Hier ein Tip, wie ihr die teuren Gebühren für Auskünfte von T-Kom, Telegate u.ä. massiv reduzieren könnt. Artikel ist aus dem Hamburger Abendblatt.
Der Weg geht über Wien.
TELEFONTIPP
Billigauskunft in Wien
Deutsche Anbieter sind teuer. Mit dem Umweg über Österreich lässt sich viel Geld sparen.
Von Mathias Eberenz
Hamburg - Frank T. gehört zu den Cleveren: Wenn er schnell eine Telefonnummer benötigt, wählt er nicht die 11833 für die Auskunft der Deutschen Telekom. Auch nicht die Nummer 11880 von Telegate, für die Verona Feldbusch im Fernsehen wirbt. Denn beide Anbieter lassen sich ihren Service in der Regel mit einem oder zwei Euro bezahlen. Frank T. holt sich die Nummer aus Wien, von der Telekom Austria. Die erreicht er zwar nur, indem er die Rufnummer eines Call-by-Call-Anbieters vor der eigentlichen Nummer in Österreich eintippt, den man ohne Vertragsbindung pro Anruf billiger als die Telekom nutzen kann. Der Umweg lohnt sich. Denn die Telefonistin mit dem Wiener Akzent kann ihm genauso gut helfen wie ihre Kollegen in Deutschland. Nur 30-mal billiger.
Ein Beispiel: Mit dem Call-by-Call-Anbieter Telefondienste (Vorwahl 01024, dann 0043-1-118201) kostet die Minute nur 4,3 Cent statt 1,24 Euro mit Telegate (11880). Direkt über das Netz der Deutschen Telekom ist der Trick aber nicht möglich. Auch nicht über das Handy.
Frank T. ist kein Einzelfall. Immer mehr Deutsche interessieren sich für die günstige Variante aus Österreich. Warum, so fragen sie sich, kosten zwei Minuten Telefonauskunft so viel wie ein teures Ferngespräch? Das fragen sich auch Verbraucherschützer, die neben den wenig transparenten Gebühren der Telefonauskünfte seit gestern noch ein neues Ärgernis kritisieren - die Auskunftskooperation von Deutscher Telekom und Bahn. Der Grund: Beide werben seit kurzem mit einem schnellen Draht zur Bahn-Auskunft über die Telekom-Nummer 11833. Doch während ein direkter Anruf bei der Bahn-Auskunft (01805-996633) zwölf Cent pro Minute kostet, schlägt die Vermittlung zur Bahn-Auskunft durch die Telekom (11833) mit 99 Cent pro Minute zu Buche. In einer Stellungnahme sprachen der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) und der Fahrgastverband Pro Bahn gestern von einer "Abzocke". Die Konzerne würden die Auskunftsgebühren in der Werbung zudem verschweigen. Die Unternehmen seien deshalb wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens abgemahnt worden und hätten bis zum 25. Februar Zeit, die Werbung einzustellen und eine Umterlassungserklärung zu unterschreiben.
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"Man kann nicht für denselben Service die zehnfache Gebühr verlangen."
Thorsten Kasper, Verbraucherschützer
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"Man kann doch nicht ernsthaft für denselben Service das Zehnfache an Gebühren verlangen, ohne darauf hinzuweisen", sagte der Rechtsexperte vom vzbv Thorsten Kasper. Viele Bahn-Kunden hätten erst beim Blick auf die Telefonrechnung festgestellt, mit welch immensen Kosten der "schnelle Draht" verbunden war, begründete der Jurist die Abmahnung.
"Vielleicht ist das ja schon ein Vorgeschmack auf das, was womöglich im Sommer auf die Bahn-Kunden zukommt", sagte Karl-Peter Naumann, Vorsitzender von Pro Bahn in Anspielung auf die Pläne der Deutschen Bahn, die Telefonauskunft von Mitte 2002 an auf eine 0190-Nummer umzustellen.
Telekom-Sprecher Peter Kesspohl kontert: "Die Telefonnummer der Bahn gehört zu den gefragtesten. Deshalb bieten wir die Weiterleitung seit kurzem an", sagte er dem Abendblatt. Der Preis von 99 Cent pro Minute werde vorher angesagt. Außerdem würden die Anrufer bevorzugt behandelt. "Sie landen bei der Bahn-Auskunft nicht in der Warteschleife", so Kesspohl. Im Übrigen vermittle die Telekom ihre Kunden in der Regel kostenfrei und ohne Zuschlag weiter. Ein Service, den die Auskunft aus Österreich ihren deutschen Kunden nicht bietet. Aber dafür ist sie ja auch um einiges billiger. www.billiger-telefonieren.de
Der Weg geht über Wien.
