Dafür, dass da so viele Autoren sich an der Präsentation beteiligt haben, wurden für meinen Geschmack doch (noch Ende 2018!) einige sachliche Fehler eingearbeitet.
Spätestens wenn es beim Vergleich mit den deutschen Premium Herstellern geht, wird denen schlicht alles zugetraut, hingegen man bei Tesla grundsätzlich alles skeptisch betrachtet.
Taycan wird alles toppen, Daimlers EQC Cockpit wird besser, BMW wird mit dem i4 alle Blumentöpfe gewinnen, iPace wird winner bei der 'Charge Time' - und der bisher real existierende Audi e-tron ist deswegen so toll, weil er *Tusch* die Kamera Aussenspiegel hat?
Es wird überwiegend bekannte Konzept fortgeschrieben: die klassischen Hersteller können alles besser, sie müssen es nur wollen.
Die Realität ist doch eher: Audi hat Probleme, der e-tron ist ein teures Stück deutscher Handwerkskunst geworden, mit dem Audi wohl so schnell nicht den break-even erreichen wird. Dass das so ist, wissen wir aus erster Quelle - vom neuen Audi Chef.
Daimler hat Probleme den EQC z produzieren. Jaguars Produkt hat Reichweiten und Ladeprobleme, und sieht nach der Preisanpassung Teslas recht schlecht aus.
Was Porsche am Ende mit dem Taycan hinkriegt, wird man wohl abwarten müssen.
Und BMW hat bisher nun wirklich nicht viel hinbekommen - sie schwelgen überwiegend noch im Diesel-Traum, und haben halt mal etwas Mini produziert, und schwelgen noch in Ankündigungen. Echte Produkte ausser dem mittlerweile gegenüber Model 3 doch deutlich alt aussehenden i3 sind Fehlanzeige.
Ergo: Die Dinos werden es Tesla bestimmt zeigen, sie haben volle Schubladen. Bestimmt.
Ich hätte nun tatsächlich eine fundiertere, sachlich weniger fragwürdigere Analyse von UBS erwartet, weniger Vorschusslorbeeren, mehr Fakten.
Aber was weiß ich schon ...
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* Der Break-even beim Model 4 wird weiterhin bei 43.000 Dollar angegeben, was m.E. bisher schon mal widerlegt wurde.