Telekom zeigt Dt.Bank den mittel Finger!


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preisfuchs:

Telekom zeigt Dt.Bank den mittel Finger!

 
10.08.01 01:24
Telekom erwägt Trennung von Deutscher Bank
Von Juliana Ratner, London, und Bertrand Benoit, Frankfurt

Die Deutsche Telekom erwägt, bei künftigen Geschäften nicht mehr mit der Deutschen Bank zusammenzuarbeiten.

Die Überlegungen stehen in engem Zusammenhang mit dem Verkauf von 44 Millionen T-Aktien, den die Bank am Dienstag im Auftrag mehrerer Kunden ausführte. Nach der Transaktion stürzte der Aktienkurs auf den tiefsten Stand seit November 1998. Auch am Donnerstag setze sich der Verfall fort.

"Die Deutsche Telekom wird mit der Deutschen Bank ein ernstes Wort sprechen müssen und überlegen, wie man darauf reagieren kann", hieß es in Telekom-Kreisen. Die Compliance-Abteilung, also die interne Kontrollinstanz der Deutschen Bank, habe sowohl von dem Verkaufsauftrag als auch von der Kaufempfehlung wissen müssen, die die Research-Abteilung des Finanzdienstleisters nur einen Tag zuvor bestätigt hatte. "Wir sind sehr sehr unglücklich", sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir brauchen mehr Informationen."



Hutchison Whampoa verkauft


35 Millionen der am Dienstag verkauften Aktien stammten von Hutchison Whampoa. Das Unternehmen aus Hongkong hielt seit dem Verkauf der US-Mobilfunkunternehmen Voicestream und Powertel an die Telekom Ende Mai rund 200 Millionen T-Aktien.


Die Deutsche Bank gehörte zum Konsortium beim Börsengang der Telekom 1996. Sie gehörte auch der Gruppe von Banken an, die das ursprünglich bereits für Herbst 2000 geplante Initial Public Offering (IPO) der Telekom-Tochter T-Mobile betreute. Wegen der schlechten Marktlage ist der Börsengang auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben. Andere Geschäfte, die die Deutsche Telekom an konkurrierende Finanzdienstleister vergeben könnte, sind Anleihen und Kreditaufnahmen.


Der Chef des Deutschen Aktieninstituts, Rüdiger von Rosen, bezeichnete die Kaufempfehlung am Donnerstag als "statthaft". An den Fundamentaldaten des Unternehmens habe sich nichts geändert. Zum Handelsschluss in Frankfurt notierte die Aktie am Donnerstag bei bei 20,30 Euro. Analysten rechnen schlimmstenfalls mit einem Absacken des Kurses bis auf unter 15 Euro, was nahezu dem Erstausgabekurs von 28,80 DM entspräche

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sv.Spielkind:

Telekom: "Dynamik nach unten"

 
10.08.01 08:32
Der Aktienkurs der Telekom hat den dritten Tag in Folge verloren. Das Papier sank auch am Donnerstag um mehr als drei Prozent und steht damit nur noch knapp über der 20-Euro-Marke. Dass diese Schwelle dem Kurs nennenswerten Widerstand leistet, wird von Chartanalytikern bezweifelt.Chris-Oliver Schickentanz von der Dresdner Bank wies darauf hin, dass es viele kleine Orders gegeben habe, nun schienen also auch die Kleinaktionäre unruhig zu werden. Auch für die Zukunft machten die Analysten den Anlegern wenig Hoffnung. Schickentanz rechnet damit, dass die T-Aktie in den nächsten Wochen große Kursschwankungen aufweisen wird.

Wenn man nicht davon ausgehe, dass die am Dienstag platzierten 44 Millionen T-Aktien von mehreren Anlegern stammten, könnten sie nur noch von Großaktionären wie Hutchison oder Sonera kommen. Hutchison und Sonera hätten zusammen noch etwa 350 Millionen Aktien. Sonera habe hohe Schulden und auch bei Hutchison sei abzusehen, dass das Unternehmen seine T-Aktien verkaufen werden. Theoretisch könnten in den nächsten Monaten noch etwa 550 Millionen Aktien platziert werden, erklärte die WGZ-Bank.

Als vorstellbar bezeichnete es WGZ-Analyst Jörg Natrop, dass davon etwa 20 Prozent auf den Markt gebracht werden könnten.

Für zusätzlichen Druck auf den Aktienkurs sorgte die Investmentbank Merrill Lynch, die die Aktien des Bonner Konzerns zusammen mit vier weiteren europäischen Telekom-Konzernen auf „Verkaufen“ herunterstufte. Wie bei France Telecom könnte sich wegen der Geschäftsentwicklung und der Marktverfassung ein weiteres Abwärtspotenzial bei den Kursen um 20 bis 25 Prozent ergeben, erläuterte die Investmentbank.

Chartanalytiker: Widerstand bei 20 Euro wackelt

Technische Analysten äußerten wenig Hoffnung, dass die Aktien auf Grund charttechnischer Marken Halt finden werden. „Im Blick steht die psychologische Marke von 20 Euro. Aber die Telekom-Aktien haben bei ihrer Talfahrt in den vergangenen knapp 18 Monaten sehr viel markantere Widerstände regelrecht pulverisiert“, räumte ein Chartanalytiker ein. Angesichts der eher von Marktpsychologie als von fundamentalen Neuigkeiten getriebenen Verkaufswelle sei es möglich, dass Kurse auch bis 15 Euro sacken könnte.

Ein weiterer Analyst riet davon ab, angesichts der niedrigen Kurse in T-Aktien zu investieren. „Wer keine T-Aktien hat, sollte auf keinen Fall einsteigen.“ Das Sentiment sei schlecht und eine Besserung nicht in Sicht. „Offenbar hängen sich die privaten Anleger an die Institutionellen und trennen sich ebenfalls von ihren Beständen“, sagte der Telekommunikations-Experte. Ein Kollege ergänzte: „Das Papier bekommt Dynamik nach unten.“

quelle:wiwo.de

gruss sv.Spielkind

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