TELEFONTIPP
Billigauskunft in Wien
Deutsche Anbieter sind teuer. Mit dem Umweg über Österreich lässt sich viel Geld sparen.
Von Mathias Eberenz
Hamburg - Frank T. gehört zu den Cleveren: Wenn er schnell eine Telefonnummer benötigt, wählt er nicht die 11833 für die Auskunft der Deutschen Telekom. Auch nicht die Nummer 11880 von Telegate, für die Verona Feldbusch im Fernsehen wirbt. Denn beide Anbieter lassen sich ihren Service in der Regel mit einem oder zwei Euro bezahlen. Frank T. holt sich die Nummer aus Wien, von der Telekom Austria. Die erreicht er zwar nur, indem er die Rufnummer eines Call-by-Call-Anbieters vor der eigentlichen Nummer in Österreich eintippt, den man ohne Vertragsbindung pro Anruf billiger als die Telekom nutzen kann. Der Umweg lohnt sich. Denn die Telefonistin mit dem Wiener Akzent kann ihm genauso gut helfen wie ihre Kollegen in Deutschland. Nur 30-mal billiger.
Ein Beispiel: Mit dem Call-by-Call-Anbieter Telefondienste (Vorwahl 01024, dann 0043-1-118201) kostet die Minute nur 4,3 Cent statt 1,24 Euro mit Telegate (11880). Direkt über das Netz der Deutschen Telekom ist der Trick aber nicht möglich. Auch nicht über das Handy.
Frank T. ist kein Einzelfall. Immer mehr Deutsche interessieren sich für die günstige Variante aus Österreich. Warum, so fragen sie sich, kosten zwei Minuten Telefonauskunft so viel wie ein teures Ferngespräch? Das fragen sich auch Verbraucherschützer, die neben den wenig transparenten Gebühren der Telefonauskünfte seit gestern noch ein neues Ärgernis kritisieren - die Auskunftskooperation von Deutscher Telekom und Bahn. Der Grund: Beide werben seit kurzem mit einem schnellen Draht zur Bahn-Auskunft über die Telekom-Nummer 11833. Doch während ein direkter Anruf bei der Bahn-Auskunft (01805-996633) zwölf Cent pro Minute kostet, schlägt die Vermittlung zur Bahn-Auskunft durch die Telekom (11833) mit 99 Cent pro Minute zu Buche. In einer Stellungnahme sprachen der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) und der Fahrgastverband Pro Bahn gestern von einer "Abzocke". Die Konzerne würden die Auskunftsgebühren in der Werbung zudem verschweigen. Die Unternehmen seien deshalb wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens abgemahnt worden und hätten bis zum 25. Februar Zeit, die Werbung einzustellen und eine Umterlassungserklärung zu unterschreiben.
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"Man kann nicht für denselben Service die zehnfache Gebühr verlangen."
Thorsten Kasper, Verbraucherschützer
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"Man kann doch nicht ernsthaft für denselben Service das Zehnfache an Gebühren verlangen, ohne darauf hinzuweisen", sagte der Rechtsexperte vom vzbv Thorsten Kasper. Viele Bahn-Kunden hätten erst beim Blick auf die Telefonrechnung festgestellt, mit welch immensen Kosten der "schnelle Draht" verbunden war, begründete der Jurist die Abmahnung.
"Vielleicht ist das ja schon ein Vorgeschmack auf das, was womöglich im Sommer auf die Bahn-Kunden zukommt", sagte Karl-Peter Naumann, Vorsitzender von Pro Bahn in Anspielung auf die Pläne der Deutschen Bahn, die Telefonauskunft von Mitte 2002 an auf eine 0190-Nummer umzustellen.
Telekom-Sprecher Peter Kesspohl kontert: "Die Telefonnummer der Bahn gehört zu den gefragtesten. Deshalb bieten wir die Weiterleitung seit kurzem an", sagte er dem Abendblatt. Der Preis von 99 Cent pro Minute werde vorher angesagt. Außerdem würden die Anrufer bevorzugt behandelt. "Sie landen bei der Bahn-Auskunft nicht in der Warteschleife", so Kesspohl. Im Übrigen vermittle die Telekom ihre Kunden in der Regel kostenfrei und ohne Zuschlag weiter. Ein Service, den die Auskunft aus Österreich ihren deutschen Kunden nicht bietet. Aber dafür ist sie ja auch um einiges billiger. www.billiger-telefonieren.de