Um dem Erinnerungsvermögen einiger Foristen mal auf die Sprünge zu helfen:
Die Aktie erreichte vor 4 Handelstagen am 13.04.2026 ein Allzeittief bei 4,11 EUR.
Soeben erreichte TMV ein neues Tageshoch bei 5,30 EUR.
Das sind +28,9% in 4 Tagen und nicht läppische +5%...
Selbst bei Kursen nahe Allzeittief musste ich mir hier im Forum jede Menge Negativkommentare anhören und Kursziele von 3,50 € oder darunter. Man stelle sich nur einmal vor, ich hätte es endlich "begriffen" wie mies mein TMV-Investment doch ist und hätte bei 4,28 € alles geschmissen statt wie berichtet nochmal Aktien und KOs nachzulegen... wären allein in 4 Tagen mehr als 13k verlorene Rendite.
Das wäre dann genau der Supergau, den ich mit meinem letzten von irgendeinem freundlichen Mitmenschen gelöschten Post "Echt jetzt!" am 16.04.2026 beschrieben hatte.
Manchmal holt einen die Realität dann halt doch viel schneller ein...
Einen Fakt sollten alle, die hier sturheil weiter auf fallende Kurse spekulieren wollen, niemals vergessen: solange ein Unternehmen profitabel wirtschaftet und Cash verdient, erhöht sich Tag für Tag der Substanzwert des Unternehmens... und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo die Unterbewertung so groß wird, dass sie auch vom stärksten Shortseller nicht mehr ignoriert werden kann.
Im Tief waren wir bei mindestens 12% leerverkauften Aktien. Ein Wert, der in normalen Börsenzeiten gewöhnlich nur bei stark insolvenzbedrohten Unternehmen jemals erreicht wird.
Nun leben wir aktuell in alles andere als "normalen" Börsenzeiten und haben neben unfassbar hoher politischer Unsicherheit gleichzeitig mit einer KI-Revolution zu tun, die unsere gesamte Art des Wirtschaftens grundlegend verändern wird. Der eigentliche Witz ist allerdings, dass sich einzelne US Analysten und Hedgefonds anmaßen wollen, schon heute abschätzen zu können, wer die Gewinner und wer die Verlierer der KI Revolution sein werden, wo die Revolution gerade einmal in den Kinderschuhen steckt und sich für TMV und alle Wettbewerber beinahe tägliche neue Geschäftschancen und neue Entwicklungspotenzial auftun.
Bis auf wenige Programmiercracks unter uns dürfte kaum jemand auch nur einen blassen Schimmer davon haben, wie komplex TMVs Produkte sind, wie tief ihre Integration in den IT-Systemen der Kunden verankert sind, wie hoch potenzielle Wechselkosten insbesondere für die hochmargigen Enterprisekunden sind und das wichtigste überhaupt... wie hoch der Teturn on Invest der Kunden bei der Nutzung von TMV-Produkten ist, sprich wie hoch die Produktivitätsvorteile aus Nutzung von Teamviewer One, Frontline, Tensor, DEX, TIA bei den einzelnen Kunden tatsächlich sind...
Gerade letzteres entscheidet am Ende maßgeblich über die Tiefe des Burggrabens...
In Wahrheit diskutieren die meisten Foristen nur vor dem Hintergrund des Chartbilds und ändern dementsprechend ihre Meinungen zu TMV wie ein Fähnchen im Wind...
Aktie runter... sentiment und Momentum mies.. Aktie rauf... hurra... TMV forever...
Die Arroganz, mit der einige Analysten, die letztlich nur Cashflows anschauen, ohne auch nur die geringste Ahnung von den eigentlichen Produkten zu haben, über TMV urteilen und Kursziele mal eben um 50% senken, weil die Aktie gefallen ist, macht mich bisweilen sprachlos. Für diese Menschen scheint das alles nur ein großes Monopoly Spiel zu sein, bei dem die Bank bekanntlich immer gewinnt. Hauptsache Vola und größtmögliche Handelsvolumina, damit mein Arbeitgeber viele Derivate platzieren und KO-Scheine - egal ob long oder short - möglichst häufig wertlos verfallen lassen kann...
