Bill Ackman plant Milliarden-IPO: Pershing Square nimmt zweiten Anlauf an die Börse
Der Hedgefonds-Manager Bill Ackman wagt einen neuen Anlauf an die Börse. Mit einem Doppel-IPO will er Milliarden einsammeln – und ein Investmentvehikel nach dem Vorbild von Warren Buffett aufbauen.
Quelle: - picture alliance / Sipa USA | Anthony Behar
Der aktivistische Investor Bill Ackman wagt einen neuen Anlauf auf das Parkett. Seine Investmentfirma Pershing Square Capital Management hat bei der U.S. Securities and Exchange Commission Unterlagen (SEC) für einen Börsengang eingereicht. Ziel ist eine Transaktion mit einem Volumen von mindestens fünf Milliarden Dollar (Dollarkurs) – möglicherweise sogar bis zu zehn Milliarden Dollar.
Im Mittelpunkt steht ein sogenannter Doppel-Börsengang. Neben der Hedgefonds-Managementfirma soll auch der neu geschaffene geschlossene Fonds Pershing Square USA an die Börse gebracht werden. Beide Wertpapiere sollen parallel an der New York Stock Exchange gehandelt werden – allerdings separat, sodass Investoren sie unabhängig voneinander kaufen und verkaufen können.
Die geplante Transaktion ist Teil einer langfristigen Strategie Ackmans. Der Hedgefonds-Manager orientiert sich offen an dem Investmentimperium von Warren Buffett und dessen Holding Berkshire Hathaway. Sein Ziel ist der Aufbau einer börsennotierten Investmentplattform mit dauerhaftem Kapital, die langfristig in große Unternehmen investiert.
Der Plan
Im Rahmen des Börsengangs sollen die Aktien des Fonds zu einem Ausgabepreis von 50 Dollar angeboten werden. Anleger müssen mindestens 100 Aktien erwerben, um an der Emission teilnehmen zu können. Ein besonderer Anreiz für Investoren: Für jeweils 100 Aktien des Fonds sollen Käufer zusätzlich 20 Aktien der Managementgesellschaft erhalten – ohne zusätzliche Kosten.
Bereits vor dem Börsengang hat Pershing Square Zusagen in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar eingesammelt. Das Kapital stammt laut Börsenprospekt unter anderem von Pensionsfonds, Versicherungen, Family Offices und vermögenden Privatanlegern.
Zum Portfolio der Investmentplattform gehören derzeit mehrere große internationale Konzerne, darunter Beteiligungen an Uber, Amazon sowie Brookfield Corporation.
Der Ausblick
Ackman setzt mit dem Börsengang auch auf seine wachsende Bekanntheit bei Privatanlegern. Auf der Plattform X folgen ihm inzwischen mehr als zwei Millionen Nutzer.
Mit dem neuen Fonds will Pershing Square gezielt sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger ansprechen. Der geschlossene Fonds PSUS könnte damit zu einem der wenigen Vehikel werden, über das private Anleger direkten Zugang zu Ackmans Investmentstrategie erhalten.
Der aktuelle Börsengang ist bereits der zweite Versuch. Schon 2024 plante Ackman, seinen geschlossenen Fonds an die Börse zu bringen und bis zu 25 Milliarden Dollar einzusammeln. Das Vorhaben scheiterte jedoch damals an Bewertungsfragen und der Zurückhaltung potenzieller Investoren.
Partnerschaften und Strategie
Seitdem hat Ackman seine Strategie weiterentwickelt. So baute Pershing Square seine Beteiligung an der Immobilienfirma Howard Hughes Holdings aus und übernahm den Versicherer Vantage Risk für rund zwei Milliarden Dollar.
Damit verfolgt Ackman eine Struktur, die stark an Berkshire Hathaway erinnert: Versicherungsprämien und langfristiges Kapital sollen als Basis für neue Beteiligungen dienen. Ziel ist ein dauerhaftes Investmentvehikel, das unabhängig von kurzfristigen Kapitalabflüssen agieren kann. "Dauerhaftes Kapital ermöglicht es uns, eine langfristige Perspektive einzunehmen und in Zeiten von Marktvolatilität opportunistisch zu handeln", heißt es in den eingereichten Unterlagen.
Fazit
Mit dem geplanten Doppel-Börsengang versucht Bill Ackman, seinen Hedgefonds in eine neue Phase zu führen. Gelingt die Transaktion, könnte Pershing Square zu einer börsennotierten Investmentplattform nach dem Vorbild von Berkshire Hathaway werden. Ob Investoren dieses ambitionierte Konzept unterstützen, dürfte sich in den kommenden Monaten entscheiden – doch das Interesse an dem Milliardenprojekt ist bereits jetzt spürbar.
Redaktion Ariva/MW
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.