Süße Versuchung für Investoren


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Süße Versuchung für Investoren

 
30.07.03 21:44
Hohe Steuervorteile bei Entertainmentfonds - Kosten der Schoko-Ausstellung voll absetzbar
von Leo Fischer

Düsseldorf  -  Versuchung, Seelentröster, sinnlicher Genuss. Kaum einem Genussmittel werden so wunderbare Eigenschaften nachgesagt wie der Schokolade. Das Getränk der Götter und Könige war die flüssige Schokolade vor mehr als 3000 Jahren bei den Maya und Azteken. Der Eroberer Cortez brachte das Getränk zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach Europa, wo es aber zunächst auf Ablehnung stieß. Doch dies konnte den weltweiten Siegeszug der Schokolade nicht verhindern. Vor allem die Deutschen sind der zarten Versuchung zugetan. Mit einem Pro-Kopf-Verzehr von über acht Kilogramm liegen die Bundesbürger weltweit im Verzehr an der Spitze. Aber auch als Verarbeiter von Kakao spielt die Bundesrepublik eine wichtige Rolle. Den Aufstieg der Kakaobohne, die bei den Azteken als Zahlungsmittel fungierte, zeigt die "Sonderausstellung: Schokolade - Geschichte -Geschäft - Genuss", die am 1. August (bis 31. Oktober 2003) im Leipziger Handelshof zu sehen ist.


Die Leipziger Veranstaltung basiert auf einem Konzept, das sich im Übersee-Museum Bremen bewährt hat. Die Schau "Schokolade - Die süßen Seiten Bremens" war auf Grund des starken Publikumszuspruchs um drei Monate verlängert worden. Die Leipziger Schokoladen-Schau wird vom Herbst an drei Jahre als Wanderausstellung durch Deutschland ziehen.


Dass möglichst viele Besucher der Faszination des süßen Genussmittels erliegen, wünschen sich auch die Anleger. Denn finanziert wird die Vermarktung der Schokoladen-Schau durch den Arcus Entertainmentfonds (Mindestbeteiligung 10 000 Euro plus fünf Prozent Agio) und den ArcusLine 2. Entertainmentfonds (gestaffelte Einzahlungen), an denen sich Anleger beteiligen können, die im Jahr 2003 hohe Steuervorteile erzielen möchten (rund 100 Prozent der Einlage) und in den Folgejahren auf Ausschüttungen reflektieren.


Die Steuervorteile resultieren aus der Tatsache, dass Aufwendungen für Werbung und Vermarktung zu sofort absetzbaren Betriebsausgaben führen. Das ist auch auf Seiten der Finanzverwaltung unstrittig. Das Konzept wurde jetzt erstmals auch auf Filmfonds angewandt, um den Diskussionen mit der Finanzverwaltung aus dem Wege zu gehen. Die Arcus Entertainmentfonds werden mit ihren Vermarktungsaktivitäten erst tätig, wenn das Projekt finanziert ist. "Mit den eigentlichen Risiken, die in der Veranstaltung solcher Events liegen, hat der Anleger nichts zu tun", erläutert Peter Heidecker, Geschäftsführer der Chorus-Gruppe, einem Initiator von Filmfonds, der das Konzept entwickelt hat. "Die Anleger sind direkt an allen Einnahmen, von der Parkplatzgebühr bis zum Ticketverkauf beteiligt und brauchen nicht zu warten, bis die Produktionskosten hereingeholt wurden."


Die Leipziger Schokoladen-Schau ist die zweite Veranstaltung, deren Vermarktung vom Arcus Entertainmentfonds finanziert wird. Das erste Projekt ist das Musical "Der Mann im Salz" nach einem Roman von Ludwig Ganghofer, das in Berchtesgaden aufgeführt wird. Für die Werbung und Vermarktung des Musicals erhält der Anleger knapp zehn Prozent der Erlöse aus Ticketverkauf und Merchandising. "Bereits bei einer Auslastung von 54 Prozent ist der Fonds im Plus", so Heidecker.


Weitere Projekte sind die Sonderausstellung "Welt der Motorräder", die in zehn deutschen Großstädten gezeigt wird, das Kindermusical "Ritter Rost", das ganzjährig an verschiedenen Theatern in Deutschland gastieren soll und das Weihnachtsmusical "Vom Geist der Weihnacht" nach einer Vorlage von Charles Dickens. Doch zunächst gilt es, die Schokoladen-Schau zu einem Erfolg zu machen. Daran hat Helmut Roder vom Übersee-Museum keinen Zweifel: "Das Thema Essen und Trinken zieht immer, wenn es gut aufbereitet ist. Es geht um Wissensvermittlung auf unterhaltsame Art."


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