Und wir hier im Forum diskutieren auch fast ausschließlich Kurse, statt über die Produkte, das Know how, den Wert des Mitarbeiterstamms etc. zu diskutieren. Eine Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT) des Unternehmens, die Produkte, Geschäftsumfeld, Konkurrenzdruck, Marktstellung etc. durchleuchtet, ist neben der Vergangenheitsanalyse ein unverzichtbares Element jeder Unternehmensbewertung.
Ich behaupte, den Algos und Daytradern ist es völlig egal, ob TMV extrem über- oder unterbewertet ist. Sie traden was sie sehen. Wie Lemminge, die sich am Ende gemeinschaftlich über die Klippe ins Meer stürzen. Bis zum Aufprall auf dem Wasser fühlen sie sich selbst in der Flugphase noch pudelwohl...
Der Tod kommt bekanntlich nicht bei Sturz, sondern beim Aufprall...
In Börsenphasen mit hoher Vola entkoppeln sich Kurse einzelner Aktien bisweilen komplett von der fundamentalen Entwicklung des Unternehmens. Wer in solchen Phasen den inneren Kompass verliert und tatsächlich wertbeeinflussende Faktoren nicht von Sentiment und Marktmomentum trennen kann, wird in Phasen wie diesen fast immer nur schlechte Entscheidungen treffen.
Gerade jetzt, da einzelne Foristen TMV bereits das Totenglöckchen läuten wollen, weil es ihrer Anlagestrategie in den Kram passt oder sie andere Aktionäre einfach nur ärgern wollen, gilt es kühlen Kopf zu bewahren und sich immer wieder der eigenen Anlagestrategie zu besinnen.
Ein Tag wie heute - so erfreulich er für monatelang gebeutelte TMV-Aktionäre wie mich auch ist - macht auf lange Sicht keinen Unterschied, wenn er nicht durch Unternehmenssubstanz gedeckt ist.
Insofern kann ich nur dafür werben, die Kurse endlich Kurse und den Chart Chart sein zu lassen und die Diskussion auf das Unternehmen selbst, die Produkte und deren Nutzen für die Befriedigung von Kundenbedürfnissen zu lenken. Letztlich setzen sich am Markt diejenigen Unternehmen und Geschäftsmodelle durch, die Kundenbedürfnisse am besten befriedigen. Der Kurs sollte der Substanz folgen, nicht umgekehrt.
Hier im Forum wackelt meist der Schwanz mit dem Hund, d.h. ein Unternehmen wir nach der Kursperformance beurteilt statt nach seinen Produkten. Für Kurzfristzocker mag das relevant sein, für Investoren und Langfristanleger sind Nachrichten wie die heutige zu Produktvorstellungen / Innovationen auf der Hannover Messe bei weitem interessanter als irgendeine Chartanalyse...
Ich werde weder heute, noch morgen, noch in wenigen Wochen oder Monaten meine Aktien verkaufen und es ist mir vollkommen schnurz, ob die Aktie an der soeben erreichten SMA100 nun erstmal wieder abverkauft wird, weil die Algos halt so denken, oder ob der Kurs kurzfristig stagniert oder weiter steigt.
Ich möchte, dass TMV nachhaltig Erfolg hat und dann, und nur dann wird der Kurs irgendwann auch wieder ein neues Allzeithoch erreichen... wie gesagt, solange ein Unternehmen nachhaltig Gewinne erzielt, wächst der Substanzwert... und langfristig kann sich auch die übelste Zockerbörse nicht der fundamentalen Unternehmensentwicklung entziehen! Aber langfristig ist halt nicht eine Woche, ein Monat oder 1 Jahr, wie Daytrader wohl vermuten würden, sondern ein Zeitraum von 5 oder 10 Jahren!
In der betriebswirtschaftlichen Planung spricht man von einem Jahr als kurzfristig, 2 bis 5 Jahren als mittelfristig und allem über 5 Jahre hinaus als langfristig... wenn ich hingegen Analystenkommentare sehe, die alle paar Wochen geändert werden, dann bewegen wir uns an der Börse betriebswirtschaftlich fast nur noch im Ultra-Kurzfristbereich. Statistisch kann man da auch eine Münze werfen mit ähnlicher Erfolgswahrscheinlichkeit der Prognosen...