch für einen Hyperloop nicht sinnvoll, soll den Passagieren nicht schlecht werden. Das würde dann zum Anfahren bis 1.200km/h 68s dauern und 11,3km brauchen (Bei 1g jeweils halb so viel). Entsprechend viel zum Abbremsen.
==> Der Hyperloop braucht ca. 22km nur zum Anfahren und Abbremsen. Dazwischen sollte er vielleicht eine Weile mit 1.200km/h fahren, weil er ja nur dort Vorteile hat.
==> Weniger als ein paar Hundert Kilometer zwischen Haltestellen machen keinen Sinn. (Das war klar).
Die Zentrifugalbeschleunigung (Querbeschleunigung) eines Autos mit 180km/h auf einer Autobahn mit 1.000m Kurvenradius ist 0,25g. Ein ICE mit 300km/h auf einer Kurve mit 3.000m Radius 0,24g. Viel mehr dürfte auch einem Hyperloop-Passagier nicht zumutbar sein.
==> Damit der Hyperloop mit 1.200km/h und 0,25g Querbeschleunigung fahren kann, braucht es Kurvenradien von 45.000m.
==> Da das ca. 45 bis 15 mal mehr ist als bei Autobahnen oder Schnellzugsstrecken, ist es völlig unmöglich, den Hyperloop entlang Autobahnen oder Schnellzugsstrecken aufzuständern. Es braucht komplett eigene Trassen. Und damit den gesamten finanziellen und rechtlichen Aufwand für Erwerb des Grunds zusätzlich zum eigentlichen Bau der Strecke.
(Das sind eher deutsche Zahlen. Aber auch in China oder USA sind Strecken nicht schnurgerade, weil es auch dort Gelände gibt. Höhenunterschiede habe ich gar nicht betrachtet).
Zurück zum Anfahren: Besagtes Großflugzeug mit ca. 550 Passagieren, 550t Masse zum Abheben mit 350km/h zu bringen, braucht 722 kWh. Allerdings dann noch sehr viel mehr, um ihn vollends auf Reisegeschwindigkeit 900km/h und Reiseflughöhe 12.000m zu bringen. Insgesamt 22,8MWh oder 41kWh/Passagier für das Erreichen des Reisezustands.
(Das sind rein physikalische Beschleunigungs- und Hubarbeiten ohne Berücksichtigung von Reibungen und Luftwiderstand. Tatsächlich sind die erforderlichen Energien insbesondere wegen des Luftwiderstands sehr viel höher.)
Für eine Hyperloop-Zelle mit 15t und 28 Passagieren lauten die entsprechenden Zahlen bis Reisezustand 231kWh oder 8,3kWh/Passagier, was wegen keiner Hubarbeit und sehr viel weniger Luftwiderstand näher an der Realität als im Fall Flugzeug sein dürfte. Allerdings habe ich wirklich keine Ahnung, welche Energie es braucht, das Teilvakuum in den Hunderten Kilometern langen Röhren aufrecht zu erhalten. (Abgesehen von dem Verlust durch undichte Röhren müssen an den Haltestellen ja Luftschleusen sein, was je nach Ausführung einen gewissen Vakuum- und Zeitverlust bedeutet.)
Was das Abbremsen angeht, so braucht ein Flugzeug wegen des Luftwiderstands dafür nichts (erst auf der Landebahn für die letzten paar hundert Meter). Ein Hyperloop aber viel. Schlimmstenfalls so viel wie für das Beschleunigen. Ich habe keine Ahnung, ob und wieviel Energie man beim Bremsen rekuperieren kann.
==> Unter dem Strich glaube ich, dass es bzgl. reinem Energieaufwand im Betrieb um einen hohen einstelligen Faktor effizienter sein dürfte, einen Passagier mit Hyperloop statt Flugzeug zu befördern.
Bleiben wir mal bei einer Hyperloop-Verbindung, die pro Tag 16 Stunden lang alle 10 Minuten eine Zelle in beide Richtungen schickt und beim Abbremsen 40% rekuperiert. Das würde dann 62,2MWh/Tag brauchen oder eine Leistung von 2,5MW. Auch wenn wir noch den Unterhalt des Vakuums und der Geschwindigkeit während der freien Reisefahrt draufschlagen (meinetwegen das Doppelte oder Dreifache) wäre das nicht viel. Man bedenke, dass ein Kernkraftwerk wie Biblis zu seinen besten Zeiten 2.525MW lieferte.
==> Unter dem Strich denke ich, dass der Hyperloop bzgl. energetischen Betriebskosten ein dem Flugzeug weit überlegenes Prinzip sein dürfte.
==> Der Riesen-Haken ist aber der Erwerb, Bau und Unterhalt der komplett neuen Trassen für den Hyperloop.
"Das macht ja - sofern es nicht andere Nachteile gibt- selbst bei einer Entfernung von 50km schon Sinn: 37,4km bei 1200km/h machen 103s, also insgesamt 68s+68s+103s=239s = 4 Minuten!"
Na, ich weiß nicht. Erstens würde ich kotzen, alle vier Minuten von 0 auf 1.200km/h und zurück beschleunigt zu werden. Zweitens kam ich in meiner Energie-Rechnung gar nicht auf so eine absurde Idee. Die würde dann wohl dramatisch beschissen aussehen.
Warum redest du so was? Es ist doch wohl klar:
- Dass sich ein Hyperloop im Entfernungsbereich von Flugzeugen abspielen müsste.
- Dabei aber energetisch effizienter wäre (Wegen der Hubarbeit für die Höhe und des Luftwiderstands).
- Leider aber die Strecken für den Hyperloop fehlen. Was der Knackpunkt für ein solches Projekt wäre.
Ich habe keine Lust, auf deine Einwände im Detail einzugehen. Du kannst ja selbst denken und rechnen und das detailliert vortragen.
Nur eins finde ich lustig: "Um nur einen Punkt zu benennen: Tesla versucht die benötigte Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen zu schöpfen und nach Möglichkeit diese selbst zu schaffen ..."
Seit wann schert sich Tesla um die Quellen seiner erforderlichen Energien - außer in Tweets und Pressemitteilungen natürlich? Und seit wann produziert Tesla selbst Energie? Das sind natürlich unfaire Fragen, die ich nie gestellt hätte, weil das ziemlich gemein wäre. Du scheintst aber der lustigen Meinung zu sein, Tesla hätte den ganzen Energie-Prozess im Griff und würde seinen Strom aus quasi nichts - Wind, Sonne - erzeugen. Das ist doch völlig irre. Die hängen an Atom- und Kohlekraftwerken, so wie alle.
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