"Dann warte mal die 1-2 Jahre ab, bis Tesla ihre eigenen einzigartigen Batterien im Markt hat. Die anderen kaufen doch alle nur zu und versuchen die konventionelle Technik zu verbessern. VW hat anscheinend erst vor kurzem neue Cobalt-Verträge abgeschlossen :-)"
Sicher hat Tesla auf dem Batteryday ein innovatives Batteriekonzept vorgestellt, aber auch gleichzeitig eingeräumt, dass vor Serienfertigung noch einige Hürden zu überspringen sind. Erst dann kann man die notwendigen Fabriken im Detail planen und bauen. Das alles könnte dann doch etwas länger als 1 bis 2 Jahre dauern. Und es sind meistens diese letzten Hürden, die dann auch noch die Kalkulation durcheinander bringen. Ob letztlich eine Preisreduktion von 54 % - wie angekündigt - möglich ist, muss abgewartet werden. Dann stellt sich noch die Frage 54% von was? Soweit ich gelesen habe lag der Preis der Zellen zuletzt bei 127 US$/kwh. Bei 54% würde dies dann ~ 81 US$ sein, in einigen Jahren.
VW zahlt angeblich bereits heute unter 100 US$/kwh für Zellen für die ID3/ID4 Akkus und arbeitet mit teilweise den gleichen Zelllieferanten (CATL, LG, Samsung) zusammen, wie Tesla. Darüber hinaus entwickelt und baut VW über Beteiligungen (Quantum Scape/US, Northvolt/SWE und möglicherweise Guoxuan/CHN). Die Northvolt Fabrik in SWE beliefert ab 2021 VW, und das Werk in Salzgitter ab 2024 VW und BMW. Man sollte diesen Herstellern Innovationskraft nicht absprechen, nur weil sie nicht soviel Tamtam machen wie Tesla.
Übrigens, auch Tesla kauft Kobalt aus dem Kongo über Glencore/SUI, und zwar 6000 t pro Jahr.
Objektiv betrachtet, ist weder bei Tesla noch bei den anderen Hersteller ein "Vorsprung" festzustellen. Wie das in 3 oder 5 Jahren aussieht, und welche Akkus/Zellen sich durchsetzen, wird man wohl abwarten müssen.
electrek.co/2019/09/09/vw-battery-cost-gigafactory-northvolt/
www.manager-magazin.de/unternehmen/...-4a76-9b1a-7b33f4e70d71
www.elektroauto-news.net/2020/...nesischer-batteriehersteller
www.nzz.ch/wirtschaft/...in-der-kobalt-zwickmuehle-ld.1564415